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Hallo freddi,
Kinder trauern sehr intensiv aber zum Glück vergleichsweise kurz.
Da ihr den euren Beo einschläfern lassen musstet, habt ihr ihn wahrscheinlich nicht mehr vom Tierarzt mit nach Hause gebracht.
Uns ist es mit unseren zwei Ratten ähnlich gegangen. Allerdings sind sie gleichzeitig von alleine gestorben und ich habe sie leider in der Mülltonne entsorgt.
Als mein Sohn (damals 5 3/4) vom Kindergarten kam, kam ich in üblen Erklärungsnotstand, und habe ihm dann notlügend erzählt, dass die Müllmänner die beiden zum Friedhof gebracht hätten und sie dort auf einer großen Wiese mit einem großen Baum in der Mitte beerdigt hätten. Er weiß schon lange, dass die Körper wieder zu Erde zerfallen und glaubt daran, dass Tiere und Menschen wieder zu kleinen Sternen werden, die dann irgendwann wieder in den Bauch einer Mama kommen. (Hat er sich mal selbst so erklärt)
Auf sein Drängen hin, sind wir dann zum Friedhof gefahren und haben besagte große Wiese gesucht und zum Glück auch eine passende gefunden. Dort hat er dann mitten unter dem Baum ein Grablicht aufgestellt - das kennt er von seiner Oma - damit die beiden kleinen Sterne von oben sehen können, dass wir an sie denken. Außerdem "weiß" er, dass die Körper jetzt dem Baum helfen werden noch größer und stärker zu werden. Nachdem er den Platz gesehen hatte, an dem seine Ratten - vermeintlich - beerdigt sind und diesen auch noch für gut befunden hatte, konnten wir beruhigt wieder nach Hause fahren.
Wenige Wochen später haben wir dann in den gleichen Käfig vier Mäuse gesetzt, von denen allerdings seine Lieblingsmaus nach zwei Tagen bereits wieder gestorben ist. Wieder das gleiche Ritual: wir haben die Maus sorgfältig verpackt der Mülltonne übergeben, damit die Müllmänner sie wieder - angeblich, wär aber ein guter Service, oder? - zum Friedhof bringen können.
Da er weiß, dass alle drei Tiere gut aufgehoben sind, ist seine Trauer schon lange verflogen. Nach wie vor sind sie aber immer mal wieder Gegenstand von Gesprächen.
Ich weiß nicht, ob dir meine Erfahrungen weiterhelfen können. Ich denke aber dass es hilft, wenn man den Kindern mit Hilfe von Ritualen das Gefühl gibt, ihre Lieblinge seien jetzt gut aufgehoben. Was du ja auch machst mit dem Vogelhimmel usw.
Ich höre aber auch heraus, dass es dir mindestens genauso schwer fällt, diesen Verlust zu ertragen. Nach 13 Jahren ist ein Tier ja auch ein richtiges Mitglied der Familie geworden.
Würd Euch jetzt gern mal drücken.
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25.07.2003 10:18 |
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