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Wir haben drei Kinder (19, 16, 14) Alle haben mit guten bis sehr guten Leistungen die Grundschule verlassen und sind auf die gleiche katholische Privatschule mit staatlicher Anerkennung in Hessen.
Die beiden Älteren G9, der Jüngere freiwillig schon G8 in einem Vorläuferjahrgang. Die Schule hatte allerdings schon Erfahrung mit dem "Turbojahrgang", den sie für Begabte und Lernfreudige angeboten hat.
Den Jüngsten haben wir den G8-Jahrgang machen lassen, da seine Geschwister ohne Probleme und mit viel Zeit durch die ersten Klassen des Gymnasiums gegangen sind und ihre Leistungen sogar besser als in der Grundschule waren. Die Umstellung war für ihn dann aber doch heftig, mehrmals Nachmittagsunterricht, schnellerer Stoffdurchgang und größere, sehr unruhige Klasse mit vielen Individualisten mussten erst einmal verdaut werden
Seine Leistungen waren schwächer als in der Grundschule, er hat sich im oberen Bereich des Klassendurchschnitts aufgehalten. Ich denke aber aufgrund seines Typs wäre das wahrscheinlich auch im G9-Zweig so gewesen. Nach schlechteren Arbeiten hängt er sich danach immer etwas hinein, nach guten lässt er es etwas lockerer angehen .
Er ist allerdings das Kind, das von uns immer etwas Untersützung in einigen Fächern erhalten hat, d. h. wir haben vor den Arbeiten teilweise mit ihm gelernt.
Wie seine Geschwister übt er eine Sportart aus und spielt ein Musikinstrument. Ein Treffen mit Freunden findet selten statt. Das hängt aber meiner Meinung auch vom Typ ab.
Ab der achten Klasse (die siebte wurde beim Zählen ausgelassen) hat sich dann alles etwas entspannt, er ist älter und kann das Lernpensum gut verarbeiten.
Zum Spiegelartikel und dem was mir dazu noch einfällt: Einen durchschnittlichen 10-Stunden-Tag kann ich nicht bestätigen. Dafür allerdings die überstürzte Einführung des G8, was sich auch im Unterrichtsmaterial und nicht vorhandenem Lehrplan niedergeschlagen hat. Die ersten Jahrgänge sind in meinen Augen als Versuchskaninchen benutzt worden.
Dazu gehört auch die Fragestellung, was wird in der 11 sein, wenn die G8er mit den noch bestehenden G9ern zusammen kommen. dann wird sich zeigen, wie der Leistungs- und Wissensstand im Vergleich ist. Die bisherige 11 wurde viel zum Wiederholen des Mittelstufenstoffs benutzt. Das wird jetzt zum Teil nur für die G9 gelten, weil manche Unterrichtsinhalte erst in der 11 für die G8 zum ersten Mal behandelt werden.
Ein Auslandsjahr wird meiner Meinung nach zukünftig nicht unmöglicher. An unserer Schule gehen diese Schüler sowieso meistens ein Jahr zurück.
Die Schule hat eine Cafeteria mit warmen Mittagsessenangebot und genügend Aufenthaltsräume. Die äußeren Vorraussetzungen sind damit gegeben. Ein neues pädagogisches Rezept ist im Entstehen und wird teilweise schon erprobt. Das betrifft allerdings nur die jetzigen Klassen 5+6.
als Mutter von eher leistungsstarken Schülern halte ich G8 nicht grundsätzlich für falsch, allerdings für SchülerInnen, die langsam und nicht selbständig arbeiten können, ist es schwierig. Für die wird dann sicher die Gesamt- oder Realschule besser sein.
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