sunflower unregistriert
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Ich habe nach der Geburt meiner Tochter auch noch eine zweite Ausbildung angefangen und viele nette Menschen und auch Männer kennengelernt. Ich bin aus dem "Hausmütterlichen Trott" rausgekommen und konnte nach einiger Zeit
die depressive Haltung von meinem Mann kaum noch ertragen. Er hat seinen Job, konnte sein Schlagzeug nicht mehr spielen, weil zwei kleine Kinder in unserem Haus sind und hat dabei seine Frau gesehen, die vorwärts kommt. Das war nicht leicht für ihn und deswegen war seine Stimmung auf dem Nullpunkt.
Ich habe mit keinem dieser Männer etwas angefangen, aber ab und zu schon den ein oder anderen Gedanken daran verschwendet.
Irgendwann ging es mir dann so schlecht, dass ich meinen Mann zur Rede gestellt habe. Ich habe ihm ganz klar meine Gefühle erklärt, ihm gesagt, dass ich es so nicht mehr lange aushalte, dass ich den fröhlichen, aktiven Kerl wieder haben will, den ich mal geheiratet habe. An diesem Abend ist er dann endlich mal mit allem rausgerückt, was ihn bedrückt ohne die Ausreden drumherum.
Er hat jetzt ein elektronisches Schlagzeug, dass weniger Lärm macht, kann wieder
regelmäßig Proben und überlegt sogar Schlagzeugunterricht zu geben und ist wie neu geboren. Er kümmert sich wieder rührend um unser Kind und unterstützt mich in meiner beruflichen Laufbahn.
Ohne dieses Gespräch und die Lösung des Problems währe ich wahrscheinlich bals mit meiner Tochter und den Koffern abgezogen.
Ihr seit nun schon sehr lange verheiratet und nach einer sooo langen Zeit, würde ich mir das gut überlegen. Ihr habt eine Menge zusammen erreicht, Kinder großgezogen etc.
Du kommst jetzt plötzlich aus Deinem Mutterdasein zurück ins Berufsleben, hast neue Eindrücke und vieles mehr. Dein Mann hat sich durch seine Krankheit verändert, aber ohne die Krankheit wäre vieles nicht passiert.
Ich weiß jetzt nicht, wie Dein Mann darauf reagiert, dass Du nochmal voll ins Berufsleben einsteigst. Er fühlt sich bestimmt nicht gerade toll dabei, Dich finanziell belogen zu haben und jetzt auch noch krank zu sein.
Vielleicht solltet ihr Euch mal zusammensetzen und Euch gegenseitig richtig aussprechen. Du musst dabei Deinen "Liebhaber" ja erstmal nicht erwähnen, aber so eine lange gemeinsame Zeit verdienr meiner Meinung nach eine zweite Chance.
Ich wünsch Dir, dass Du für Dich die richtige Entscheidung triffst, egal wie sie nachher ausfällt.
Brigitte
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15.05.2005 23:09 |
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