STudiengebühren |
yoricko
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Kinder: Ákos (11.07.2004)
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STudiengebühren von yoricko (19.05.2006 00:01) |
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Ich setze jetzt keinen direkten Link zu einer Nachricht rein. Ich schreibe diesmal darüber was mich seit längerer Zeit beschäftigt. Falls Ihr doch weitere Informationen haben möchtet, kann ich natürlich einiges hier reinsetzen (viel zu viel eigentlich, im Moment fällt mir der Auswahl schwer).
Aalso, ich glaube ihr habt schon Alle mitbekommen, dass in vielen Bundesländer ist die Einführung von Studiengebühren beschlossene Sache, die restlichen Bundesländer werden dann wohl früher oder später mitziehen, da sie natürlich von einer studentischen Völkerwanderung bedroht sind. Man fängt so etwa mit 500 EUR pro Semester an, wird aber in den nächsten jahren deutlich höher (in Hessen 1500 EUR). (Beispiele von anderen Ländern, wie England z.B. zeigen, dass wenn Studiengebvühren schon mal eingeführt sind, gibt es kaum ein maximaler Limit. Da war am Anfang auch "nur" von 200 Pfund die Rede, jetzt haben sie über 1000 und sogar die 10-fache dessen schon in Planung).
Habt Ihr schon nachgedacht, was es Alles für Eure Kinder bedeutet? Ich meine, ich lese immer, dass ihr besorgt seid über der schulischen Leistung, ihr achtet auf die Hausaufgaben etc, freut Euch über gute Noten etc.. Ich schätze Mal, ihr würdet auch nichts dagegen haben, wenn sie auf das Gymnasium gehen möchten -- aber habt ihr schon mal nachgedacht, was wohl nach der Abi kommt? Werdet ihr verbieten an Uni- oder Hochschule zu gehen? Oder könnt ihr 3000 EUR pro Jahr zusätzlich zu dem Lebensunterhalt auftreiben (oder noch mehr)? Tjah und wenn mehr als ein euer Kind den Wunsch zur akademischen Bildung äußern, was macht ihr dann? Darf nur das Älteste studieren? Oder der männliche? Oder sollen sie sich hoffnungslos Verschulden? Oder dürfen sie nur "Hoffnungsfächer" studieren (BWL, Jura, Medizin), wo sie vielleicht mal doch genug verdienen werden, ihre Studienschulden zu bezahlen?
In vielen Städten in Deutschland sind jetzt Demonstrationen . Da sind praktisch nur die Studenten vertreten... Es ist aber ja gar nicht wirklich ihr Problem, sondern von den jetzigen Schülern und ihren Eltern. Würdet (oder seid) Ihr bereit Mal mitzugehen und auch in der Schule etwas Werbung für die Demos machen? Wenn Paar Studenten mal auf die Straßen gehen, wird kein Politiker darauf reagieren. Wenn sich die Wiederstand gegen Studiengebühren aber die Sache für größere Bevölkerungsgruppe wird, hat man noch die Chancen, dass es dann doch nicht eingeführt wird.
Ich bin gespannt auf Eure Meinung.
P.S.: Ich bin schon dabei, wenn ich nicht kann, dann sin meine Männer da (Ákos gefällt das Pfeifen sehr gut
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19.05.2006 00:01 |
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susann unregistriert
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Re: STudiengebühren von susann (19.05.2006 00:33) |
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HOCHSCHULPOLITIK / STUDIENFÜHRER
Studiengebühren in Hessen
Stand: 18.05.2006
KURZ UND KNAPP
Bereits eingeführt (seit SoSe 2004)
Verwaltungskostenbeitrag: 50 € pro Semester
Langzeitstudiengebühren: 500 bis 900 € pro Semester (gestaffelt nach Überschreitung der Regelstudienzeit, beginnend bei 4 Semester darüber)
Zweitstudiengebühren: 500 € pro Semester, laut Studienguthabengesetz § 3 (3) wären sogar bis 1500 € möglich. Da die Hochschulen aber nur 10% der Einnahmen erhalten, hatte bisher offenbar noch keine Hochschule von dieser Regelung Gebrauch gemacht und nur die vorgeschriebenen 500 € erhoben.
Vom Landeskabinett beschlossen
Allgemeine Studiengebühren ab WiSe 2007/2008: 500 € für alle, 1500 € in "Ausnahmefällen" (nicht-konsekutive Master und Studierende, die von außerhalb der EU nur zum Studium nach Deutschland kommen); ab WiSe 2010/2011: 500-1500 € für alle konsekutiven Master - mehr siehe Artikel Hessische Landesregierung will Studiengebühren ab Ende 2007. Weiterhin Langzeitstudiengebühren (vermutlich anstelle der allgemeinen Gebühr) von 500 bis 900 € pro Semester, für die es kein Darlehen gibt.
Stand der Dinge und Geschichte
Die CDU/FDP-Regierung ist Studiengebührenbefürworterin. Das Studiengebührenverbot im hessischen Hochschulgesetz wurde breits im Jahre 2000 gestrichten. Zwar gibt es noch den Artikel 59 in der hessischen Landesverfassung, in dem es heißt: In allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen ist der Unterricht unentgeltlich. Im weiteren wird jedoch die Ausnahme gemacht, dass bei entsprechender wirtschaftlicher Lage des Schülers oder seiner Eltern "ein angemessenes Schulgeld" erhoben werden kann.
Nach dem Gutachten (siehe nächster Absatz) macht Hessen Dampf: Schon am 05.05.2006 beschließt das Landeskabinett sein Studiengebührenmodell. Es geht über die beschlossenen oder geplanten Regelungen anderer Länder hinaus und ermöglicht Studiengebühren von bis zu 1500 Euro für Nicht-EU-AusländerInnen und Masterstudiengänge. In den folgenden Tagen kommt es zu ersten Protesten von Studierenden und ablehenden Äußerungen von verschiedensten Institutionen - diese und auch ältere Äußerungen sind zusammengefasst im Artikel Unmut gegen Gebührenpläne wächst vom 09.05.2006.
Am 10.04.2006 legt die hessische Landesregierung das lang erwartete Gutachten zur genannten Frage vor. Demnach sind Studiengebühren möglich, die "Randbedingungen" entsprechen im Wesentlichen denen, die sich auch die anderen Bundesländer auferlegt haben. Mehr dazu im Artikel Hessische Landesregierung sieht keine Hindernisse mehr für allgemeine Studiengebühren.
Wissenschaftsminister Corts sagte am 26.01.2005 im Zusammenhang mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass eine bundesweites Verbot von Studiengebühren nicht verfassungsgemäß ist: "Wir werden nicht an der Spitze der Bewegung stehen." Im Jahr 2005 sei demnach noch mit keiner Initiative in Richtung allgemeine Studiengebühren in Hessen zu rechnen. So kam es dann auch.
Am 18.12.2003 hat der Hessische Landtag das sogenannte "Studienguthabengesetz (StuGuG)" beschlossen. Seit Sommersemester 2004 gibt es daher Zweitstudiumsgebühren von 500 Euro/Semester und gestaffelte Langzeitstudiengebühren. Letztere beginnen bei 500 Euro/Semester für das erste "überzogene" Semester (i.a. 4 Semester über Regelstudienzeit), das zweite kostet 700, das dritte und weitere 900 Euro.
Auch neu zum SoSe 2004 sind 50 Euro "Verwaltungskostenbeitrag" (also nichts anderes als Rückmeldegebühren oder wenn man so will, der Einstieg in allgemeine Studiengebühren). Es mag sinnvoll sein, diese Gebühr immer nur unter Vorbehalt zu überweisen (siehe z.B. die Seite dazu vom AStA der Uni Gießen).
Ein (temporärer) Effekt der Gebühren: Die Hochschulen verlieren massiv Studierende, allein die Uni Frankfurt schätzt, ca. 5000 Studierende zu verlieren. Die Uni Mainz dagegen profitiert von Studierenden, die vor den Gebühren flüchten.
Übrigens gibt es in Hessen noch weitere Zwangsmaßnahmen neben den Gebühren: Studiert man 4 Semester ohne jeden Leistungsnachweis, wird man zwangsexmatrikuliert.
Habe das mal reinkopiert. Sehe ich das verkehrt? Studiengebühr für alle 500 € Verwaltungsbeitrag 50 € alles andere betrifft Langzeitstudenten, Zweitstudenten, oder?
Ich bin für Studiengebühren, abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnisasen eben mit finanzieller Unterstützung. Und das Langzeitstudenten ohne Leistungsnachweise raus müssen ist auch richtig.
Mein großer Sohn möchte gerne Medizin studieren, bekommt keinen Platz, studiert zur Zeit etwas anderes. In seiner Uni sitzen Leute rum, die haben alles nur keinen Bock zum Lernen. Es muss endlich was geschehen an den Unis.
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19.05.2006 00:33 |
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yoricko
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Re: STudiengebühren von yoricko (19.05.2006 09:25) |
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tjah susann, im Moment werden sie 500, dann "ermöglicht" bis zu 1500 für alle. man kann schon sicher sein, dass grade medizin wird zu den 1500 studiergänge gehören. es bedeutet 3000 im jahr.
es wird nicht bedeuten, dass leute die nur rumsitzen und kein bock aufs studieren haben, verschwinden. es wird bedeuten, dass aus den ärmeren familien die leute verschwinden, die die reiche eltern haben können weiterhin unbegrenzt rumsitzen.
die vorgeschlagene finanzielle unterstützung in form von darlehen, die aber heftig verzinst sind (7,8 % im jahr sind mal kein peanuts), bedeuten eine heftige verschuldung und erstmal verhindert jegliche familienplanung nach dem studium.
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19.05.2006 09:25 |
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yoricko
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Re: STudiengebühren von yoricko (19.05.2006 09:49) |
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@kullerauge
in hessen sollte es auch so sein -- bis zu 6 semester je kind. also nicht für das volle studium!
aber die meissten studenten haben erstmal keine kinder, sie möchten nach abgeschlossner ausbildung familie gründen.
und nochwas, über 500 eur sprechen im moment alle. aber das denkt doch keine ernst, dass es wirklich dabei bleibt? in hessen ist es kein geheimniss, dass es 1500 werden, und die anderen länder werden auch nicht für immer und ewig dabei bleiben. (wohl wird es unterschiede geben: einige renomierte unis (elite-unis) werden sicherlich mehr kosten, aandere etwas weniger. also wer bezahlen kann, wird sein abschluss in dieser finanz-elite-unis holen können. wer nicht kann nur an schlechteren ausbildung teilnehmen. amerika grüßt uns -- ohne aber ihr stipendiumssystem.
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19.05.2006 09:49 |
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schwarzerKaffee unregistriert
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Re: STudiengebühren von schwarzerKaffee (19.05.2006 09:52) |
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Orginal von Yoriko
| Zitat: |
| Habt Ihr schon nachgedacht, was es Alles für Eure Kinder bedeutet? Ich meine, ich lese immer, dass ihr besorgt seid über der schulischen Leistung, ihr achtet auf die Hausaufgaben etc, freut Euch über gute Noten etc.. Ich schätze Mal, ihr würdet auch nichts dagegen haben, wenn sie auf das Gymnasium gehen möchten -- aber habt ihr schon mal nachgedacht, was wohl nach der Abi kommt? Werdet ihr verbieten an Uni- oder Hochschule zu gehen? Oder könnt ihr 3000 EUR pro Jahr zusätzlich zu dem Lebensunterhalt auftreiben (oder noch mehr)? Tjah und wenn mehr als ein euer Kind den Wunsch zur akademischen Bildung äußern, was macht ihr dann? Darf nur das Älteste studieren? Oder der männliche? Oder sollen sie sich hoffnungslos Verschulden? Oder dürfen sie nur "Hoffnungsfächer" studieren (BWL, Jura, Medizin), wo sie vielleicht mal doch genug verdienen werden, ihre Studienschulden zu bezahlen? |
Darüber denke ich ständig nach und jetzt haben wir eineAusbildungsersicherung abgeschlossen wo monatlich einbezahlt wird (das Kindergeld wird hierfür verwendet), bis zum beginn des 18 Lebensjahres. Entweder zu Beginn eines Studiums oder bei Eheschließung kann sich unsere die Kohle dann abholen.
Da mein Freund und ich beide die möglichkeit hatten zu Studieren möchte ich später meinem Kind eben auch diese Möglichkeit offen halten. Falls sie möchte.
| Zitat: |
| Würdet (oder seid) Ihr bereit Mal mitzugehen und auch in der Schule etwas Werbung für die Demos machen? |
Sofort!!
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19.05.2006 09:52 |
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yoricko
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Re: STudiengebühren von yoricko (19.05.2006 10:01) |
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@schwarzerKaffee
in BaWü gibt es leider keine demos mehr :-( da ist es schon abgeschlossene sache, dass ab sommersemester 2007 studiengebühren fällig sind. vielleicht wenn es dann doch andauert in den andern bundesländer, werden die demonstrationen auch in stuutgart wieder aktuell
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19.05.2006 10:01 |
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yoricko
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Re: STudiengebühren von yoricko (19.05.2006 10:04) |
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mal eine frage zur ausbildungsversicherung. deckt es eigentlich auch mögliche studiengebühren bis 1500 eur (oder noch mehr) und noch dazu das lebensunterhalt? ich kenne einige an der uni, deren eltern auch solche versicherung abgeschlossen haben, da ist aber nichts wirklich übrig für studiengebühren: bleibt denen also doch nur, dass sie arbeiten und dadurch ihr studium sich verlangsamt
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19.05.2006 10:04 |
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Tanja

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Re: STudiengebühren von Tanja (19.05.2006 10:08) |
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Naja, das ist so eine Sache...
Ich fände es ok, wenn man sagt, fürs Regelstudium setzt man meinetwegen 8 oder 10 Semester an und die sind kostenfrei.
Und wer länger braucht, der muss dann eben bezahlen.
Dann schaffen vielleicht mehr Studenten schneller den Abschluss als jetzt.
Andererseits hat mein Mann nach seiner Ausbildung noch eine Meisterschulde besucht. Die ging über 2 Jahre und hat 12.000 DM gekostet.
Die Hälfte davon haben wir über ein Meisterbafög finanziert, das wir aber zurückzahlen mussten. Den Rest mussten wir alleine aufbringen.
Die ganze Sache war auch hart, neben einem 40 Stunden Job noch 12 Schulstunden UND dann auch noch die finanzielle Belastung.
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19.05.2006 10:08 |
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Tanja

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Re: STudiengebühren von Tanja (19.05.2006 10:09) |
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Diese Ausbildungsversicherung ist doch eigentlich so, dass man mit der Volljährigkeit einen bestimmten Betrag ausgezahlt bekommt.
Ich dachte, das geht nicht monatsweise zur Auszahlung.
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19.05.2006 10:09 |
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