Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe |
feivelmaus
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Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (24.08.2010 08:25) |
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Hallo
ich hatte ja schon desöfteren hier geschrieben, dass wir große Probleme mit unserer jüngsten Tochter (11) haben. Sie hat eine Bindungsstörung und wir haben lange versucht mit ambulanter Therpie etwas zu verbessern. Nichts half und letztes Jahr wurde es immer schlimmer: Sie ist bei kleinester Kritik aus der Klasse weggelaufen, die Lehrerin kam absolut nicht mehr klar, dann Diebstähle ohne Ende (Geld, Nintendo; Handys). Nun ist sie in einer Tagesklinik seit mehreren Monaten. Ergebnis: Medikamente (Strattera, Medikinet etc. wegen zus. ADHS) helfen nicht, Es wird ein langer Prozess und Jahre dauern, bis sich alles normalisiert. Nun haben wir auch übers JA Familienhilfe und die Eingliederung in eine Tagesgruppe bekommen, weil wir es auch zu Hause nicht mehr schafften, ohne tägliche Kämpfe ihr den Stoff + Hausaufgaben zu vermitteln (in der Schule hatte sie am Ende 2. Klasse nur 1er und 2er, in der 3. Klasse ist sie 2 Noten tiefer gerutscht nach Lehrerwechsel). Daher auch die Tagesklinik, weil die beiden anderen, älteren Kinder untergingen. Soweit geht es uns auch sehr gut, die Fortschritte sind aber gering und nach einigen Tests sagte man uns auch, dass die Kleine eine durchschnnittliche Intelligenz besitzt. Nun wurden verschiedene Möglichkeiten für die Rückschulung vorgeschlagen: In die Regelschule ohne Integration ist unmöglich, außerdem fehlt ihr der Stoff, da die Klinikschule nicht den vollen Unterricht leistet. Zurückstufen mit 11 in die 3. Klasse ist nicht für gut befunden worden, da sie dann deutlich älter ist als ihre Mitschüler. Integration ist zu spät und würde wohl auch niemand bezahlen wollen. Schule für Erziehungshilfe ist voll und man muss ein schulisches Überprüfungsverfahren machen. Schule für Lernhilfe sei ja ideal, hieß es dann, denn dort könnte sie gleich nach Entlassung nach Probeunterricht wechseln. Wenn sie dann klar käme, wäre ja eine Rückschulung möglich.
Mir gefällt das nicht so ganz und ich fühle mich unwohl dabei. Heute soll ich entscheiden, aber ich habe Bedenken, ein normal intelligentes Kind auf eine Schule mit lernbehinderten Kindern zu schicken. Dort gibt es kein Englisch und ich glaube so wird sie niemanls nicht einmal einen Qualif. Hauptschulabschluss bekommen (Dazu braucht man ja Englisch).
Oder hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Schule und Rückschulung etc. mit einem normal intelligenten Kind?
LG
Micha
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24.08.2010 08:25 |
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freddilysie

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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von freddilysie (24.08.2010 08:56) |
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Gibt es bei Euch keine Schulen mit Integration?
Bei uns in der Grundschule gab es so viele verschiedene "I-Kinder" und einen der sogar so ähnliche Probleme hat wie deine Tochter.
In was für eine Schule soll sie denn nun, ist oben ein bischen verwirrend geschrieben.
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24.08.2010 08:56 |
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feivelmaus
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (24.08.2010 10:10) |
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Bücher zu diesem Thema
Meine Tochter braucht eine Vollzeitintegration, denn sonst schafft sie es nicht und die wird über das Jugendamt beantragt und von demselben Träger geleistet, der sie auch jetzt in die Tagesgruppe nimmt.
Sie kann keine 5 Minuten still sitzen und in der Klasse ist schon 10 Stunden die Woche eine Erzeihungshelferin und eine Sonderschullehrerin wegen anderer schwieriger Kinder. Es hilt aber nichts. Vor allem sind ja trotz Integration mind. 20 Kinder in der Klasse.
Festgestellt haben wir in der Therapie, dass meine Tochter einen extrem engen Rahmen braucht mit klaren Regeln. Nur dann funktioniert es mit ihr. Sie nutzt den kleinsten Freiraum sofort im negativen Sinn aus. Dabei ist es auch so, dass sie selber den Rahmen auch WILL. Das hat sie geäußert und sie fühlt sich wohl dabei.
Vor allem hatte sie am Schluß alles geklaut was nur irgend möglich war. Geld der lehrerin, Sachen der Mitschüler. Sie würde dort keinen Fuß mehr in die Tür kriegen.
Der "Knachkpunkt" ist aber: Sie soll jetzt auf eine Schule für Lernhilfe also Sonderschule.
Mein Sohn ist schon in einer Sonderschule, eine Sprachheilschule. Damit habe ich kein Problem, da dort der Lehrplan der Regelschule gilt und er sich wohl füht. Bei einer Schule für Erziehungshilfe wäre das auch so, aber die sind alle voll und nehmen keine Schüler auf.
Auf der Schule für Lernhilfe gilt aber nur ein eingeschränkter "Lehrplan" und je länger ein Kind dort ist um so unwahrscheinlicher ist die Rückschulung. Da soll sie aber hin und das gefällt mir nicht und ich suche nach Alternativen. Inegration ist keine, dass hat sich herausgestellt, da die Klasse trotzdem viele Kinder hat, es sowieso niemand seitens Schule, Therapeuten und JA will und es fast 1 Jahr dauern würde, bis der Antrag durch wäre. D.h. sie müsste wieder zurück und "normal" weiterlaufen und das würde alle bisherigen Erfolge wieder zunichte machen.
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24.08.2010 10:10 |
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freddilysie

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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von freddilysie (24.08.2010 11:02) |
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bei dem was du das schreibst bleibt dir doch aber gar nichts anderes übrig. Du hast ja keine andere wahl.
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24.08.2010 11:02 |
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feivelmaus
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (24.08.2010 11:51) |
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richtig, Du hast es erkannt!
Das ist ja das, was mich so hilflos macht. Das in diesem Land die Kinder, die nicht in die Norm passen, abgeschoben werden.
So bliebe noch ein Internat, Kosten liegen bei gut 1500 EUR p. Monat. Dort wäre die Förderung Bestens. Das kann sich nicht jeder leisten. Ich kann es nicht.
Deswegen komme ich zum Ursprung meiner Frage: Wer hat Erfahrungen mit der Lernhilfeschule bezüglich Rückschulung? Ich habe die Hoffnung, dass in ca. 2 Jahren vielleicht wenigstens eine Rückschulung möglich ist, wenn dann die "Defizite" nicht mehr so stark vorhanden sind.
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24.08.2010 11:51 |
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hitnak
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von hitnak (24.08.2010 12:12) |
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Hallo,
ich möchte Dir sehr gerne etwas schreiben, aber ich müsste vorher wissen, in welchem Bundesland Ihr lebt?
Viele Grüße,
Ariel
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24.08.2010 12:12 |
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feivelmaus
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (24.08.2010 14:30) |
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Hallo
ich lebe in Hessen, nenne Dir gerne auch per PN den Namen der Schule.
Mittlerweile habe ich mir von der Schule mal die Doku der Schulinspektion angesehen, die sieht zumindest nicht schlecht aus. Ein Kollege ist mit einem der Lehrer dort befreundet und kennt auch ein Kind und meint, die Schule sei für die Kinder, die dort hingehören optimal.
manchmal zweifle ich schon selber...Schuldgefühle wegen der Trennung (Sie war die Kleinste, die große Tochter hat schulisch keine Probleme und einen guten Realschulabschluß, wahrscheinlich weil sie es bewußt verarbeiten konnte).
Sicher auch das eigene Ego, das beste für das Kind zu wollen und dazu gehört nach dem ersten Gedanke eine Sonderschule nicht.
Wir haben diese Woche einen Termin und unverbdindlich umzusehen, mal sehen wie die Kleine darauf reagiert...
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24.08.2010 14:30 |
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hitnak
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von hitnak (24.08.2010 15:37) |
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Hallo,
Du hast es richtig erkannt: Als Eltern behagt einem der Gedanke nicht, dass das eigene Kind auf die "Sonderschule" muss. Es kommen Erinnerungen an die eigene Kinderheit auf, und daran, wie man damals selbst Vorurteile gegen solche Kinder hatte, und man schaut in die Zukunft, und auf die wirtschaftliche Lage, und hat Angst, dass aus dem Kind, das man liebt, mal "nichts wird". Das ist eine völlig legitime Gefühlslage.
Aber man muss auch der Realität ins Auge blicken: Die Zeiten haben sich geändert, und mit ihnen die "Sonderschulen"; es gibt heute pädagogische Möglichkeiten, von denen die Kinder, mit denen wir damals nicht spielen durften, nur geträumt haben, falls sie davon geträumt haben. Und: Man darf nicht aus dem Auge verlieren, dass normale Intelligenz nichts darüber aussagt, was das eigene Kind momentan zu leisten in der Lage ist.
Ich habe mir noch mal alles durchgelesen, was Du bisher hier im Forum berichtet hast, und ich denke nicht, dass Deine Tochter momentan mit einem normalen Lehrplan, wie er in einer hessischen Regelschule unterrichtet wird, zurecht käme. Sie schleppt eine Menge an Gepäck mit sich rum, und wenn man sie mit einer Schule, auch mit einer Förderschule, konfrontiert, in der das normale Pensum unterrichtet wird, lädt man ihr nur weiteres Gepäck auf - und riskiert damit, dass die kleinen Fortschritte, die Ihr jetzt macht, mit den Jahren zu Rückschritten werden, die sich zu einem dauerhaften Rückstand auswachsen, der ihr Leben bis weit ins Erwachsenenalter beeinträchtigen wird.
Ich habe mich auch mit den hessischen Schulen für Lernhilfe im Allgemeinen, und mit der Schule, die Du mir genannt hast, im Besonderen auseinander gesetzt, und ich bin der Ansicht, dass diese Schule genau das Richtige für Deine Tochter ist.
Dort hat man das geeignete Personal, um Deine Tochter schulisch weiter zu bringen, und man hat das Personal, um an ihren Problemen zu arbeiten. Lehrpläne und Struktur scheinen exzellent aufgebaut zu sein, und gerade darauf abzuzielen, den Schülerinnen und Schülern den Übergang auf die Regelschule, oder zumindest das Ablegen von Haupt- oder Realschulabschluss zu ermöglichen, falls ein Übergang wegen der emotionalen Probleme der Schüler nicht möglich ist.
Es ist auch nicht so, dass die dortigen Schüler grundsätzlich eine unterdurchschnittliche Intelligenz aufweisen - Lernprobleme, und Störungen von, beispielsweise, Sozialverhalten hängen eben nicht vom Intelligenzquotienten ab.
Ob Deine Tochter am Ende den Hauptschulabschluss schaffen wird, hängt auch überhaupt nicht von der Schule ab, sondern davon, wie effektiv an ihren Problemen gearbeitet wird. Und das kann eine solche Schule, in Kombination mit den Eltern und professioneller therapeutischer Hilfe besser, als ein Internat, in dem deine Tochter Deiner Teilhabe an ihrem Leben weitgehend entzogen ist, oder gar eine Regelschule (die ja ohnehin nicht mehr zur Debatte steht).
Englisch steht an dieser Schule übrigens als ergänzendes Angebot zur Verfügung.
Viele Grüße,
Ariel
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24.08.2010 15:37 |
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feivelmaus
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (25.08.2010 09:40) |
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Hallo Ariel,
das ist eine klare und deutliche Antwort und ich möchte Dir Danken, dass Du Dir soviel Zeit genommen hast, auch meine bisherigen Informationen zu sichten.
Meine Gefühlslage ist genauso, wie Du es ausdrückst. Auf der einen Seite fühle ich sehr große Bedenken und auf der anderen Seite fühle ich, dass es ihr dort besser gehen würde. Die letzten beiden Nächste habe ich auch kein Auge zugemacht, weil mich das beschäftigt und belastet, unbedingt eine RICHTIGE Entscheidung für meine Tochter zu treffen.
Mit meiner Tochter habe ich schon geredet, sie ist einverstanden, die Schule kennen zu lernen und es wird ohnehin einen Probeunterricht geben. Natürlich würde sie lieber in die Ausgangsschule zurück, aber sie hat mit keinem dort Kontakte. Keines der Kinder war mal bei uns zu Hause und hat nach ihr gefragt. Das sagt auch viel darüber aus, wie es dort wäre, würde sie wieder hingehen.
Ich denke, Dein Beitrag wird mir dabei helfen und ich werde zu gegebener Zeit berichten, wie es weitergeht.
LG
Micha
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25.08.2010 09:40 |
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feivelmaus
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Re: Dringend: Entscheidung über Schule für Lernhilfe von feivelmaus (26.08.2010 08:46) |
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Hallo
dennoch mache ich mir parallel Gedanken, ob nicht auch die Umstände, unter der meine Tochter bisher beschult wurde, nicht optimal sind. Außerdem habe ich neue Erkenntnisse.
Ich glaube, dazu hatte ich noch nichts geschrieben:
Sie ging vor der Aufnahme in die Tagesklinik in eine Klasse mit 25 Kindern. 8 !!! davon sind extrem schwer erziehbar. Hintergrund ist, dass man sich wohl 1 Klasse von insgesamt 4 Klassen ausgesucht hat, um die schwierigen Fälle zu "deponieren". Meine Tochter war wegen Umzug Quereinsteiger und kam in diese Klasse. Das war in der 2. Klasse. Die Lehrerin war trotz der schwierigen Kinder absolut professionell. Meine Tochter hatte ein Jahreszeugnis mit einem Schnitt von 2,0. Auffällig war sie da natürlich schon.
In den Sommerferien des vergangenen Jahres ging diese Lehrerin weg und es kam eine junge Lehrerin, die erst kurz in einer Klasse Fachlehrerin war. Sie war mit der Klasse total überfordert, viele Kinder akzeptierten sie nicht, litten regelrecht am Weggang der alten Lehrerin. Die Eltern akzeptierten sie auch nicht. Wir aber schon und das haben wir auch gesagt. Meine Tochter sackte dann in der 3. Klasse auf einen Schnitt von 3,0 ab. Hätten wir nicht zu Hause einiges nachgeholt, wäre es wohl noch schlechter gewesen. Die neue Lehrerin ist zwar sehr kooperativ, aber nachdem immer noch 7 Kinder auf einer Ausschlussliste für die Klassenfahrt stehen, sofern sich das Verhalten nicht ändert, bleibt die Klasse eine Problemklasse. Es gibt dort Schüler, die schon mehrfach abgeholt werden mussten, meine Tochter jedoch noch nicht. Auch sind ihre Leistungen bisher nicht die schlechtesten in der Klasse, es gibt immer mind. 5-10 Schüler, die im Schnitt schlechtere Noten schreiben.
So hat nun die Lehrerin bis vor wenigen FEST daran geglaubt und sich darauf eingestellt, dass meine Tochter in ihre Klasse zurückkommt. Sie hat sogar schon Bücher mitgegeben etc und uns regelmässig die Themen per Mail zukommen lassen, damit wir auf dem Laufenden sind.
Wir wußten, dass seitens der schul. Erziehungshilfe ein sonderpäd. Prüfverfahren eingeleitet werden sollte. Dieses wurde vergessen. Daher fiel die eigentliche Variante "Schule für Erziehungshilfe " weg. Ein Rückgang in die alte Klasse auch.
Beim kürzlich stattfindenen runden Tisch in der Klinik, wo Therapeuten, Erzieher, Lehrerin, Erziehungshilfe und die Leiterin der Einrichtung für die Tagesgruppe teilnahmen, waren erst alle ratlos: Erziehungshilfeschule ist voll, Integration in der Regelschule zu teuer und würde noch dauern, bis es genehmigt würde, da das Prüfverfahren nur jährlich möglich sei und erst wieder für die nächste Klassenstufe möglich wäre.
Dann waren alle ratlos.
Auf einmal machte die Therapeutin den Vorschlag, ihr sei auf der Hinfahrt eine Alternative eingefallen, die sie noch nicht hatte mit mir besprechen können: Schule für Lernhilfe. Auf einmal sind alle darauf angesprungen, die Lehrerin, die Erziehungshilfe etc. Die Erziehungshilfe meinte, dann sei sie nicht mehr zuständig, aber sie könnten alles dazu anbahnen. Die Tagesgruppenleiterin meinte, dass sie meine Tochter eher nicht aufnehmen würden, wenn sie in der Regelschule verbleibt und ich zustimmen soll u.s.w.
Nun hatte ich dann vor 2 Tagen beim Kultusministerium angefragt, ob es denn wirklich keine Alternativen gibt und mich beschwert, dass dieses sonderp. Prüfverfahren nur einmal im Jahr stattfindet.
So, nun schreibt mir heute das Kultusministerium zurück, sie könnten meine Tochter sofort prüfen, wenn ich das möchte oder einen Kontakt zum Schulamt vermitteln, die Situation zu besprechen. Natürlich habe ich dann die Erziehungshilfe angerufen und die wussten von nichts und dass es so ein Verfahren doch außer der Reihe gibt.
Ich zweifle, wenn ich das alles betrachte, ob meine Entscheidungstendenz mit der Lernhilfe richtig ist. Vielleicht sollte ich einen Schulwechsel ins Auge fassen. Wir haben im Ort noch eine 2. Grundschule, auch im Nachbarort, der nur 1 km entfernt ist, gibt es eine Grundschule, wo die Klassen deutlich unter 20 Kindern haben. Ich habe einfach das Gefühl, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Außerdem denke ich, dass die sonderpäd. Betreuung in der Tagesgruppe mit einem Schulwechsel in eine andere Schule oder Klasse in Kombination auch etwas leisten könnte, zumal meine Tochter in einer anderen Klasse mit großer Wahrscheinlichkeit mit weniger Problemkindern zusammen ist und sich dadurch eine Lehrerin evtl. in Kombination mit einer ambulanten Kraft der Schule für Lernhilfe (gibt es dort, die werden an Schulen ausgeliehen) besser kümmern kann.
Wie ihr seht, das Thema beschäftigt mich und nach 3 schlaflosen Nächten, wird es nicht besser...
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26.08.2010 08:46 |
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