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Original von Liliki
Hallo Uschi,
So Einordnungen wie 'hochbegabt', 'hyperkinetisch' oder 'autistisch' sind letztlich Kategorisierungen, die uns Menschen das Leben etwas einfacher machen sollen, weil es dann etwas leichter fällt, bestimmte Phänomene wieder zu erkennen und zu begreifen.
Die große Gefahr solcher Kategorisierungen ist in meinen die Festlegung der Kinder / Menschen, die in diese Gruppe gehören. Müssen alle Hochbegabten Schulstress haben? Sind Autisten immer 'lebensunfähig'? Haben alle Hyperkinetiker soziale Probleme?
Wenn Du im Hinterkopf hast, dass eine 'Diagnose' sehr wenig über den Menschen aussagt, der damit gestempelt wurde, tust Du Deinem Kind (und allen anderen Menschen, mit denen Du zu tun hast ...) einen großen Gefallen.
Sorry, das musste ich mal grundsätzlich loswerden!
Mit unter 3 Jahren das Alphabet zu kennen, über 10 zählen zu können, Puzzles für Grundschulkinder zu lösen und ein so gutes Sprachvermögen zu haben, würde den Verdacht auf Hochbegabung schon nahe legen - vor allem, wenn Du ihm diese Dinge alle 'nicht gezielt' beigebracht hast.
Das kann man dann ja später mal testen lassen, wenn der Eindruck weiter besteht ...
Bitte vorsichtig mit dem Zusammenhang 'HB = anstrengend' ... ganz klar ist das Leben mit Zwillingen im Kleinkindalter, die interessiert und neugierig sind und von denen einer besonders viel Futter für seine Wahrnehmung braucht, anstrengend ... aber es wäre schön, wenn daraus nicht würde 'XY ist wegen seiner Hochbegabung so anstrengend'
Ich denke, als Eltern versucht man immer, seinem Kind gerecht zu werden, egal 'was es hat'!
Ein Kind, das sehr viel lernen kann und möchte, braucht eben ein Umfeld und Erwachsene (gerne mehr als einen, weil es eben doch sehr ermüden kann!), in dem es viel von diesem Futter und trotzdem eine gute soziale Prägung bekommt.
Ob das dann HB ist oder knapp drunter oder knapp daneben, wäre doch letztlich ganz egal, oder??
Wenn dieses Geschafftsein überwiegt, solltest Du dringend aktiv Entlastung suchen - so was wie Oma und Opa einspannen, Paten, Freunde, Onkel und Tante, Lieblingsnachbar oder Ersatzoma ...
LG Lili |
Danke Liliki für Deine Antwort! Nein es soll kein Problemkind werden und ist auch keins!
Wir merken das er gereizt ist,wenn er irgendwas nicht hinbekommt,es in die nächste Ecke werfen möchte und sich total ärgert!
Aber das tuen doch alle Kinder?
Für mich hatte es eher denn Grund um nachzufragen,ob man was bestimmtes tuen kann oder soll??
ihn speziell fördern sollen? Auf der anderen Seite ist er noch nicht mal 3 Jahre alt!
Allerdings nehmen sie ihm im Kindergarten Puzzel für Schulkinder "weg" ! Ich möchte einfach nicht das er sich total langweilt oder unter seinen Möglichkeiten bleibt!
Die Möglichkeiten sie mal abzugeben haben wir nicht,deswegen haben wir ja einen Antrag gestellt auf Kindergartenplatz
Lieben Gruss
__________________ Uschi

<<Der Weg ist das Ziel>>
Patin von Maike und Nina74 und nun auch von Christalljogi
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