Tochter 13 Alkohol und Rauchen |
Papas Freundin
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von Papas Freundin (03.05.2010 15:53) |
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Hallo Thelma,
oh, genau dieses Problem ist mir nicht ganz unbekannt u. auch der Grund, wieso ich mich in diesem Forum angemeldet habe.
Ich sehe es an der Tochter meines Freundes, bei der es wohl ähnlich abläuft wie bei deiner Tochter.
Bei uns ist es so, dass die Kinder bei der Mutter leben, sie haben zu uns bzw. ihrem Vater guten Kontakt. Beide Elternteile "arbeiten" wirklich Hand in Hand und unterstützen sich gegenseitig. Als Außenstehende toll zu sehen.
Die Kleine ist jetzt 12. Sie hat´s auch auf dem Kerbholz aber nicht in den Dimensionen, die wie Große es hat. Bei ihr wissen die Eltern nicht mehr weiter (ich auch nicht, obwohl ich selbst eine seeehr schwere Jugendliche war und für vieles Verständnis aufbringen kann).
Bei der Großen spielt Alkohol und Tabak eine große Rolle. Wegen Körperverletzung (sie & ihre Clique) prügelt sich mit Gleichaltrigen und überschreibtet jede Grenze. In den letzten Monaten musste sie öfters bei der Polizie abgeholt werden...
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sie sich keine Grenzen setzen lässt. Ich frage mich, wie man einem Menschen Grenzen setzen kann und diese dann auch eingehalten werden. Sie haut einfach ab, kommt nachts nicht heim, will nicht sagen wo sie schläft etc.. Wenn sie dann heim kommt und sie ihre Strafe bekommt, macht sie dicht und haut wieder an. Sie setzt sich über alles hinweg, ist nur übel gelaunt.
Gerade Samstag war wieder so ein Tag, der mich unheimlich traurig macht. Mein Partner war bei mir (wir leben in einer Fernbeziehung). Es war kinderfreies We. Gegen 20 Uhr rief seine Ex-Frau an und berichtete, dass die Große wieder abgehauen ist und einfach nicht heimkommen will.
Das ging so hin- und her. Er rief seine Tochter dann auch an, doch auch bei ihm war sie wieder völlig stur und bockig. Ende vom Lied, ihre Mutter + Oma haben sich angezogen und sind los in alle Discos, um sie zu suchen. Die riefen alle Freundinnen an und fragten nach ihr. Irgendwann muss es ihr zu "blöd" geworden sein und sie ist heim.
Das war jetzt mal ein Vorfall. Ich kann unzählige andere beschreiben, die sich aber alle irgendwie ähneln.
Ich frage mich aber, wie eine Konseqeunz aussehen kann, damit das Mädchen merkt, dass sie hier eindeutig Grenzen überschreitet.
Grundsätzlich mische ich mich in nicht sein und halte mich komplett zurück (es sei denn es geht um meine Person was aber so gut wie nie vorkommt). Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich mich in irgendwas einmische. Nur bin ich eben auch irgendwie daran beteiligt und es lässt mich nicht kalt. Ich möchte es einfach verstehen. Manchmal ist mein Partner fix und fertig und weiß nicht was er noch tun kann und schaut mich so ratlos an. Nur helfen kann ich nicht.
Es ist schlimm, wenn das Kind um 22 Uhr wieder abhaut, denn mein Partner verletzt nicht nur die Aufsichtspflicht des Mädchens, sondern er macht sich nat. auch richtige Sorgen um sie.
Wir überlegen oft wie eine Konsequenz aussehen kann, dich es ist wirklich so, dass sie sich keine Grenzen aufzeigen lässt. Ihr muss die Pubertät sehr zu schaffen machen und für sehr vieles haben die Eltern Verständnis - aber jetzt langts wirklich.
Sie akzeptiert kein "nein". Wenn ihre Freundinnen nicht bei uns schlafen dürfen (sie erwartet, dass zig Freundinnen bei uns schlafen), haut sie ab. Als wir das lette Mal heimkamen waren unsere Sachen durchwühlt. Sie waren an Papas Schrank und haben da Sachen raus entwendet. In der ganzen Wohnung brannte Licht und es sah aus wie im Saustall.
Sie lässt sich aber nichts sagen. Im Gegenteil, es wird dann noch schlimmer...
Wir haben wirklich keine Ahnung mehr, wie dem Mädchen beizukommen ist. Um genau zu sein hat das niemand.
Habt ihr vielleicht Ideen?
Der Umgang mit Gleichaltrigen ist leider ebenfalls nicht der Beste. Einige ihrer Freundinnen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, kommen aus einem anderen sozialen Umfeld und sind nicht aufrichtig, so dass wir sie nicht in der Wohnung haben möchten (beklauen lassen wir uns nämlich nicht!).
Danke für´s Niederschreiben. Tat gut, es mal auszusprechen!
Lieben Gruß
Papas Freundin!
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03.05.2010 15:53 |
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hitnak
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von hitnak (03.05.2010 17:00) |
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Hallo,
man kann einem Kind schon verbieten zu rauchen, auch wenn man selber raucht. Um genau zu sein hat der Gesetzgeber das in Deutschland sogar verboten, und das vor allem, weil Rauchen und der Konsum von Alkohol auf Heranwachsende einen noch gesundheitsschädlicheren Effekt haben, als sie das schon auf Erwachsene haben. Wenn Erwachsene all' das nicht tun würden, was Minderjährige nicht dürfen, müssten sie auch auf das Autofahren, das Wählen und noch einige andere Dinge verzichten.
Womit ich beim nächsten Punkt bin: Wenn Kinder und Jugendliche rauchen und Alkohol trinken, dann gibt es immer mindestens einen Erwachsenen, der ihnen das Zeug zuführt, und mir fällt dabei immer wieder auf, dass Erwachsene das ohne mit der Wimper zu zucken, aber gerne auch mal mit der hier immer wieder gegebenen Begründung tun, sie als Erwachsene würde ja auch rauchen und trinken. Ich frage mich dabei, warum Menschen dann solche Hemmungen haben, ihrem 13jährigen Nachwuchs ab und zu mal ihr Auto zur Verfügung zu stellen.
Man kann durchaus seinem Kind auch wenn man selbst raucht erklären, dass es für Heranwachsende extrem gesundheitsschädlich und außerdem verboten und damit absolut tabu ist, aber damit sollte die Diskussion dann auch beendet sein, und das große Streichkonzert beginnen, wenn sich das Kind nicht daran hält.
Viele Grüße,
Arik
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03.05.2010 17:00 |
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hitnak
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von hitnak (03.05.2010 20:52) |
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Hallo,
im Prinzip gebe ich Dir Recht, aber bei der Sache mit der Handtasche bin ich mir nicht so sicher - meiner Erfahrung nach liegt bei Jugendlichen, deren Unrechtsbewusstsein so wenig ausgeprägt ist, erziehungstechnisch einiges im Argen. Allerdings ist der Anteil der reinen Beschaffungskriminalität, wenn es um Minderjährige und Tabakwaren geht, gemessen an der Gesamtzahl von durch Minderjährige begangene Eigentumsdelikte in Deutschland mit weniger als einem Prozent im Jahr 2008 und einem noch sehr viel geringenen Prozentsatz bei Eigentumsdelikten in Verbindung mit Tätlichkeit (Raub) ausgesprochen gering. Es kommt natürlich öfters vor, dass nach einem Delikt auch die Karten eines Volljährigen benutzt werden, weil man sie eben nun gerade da hat, aber dass ein Kiddie nur deshalb klaut ist selten. Öfters dürfte es allerdings passieren, dass in die Handtasche von Mamma oder Pappa gegriffen wird, und da frage ich mich immer wieder, warum die Homebosse nicht einfach mal die Handtaschen sicher verwahren, wenn sie schon den Verdacht oder das Wissen haben, dass ihr Kind raucht und / oder trinkt.
Natürlich ist es oft so, dass der Stoff von älteren Jugendlichen über 18 besorgt wird, aber im Zeitalter der Fünf-Euro-Packungen und Jugendarbeitslosigkeit wird der Provider ziemlich schnell mal mit dem Hut herum gehen wollen, und ich befürchte, dass das Rauchen ziemlich schnell Geschichte ist, wenn Kevin Kasuppke seinen Finanzausgleich nicht leisten kann - oder sich überlegen muss, ob er einen recht hohen Prozentsatz seines Taschengeldes nicht doch lieber für das neue Lena-Album ausgeben will. Am Ende des Tages fällt den Kiddies doch die Entscheidung gerade dann leicht, wenn sie wissen, dass Mamma und Pappa das Taschengeld schon aufstocken werden, wenn es nicht reicht.
Viele Grüße,
Ariel
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03.05.2010 20:52 |
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Ilona

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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von Ilona (03.05.2010 21:09) |
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*Schaut gerade mal auf die Schachtel Zigaretten die sie raucht.....* 4 Euro für 19 Stück (Handelsmarke) oder Wahlweise 6 Euro eine Dose Tabak und 1 Euro für 200 Filterhülsen macht 6,50 Euro für ca. 100 Zigaretten. Die Anschaffung einer Handbetriebenen Stopfmaschiene fällt da mit ca. 2 Euro nicht ins Gewicht den unsere hält z.B. schon 2 jahre.
Kosten einer zigarette:
21 Cent für die fertig gekauften
0,065 Euro für die Selbstgestopfte zigarette
Also weit entfernt von 5 Euro packung.
Was den Raub betrifft hmm ich denke das Empfinden der kriminalitätshöhe hängt wohl davon ab wo man wohnt.
Wenn ich fast täglich lese dass in Berlin ein Rentner wegn 50 Euro oder weniger überfallen wird ist das empfinden ein anderes als wenn ich in einem kleinen ort wohne wo so etwas alle jubel jahre passiert.
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03.05.2010 21:09 |
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Duroc
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von Duroc (03.05.2010 23:34) |
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| Zitat: |
Original von Thelma
Vor Ihr nicht zu rauchen oder keinen Alkohol zu trinken das halte ich persönlich nicht für sinnvoll.
Das sind einfach Dinge die muß man nicht heimlich tun, es ist ja nicht so das in Ströhmen Alkohl fließt, oder ununterbrochen geraucht wird, wenn Freunde da sind, oder du auf der Terasse sitzt und am Grillen bist, gehst du dann jedesmal weg wenn du eine Rauchen willst
oder was trinken möchtest, ich werd es nicht tun.
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Das ist ganz einfach: Ich verzichte vollständig darauf. Ich tue gar nichts heimlich.
Ich bin Nichtraucher, und ich trinke nur selten Alkohol (das letzte Mal war in einem Lokal mit Freunden vor ca 2 Monaten). Es fällt mir nicht weiter schwer, auf Alkohol zuhause zu verzichten; ich habe nicht das Bedürfnis, das heimlich nachzuholen.
Wenn die Eltern Besuch haben, dann wird manchmal ein Glas Wein getrunken (davon durften die Kinder alle schon ein Schlückchen probieren, haben es aber eklig gefunden, womit sich das Interesse daran bis auf weiteres erübrigt), aber ansonsten gibt es bei uns im Haus eigentlich normalerweise nur den Rum zum Backen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich als älterer Bruder aktuell wohl noch eine größere Vorbildwirkung habe als meine Eltern, und gerade deswegen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Suchtmitteln bei mir jetzt wirklich wichtig.
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03.05.2010 23:34 |
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hitnak
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von hitnak (04.05.2010 00:08) |
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Hallo,
zunächst mal: Ich lasse im folgenden bewusst Tabak außen vor, weil er als Suchtmittel nicht mit Alkohol zu vergleichen ist.
Ich muss einwerfen, dass das amerikanische Verhältnis zur Alkoholerziehung fernab von ideal ist: Die Zahl der Alkoholvergiftungen ist in den USA im Alter zwischen 21 und 25 Jahren so hoch wie in allen westlichen Nationen vereint.
Wir müssen berücksichtigen, dass die Gesetze in Europa sich in Bezug auf Jugend und Alkohol ungefähr an dem messen, was medizinischvertretbarund pädagogisch sinnvoll ist. In den USA hingegen orientieren sich die Gesetze sehr stark an historisch-moralischen Gesichtspunkten, die sich stark an gewachsene Moralvorstellungen, aber gar nicht an pädagogischen Erwägungen halten: Mit 21 darf man gar nicht trinken, danach so viel man will. Was Alkohol mit einem tut, weiß man erst dann, wenn man die Bloody Mary, den Sex on the Beach oder wasimmerauchsonst der Bartender des Vertrauens zu bieten hat, so reichlich genossen hat, dass man es nicht mehr merkt - man weiß ja nicht, was es ist. Und: In diesem Alter ist der Leistungsdruck in den USA besonders hoch, weil die Studiengebühren besonders hoch sind, und die Flucht in den Alkohol eine Einfache ist.
Ich habe in meinem Job, in meinem Einflussgebiet, Israel, wöchentlich, immer donnerstags und samstags mit Horden von amerikanischen Kiddies zu tun, die von ihren Eltern aus Gründen der Persönlichkeitsfindung nach Holy Land Central verschifft werden, wo sie dann von ihren Jugendgruppenbetreuern vor Terroranschlägen gewarnt werden, bevor sie dann dem Alkohol zusprechen, in der Notaufnahme aufschlagen, von uns nach dem Kater in den nächsten Flieger gesetzt werden (die Betreuer behalten wir mittlerweile auf einen Sonderurlaub da), meine Kollegen und mich bei ihren Eltern verpetzen, die mich dann ankreischen, wie das passieren konnte.
Woraufhin ich sagen muss: Es passiert bei uns zwar bei den US U21, aber in den USA sind es eben dann die U25, weil niemand jemals den Kiddies beigebracht hat, was Alkohol mit einem macht, und zwar nicht wie bei Zigaretten in 20 oder 30 Jahren, sondern sofort.
Alkohol ist ein sozial akzeptiertes, von manchen Religionen sogar vorgeschriebenes Genussmittel, und man muss seine Kinder dazu erziehen, damit umzugehen. Dass heisst, dass man es nicht tot schweigen darf, aber auch, dass man sich bewusst sein muss, dass der übermäßige, nicht der gelegentliche Alkoholkonsum, und vor allem dass die emotionalen Begleiterscheinungen, die mit dem übermässigen Genuss einher gehen, auf das Kind abfärben kann.
Viele Grüße,
Ariel
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04.05.2010 00:08 |
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Duroc
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von Duroc (04.05.2010 00:45) |
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Hallo Ariel,
Bezieht sich das amerikanische Beispiel jetzt sozusagen auf mich? Ok, zunächst mal, ich bin an sich kein Amerikaner, ich habe nur lang dort gelebt
und ich habe auch nie gesagt, dass die USA ein Vorbild sind. (Na ja, was Tabak betrifft schon, meines Erachtens, aber hier geht es ja jetzt um Alkohol.) Von den teilweise dort vertretenen überzogenen Moralvorstellungen, die leider immer noch die Leitlinien so mancher Politiker darstellen, halte ich herzlich wenig. Da pflichte ich dir absolut bei.
Allerdings: Mit 21 kann man hier auch trinken, so viel man will. Das ist nicht nur in den USA so. Um genau zu sein, kann man auch mit 18 trinken, so viel man will. In diesem Punkt sehe ich keinen großen Unterschied zu Europa.
Wieviel getrunken wird, ist natürlich immer ein gesellschaftliches Phänomen. ZB weiß ich von einem koreanischen Schulfreund, dass in Korea der Alkoholkonsum und -missbrauch sehr hoch ist.
Verstehe ich dich jetzt richtig, dass du der Meinung bist, dass es besser wäre, wenn man schon früher ausprobieren kann, was Alkohol mit einem macht?
Nun ja, ich denke eigentlich, dass das ziemlich ähnlich ist hier und dort, nur sozusagen zeitversetzt. Hier findet an es ja dann auch mit 18 heraus, wenn man noch nicht vorher auf die Idee gekommen ist, dass es schädlich sein könnte (sprich: zB von Eltern darauf hingewiesen). Und dass Alkoholmissbrauch schädlich ist, kann man auch in den USA mitbekommen. Also mit 21 musste ich die Erfahrung nicht erst selbst machen, ich habe das bereits gewusst.
(Das heißt nicht, dass ich nie betrunken gewesen wäre, das stelle ich gleich klar - ich habe auch schon zu viel getrunken, allerdings nie so viel, dass ich nur mehr vor mich hin lallend im Straßengraben gelegen wäre
)
Aber wenn ich dich falsch verstehe, dann korrigier mich bitte.
Inwiefern hältst du Tabak für nicht mit Alkohol vergleichbar? Ich habe gehört, dass Nikotin eine Droge ist, die schneller süchtig macht als so manche andere. Oder hast du das jetzt auf einen anderen Aspekt bezogen?
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04.05.2010 00:45 |
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hitnak
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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von hitnak (04.05.2010 01:25) |
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Hallo,
nein, das bezog sich nicht auf Dich, auch wenn ich Deinen Betrag, Deinen Hintergrund, in gewisser Weise, zum Anlass genommen habe, dazu etwas zu schreiben. Das ist aber nicht gegen Dich gerichtet, weil ich denke, und das, nachdem ich mir eine ganze Zeit lang Deine Beiträge durch gelesen habe, dass Du ein Geschenk für Deine Geschwister bist.
Aber zum Thema: Alkohol und Tabak sind natürlich beides Suchtmittel. Aber der Unterschied zwischen Beidem ist, dass Alkohol in verhältnismäßig großen Mengen eine sofortige, das Bewusststein verändernde und einschränkende Wirkung und potentiell letale Wirkung auf einen Menschen und noch viel mehr so auf einen jungen Menschen hat; der Körper muss lernen, damit umzugehen, und der Mensch muss wissen, welche Wirkung der Alkohol auf ihn hat. Deshalb erlaubt man Jugendlichen ab 16 in Europa den Konsum von Bier und Wein, und schließt Spirituosen dabei aus - es soll eine Heranführung an das Genussmittel Alkohol, dass kulturell tief verwurzelt ist, ermöglichen.
Wohlgemerkt geht es dabei erst einmal nicht um die langfristige Schädlichkeit, über die Eltern und jeder sonst auch, immer natürlich gut reden haben, sondern nur um die sofortige Wirkung - und da reicht es nicht, wenn Eltern erzählen, wie die aussieht.
Der Unterschied zwischen den USA und Europa ist eben, dass es in Europa sukzessive passiert, und in den USA auf einen Schlag.
Meine Frau und ich halten das bei unseren Söhnen so, dass sie ab 16 Bier und Wein trinken dürfen, aber nur in einem solchen Maße, dass sie sich nicht betrinken. Wenn sie das tun, droht ein einmonatiges Flugverbot ohne Instrumente.
Viele Grüße.
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04.05.2010 01:25 |
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Ilona

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Re: Tochter 13 Alkohol und Rauchen von Ilona (04.05.2010 08:56) |
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| Zitat: |
Original von hitnak
Alkohol ist ein sozial akzeptiertes, von manchen Religionen sogar vorgeschriebenes Genussmittel, und man muss seine Kinder dazu erziehen, damit umzugehen. Dass heisst, dass man es nicht tot schweigen darf, aber auch, dass man sich bewusst sein muss, dass der übermäßige, nicht der gelegentliche Alkoholkonsum, und vor allem dass die emotionalen Begleiterscheinungen, die mit dem übermässigen Genuss einher gehen, auf das Kind abfärben kann.
Viele Grüße,
Ariel |
Dem kann ich absolut zustimmen.
Ich trinke auch gerne mal ein glas Wein zum essen und meine Kinder bekommen es mit. Mein großer fragte mich was das ist ich habe es ihm gesagt und er fragte weiter. man muss bei dem thema genau wie bei jedem anderen auch offen und ehrlich sein. Das gespräch ging dann so weit dass ich ihm erzählte wie es ist wenn man zu viel trinkt und das ich auch schon mal zu viel getrunken habe und es nicht schön war aufzuwachen und nicht zu wissen wo man ist und wie man dahin gekommen ist oder der kater danach.
Ich habe es ihm wahrheitsgemäss erzählt für ihn verständlich. Danach war das interesse weg.
Es ist doch mit allem so wenn man die Fragen der Kinder einfach und ehrlich beantwortet ist der Reiz weg.
Als wir vor 2 jahren in der Pfalzei unseren Weinhändler/Winzer waren hat Alex auch einen minischluck probieren dürfen und es hat ihn natürlich überhaupt niocht geschmeckt, da hatten wir dazu auch schon ein Gespräch darüber.
Ich denke in vielen Punkten ist es einfach so es wird verboten aber ohne Begründung ohne den kindern auch mal zu erzählen was man selber schon für schlechte Erfahrungen gemacht hat daher wollen sie selbst ausprobieren wie etwas wirkt.
Natürlich hat man sicherlich nicht bei allen Dingen Erfahrungen gesammelt aber man kann dann auch auf Erfahrungen von anderen zurückgreifen.
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04.05.2010 08:56 |
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