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Wasserschloßklinik Neuharlingersiel |
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Reha Klinik Neuharlingersiel GmbH
"Wasserschloßklinik"
Bettenwarfen 2-14
26427 Neuharlingersiel
Telefon: (04974) 916 0
Telefax: (04974) 916 170
EMail für
- allgemeine Fragen: info@rehaklinik-neuharlingersiel.de
- pädiatrische / kinderpneumologische Fragen: geuer@rehaklinik-neuharlingersiel.de
- dermatologische / allergologische Fragen: roos@rehaklinik-neuharlingersiel.de
Rehamanagement Telefon: (04974) 916 111
Leitender Arzt: Herr Dr. Thomas C. Roos
Geschäftsführerin: Frau Jutta Grage
Aus der Einrichtung waren einige MitarbeiterInnen bei mir zur Fortbildung. Das Konzept erscheint mir sehr schlüssig, sehr engagiert.
Dazu noch ein Zeitungsratikel:
Ärzte Zeitung, 03.11.2003
Niedersächsische Klinik offeriert bundesweit einmaliges Therapieangebot
Rehaklinik behandelt Kinder mit ADHS und ihre Eltern gemeinsam
NEUHARLINGERSIEL. Erstmals in Deutschland bietet eine Klinik stationäre Rehabilitation für Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren an, die an Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) leiden. Die Reha-Klinik Neuharlingersiel an der Niedersächsischen Nordseeküste bietet Platz für 36 hyperaktive Kinder und ihre Eltern. Der Aufenthalt dauert vier Wochen.
Damit ist das Haus an der Küste die dritte deutsche Einrichtung neben dem Caritas-Haus auf dem Feldberg und der Klinik Hochried in Murnau, das interdisziplinäre Reha-Maßnahmen für ADHS-Kinder anbietet und das einzige, das die Eltern stationär mitbehandelt, sagt Dr. Thomas Roos, Leiter der Reha-Klinik.
Eigentlich behandelt man in Neuharlingersiel Kinder mit Hautkrankheiten. "Aber viele dieser Kinder leiden auch unter Hyperaktivität", sagt Roos, "da lag unser Projekt nahe." Entwickelt wurde es zusammen mit Franz Petermann, Professor am Institut für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Uni Bremen.
Laut der Leitlinie ADHS der Kinder- Jugendärzte leiden nach einer deutschen Studie aus dem Jahr 2000 rund sechs Prozent aller Kinder zwischen sechs und zehn Jahren unter ADHS. "Aber alle Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen", meint Roos, "im Jahr 2001 konnten wir bei 48 Neurodermitis-Kindern, die auch eine ADHS-Diagnose hatten, tatsächlich nur acht dieser Diagnosen bestätigen."
Vorgesehen ist ein mindestens vierwöchiger Aufenthalt in festen Gruppen von je vier Familien, die von Ärzten verschiedener Fachrichtungen behandelt werden: Kinder-, Haut- und Allgemeinarzt. Dazu kommt die Betreuung durch Psychologen, Pädagogen, Ergotherapeuten, Erzieher, Physio- und Sporttherapeuten.
Bei ADHS-Familien sei das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern entscheidend, begründet Roos das Konzept, "wobei meistens unklar ist ob die Eltern wegen der Hyperaktivität ihres Kindes so gestreßt sind, oder das Kind wegen des Stresses der Eltern so hyperaktiv ist."
Eltern und Kinder sollen ein gemeinsames Verständnis der Störungen aufbauen. Dann sollen die Kinder lernen, ihre Impulse zu kontrollieren und die Eltern realistische Erziehungsziele und -strategien vermittelt bekommen.
Für den Haus- oder Kinderarzt im Heimatort der Familien sei so eine intensive, interdisziplinäre Arbeit meistens gar nicht zu leisten, meint Roos, "die Kollegen stehen vor dem Dilemma, daß sie einerseits Wirkstoffe wie Methylphenidat oder DL-Amphetamin sparen wollen, aber schließlich doch auf rein medikamentöse Behandlung zurückgreifen müssen, weil die Kinder über Tisch und Bänke gehen."
Um direkt in die Behandlung einsteigen zu können, fragt die Klinik an der Nordseeküste bei den behandelnden Haus- oder Kinderärzten der Kinder per Fragebogen Therapieziele und besondere, individuelle Umstände der Patienten ab. Auch in die Nachsorge und die Evaluation will man die behandelnden Ärzte einbinden.
Grundlage der Finanzierung des Projekts ist ein Versorgungsvertrag, den alle gesetzlichen Kassen unterschrieben haben, der aber auch offen für die PKV ist. In dem Vertrag ist ein Tagessatz von 115 Euro pro Kind und rund 50 Euro pro Elternteil vorgesehen.
"Damit liegen wir deutlich unter den Kosten einer stationären Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie", sagt Roos, "wir sparen aber nicht nur Geld, sondern die Patienten auch Zeit, denn die Wartezeiten für die Psychiatrien betragen oft bis zu einem Jahr."
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05.03.2006 09:12 |
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