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B69P
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Wohin fliehst Du???

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Die Bezeichnung Freitod enthält andererseits den Gedanken der freien Wahl zwischen Leben und Tod, ein Ausfluss des Selbstbestimmungsrechts des Menschen. Meistens wird von den Menschen, die einen Suizid beabsichtigen, der eigene Tod jedoch als der einzig mögliche Ausweg gesehen. Die Entscheidungsfreiheit einer suizidalen Person ist in der Regel stark eingeschränkt. Daher wird die Bezeichnung Freitod ebenfalls von vielen Wissenschaftlern abgelehnt.

Dem ließe sich indessen entgegenhalten, dass die Freiheit der Entscheidung für den eigenen Tod im tieferen Sinne nicht mehr und nicht weniger problematisch sei als die Freiheit jeder anderen Entscheidung auch, sich mithin die Frage, wie „frei“ ein Freitod sei, nicht losgelöst von der sowohl philosophisch als auch naturwissenschaftlich nur sehr schwer zu entscheidenden Frage des freien Willens an sich behandeln ließe. Darüber hinaus wahrt der Begriff Freitod den Respekt vor den betroffenen Personen, was weder bei der Verwendung des Begriffes Selbstmord, noch bei den modischen Pathologisierungen des Phänomens der Fall ist.




Es ist ein schwieriges Thema, weil die Menschen die diesen Weg gesucht haben nicht mehr darüber berichten können.

"Wer sich das Leben nimmt ist nur zu feige zum Leben!!!"


Ist das so? Wie kann ein Mensch das wertvollste, von Gott gegebene, so einfach weg schmeißen? Wie ausweglos muß die Lebenssituation sein um dies zu tun? Ich frage mich immer, ob die Person auch an die Menschen denkt, die eine gewisse Bidnung zu diesem Menschen gehabt haben. Die Hinterbliebenen habe keinerlei Chance gehabt Hilfe zu geben...

(EDIT Eingangstext!)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von B69P: 13.10.2006 21:30.

13.10.2006 16:42
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RE: Wohin fliehst Du???

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Zitat:
Original von B69P
"Wer sich das Leben nimmt ist nur zu feige zum Leben!!!"


Ist das so? Wie kann ein Mensch das wertvollste, von Gott gegebene, so einfach weg schmeißen? Wie ausweglos muß die Lebenssituation sein um dies zu tun? Ich frage mich immer, ob die Person auch an die Menschen denkt, die eine gewisse Bidnung zu diesem Menschen gehabt haben. Die Hinterbliebenen habe keinerlei Chance gehabt Hilfe zu geben...


wertvollste?... Gott?...
erstmal ist fraglich ob nicht nach diesem Leben was viel besseres kommt... zudem stell ich einfach mal Gott in Frage aber das ist ein anderes Thema...

auswegslos... ist ebenso relativ... es kommt ganz auf den Menschen drauf an... manche empfinden Situationen auswegslos, die für andere keinerlei Problem darstellen... Manche stehen einfach immer wieder auf, ohne Probleme und manche lassen sich von "Kleinigkeiten" mitreißen...

Wieso sollte man an andere Menschen denken? Wenn man sich mal in so einer Situation befindet, dann denkt man an sich selbst und an nichts anderes...

Hilfe geben kann man immer... wenn man ein guter Freund / Hinterbliebener ist, sollte man die Probleme des Menschen schon vorher erkennen und helfen, bevor es erst so weit kommen kann...

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Hmm ich kann dir den Gedankengang eines 12 - 13 Jährigen schwer kranken Kindes bezüg selbstmord erläutern.

Wenn man so krank ist, das man nichts mehr kann, man in seinem Körper gefangen ist, der nicht so will wie der Geist und die Gedanken, wenn man sich nicht bewegen, nicht sprechen kann man einfach nur so daliegt und mit ansehen muss wie Eltern und Menschen die man Liebt unter der Situation leiden. Wenn man selbst keine Hoffnung mehr auf Heilung hat, dann denkt man an Selbstmord auch wenn die Gedanken dieses Wort nicht so ausdrücken sondern man eher nach einer Erlösung sucht. Nun hat man in dieser Situation wenig Möglichkeiten nur eine Möglichkeit bleibt und zwar nichts mehr zu essen.
Nur doof das man sich in einem Krankenhaus befindet und alles getan wird um das Ende zu verhindern.

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13.10.2006 17:16 Ilona ist offline E-Mail an Ilona senden Homepage von Ilona Beiträge von Ilona suchen Nehmen Sie Ilona in Ihre Freundesliste auf YIM-Name von Ilona: Cat240978 Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
B69P
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Reden wir mal nicht von den Menschen, die ein körperliches Leiden haben... Sondern von den Menschen, für die der letzte Ausweg aus dem Leben der Freitod ist... Ich werde den oben aufgeführten Text diesbezüglich ändern, weil es mir nicht um die Menschen geht, die durch Krankheit und Schmerzen keinen anderen Weg für sich persönlich mehr sehen...

@connylein genau das stelle ich in Frage. Warum denke ich nur an mich und zum Beispiel nicht an mein Kind, meinen Partner oder lieb gewonnene Freunde. Diese Menschen hatten mitunter vielleicht nie die Möglichkeit etwas zu machen, um den Menschen daran zu hindern...

Wie durcheinander muss ich sein, mein Leben weg zu werfen??? Ich bin sehr offen für andere Meinungen, ich möchte es nur versuche zu verstehen. Wie kann ich mich zum Beispiel so abhängig von einem Menschen machen, dass wenn er nicht mehr da ist, das ganze Leben keinen Sinn mehr macht…

@Ilona wie gesagt, habe im Eingangstext einen Fehler gemacht und möchte mich dafür entschuldigen. Das von Dir ausgeführte Beispiel ist wohl das Schlimmste was einem Menschen, einer Familie passieren kann. Ich selber habe bei meiner Diabeteseinstellung (1975) in der Kinderklinik viele solche Kinder gesehen und ich glaube das hat mein Leben verändert und geprägt…

Andere, todkranke Menschen würden bestimmt gerne tauschen und zwar das Leben, mit den Menschen die sich feige durch die Hintertür verpissen!!! Denen sind die Gefühle der Hinterbliebenen so was von egal und das finde ich gemein. Ich bin weg und was nach mir kommt ist mir doch egal…

Sorry, ich bleib dabei: “Wer den Freitod sucht ist nur zu feige zum Leben!!!“
13.10.2006 21:23
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PUR singt auch "War das fair, war das nicht feige - Du gibst keinem mehr ne Chance..."

Ich denke teilweise auch so. Vor allem, wenn ich keinen ersichtlichen Grund für den Suizid erkennen kann. Am schlimmsten finde ich dann vor allem, wenn kein Brief hinterlassen wird, in dem der Selbstmörder erklärt, warum er es getan hat. Eine Arbeitskollegin meines Schwagers verkraftet z. B. genau das am wenigsten am Freitod ihres Sohnes. Diese verdammte Frage: "Warum?"

Mein Mann und mein Schwager waren beide suizidgefährdet und ich weiß, was in ihrem Köpfen vor sich ging. Es sind beides Denkertypen, die sich über Gott und die Welt den Kopf zerbrechen. Sachen, über die ich im Leben nicht grübeln würde, haben den beiden Nächte geraubt. Wenn man sich über einen langen Zeitraum innerlich zerfetzt, ist man am Ende so aufgearbeitet, daß man nicht mehr kann - nicht mehr will! Und glaubt mir, das hätte keiner von meinem Mann erwartet - nicht mal ich. Das lag nur daran, daß er darüber nie geredet hat und sich nix anmerken lies. Gute Miene zum bösen Spiel. Ich hätte nie und nimmer helfen können...

__________________
Liebe Grüße
lailamausi
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und julianna zuzwinker

-------------------------------------------------------------------------

Ist der Frühling vorbei. Fängt der Sommer erst an.
Unser Leben lang.



P.S. Bitte keine IMs - das funzt nicht! Über PNs od. GB-Einträge freu ich mich immer Freude
13.10.2006 21:44 lailamausi ist offline Beiträge von lailamausi suchen Nehmen Sie lailamausi in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Gut dann also nur die Fälle die nichts mit körperlichen leiden zu tun haben.
Hmm kennt jemand von euch das lied Spiegel von tic Tac Toe, dort wurde versucht zu erklären wie solche Menschen denken udn was sie dazu bringt.
Ich denke das in den meisten Fällen mehrere Schicksaalsschläge dicht hinetreinander dazu führen können, solche Gedanken zu haben.
Eine damalige freundin von mir liebte als kleines Kind ihren Vater abgöttisch, dieser Starb an Krebs als sie 7 Jahre war. ihre Mutter wollte sie eigentlich nie haben und sie lebte von da an entweder bei ihren tanten oder in verschiedenen heimen. Mit 10 oder 11 zog sie doch wieder zu ihrer Mutter. Zwichen den beiden entwickelte sich eine Hassliebe. Als meine freundin 18 war starb auch ihre Mutter an den Folgen einer Krebserkrankung. Sie hatte in ihren Leben nur Pech, hat Liebe mit abhängigkeit verwechselt.
Als sie sich dann auch noch in den falschen verliebte der sie nur ausnutze und sie beklaute fiel ihre Hemmschwelle. Ein damliger Bekannter von ihr, der gerade da war, fand meine Nummer zufällig in ihrem telefonbuch und rief mich an er wusste nicht was er noch machen soll sie stand schon drei mal auf dem fensterbrett bevor er sie noch wegreissen konnte. Ich fuhr schnell zu ihr hin. Ich konnte sie einmal nur dadurch aufhalten indem ich sie ausknockte. Danach beteuerte sie, dass sie es nicht weiter versucht. ich blieb dennoch und der Bekannte nahm vorsichtshalber alle Messer mit. ich machte in dieser nacht kein Auge zu. Auch wenn sie keine familie mehr hatte aber es gab viele Freunde und Bekannte die sie ins Herz geschlossen hatten. Am nächsten tag redten wir lange, sehr lange und seit dem hat sie es nie wieder versucht. Sie erklärte das sie so etwas wie einen Filmriss hatte und nicht mehr wusste was sie tat.

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13.10.2006 22:02 Ilona ist offline E-Mail an Ilona senden Homepage von Ilona Beiträge von Ilona suchen Nehmen Sie Ilona in Ihre Freundesliste auf YIM-Name von Ilona: Cat240978 Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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es ist sehr sehr schwierig
es ist eine Phase in dem man das gefühl hat es it alles negativ. es fallen einem nur negative Ding ein. MAn grübelt über alles man belastet sich mit Sachen die einem sonst gan leicht fallen. Es sind kleinigkeiten die sich immer mehr auf schaukeln bishin zu dem Gedanken: was will ich hier ich mache eh alles Falsch und ohne mich geht es den anderen eh viel besser.
Das ist auch sicher der Grund warum man dann den anderen keine Chance gibt zu helfen.
uc weß man evtl nicht wié man den anderen diese neg. Gedanken die man hat erkären soll da sie es nicht vertehen weil es für sie nicht so ist das es zum Grübeln und schlafrauben ist.
Es sind llt auch einige male die Situation das man dann doch denkt und was machen sie ihne mich und das rettet einen aber was ist wenn dann ein Tropfen mehr kommt mit dem mich braucht keiner.
Ih weiß nicht ob ihr aus dem was ich schreibe schlau werdet aber besser kann ich es nicht ausdrücken.
sorry

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13.10.2006 22:20 bienchen28 ist offline E-Mail an bienchen28 senden Homepage von bienchen28 Beiträge von bienchen28 suchen Nehmen Sie bienchen28 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie bienchen28 in Ihre Kontaktliste ein YIM-Name von bienchen28: bienchen023 Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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...möchte man nicht wissen wollen wie es weiter geht??? Sind diese Probleme dann wirklich so schlimm, dass man nicht mehr Leben möchte???

Das mache Menschen nicht über ihre Probleme reden können und alles in sich hinein fressen kann ich nicht verstehen. Sie leben und lieben, setzen dann vielleicht noch Kinder in die Welt und irgendwann war dann alles umsonst...

Es ist alles nichts mehr Wert. Ich behaupte einfach mal, dass es für jedes Problem, sei es noch so groß eine Lösung gibt und auch Menschen die einem zeigen können wie man da raus kommt. Vorausgesetzt sie wissen wie es um die Person steht...

Es ist immer leichter im Leben negative Dinge aufzuführen. Menschen gehen in der Not in die Kirche und beten zu Gott: "Lieber Gott mache bitte dies oder das!" nur wenige gehen in die Kirche und sagen, danke lieber Gott mir geht es gut, ich freue mich, dass es mir gut geht...

Ich selber habe es in der Hand, es nicht soweit kommen zu lassen...
13.10.2006 22:32
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Das is es...
Erkennen dass man selbst es ändern kann...

Das muss man können...

Wenn man sich dessen bewusst ist, schafft man es aus so ziemlich jeder Situation etwas psoitives zu sehen und sich immer wieder aufzurappeln...

Flüchtet man sich aber in die Vorstellung von Glaube, Bestimmung, Vorhersehung, Gott,... (meine Meinung!!!) Dann hat man jemanden oder etwas dem man die Schuld für etwas geben kann und man findet sich damit ab, dass es wohl so sein soll. Aber man ist damit nicht zufrieden also beendet mans.

Hört sich komisch an was ich da grad von mir gegeben hab aber ich glaub, das is meine Meinung...

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aber wenn man in einer solchen tiefphase ist ist es wie in einer dunklen Höhle die einen erdrückt
man kommt sich alleine auf der Welt vor.
Nicht alle glauben an Gott und können in dem Hilfe suchen.
Oder es ist einfach so das man nicht die richtigen Worte findet um anderen diesen Zustand zu erklären.
Daher sind die Leute dann alleine.
Es fängt vllt mit wirklich was traurigem an und zum schluss reicht es dann schon wenn an was gesagt hat was man nicht wollte.
Das macht einen so fertig das man denkt man habe zuviel preigegeben oder man habe jemand anderen verletzt das man keinen anderen Weg sieht und dan denkt : Schon wieder alles falsch gemacht. Nie machst du was richtig.

Oder wenn es z.B. um Geld geht. wenn man da durch vll. den PArtner schulden hat und zu stolz ist ( was aber nicht böse gemeint ist sondern ich könnte es wahrscheinlich auch nicht) dann kann man schon verzweifeln und wenn man jeden Tag denken muss was esse ich heute oder die Kids und man selber hungert schon dann braucht es auch manchmal nur kleinigkeiten zum entgültigen verzweifeln. MAn hat dann vllt sogar ne Versicherung und denkt das die FAmilie dann wenigstns wieder etwas geld hat.

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RE: Wohin fliehst Du???

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mein Cousin hat sich vor 2 Jahre mit 18 das Leben genommen.
Er hat einen Abschiedsbrief hinterlassen indem er sich bei allen entschuldigt das er diesen Weg geht. Aber er möchte endlich frei sein. Er wollte auf dieser Welt so nicht mehr Leben.

Er hat sich vor den ICE gestellt.

Ob sich solche Menschen bewusst sind was sie in diesem Augenblick tun, weiss ich nicht.
Jedenfalls war dies schon lange überlegt.
Ich frage mich heute noch WARUM? Kann ein Problem so groß sein das man es nicht lösen kann?
In seinem Fall hätte man es lösen können, hätte er sich jemand anvertraut.
Er hat seinem Schwager einiges an Geld geschuldet.

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LG Marion

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Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht
(Herbert Grönemeyer)
14.10.2006 09:03 biene38 ist offline E-Mail an biene38 senden