kamial

...glücklich...


Dabei seit: 07.03.2006
Alter: 24 Jahre
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u, Steuerassistentin Kinder: Mike Benjamin *9.1.04*, Hanna Sophie *29.10.07* Sonstiges: Das Schicksal bestimmt das Leben!
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Meine Geburt von Mike Benjamin |
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Der Geburtstermin war der 29. Dezember 2003. Die Tage vergingen und es passierte... NIX! Mittlerweile musste ich (weil ja weihnachten war!) alle 2 tage zum Frauenarzt zur Untersuchung. Immer kam die gleiche deprimierende Meldung: Nix, muttermund fest zu, Mike liegt mit dem Kopf noch viel zu weit oben.So wird das nix. Also warten. Ich wartete.Am 29.12. lief ich wie irre durchs haus, weil in mir sich das Gefühl beschlich "heut gehts los" jeden moment muss es starten... Gleich platzt was... bei jedem Pups dachte ich, eine WEHE! Aber irgendwie gings mir einfach zu gut dafür! Mhm... also wieder zum Frauenarzt und wieder der gleiche Text: Nix. MM zu und Mike liegt immer noch über dem Becken.
Und nun ging dass rätseln und ungeduldig werden los. Ich glaube zur der Zeit zwang ich meinen Mann regelrecht zum Sex (soll ja bekanntlich helfen...) PUSTEKUCHEN! NIX HILFTS! Treppensteigen... (soll ja bekanntlich helfen...) rauf und runter und rauf und runter... und was glaubt ihr? Richtig NIX HATS GEHOLFEN! Ich war dann an Sylvester noch bei meiner Hebamme und ließ eine Akupunktur über mich ergehen... Natürlich hats ned geholfen. Am 2.1. (übrigens meinen 20. Geburtstag :geb1) ging ich mit meinen Mädels ein Wasser trinken. Mittlerweile gab ich es auf zu warten. Ich bin ja von Haus aus ungeduldig und dann noch auf ein Ereignis zu warten dass ich nicht planen kann... Ich drehte durch! Meine Mädels rutschten nervös auf ihren sitzen hin und her, weil alle dachten jetzt gehts gleich los... Nein, nix. Wieder zum Frauenarzt... der grinste nur und meinte: Also ich fahr jetzt ne Woche zum Skifahren, wenn ich wieder komme ist er da, so oder so...! "Wie was soll dass heißen?" Der einzige mann der mich versteht geht jetzt im endspurt ski fahren??? SPINN ICH ODER WAS? Nach einer kleinen hysterischen szene im Arztzimmer erklärte er mir dass es sein kann wenn er bis zum wochenende nicht käme, müsste es eingeleitet werden! ARGH!
Das Horrorwort schlechthin für mich. Ich kenne persönlich nur Leute die damit Horror Erfahrungen gemacht haben und ich wusste dass ich das nicht machen wollte! Okay, heimfahren und warten... Langsam ging mir die Warterei echt auf den Keks. Ich redete viel mit meinem Bauch (der immer noch antwortete) und flehte ihn an endlich mit dem schmarrn aufzuhören und da rauszukommen! Nix... Nix... Nix...
Am Mittwoch, den 7. Januar 2004 ging ich das letzte Mal zum Frauenarzt (einer Vertretung), der grinste mich nur an und sagte: "nee, dass wird nix mehr!" HOFFNUNG SIEHT ANDERS AUS! Ich wurde in die Klinik überwiesen da sollte ich mich am Donnerstag, den 8. Januar 2004 melden... Gesagt, getan... Wir fuhren ins Krankenhaus, total genervt. Angekommen hing mich eine Hebamme an das CTG an. Alex meinte nur: Die Todeslinie (wehenschreiber) bewegt sich kein millimeter... Danach kam die Untersuchung. Eine Ärztin betrat den Raum und mir wurde klar dass bei diesem Anblick (eine Art KingKong) es wirklich ernst werden würde! Wir sagten Ihr, dass wir absolut gegen eine Einleitung der Geburt sind. Lieber einen Kaiserschnitt, aber keine Einleitung. Wenn der Mister da ned raus will, hat er seinen Grund. So war zumindest meine Ansichtsweise. Die Ärztin sagt, dass geht nicht so einfach ohne medizinischen Grund und sie wolle mich erstmal untersuchen. Wenn der Muttermund offen wäre, dann würden Sie am Freitag einleiten, ansonsten könnten wir über einen Kaiserschnitt sprechen.
Sie untersuchte mich... (nett ausgedrückt) und öffnete mir so ganz nebenbei den Muttermund um 3cm... *autsch* Ich dachte wirklich dass erste mal in meinen Leben an Gewalt! Sie grinste mich an und sagte: "Ja was haben sie denn, sind ja schon 3cm?" Ich sagte: "komisch, aber vorhin war er noch zu!" Sie: "spielt ja jetzt keine Rolle mehr!, Sie fahren jetzt heim und finden sich so gegen 18 Uhr abends wieder bei uns ein. Dann bereiten wir sie auf die Einleitung vor. Morgen, Freitag beginnen wir gleich um 7 Uhr damit. Befund: Fruchtwasser einwandfrei, Plazenta super und MM 3 cm! So fuhren wir wieder heim. Ich war total verzweifelt und dachte nur noch an Rache! Ich wollte doch keine Einleitung. Währenddessen machte ich mir zwei Salami Baguettes und ließ meinen Frust freien Lauf. Die Zeit verging rasend schnell. Eine Lösung fiel mir leider immer noch nicht ein!
Die Geburt:
Um 17:38 Uhr, ich saß gerade bei meiner Mama am Esstisch und erzählte ihr von dieser unfähigen Ärztin, als plötzlich meine Niere zuckte (dachte ich zumindest
) Ein gefühl als hätte mir jemand den Daumen hinten in der Beckengegend gedrückt. Nicht schmerzhaft, eher störend. Nicht weiter beachtet worden von mir, weil ich mir nach wie vor über diese Ärztin ärgerte. 17: 43 Uhr, schon wieder... Mann! Was ist denn da los? Ich zupfte so gut es ging an meinen Rücken rum, als meine mama meinte: Jetzt sag nicht das du wehen hast!?
OH GOTT!! WEHEN!! AN DAS HAB ICH JA GAR NICHT MEHR GEDACHT!
Wehen, oh je und jetzt? Meine mama machte nur eins:
Alex meinte ich verscheisser ihn und ich war mir ja überhaupt nicht sicher ob es wirklich wehen waren! (woher die kamen und ob es jetzt los geht usw.) Wir mussten ja sowieso ins Krankenhaus fahren... Dort angekommen: Yuhu die Todeslinie hatte sich zum Leben erweckt! Regelmäßige Wehen, Abstand 5 Minuten, Schmerzfaktor minimal... trotzdem war ich noch so mit dieser Einleitung beschäftigt, dass ich bis zum schluss dachte, dass die geburt nicht natürlich funktionieren könnte! Nun ja, wir wurden gebeten treppen zu steigen und tee zu trinken... Boah wie ätzend mein mann sein kann! Er jagte mich rauf und runter und wieder rauf und runter.. Um 22 Uhr dann der nächste test (ctg), Wehen alle 3 Minuten, keine puste vom laufen mehr, aber dafür auch keine wirklichen schmerzen
Sie schickten meinen Mann nach Hause, mit den Worten: "das wird nix mehr... schlafen sie sich aus...morgen leiten wir ein... falls was ist rufen wir an!" Ich wurde in ein freies Zimmer auf der Wochenbett station gesteckt und fertig.Was wie wo oder warum jetzt passiert hat mir keiner gesagt. Auch nicht das es jederzeit losgehen kann. Und nun lag ich da in meinem bett, einsam und mit dem nervenden Gefühl im Rücken. Ich beobachtete die Flieger und die Hubschrauber, die Lichter und den Schnee und schaltet dauernd mein handy (hatte natürlich keine Uhr dabei!) ein und aus zwecks wehen abstand... So gegen halb drei, waren die "schmerzen" echt nervig. Es tat nicht weh, aber ich konnte auch nicht schlafen. Und da mir sowieso so langweilig war und der Abstand jetzt mittlerweile nur noch 2 Minuten war, ging ich zur schwester und teilte ihr meine "beschwerden" mit. Sie lachte nur und gab mir meinen ordner in die hand und schickte mich in den 3. Stock zum Kreissaal, zwecks Untersuchung. Ich watschelte so den Gang entlang, schleifte über die treppe hinauf und stand ca. 25 Meter vor der Türe zum Kreissaal. Ein Arzt kam vorbei und fragte so beim vorbeigehen ob alles okay wäre. Erst jetzt empfinde ich die frage als total dämlich, damals fand ich sie sehr nett. Er ging weiter. Ich überlegte mir schon mal eine Antwort auf die Frage: "was machen sie denn hier?" Als plötzlich: "platsch!"
Ui ui ui, ungünstiger Zeitpunkt um in die Hose zu machen, peinlich peinlich... was jetzt? Schnell zum Klo... Ich stürmte auf die nächste Toilette und drückte der verduzten schwester den ordner in die Hand und versuchte mich einigermaßen Trocken zu legen! Auf einmal kam die Frage: "ist die fruchtblae geplatzt?" HÄ Oh mann, ja klar, dass könnte es sein... Ich hatte natürlich nicht darüber nach gedacht. So trocken legte ich mich auf die liege und ließ mich wieder anschließen. Ich machte noch kurz ein paar scherze mit der Hebamme als WUSCH! Wehensturz.Mein Körper verkrampfte sich.Ich musste mich übergeben, mein Blutdruck war viel zu niedrig und mein Herz raste! Natürlich hielt ich mich an allem fest was ich gerade finden konnte und war sehr glücklich als mir die Hebamme erzählte mein mann wäre auf den weg hierher. Sie schoben mich in den Kreissaal und dort wurde ich versorgt so gut es ging. Sie beschlossen gegen 4 Uhr morgens mir eine PDA zu legen. Ich war sofort einverstanden, weil ich im Kopf immer noch nicht wusste wieso ich erst lache und ohne vorwarnung am boden vor schmerzen liege. Gegen 4 Uhr bekam ich dann auch die PDA von einem sehr lieben Anästhesiten -Team gelegt (ohne schmerzen!, absolut super gemacht!) und war total glücklich. Endlich hatte ich mich wieder einigermaßen und Kontrolle und die Schmerzen waren auch wieder erträglich. Die nächsten 3 Stunden verbrachten wir mit Lauschen an den angrenzenden Kreissälen (in der nacht kamen noch 9! weitere Babys auf die Welt!) und lachen und ratschen über Gott und die Welt. Es war sehr angenehm und entspannend zu wissen eine PDA ist da wenn du sie brauchst. Um 7:30 Uhr sagte die hebamme zu mir: So jetzt pressen wir dann mal...! "hä?" Wie jetzt? Pressen? Ohne schmerzen? Wie geht denn das? Was denn los? Geht denn jetzt die Geburt los? Ich verstand nix mehr. Bis ich schaute, hatte ich die Beine schon gespreizt und die Hebamme wies mich an zu pressen. 1. Versuch ging voll daneben, roter kopf, geplatzte ädern, aber kein mike weit und breit (erstmal anschiss von der hebamme) Dann aber konzentrierte ich mich nur noch auf alex und mich und vergass alles andere darum: Er sagte zu mir: Mein schatz, ich liebe dich, press, du schaffst es! Und so presste ich einmal... Alex: Ja, der Kopf, ich seh den Kopf, noch einmal, kurz hecheln und jetzt los, pressen... Und flutscht... Am 9. Januar 2004. Um 7:59 Uhr nach genau 9 Minuten Pressen war mein Sohn Mike Benjamin da, 3550 Gramm, 50 cm und 35 KU! Für mich ein sehr verplanter moment. ich konnte es zuerst nicht begreifen und war einfach nur froh und fertig dass es vorbei war und sah meinen mann in die augen und wusste: dass sind jetzt wir, eine kleine aber feine Familie!
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Die Menschen, die den richtigen Weg gehen wollen, müssen auch von Irrwegen wissen. (Aristoteles)
Patentante: Hexe
PATIN VON HOTMAMA1409 und EBBI
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