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Hallo,
nett, dass Ihr so schnell antwortet.
Erstmal, denke ich, solltest Du Dich über die Grundschulen in Eurer Umgebung informieren.
Mit der Rektorin der Grundschule in unserem Einzugsbereich habe ich bereits gesprochen, sie weiß auch von der HB-Thematik bei unserem Sohn. Da unser Sohn ungünstiger Weise ein Kann-Kind (Sommer) ist, erhielt ich von ihr die Aussage O-Ton: ‚Wer hier eingeschult wird bestimme immer noch ich’. …..
Wir wohnen in einem 2500 Seelen-Ort, somit gehen in den örtlichen Kindergarten nicht sonderlich viele Kiddis. Alle potentiellen Schulkinder kommen aus diesem KIGA, daher ist die Klassenstärke zwar nicht so groß, unser Sohn hat aber auch nicht die Chance neue Kinder kennen zu lernen. Und mit denen, die mit ihm in den KIGA gehen hat er wenig Gemeinsamkeiten, heißt er ist immer auf der Suche nach einem Freund, findet aber keinen unter Gleichaltrigen. Auch diverse Einladungen zu uns nach Hause sind nicht von Gegeneinladungen gekrönt, da unser Junior sehr dominant im Spiel ist und nicht akzeptiert, dass auf europäischem Boden ein Playmobil-Löwe eine Kuh fressen kann –denn Löwen gibt es bei uns nämlich nur im Zoo-. Leider stößt er damit auf Unverständnis bei seinen Spielpartnern. Auch wird er wegen seiner ‚anders’-Artigkeit im Kindergarten gehänselt.
Zum anderen vertritt der KIGA zusammen mit der Schule die Auffassung, dass Kann-Kinder nicht als solche eingeschult werden sollten. Somit werden auch die Kann-Kind-Eltern nicht zu Elternabenden eingeladen, die z.B. die Schulbereitschaft betreffen, dieses Thema betrifft nach Meinung des Kindergartens nur die Muß-Kind-Eltern……..
Unseren Sohn haben wir nach langer Diskussion mit dem KIGA in die Vorschulgruppe geboxt, denn KANN-Kinder werden normal nicht in der Vorschulgruppe aufgenommen. Wenn du also auf deinem Elternwillen zur Einschulung bestehst ist dein Kind dann wieder Außenseiter in der Schule, da alle anderen Kinder zusammen die Vorschulgruppe besucht haben.
Klasse System, was????
Ich frage mich, ob der KIGA rein ‚rechtlich’ überhaupt so vorgehen darf.
Da wir aus beruflichen Gründen schon des öfteren innerhalb Deutschlands umgezogen sind, zuletzt vor 1 Jahr –war auch der erste große Umzug für unseren Sohn- haben wir noch nicht DIE starken sozialen Bindungen und Kontakte im Ort, daher würden wir unserem Sohn gerne einen neuen Start ohne Hänseleien mit neuen Kindern –vielleicht auch solchen auf gleicher Wellenlänge- an einer Kooperationsschule ermöglichen.
Hinsichtlich der Fahrerei ist uns auch klar, dass wir allein wegen der sozialen Kontakte zu Mitschülern erwägen müssen nochmals umzuziehen, denn Lust auf einen permanenten Taxidienst hab’ ich auch nicht und soweit ich erfahren habe, wird für diese Kinder auch kein Schulbus genehmigt.
In Hannover gibt es doch bestimmt auch eine Kinderuni-Initiative oder ähnliches.
Über die Seite http://www.die-kinder-uni.de/html/vorlesungsverzeichnis.html habe ich herausgefunden, dass Hannover zur Zeit leider keine Kinder-Uni anbietet, aber die DGhK hat bei uns ein gutes Angebot an Aktivitäten.
So….
Jetzt wart’ ich erstmal den Elternabend der DGhK ab, da werde ich die Sache noch mal ansprechen……
Liebe Grüße zusammen
Ernestine
P.S.: In Baden-Württemberg hätten wir es einfacher gehabt, da ist Stichtag zur Einschulung der 30.09., dann wäre unser Sohn zumindest schulpflichtig für nächstes Jahr gewesen.
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