Hextina

*Mensch*
 

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@ verzweifelte, ich kann dir rechtlich nichts raten, ich bin keine Juristin.
Aber ich mag gerade gegen einiges welches ich meine unterschwellig wahrzunehmen etwas sagen.
| Zitat: |
Original von mafa
Und mal ehrlich...99 mal in der Ehe vergewaltigt..und jetzt erst die Anzeige....nur weil er jetzt eine andere hat und auf Familie macht...für mich nur schwer nachvollziebar |
Aus deinem Link
http://www.arte.tv/de/geschichte-gesells...hen/813710.html
Aber warum warten Frauen auf eine Trennung, bevor sie die Gewalttaten anzeigen? Ist es nicht eher ein Anzeichen dafür, dass es sich um falsche Anschuldigungen handelt, wie es die Vätervereine anprangern?
Ich will nicht behaupten, dass es nie falsche Beschuldigungen im Hinblick auf Gewalt gibt. Es wäre dumm, so etwas zu sagen. Das menschliche Leben ist komplex und es kommt natürlich zu falschen Anschuldigungen. Aber in ihrer allgemeinen Form kann man diese Aussage nicht gelten lassen. Sie ist aus zwei Gründen falsch: zum einen aufgrund der Forschungsergebnisse, die deutlich das erhöhte Risiko zeigen, zum anderen kann eine Frau sehr gute Gründe haben, während der Beziehung keine Hilfe zu suchen. Es gibt viele Gründe, die es für sie sehr schwierig machen können, zur Polizei zu gehen. Dazu gehört die Angst, dass die Gewalt eskalieren könnte oder dass die Kinder in Gefahr geraten. Sie hat vielleicht Angst um ihr Haus oder ihre Sicherheit. Also, nur weil eine Frau nicht vor der Trennung Hilfe sucht, bedeutet das nicht, dass sie nicht misshandelt wird und ihre Lage nicht sehr kritisch ist. Ich spreche hier nicht nur von emotionaler Misshandlung, sondern auch von physischer Gewalt. Aus einer Statistik, die wir bei der Weiterbildung von Ärzten verwenden, geht hervor, dass eine Frau, wenn sie zum Arzt geht und sogar nach Gewaltanwendung gefragt wird, bis zu zwölf Mal abstreiten wird, dass sie tatsächlich ein Opfer von Gewalt ist. Erst dann offenbart sie sich, selbst wenn sie ihrem Gegenüber vertraut. Es ist also furchtbar schwer für Frauen, mit jemandem über Gewalt zu sprechen. Es lässt sich mit einem Kriegszustand vergleichen. Wenn man sich mitten im Krieg befindet, verliert man die Kontrolle, weiß nicht, was man tun soll und fürchtet sich. Man tut nicht notwendigerweise das, was am besten für einen ist. Und sich da heraus zu wagen und mit einem Arzt oder Sozialarbeiter zu sprechen, ist ein gewaltiger Schritt für die Frauen. Daher halte ich das Argument, dass eine Frau, welche die Gewalt erst nach der Trennung meldet, vorher kein Opfer gewesen sein kann, für falsch.
Tina
__________________ Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.
Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.
Virginia Satir
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