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Original von erklärbär
Dessen ungeachtet bleibe ich bei meiner Meinung.
1. Eine Gewerkschaft die sich für eine Minderheit einsetzt und die Kollegen dieser Minderheit dabei übervorteilen will ist keine Gewerkschaft.
2. Gewerkschaften sind überflüssige Kosten die einem Unternehmer aufgezwungen werden
3. Arbeitskampf als Verhandlungsbasis zeugt von fehlendem taktischen Verhandlungsgeschick. Das ist eine veraltete Methode aus dem 19. Jahrhundert. Und wird letztendlich zu betriebsbedingten Kündigungen führen. Der Schaden muß ja irgendwie kompensiert werden.
Man sieht die Auswirkungen am Ärztestreik, Es gab Krankenhäuser die danach schließen mussten. Die Ärzte hatten anschließend für die Dauer Ihrer Kündigungsfrist mehr Geld. Toller Erfolg. |
Meiner Meinung nach kann sich eine Gewerkschaft sehr wohl auch für eine Minderheit einsetzen, wenn dabei eine Mehrheit, die nicht streiken darf, mitunterstützt wird. Und selbst wenn nicht - dafür ist doch eine Gewerkschaft da - für die einzutreten, die allein zu schwach sind. Dafür wurden die mal - und aus gutem Grund - gegründet!!!
Und meiner Meinung nach verursachen Gewerkschaften keine überflüssigen Kosten, ganz im Gegenteil - wenn ein Unternehmer in der Lage ist, mit einer Gewerkschaft zusammenzuarbeiten, hat er nur Vorteile davon. Erst wenn einem Unternehmen das Geld mehr wert ist als seine Angestellten, erst dann wird er in einer Gewerkschaft "unnütze" Kosten sehen.
Leider hat sich in der Wirtschaft ein unguter Trend entwickelt, der die Arbeitnehmer nicht mehr als Menschen, sondern als nur noch Kosten-Nutzen-Träger zu sehen. Viele Unternehmer haben vergessen, wie sehr sie vom positiven Arbeitswillen ihrer Angestellten abhängig sind - und damit meine ich, dass viele zwar "arbeiten", aber, weil sie sich unwohl fühlen, "Dienst nach Vorschrift" machen.
Und da kommen dann wieder die Gewerkschaften ins Spiel. Es ist immer besser, wenn nicht jeder einzelne sein Gehaltsmodalitäten verhandeln muß, sondern wenn das für viele gleich geregelt wird.
LG Schiffchen, die dies trotz oder vielleicht auch wegen eines BWL-Studiums glaubt
PS: Ganz ehrlich, die Krankenhäuser sind nicht wegen der erhöhten Arztkosten pleite gegangen, sondern wegen der riesigen Verwaltungen, die heute nötig sind, um den Wust an Vorschriften und Papierkram zu erledigen, den sich "jemand" weiter oben ausgedacht hat
Und noch ein PS: Ich habe mich auch über die Streiks geärgert, weil ich selber betroffen war und ziemlich kurzfristig Ersatztransportmittel für 60 Kinder und 15 Erwachsene finden mußte.
Aber ich ärgere mich nicht über die GDL, sondern über die Situation. Und ich schüttel auch den Kopf über die Kur des Vorsitzenden - aber das kann man doch nicht mit den Zielen der GDL verknüpfen
__________________ Alles hat seine Zeit!
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