Tanja

Giga-User Level II


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Naja, sicher muss es auch sensible und schüchterne Kinder geben. Aber...
Meine Tochter ist an sich auch sehr ängstlich gewesen, Neues oder Unbekanntes hat sie verweigert, sie hatte aber keine Probleme, sich in eine Gruppe zu integrieren oder mit anderen Kindern zu spielen.
Nun kam sie mit 6 einhalb in die Schule. Von da an hatten wir jeden Morgen ein weinendes Kind, sie kam mit der Anforderung Schule nicht zurecht, sie hatte Angst vor Lehrern und überhaupt war sie total überfordert.
Dazu muss ich sagen, dass die Schuluntersuchung uns ein "total fittes Kind für die Schule" attestierte und auch der Kiga keinerlei Probleme für Julia in der Schule erwartete.
Letztendlich hat sie dann Anfang der zweiten Klasse einen Brain Gym Kurs begonnen, der von einer Psychologin geleitet wird.
In diesem Kurs wurde auf jedes Kind eingegangen, bei Julia hat die Psychologin versucht, ihren Selbstwert zu steigern und ihr geholfen, sich zu positionieren - was sie will, was sie nicht will usw. - ohne ein schlechtes Gewissen anderen gegenüber zu haben.
Inzwischen macht sie ihren 3. Kurs und hat sich um 180 Grad gedreht.
Sie weint nicht mehr vor der Schule, sie geht gerne hin, hat ihren Platz in der Klasse gefunden und sagt, was ihr passt und was nicht.
Neue Aufgaben schaut sie nach wie vor erst mal an, bevor sie sofort drauf losstürmt, aber sie stellt sich der Anforderung, ohne daran zu zerbrechen.
Was ich damit sagen will, ist dass es in der Schule so viele starke, selbstbewusste Kinder gibt, die den schüchternen, zurückhaltenden Kindern vor Augen führen, wie wenig stark sie sind. Da kann noch immer wieder jemand sagen, es muss auch schüchterne Kinder geben. Nur nimmt auf die - zumindest in unserer Schule - im Grunde keiner Rücksicht.
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