alterego62
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Themenstarter
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Hallo Tina,
danke erstmal für deine Antwort.!!
Dann fange ich mal an
Wir sind seit 15 Monaten zusammen und sind 50km voneinander entfernt. Ich bin ca. 11.000 km während Zeit gefahren, weil ich mehr Zeit zur Verfügung hatte (ab dem 3.4. habe ich Gott sei Dank wieder einen Teilzeitjob und dann sehen wir uns nicht mehr so häufig
)
In diesem Fall kann ich sagen „dank meiner Arbeitslosigkeit“konnte ich viel Zeit und Herzblut in die Beziehung investieren. Ich habe mir ja zwei Männer ausgesucht und musste mich mit zwei, nicht eben einfachen Charakteren, zusammenraufen.Der Vater hat sozusagen nah am Strommast gebaut.
Ich schreibe dir einfach mal ein paar Schlagworte zur Situation und deren Verlauf, damit deine sympathische Neugier befriedigt wird:
Nach 20 Jahren mit Ehe mit der psych. kranken Mutter von Max, hat er sich, um sich selbst zu retten getrennt, Schuldgefühle bis dorthinaus.
Max war zuerst bei seiner Mutter, die ihn dann aber an ihre Eltern abgeschoben hat. Dort hat er sich so verändert, dass der Vater Max zu sich geholt hat (Max wollte das auch!!)
So nun plötzlich allein erziehender Vater mit einem Sohn, der Schlimmes mitgemacht hat (Selbstmordversuch der Mutter etc.) Ich könnte dir echt grausame Geschichten erzählen, verzichte aber aus Zeitgründen darauf. Eines steht fest, die Kinderseele hat Schaden genommen.
Dann wurden alle Möglichkeiten der Hilfe ausgeschöpft, Therapie des Vaters, Hilfsplan über das Jugendamt, Therapie für Max,(hier bin ich dazugestossen sozusagen) Erziehungsbeistandschaft, Kinderanwältin für Max etc.
Ich sage dir, es ist für einen Vater mindestens dreimal so schwer das alleinige Sorgerecht zu erhalten, als für eine Mutter. Keiner glaubt dir das, was du erzählst. Und dann immer der Spruch, „ja sie ist doch krank“..das kann doch keine Entschuldigung sein, wenn es um das Kindeswohl geht. Es war ein großes Glück, dass die Hilfspersonen dann endlich mal live mitbekommen haben, wie die Kindsmutter sich verhält und ihr Kind aus welchen Gründen auch immer für ihre narzisstischen Zwecke „missbraucht“
Mir ist das so an die Nieren gegangen. Du bist teilweise echt hilflos.
Es ist auch ein großes Glück, dass Max und ich uns auf Anhieb gemocht haben. Zugegeben, er ist manchmal schwierig aber ein lieber Kerl.Weil seine schulischen Leistungen voll in den Keller sind, hat man sich nach endlosen Abwägungen und aufreibenden Diskussionen entschieden, ihm Concerta zu geben. Keine Dauerlösung!! aber ein gangbarer Weg, um erstmal in die Spur zu kommen und Erfolgserlebnisse für Max herbeizuführen.
Nun ist die Lebenssituation für Max ohne Kontakt zu seiner Mutter ruhiger geworden und unter dem Concerta gehen die Leistungen nach oben. Max hat den Wunsch seine Mutter zu sehen, (klar, er liebt sie) was seit 3 Wochen auch unter teilweiser Begleitung des Erziehungsbeistandes geschieht. Die Treffen und deren Auswirkungen werden beobachtet und wir schauen, wie sich das entwickelt.
Das Leben für Vater, Sohn und mich ist ruhiger geworden. Keine Terroranrufe und sonst was mehr.
Uff…..
Manchmal braucht es einen Anstoß von außen:
Klar, warum sollen wir nicht mit Max über unseren Wunsch reden. Mein zweiter Vorname ist Diplomatie, das bekommen wir bestimmt hin, danke für deinen Tipp!! Werde das mal mit meinem Liebsten besprechen.
Ganz liebe Grüße
Marianne
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