Denkweise der Menschen |
Katharina20

*junge Mami..*


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Denkweise der Menschen von Katharina20 (07.11.2008 15:35) |
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ich werde hier eine Frage stellen und werde auf eure Antworten gespannt sein.
denn eins bin ich mir vollkommen sicher, dass ihr auf eine Sache niemals drauf kommen werdet
Definition Behinderung
Was versteht ihr darunter?
und welche Menschen sind für euch behindert?
Her mit Antworten
dann werde ich euch sagen, was ihr auf eine Sache nicht drauf kommt.
Warum ich hier ein solches Thema erstelle, das nur, weil ich ne Absicht habe
euch n Denkanstoß zu geben
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07.11.2008 15:35 |
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UserC unregistriert
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Re: Denkweise der Menschen von UserC (07.11.2008 16:26) |
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"Von einer Behinderung spricht man bei individuellen Beeinträchtigungen eines Menschen, die umfänglich, vergleichsweise schwer und langfristig sind." (quelle: wikipedia)
Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist. (Sozialgesetzbuch, §2, Abs. 1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Behinderung
hm, ich sehe eigentlich die menschen, die andere als behindert sehen nicht so. das hat folgende gründe:
das patenkind meiner eltern hat Trisomie 21 - er ist inzwischen 20 jahre alt.
mein patenkind wurde mit spina-bifida geboren. sie ist 8 1/2 jahre alt.
eine freundin von mir (33 jahre alt) hat MS seit 17 jahren
der sohn (17) einer ehemaligen kollegin ist geistig verzögert entwickelt, genauso wie unser 8jähriger nachbarsohn
diese kinder/menschen sind in meinen augen nicht behindert, wie es so schön heißt. (genausowenig wie alle anderen menschen die eine körperliche oder geistige beeinträchtigung haben) sondern besonders.
keiner dieser menschen möchte in irgendeiner weise bevorzugt werden.
Behindert sind für mich die Menschen, die diese Menschen für "missgeburten" halten und von denen Kommentare kommen, wie "die/der hätte besser abgetrieben werden sollen" und "die/der sind nicht lebenswert"
Ich möchte keinen dieser Menschen missen!
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07.11.2008 16:26 |
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sandra

Giga-User

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Re: Denkweise der Menschen von sandra (07.11.2008 16:37) |
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Hallo,
hmmm schwierige Frage wenn man nicht weiß, was du uns verraten willst..... Ich liebe solche Ratespiele, und bin natürlich gespannt, auf was wir nicht kommen sollen??!!
Also meine Definition von Behinderung:
Natürlich das was Zuckerschneckle schon geschrieben hat, mit den länger als 6 Monate anhaltenden Einschränkungen.
Aber ich habe eine andere Einstellung dazu, vielleicht weil ich in dem Wort Behinderung nichts böses zb schlechtes sehe.
Ich habe einen Kumpel der lebt in einem Behindertenheim, er ist Querschnittsgelähmt, und kann ab den Brustwirbeln abwärts nichts bewegen. Kennengelernt hab ich ihn über meine Schwester die in dem Heim ein Praktikum gemacht hat, und ich find ihn so als Mensch einfach sehr offen und freundlich.
Hat uns schon öfters zum essen eingeladen, oder wir sind auch schon öfters mal im Kino gewesen.
Mein Sohn hat ADHs und das gehört ja medizinisch gesehen auch schon zur Behinderung. Und teilweise sehe ich das ganze auch so. Er behindert sich in seiner Art und Weise manchmal selber, steht sich oft selbst im Weg, und reitet sich durch seine impulsive Art auch oft selbst in die Sch.....
Ach ja Menschen die behinderte Menschen als Missgeburten bezeichnen, mit solchen Menschen will ich nichts zu tun haben, solche Menschen gehören für mich in die Kategorie Asozial......
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sandra: 07.11.2008 16:41.
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07.11.2008 16:37 |
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IlkaM. unregistriert
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Re: Denkweise der Menschen von IlkaM. (07.11.2008 16:58) |
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Behindert sein heißt in erster Linie wohl, an gewissen Dingen unseres alltäglichen Lebens nicht in der Art und Weise teilnehmen zu können wie diejenigen, für die dieser Lebensdurchschnitt genormt wurde.
Das heißt, wenn ich eines Morgens in einer Gesellschaft aufwache, in der alles für Menschen gebaut wurde, die höchstens 1 Meter 40 groß sind, bin ich behindert.
Wenn alles nur für Rollstühle hergerichtet ist, ich aber nur laufen kann und mit einem Rollstuhl gar nicht umgehen: Bumms - behindert. (Eine ärgerliche Vorstellung: In Restaurants gibt es keine Stühle mehr, weil alle ihren eigenen mitbringen ...
)
Geistige Behinderung: anders sein. Nicht der Norm entsprechen. Zufällig.
Aber alle menschen unterscheiden sich voneinander, in der Vielfalt liegt eine unglaubliche Kraft und Faszination. Armseelige Geister, die Leben in wert und unwert trennen wollten ...
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07.11.2008 16:58 |
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Micha
EF-Team
   

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Re: Denkweise der Menschen von Micha (07.11.2008 18:44) |
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Behindert ist man auch, wenn irgendjemand oder irgendetwas einem verwehrt etwas zu tun, was ich will. Dann ist man "behindert" worden, etwa beim Ansehen eines Films.
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07.11.2008 18:44 |
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hexe-38

Stimme der Vernunft in der Welt des Chaos
 
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Re: Denkweise der Menschen von hexe-38 (07.11.2008 19:01) |
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Für mich ist die schlimmste Behinderung eine, die oft gar nicht als solche erkannt wird: die Unfähigkeit, dazu zu lernen, den eigenen Standpunkt ständig zu überprüfen, vielleicht auch mal aufzugeben, die Verweigerung sich zu entwickeln.
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07.11.2008 19:01 |
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Ysahi

auf dem sonnendeck
 

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Re: Denkweise der Menschen von Ysahi (07.11.2008 21:38) |
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objektiv betrachtet ist behinderung definiert (siehe zuckerschneckles thread; je nach versorgungsamt sind da die verschiedensten krankheiten ja auch mit unterschiedlichen prozentwerten zu bewerten)... subjektiv denke ich zählt dazu aber auch, wie man selber empfindet... wenn ich mit einem bein zurecht komme und mich nicht behindert fühle ok, wenn ich nicht mehr gucken/hören/schmecken kann und das für mich auch ok is... gut... wenn mich aber irgendetwas in meiner lebensführung `behindert` (psychische probleme, körperliche defizite) dann zählt das für mich eben auch zu behinderung.
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07.11.2008 21:38 |
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Ilona

Gruppenleiter
  

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Re: Denkweise der Menschen von Ilona (07.11.2008 21:51) |
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ich denke das kann man nicht pauschalisieren.
Für jeden ist es persönlich eine andere Definition.
Ich kann dazu sowieso nichts sagen, da ich kein Leiden habe welches unter dem Begriff Behinderung verstanden wird.
Meine vermutung ist auch, das einige erst auf den gedanken kommend das sie "behindert" (Wie ich den Ausdruck dafür eigentlich hasse) weil sie von den anderen menschen die nicht dieses leiden haben so behandelt werden.
Das sieht man doch am besten bei Kidnern. Wenn z.B. ein kind auf die Welt kommt was sagen wir mal keine Arme und Hände hat findet es Möglichkeiten anders zu aggieren, wahrscheinlich mit den Füßen. Für das Kind ist es das normalste auf der Welt weil es ja gar nix anderes kennt, erst die Meinung der gesellschaft gibt ihr irgendwann vor, das es anscheinend ja doch nicht normal ist was sie macht bzw, sie lernt das ihr die Arme und Hände fehlen und das das als nicht normal angesehen wird.
Für das betroffene Kind gibt es demanch den begriff behinderung gar nicht sondern bekommt es erst von den Erwachsenen mit.
Was für mich wieder als Ergebnis bringt würde man die "Behinderten" immer genauso behandeln wie jeden anderen würden sie es gar nciht als solches auffassen.
Das verhalten des normalisieren dann über einige Generatiopnen hinweg und das Wort und damit verbundene gefühl und was sonst noch dazugehört gäbe es dann irgendwann nicht mehr.
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07.11.2008 21:51 |
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cordu

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Re: Denkweise der Menschen von cordu (07.11.2008 21:59) |
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| Zitat: |
Original von IlkaM.
Behindert sein heißt in erster Linie wohl, an gewissen Dingen unseres alltäglichen Lebens nicht in der Art und Weise teilnehmen zu können wie diejenigen, für die dieser Lebensdurchschnitt genormt wurde.
Das heißt, wenn ich eines Morgens in einer Gesellschaft aufwache, in der alles für Menschen gebaut wurde, die höchstens 1 Meter 40 groß sind, bin ich behindert.
Wenn alles nur für Rollstühle hergerichtet ist, ich aber nur laufen kann und mit einem Rollstuhl gar nicht umgehen: Bumms - behindert. (Eine ärgerliche Vorstellung: In Restaurants gibt es keine Stühle mehr, weil alle ihren eigenen mitbringen ...
)
Geistige Behinderung: anders sein. Nicht der Norm entsprechen. Zufällig.
Aber alle menschen unterscheiden sich voneinander, in der Vielfalt liegt eine unglaubliche Kraft und Faszination. Armseelige Geister, die Leben in wert und unwert trennen wollten ... |
Möcht ich gerne so unterschreiben.
LG
Cordu
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07.11.2008 21:59 |
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