Ablehnung IGS (Achtung lang) |
Eleson

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Herkunft: Rheinland-Pfalz Beruf: Hausfrau Kinder: Emanuele 10; Jenson 4 Familienstand: verheiratet
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Ablehnung IGS (Achtung lang) von Eleson (10.02.2009 12:18) |
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Hallo an alle "Schulgestressten"
ich habe folgendes Problem:
Mein Großer hat eine Empfehlung für Haupt-, Realschule plus und Gesamtschule bekommen. Bei ihm wurde vor zwei Jahren ADHS festgestellt und er bekommt morgens Equasym retard 30mg. Nach Ansicht seiner KL wäre er in einer Gesamtschule am besten aufgehoben. Nun gibts seit letztem Jahr direkt gegenüber der Grundschule (gleicher Schulhof) eine IGS mit einem super Förderprogramm. Wir wohnen auch nur 3 km von der Schule entfernt.
So sind wir vorletzten Samstag dahin zur Anmeldung. Und letzten Samstag bekamen wir den Ablehnungsbescheid mit der Begründung, die Anmeldungen wären zu hoch gewesen. Die Unterlagen bekamen wir auch wieder zurück. Auf der Halbjahreszeugniskopie waren folgende Sätze mit gelbem Textmarker markiert:
...nicht gleichmäßig mitgearbeitet. ....rasch entmutigt und musstest zur Weiterarbeit aufgefordert werden.
...noch Schwierigkeiten, dich im Schulleben zurechtzufinden und dich an besprochene Regeln des Zusammenlebens zu halten.
Bei Gemeinschaftsaufgaben fiel es dir sehr schwer, dich mit den anderen Kindern zu verständigen, ohne dass dies zu Konflikten führt.
Davon abgesehen, dass mein Sohn kein Schläger oder Störenfried ist, wie hier dargestellt wurde, sind die Ausführungen meiner Meinung nach das Spiegelbild von ADHS.
Dazu kommt noch dass sich 7 seiner Klassenkameraden auch dort angemeldet haben, darunter einer bei dem der Förderbedarf festgestellt wurde (dessen Mutter ist Lehrerin auf der IGS) und alle sind angenommen worden.
Ich bin der Meinung, die wollten sich einfach keinen "Störenfried" aufhalsen und haben ihn deswegen aussortiert.
Wenn auch ein Widerspruch nichts bringt, muss er jeden Tag 1 km an unseren Bahnhof laufen, mit der Regionalbahn 15 km fahren und anschließend mit dem Bus noch 4 km in die Realschule plus fahren.
Ich bin richtig sauer und traurig.
Wie seht ihr die Situation und meint ihr wir hätten Chancen mit unserem Widerspruch?
Liebe Grüsse
Chris
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10.02.2009 12:18 |
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DarthShairah
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Dabei seit: 09.06.2010
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Beiträge: 3
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RE: Ablehnung IGS (Achtung lang) von DarthShairah (09.06.2010 22:36) |
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Hallo Chris,
ich habe mich jetzt extra wg. Dir an diesem Forum angemeldet, denn:
Ich bin auch eine IGS-geplagte.
Meine Tochter ist auch ein ADHS-Kind. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht weiß, ob sie deshalb vielleicht aussortiert wurde. Wir kommen aus Niedersachsen und haben im Ort nur eine IGS die sage und schreibe 120 Kinder aufnimmt. Davon sind 35 Plätze für die lieben Geschwister reserviert.
Bevor jetzt Muttis oder Papis mit tausenden Kindern außer sich sind: Sorry, aber nicht nur ihr habt es schwer!
Zu ADHS kommen bei mir schwerwiegende pers. Gründe, über die ich nicht im Forum sprechen möchte und gerade deshalb ärgert es mich, dass man kein Gehör bei der Schulleitung erfährt um eben seine Situation zu schildern. In der Anmeldung wird man schon abgefragt, ob denn Geschwisterkinder vorhanden sind. Keine Fragen nach besonderen Situationen, nichts!
Denn das zählt nicht mehr, zumindest hier in Niedersachsen! Ich selber komme ursprünglich aus Düsseldorf, wir haben jede Menge Gesamtschulen und ich war auf so einer. Das gleiche hätte ich mir für mein Kind auch gewünscht, aber dies wurde mir verwehrt und das weil irgendein Vollhorst mal entschieden hat das Eltern mit vielen Kindern es ja leichter haben sollten.
Hallo? Wieviele Eltern würden sich melden und sagen "Ich habe es auch schwer, weil...", kriegt man deshalb eine Extrawurst? Nein! Und mal ehrlich, FRÜHER ging es doch auch. In meiner Klasse gab es genug Kinder deren Geschwister auf eine andere Schule gegangen sind. Da kamen die Eltern auch damit klar.
Lieber Chris, auch wenn ich vielleicht gegen Mühlen renne, ich habe mich entschloßen zu kämpfen. Ich habe nach Feierabend einen zwei Seiten Brief an den Kultusminister geschrieben und weil ich gerade dabei war, habe ich auch einen schriftl. Widerspruch an die IGS verfasst.
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
Liebe Grüße und viel Glück beim kämpfen...
Cynthia
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09.06.2010 22:36 |
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DarthShairah
User

Dabei seit: 09.06.2010
Letzte Aktivität: 13.06.2010 12:30
Beiträge: 3
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Re: Ablehnung IGS (Achtung lang) von DarthShairah (11.06.2010 17:24) |
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Nun, über die Gründe warum mein Kind ein Härtefall ist, möchte ich im Internet nicht schreiben, es sind jedenfalls schwerwiegende Gründe, die nicht aus den Fingern gesogen sind, sondern den Tatsachen entsprechen.
Was ich sagen möchte ist lediglich, dass nicht nur Eltern mit vielen Kindern Probleme haben, die haben wir mit einem nunmal auch!
Geschwister bevorzugen= ja, aber es muss auch für Härtefälle eine Möglichkeit geben mit der Schulleitung Kontakt aufnehmen zu können. Es steht ja dann jedem SL frei, ob er den Fall als harmlos oder wirklich schwerwiegend einstuft. Nur die Möglichkeit muss es einfach geben, ohne wenn und aber.
Gruß
Cynthia
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11.06.2010 17:24 |
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Carola

Moderatorin Schule
 

Dabei seit: 30.08.2003
Letzte Aktivität: 28.03.2012 21:55
Beiträge: 3.030
Beruf: Grundschullehrerin Kinder: 2 Familienstand: keine Angabe
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Re: Ablehnung IGS (Achtung lang) von Carola (12.06.2010 12:38) |
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Könnte aber auch sein, dass jeder SEINE Probleme als besonder schwerwiegend einschätzt und der Schulleiter dann mit nichts anderem mehr beschäftigt wäre.
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12.06.2010 12:38 |
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DarthShairah
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Dabei seit: 09.06.2010
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Re: Ablehnung IGS (Achtung lang) von DarthShairah (13.06.2010 12:30) |
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Ich habe mit Lehrern bisher die Erfahrung gemacht, dass es welche gibt die es wirklich interessiert was hinter einem Kind steckt und sehr engagiert sind UND welche die von 8:00-12:15h ihren Dienst tun und "ihre" Kinder tagtäglich durchschleusen. Sowas höre ich z.B. oft im Bekanntenkreis bzw. in der Nachbarschaft.
Die meisten mit denen ich bisher zutun hatte waren sehr engagiert, dazu gehörten auch 4 Schulleiter die sich trotz vollem Terminkalender Zeit genommen haben. Und bisher hatten alle Verständnis und waren vorbehaltlos dazu bereit zu helfen.
Ein Pädagoge sollte sich für sowas auch Zeit nehmen, sonst hat er den falschen Beruf. Sicher nicht unbegrenzt, aber in manchen Fällen ist es nunmal notwendig.
Denn Mitarbeit MIT den Eltern gehört genauso dazu. Sorry...
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13.06.2010 12:30 |
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