Also mit dem ADS kannst du erstmal so beobachten:
Schau ob dein Kind sich in sich vertieft beschäftigen kann? (Z.B. beim Matschspielen völlig zeitvergessen ist... auch HB-Kinder können "normale" Dinge tuen, aber etwas anderes sein, wichtig ist, dass er etwas tut, wo erin sich gekehrt ist)
Wenn dann die Antwort ja, ist dass der Fall ist, dann kann es erstmal nicht ADS sein. ADS-Kinder sind - so wurde es mir damals bei meiner Tochter erklärt - ständig in Bewegung, haben überhaupt keine Ruhephasen.
Ein anstrengendes, aktives Kind ist nicht zwangsläufig ein ADS-Kind.
Das zweite ist:
Ich gebe meinem Vorschreiberin recht: Wenn Dein Kind Auffälligkeiten zeigt, dann gehe darauf ein. Wenn es sich für Buchstaben interessiert, dann lese mit ihm viel, male mit ihm Buchstaben, lass es schreiben, wenn es das will... wenn es Frau Merkel interessant findet, dann beantworte dort seine Fragen... Das ist das, was du mit einem 3 jährigen Kind im Moment tuen kannst und tust erstmal alles richtig.
Biete ihm sportliche Betätigung: Turnen, Schwimmen, Tanzen, damit es ausgelastet ist und sich auspowern kann, aber achte darauf, dass du qualifzierte Betreuer hast, weil normale Ehrenamtliche in der Regel nicht mit "besonderen" Kindern (in welcher Hinsicht auch immer) umgehen können und es schnell zur Situation kommt, dass das Kind mit seinen besonderen Bedürfnissen zur Last fällt, weil es sich nicht an Regeln hält oder vielleicht vorlaut ist.. (kommt immer auf das Kind an.)
Was das Testen betrifft: Die meisten Stiftungen, Psychologen testen nicht im Vorschulalter, weil die Kinder in diesem Alter noch nicht die Fähigkeit besitzen Leistungen zu zeigen und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Ergebnis des Test zu niedrig ausfällt.
Aber sobald das Kind Spass an Rätseln, Spielchen und Knobelaufgaben hat, ist es durchaus möglich ein aussagefähiges Ergebnis zu bekommen. Es spielt ja am Ende keine Rolle, wie hoch der IQ ist, sondern nur, ob er in den Bereich der HB fällt.
Wir haben unser Kind mit 5 1/2 getestet und das Ergebnis war eindeutig, obwohl mir zuvor erklärt wurde, dass das nicht geht. Zum Glück haben wir einen Psychologen gefunden der K-ABC-Test mit ihr durchgeführt hat.
Was bringt ein Test?
Erstmal nix außer Gewissheit über das, was man die ganze Zeit schon vermutet hat. Das kann auch beruhigend sein. Aber letztlich ist ein Test erst notwendig, wenn man mit offiziellen Institutionen Schwierigkeiten bekommt ( evt. KiGa, spätestens Schule), weil diese sich erst mit einem offiziellen Papier zufriedengeben.
Die brauchen Absicherung.
Aber eigentlich reicht Vertrauen in das eigene Gefühl und das Eingehen auf das Kind, wenn es Fragen stellt, wenn es Interessen zeigt, egal wie altersgerecht sie sind. Kein Abspeisen mit einfachen Erklärungen, sondern klare, logische, der Wahrheit entsprechende Antworten geben, dann ist das in dem Alter in der Regel erstmal Futter genug.
Soweit meine Erfahrung.
LG
Rufi
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Rufina: 15.12.2006 12:48.
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