Meinungen / Lösungsvorschläge |
David
Armer Irrer! *g*


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Herkunft: Südbayern ;-) Interessen: Kinderpädagogik / Psychologie, Medizin / Homöopathie, Pfadfinden, Aikido Beruf: Fachinformatiker für Systemintegration Kinder: 50 im Alter von ca. 6 bis 20 :-D
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Meinungen / Lösungsvorschläge von David (14.08.2006 13:10) |
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Malzeit!
Ich kaue schon seit längerem (ca. 2 Jahre) an einem kleinem Problem, zu dem ich ganz gerne mal eure Meinung hören würde.
Wie vielleicht ein paar von euch wissen leite ich Jugendgruppen, unter anderem bei den Pfadfindern. Wir machen ziemlich viel mit den Kindern und fahren unter anderem auch min. Zweimal im Jahr weg in die freie Natur. (So ein bis zwei Wochen am Stück.)
Mein Problem hat schlichtweg einen Namen: Zecken
Keine Ahnung wie viel ihr über diese Viecher wisst, daher hier eine kleine Auffrischung:
Zecken sind taub und blind. Sie sehen aus wie Spinnen mit einem größerem Körper.
Diese Schmarotzer sitzen im Gras und warten bis ein potentieller Wirt vorbei kommt. Sie lassen sich auf diesem nieder und Suchen teilweise bis zu zwei Stunden krabbelnd nach einer geeigneten Bisstelle. Der Biss selbst ist absolut schmerzfrei und wird oftmals auch gar nicht bemerkt. Nachdem sie sich mit Blut voll gesogen haben lassen sie sich einfach wieder fallen.
Leider übertragen Zecken min. zwei Krankheiten. Einmal die sog. Frühsommermeningitis (Kurz FSME) und dann noch die sog. Lymph-Borreliose. Gegen FSME kann geimpft werden. Die Kinder welche ich dabei habe sind (bis auf zwei Ausnahmen) dagegen geimpft. problematisch ist jedoch die Borrelia. Hiergegen gibt es keinen Impfstoff (mehr). Man kann einer Infektion vorbeugen, wenn man die Zecke innerhalb von ca. 16 Stunden richtig entfernt, da der Erreger (normalerweise) erst kurz vor dem abfallen in die Blutbahn des Wirtes übergeht.
Mein Problem ist nun das Absuchen der Kinder. Bei den Jüngeren (Gruppe aus BaWü 6 bis 11 Jahre) gibt es keine Diskussion, die werden jeden Abend einmal von Kopf bis Fuß abgesucht. Meine Problemgruppe sind die Älteren, (Gruppe aus Bayern 10 bis 13 Jahre) da sich diese sehr gerne gegen ein Absuchen sträuben. (Vorpubertäre Phase, Scham und was weis ich alles.)
Offiziell dürfen tue ich das, da sämtliche Eltern folgenden Satz in der Anmeldung mit unterschrieben haben:
Ich bin einverstanden, dass die Gruppenleitung sämtliche prophylaktischen Maßnahmen durchführt um eventuelle Spätschäden zu vermeiden. (z.B. Vorsorgemaßnahmen bezügl. Sonnenbrand, Zeckenkontrolle usw.).
Nur ist es so, dass ich mich natürlich ungern über den Scham eines Kindes hinweg setzen möchte. Auch meine Mitleiter sind davon alles andere als begeistert.
Rein rechtlich begehe ich, nach aussage einer Anwältin, die ich mal auf dieses Thema angesetzt habe eine Körperverletzung, wenn ich es nicht tue! D.h. ich stehe voll in der Verantwortung.
Bislang habe ich es so gehandhabt, dass ich den großen gesagt habe sie dürfen "Unterhosenbereich vorne" selbst gucken, wenn ich mich darauf verlassen kann das sie mir sagen wenn sie fündig werden. Ich bin mir bei einigen Kindern sicher sie werden alles tun, nur nichts sagen. Zumal die meisten nicht wirklich gucken!
Ein wenig blöd das Thema und wieder mal ein Kapitel aus der Geschichte "Wie man es macht, man macht es verkehrt!"...
Was meint ihr? Irgendwelche Lösungsvorschläge oder Anregungen!?
Gruß
David
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14.08.2006 13:10 |
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tommi unregistriert
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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von tommi (14.08.2006 13:44) |
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Wissen die Kids denn über die Folgen einer Borreliose oder Hirnhautentzündung Bescheid? Vielleicht hilft bei einigen Aufklärung.
Das Absuchen der Zecken gehört für mich zur Gesundheitsvorsorge wie das Zähneputzen, vielleicht bringt auch diese Schiene ein bisschen Einsicht.
Wahrscheinlich wirst du nie alle Kids erreichen. Ist halt so. Als rechtliche Absicherung hilft vielleicht ein Zusatz in der Erklärung, die die Eltern unterschreiben müssen, dass die Kooperation der Kinder vorrausgesetzt wird.
Ich weiß nicht, wie häufig ein Zeckenbefall bei euch so vorkommt. Wenn regelmäßig abgesucht wird, kann eine Zecke ja eigentlich nicht so schnell in den intimen Bereich vordringen ...?
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14.08.2006 13:44 |
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User 5 unregistriert
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RE: Meinungen / Lösungsvorschläge von User 5 (14.08.2006 13:49) |
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Hi David!
Ich denke mal das du "deine" Kids da sicher schon gründlich aufgeklärt hast...
Bei solchen Kinder/Jugendgruppen sind doch immer welche dabei die ein wenig mehr verantwortungsbewusst sind.
Eventuell könntest du der Gruppe vorschlagen das eben solch ein Kind es beaufsichtigt wenn sie sich selbst untersuchen.
Da könntest du ihnen anbieten das sie es eben selbst (unter Aufsicht eines Gruppenmitgliedes) machen dürfen und wenn sie es nciht wirklich richtig machen oder sich komplett sträuben es eben bei dir machen lassen müssen.
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14.08.2006 13:49 |
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Smilie

Moderatorin
  

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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von Smilie (14.08.2006 13:55) |
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Das ist echt ein heikles Thema.
Wenn ich ehrlich bin und von einem 6-13 jährigen gehört hätte das sie beim Zelten jeden Tag von dem Leiter nach Zecken abgesucht werden und zwar "überall" hätte ich erst an einen Pädophilen gedacht. Sorry aber ist halt die Wahrheit.
Vieleicht liegt es auch daran das ich aus keinem gefährdeten Gebiet komme und die Problematik nicht so eng sehe oder bisher gesehen habe.
Auch dachte ich immer das Zecken harmlos seien außer wernn die diese Krankheiten in sich haben, aber noch lange nicht jede Zecke infiziert.
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14.08.2006 13:55 |
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lailamausi

selten da...
 

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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von lailamausi (14.08.2006 14:01) |
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Den Vorschlag von Natascha find ich eigentlich ganz gut. Nur befürchte ich, daß sich die Scham nicht nur auf Erwachsene beschränkt, oder?
Gilt es rein rechtlich nicht als genügend vorsorglich, wenn man die Kinder schlichtweg mit Abwehrsprays oder -lotionen einreibt? Zanzarin z. B. ist selbst für Babys und Schwangere freigegeben und somit wohl absolut unbedenklich. Wirkt bei uns sehr gut gegen Insektenstiche, soll laut Herstelle auch gegen Zecken wirksam sein.
Die Kinder, die sich zusätzlich absuchen bzw. absuchen lassen, sind eben noch besser geschützt.
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14.08.2006 14:01 |
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David
Armer Irrer! *g*


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Themenstarter
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14.08.2006 14:11 |
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Nawrath unregistriert
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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von Nawrath (14.08.2006 14:18) |
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Moin,
ich würde bereits vor der Fahrt klarstellen, dass eine tägliche Untersuchung auf Zecken erfolgen muß. Wer sich nicht untersuchen lassen will, darf nicht mitfahren.
Das Risiko einer schweren Erkrankung ist viel zu groß.
Es hat wenig Sinn, wenn sich die Kinder selbst untersuchen. Die Zecken im ersten Stadium sind sehr klein und werden dabei zu leicht übersehen.
Da sollten die Eltern mal was gegen die unnatürliche Scham der pubertierenden Kinder unternehmen. Sowas muß man nicht als natürliche Entwicklungsphase hinnehmen. Ich halte das eher für eine unnatürliche Haltung.
Alles Gute,
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14.08.2006 14:18 |
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User 5 unregistriert
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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von User 5 (14.08.2006 14:35) |
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| Zitat: |
Original von David
Auch diese Möglichkeit habe ich in betracht gezogen. Leider darf ich rein Rechtlich einem unter 16-Jährigem keine verantwortung für andere übertragen, insofern ebenfalls wieder mistig.
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*Kopfbatsch*
Klar an das hab ich nciht gedacht.
Mir fällt da leider keine andere Lösung mehr zu ein.
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14.08.2006 14:35 |
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User 5 unregistriert
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Re: Meinungen / Lösungsvorschläge von User 5 (14.08.2006 14:38) |
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| Zitat: |
Original von Nawrath
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Da sollten die Eltern mal was gegen die unnatürliche Scham der pubertierenden Kinder unternehmen. Sowas muß man nicht als natürliche Entwicklungsphase hinnehmen. Ich halte das eher für eine unnatürliche Haltung.
Alles Gute, |
Hallo Nawrath!
Dein letzter Absatz interessiert mich.
Was schlägst du vor? Wie können Eltern wirklich und effektiv verhindern das Kinder/Jugendliche "unnatürliche Scham" an den Tag legen.
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14.08.2006 14:38 |
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