Wissen wollen - rein hypothetisch |
Tanja unregistriert
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Wissen wollen - rein hypothetisch von Tanja (24.06.2003 21:59) |
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Guten Abend!
Mich würde mal Folgendes interessieren.
Nehmen wir mal an, Euer Partner hätte eine Affaire, einen Seitensprung oder eine Nebenbeziehung, die ihr nicht bemerken würdet.
Für Euch wäre also bis auf vielleicht die üblichen Reibereien alles in Ordnung,
würdet Ihr wissen wollen, dass Euer Partner Euch betrügt?
Oder meint Ihr, Euer Partner solle lieber seine Affaire haben, es Euch aber nie spüren lassen?
Sind die Menschen, die es nicht wissen wollen würden, realitätsfremd?
Denn irgend etwas muss ja in der Beziehung schief laufen, wenn einer fremdgeht.
Wollen sie nur ihre Augen vor den Tatsachen verschließen oder könnte es sogar so sein, dass es besser ist, es den Partner nicht merken zu lassen, denn irgendwann könnte die Nebenbeziehung ja beendet sein und man könnte so wieder zurück in die Partnerschaft finden?
Also ich fände es besser, wenn ich es nicht spüren würde, dass mein Mann gerade seitenspringt.
Obwohl ich auch glaube, dass es bei einer längeren Affaire gar nicht anders geht, als dass man es mitbekommt, es sei denn man interessiert sich gar nicht mehr für seinen Partner.
Ich glaube aber auch, dass ich zum Beispiel einen One-night-stand (den ich nicht habe und in einer Beziehung auch noch nie hatte) auch nicht beichten würde.
...über was man abends so nachdenkt!!!
Liebe Grüße, Tanja.
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24.06.2003 21:59 |
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AnnKathrin unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von AnnKathrin (27.06.2003 07:38) |
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Gutes Thema, auch am Morgen
Ich sehe das eigentlich genau wie ihr. Wenn die Beziehung wirklich gut ist und der Partner gerät da "in eine Sache" hinein, dann würde ich es auch nicht wissen wollen. Denn wenn er es gesteht, dann doch auch aus dem Grund, sein Gewissen zu beruhigen: nach dem Motto, ich habs gesagt und war ehrlich, und nu is wieder gut. Und ich als Betrogene sitze dann da mit meinen Fantasien, wie das wohl mit der anderen gelaufen ist. Die kriegt man so leicht nicht aus dem Kopf, also würde das Geständnis die Beziehung nur zusätzlich belasten.
Einen notorischen Fremdgänger würde ich aber, wie ihr sicher auch, grundsätzlich nicht akzeptieren, egal ob mit oder ohne Beichte. Ich gehe bei der Hypothese davon aus, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelt.
Und es ist auch ein Unterschied, mit welcher Motivation der "Seitenspringer" handelt. Ist er nur einem "Trieb" nachgegangen und bereut es nun, oder steckt Liebe dahinter. Wenn ihn die Überlegung quält, ob er mich wegen der anderen verlassen soll, dann würde ich doch in den Entscheidungsprozess gern einbezogen werden und nicht aus dem Nichts heraus vor vollendete Tatachen gestellt werden.
LG
AnnKathrin
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27.06.2003 07:38 |
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rundog unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von rundog (27.06.2003 08:49) |
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ich will es wissen, Affäre sowieso, aber auch Seitensprung.
Ich sitze doch nicht nicht brav zuhause rum und lass all die netten Schnitten an mir vorbeilaufen, während sich meine Liebste anderweitig vergnügt... :mua :mua :mua
Nö, das ist natürlich nicht der wahre Grund, ich finde, man soll zu seinen Taten auch stehen und seinem Gegenüber die Gelegenheit geben, darauf zu reagieren, auch wenn diese Reaktion bitter sein könnte.
'n Seitensprung könnte ich vielleicht noch verzeihen, aber nicht das Lügen drum herum, auf keinen Fall.
...aber eigentlich würde ich auch keinen Seitensprug verzeihen....
cua
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27.06.2003 08:49 |
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AnnKathrin unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von AnnKathrin (27.06.2003 11:59) |
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[quote][i]Original von rundog[/i]
...aber eigentlich würde ich auch keinen Seitensprug verzeihen....
[/quote]
Und wegen dem bisschen "Sex" würdest du alles, was du dir jahrelang mit deiner Frau aufgebaut hast, hinwerfen? Dann kann man deiner Frau nur raten, unbedingt zu schweigen
Zwar quält sie sich dann allein mit ihrem Gewissen, aber wenigstens zerbricht eine Familie nicht an einem einmaligen Fehltritt.
Nicht ins Grübeln geraten
AnnKathrin
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27.06.2003 11:59 |
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AnnKathrin unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von AnnKathrin (27.06.2003 14:25) |
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Mir fällt dazu noch eine Sache ein, die sich in meinem Bekanntenkreis ereignt hat:
Da führen zwei eine sehr harmonische Ehe, beide kommen allerdings beim jeweils anderen Geschlecht sehr gut an, sind selbstbewusst und attraktiv. Der Mann gestand seiner Frau, dass er den Reizen einer Kollegin verfallen ist und dreimal mit ihr im Bett war, und jetzt sei aber alles wieder vorbei und er sei er noch glücklicher, dass er sie, seine Partnerin - seine Traumfrau! - habe. Sie war natürlich verletzt und vor allem (!) in ihrem Stolz getroffen. Sie hatten dann halt Streit ne Weile, dann war wieder Frieden, und man war wieder heile Familie (mit zwei Kindern). Kürzlich hatte ich mit dieser Frau ein Gespräch über Männer, nix philosophisches, einfach so, und sie meinte augenzwinkernd: "Ich hab ja noch ein mal gut..."
Ich hab ihr das nicht ausgeredet, weil sie eh macht, was sie will und für richtig hält, aber im Grunde kann man sich ausrechnen, was aus dieser - eigentlich guten - Beziehung wird.
AnnKathrin
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27.06.2003 14:25 |
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sunnyside

warten auf godot....
 

Dabei seit: 17.04.2003
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RE: Wissen wollen - rein hypothetisch von sunnyside (27.06.2003 17:01) |
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hallo tanja,
ich würde es wissen wollen. denn auf welch tönernen füssen steht eine beziehung, wenn ich mir "erlaube" etwas nebenbei zu haben... denn auch wenn es nur "sex" sein sollte, ist es kein nebenbei, es ist etwas, was in die beziehung eingreift. darum finde ich die meinung einiger fremdgeher auch fatal: es hat uns ja nichts weggenommen... oh doch hat es.
und wer bemerkt nicht die veränderung am partner, sicher, man kann vielleicht für einen kurzen zeitraum die augen verschließen und denken, man täuscht sich. aber eine längere affaire läßt sich nicht verleugnen.
ich habe es hier schon oft gesagt: es ist die chance, die man dem partner nicht gibt, etwas an der beziehung zu verändern. es ist oft aus reinem egoismus: mir fehlt was. aber, das andere will ich trotzdem, will weiterhin meine familie. es ist für mich unfair. wie die lügen, die einhergehen und eigentlich fast nicht wieder gutzumachender vertrauensverlust.
nicht sagen, heißt für mich, den partner nicht zu respektieren. und ist es nicht so, das gerade fremdgeher wahnsinns eifersucht an den tag legen, sie wissen sicher warum!
also: wenn ich meine, ich brauche was neues, ich würde gehen. aber erst, wenn wirklich keine liebe mehr vorhanden ist, nichts mehr zu retten ist, aber ich würde (bis jetzt auch nach 22 jahren) nicht verletzen wollen.
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27.06.2003 17:01 |
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Stephan unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von Stephan (28.06.2003 08:20) |
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Eine einmalige Sache wollte ich nicht wissen wollen. Nicht, daß ich es für gut heisse, aber ich denke, daß die Leute, die immer "alles" schonungslos wissen wollen hinterher noch trauriger sind und das alles noch schlimmer wird. Ein Seitensprung würde meistens eine Ehe zerstören, also ist es logisch nicht ganz verkehrt, es zu verschweigen, wenn man den Partner "liebt" und die Ehe fortführen will.
Wenn ich alles wissen wollte und es passiert mal, wäre das vielleicht das Ende. Wenn es passiert im "Affekt" und ich es nicht weiss, hat die Beziehung unter Umständen Fortbestand. Wichtig ist dabei aber wohl, warum es passiert ist und ob der andere es als Ausrutscher empfindet, oder weil die Beziehung schon kaputt ist. Ich möchte nicht wissen, wieviele funktionierende Ehen kaputt wären, wenn man sich alles erzählt hätte. Dann gäbe es hier auch weniger Geschmalze ala "Mein Schatz ist der beste". Aber sie wissen ja nicht alles, deswegen schreibt es ruhig weiter.
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28.06.2003 08:20 |
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die_stille unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von die_stille (28.06.2003 21:10) |
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[quote][i]Original von Cat_Max[/i]
Geht es Euch auch so, dass Ihr mit zunehmendem Lebensalter
Offenheit und Wahrheit ein bisschen weniger vollständig umsetzt als in den missionarischen late Teens?
NEIN, das ist jetzt natürlich kein Statement für Verlogenheit und Betrug - im Zweifelsfall steh ich zu allem, was ich so denke und mache - NUR ist das "Auslassen" manchmal wirklich die freundlichere Lösung ...
Anke[/quote]
Ich denke, das liegt daran, dass man manches lockerer sieht...... wobei "locker" nichts negatives bedeuten muss. Ich hätte z. B. mit 20 gesagt: wenn mein Partner mich ein einziges mal betrügen sollte, wäre sofort Schluß. Heute sehe ich das anders, heute würde ich mir Gedanken machen über das wieso und warum und ob es ein einmaliger!!! Ausrutscher wert ist, zweieinhalb gemeinsame Jahrzehnte wegzuwerfen.
Ich glaube, es macht die Erfahrung aus, wenn man älter ist, "weiß" man einfach mehr über die Menschen und über das Leben. Ausserdem hat man auch oft genug schon über sich selber gestaunt.......
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28.06.2003 21:10 |
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User1 unregistriert
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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von User1 (29.06.2003 08:45) |
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@Stephan
[QUOTE]Wenn es passiert im "Affekt" und ich es nicht weiss[/QUOTE]
Nichts geschieht im Affekt...
, auch ich wußte, was ich tat, als ich einmal fremdgegangen bin...
Die Tragweite..., die wird einem oft später bewußt!
Das ist die billigste Ausrede neben "Ich war ja so betrunken"
Und dann noch "funktionierende Ehen" von Fremdgehern..., wers glaubt :elch
@die_stille
@Sunnyside
wir sind mit unseren Gedanken und Einsichten sehr nah beieinander
Alles hat seinen Preis im Leben...
lieben Sonntagsgruß,
Mick
(Windmühlenkämpfer)
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29.06.2003 08:45 |
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sunnyside

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Re: Wissen wollen - rein hypothetisch von sunnyside (29.06.2003 11:57) |
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high mick,
es ist so: jeder ons, jede affaire ist bewußt. es ist nie wie einen schalter umlege: jetzt passiert es...es gibt immer vorgeplänkel (vordem vorspiel...) in dem man noch aus gewissensgründen sagen könnte: halt!
wenn man das nicht kann, hilft keine noch so schöne ausrede. mein mann sagte: er habe es auch betrunken bewußt gemacht - heißt für mich= mich bewußt verletzt. auch mein ons vor 15 jahren war bewußt, trotz alk: ich wollte endlich wieder als frau gesehen werden. (allerdings hatte ich nur schamgefühle, schlechtes gewissen und so nicht mal spaß an der sache, darum würde ich es wohl nicht wieder tun). ist dann nach hinten losgeagngen mit vorübergehender trennung, leid ohne ende und dem versprechen: es soll uns nie wieder passieren. darum kann ich meinen mann auch nicht unbedingt verstehen: er wußte, worauf er sich einläßt.
natürlich ist etwas faul, wenn es passiert und wenn man den statistiken glauben darf: wie war das 78%aller männer, 72% aller frauen
ZÄHLT MAL DURCH!
es ist immer das selbe: bei uns nicht, meine kinder tun das nicht.....
immer hübsch die fassade aufrecht erhalten. finde ich blöd, tus auch nicht, denn es ist wie bei jeder lüge; irgendwann wird die wahrheit rauskommen und die blöße will ich mir nicht geben. also lieber gleich: es ist was faul.
ausreden: die könnten bücher füllen!
neben alk, es hatte nichts mit uns zu tun, es war nicht so wie du denkst, es hatte keine bedeutung..ich glaube, ich brauch nicht weiterschreiben, jede/r betroffene kann lieder davon singen.
diese sich seinen mist schönreden ist fatal, zeugt von wenig rückrat. :kotz: (sorry, aber das musste mal raus - im doppelten sinne)
nun, ist aber ein anderes thema.
ja, mick, ich weiß, die stille, du und ich....stimmt :)
ich will nicht mehr bezahlen!!!!! ich will (ohje, ob es wohl mal klappt?) endlich auch mal die hand aufhalten....
dir auch einen schönen sonntag...
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29.06.2003 11:57 |
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