adoptivzwillis

User

Dabei seit: 09.08.2003
Beiträge: 8
Mein Gästebuch: aktiviert
Level: 18 [?]
Erfahrungspunkte: 13.903
Nächster Level: 17.484
 |
|
Hallöle Ihr alle,
nachdem ich eure bisherigen Beiträge gelesen habe denke ich mal, daß ich euch ein wenig Mut machen sollte.
Ganz kurz zu mir- mein nickname komt nicht von ungefähr. Ich bin nicht nur Adoptivmama, sondern Mama von Adoptivzwillis.
Mein Männe und ich haben zum Glück schon sehr zeitig gemerkt, daß unser kinderwunsch auf natürlichem Weg versagt bleiben wird. Nach reiflichen Überlegungen haben wir für uns erstmal festgestellt, daß wir gern ein Kind haben möchten. Auf die Medizin konnten wir nicht hoffen und da sowohl mein Mann ( Stiefkindadoption) und ich ( meine Schwester ist adoptiert) bereits Erfahrung mit Adoptionen hatten, wollten wir es auf dem Weg versuchen.
Wir haben in unserem JA supernette Ansprechpartner gehabt.
Am schlimmsten fanden wir aber den Fragebogen- unsere Wunschliste. Irgendwie fand ich das heftig, daß man sich da festlegen kann ob Junge oder Mädel. Soetwas kam für uns jedoch nicht in Frage. Das kann ich auch nicht, wenn ich auf " normalem Wege" schwanger werde!! Wir hatten als Zusatz nur noch aufgenommen, daß wir auch gern einen Doppelpack adptieren würden. Wir hatten nämlich gehofft, daß wir Zwillis bekomen, als wir noch glaubten selbst Kinder zeugen zu können. Ich bin da familiär vorbelastet...
Nachdem wir unseren Fragebogen oder man könnte auch Bewerbungsschreiben dazu sagen mit Führungszeugnis, Einkommensunterlagen und HANDGESCHRIEBENEM Lebenslauf eingereicht haben, nahmen wir an einem Vorbereitungsseminar für Adoptiv- und Pflegeeltern teil. Ui, ui, ui- das war auch erstmal gewöhnungsbedürftig, weil wann erzählt man wildfremden Menschen, warum man keine Kinder bekommen kann und was man da schon alles unternommen hat!
Das hört sich jetzt erstmal schlimm an. mein Mann und ich haben dann aber gemerkt, daß wir zwar vor unserer Bewerbung um ein Adoptivkind miteinander gesprochen haben, uns nun über dieses Thema aber nocheinmal viel tiefer unterhielten. irgendwies tat es auch gut, mal andere Paare zu treffen, denen es ähnlich geht. Nüchtern betrachtet sah man sie aber auch als Konkurrenten.
Genau zu dem Zeitpunkt, als mein Mann und ich wieder ruhiger wurden und uns auf eine längere Wartezeit einrichten und ein wenig finanziell für den erhofften Nachwuchs und den Erziehungsurlau vorsorgen wollten, bat unsere Betreuerin v. JA um einen Termin- ausgerechnet am Valentinstag!
Als sie dann bei uns auf der Couch saß, und uns erzählt hat, daß da sehr wahrscheinlich ein zu diesem Zeitpunkt noch ungeborenes Zwillingspaar neue Eltern sucht und wir als diese vorgesehen wären ( sofern die Mutter vor, während und in den 8 Wochen nach der Geburt) waren wir erstmal schrecklich aufgewühlt. Die folgenden 4 Wochen waren grausig, da wir uns im klaren waren, daß die Mutter ihre Entscheidung jederzeit ändern konnte, was aber zum Glück nicht passiert ist.
Nun haben wir in der kommenden Woche Gerichtstermin und hoffen, daß das Adoptionsverfahren für unsere 2 Lieblinge dann beendet ist.
Ich denke wir sind uns dessen bewußt, daß wir riesiges Glück hatten, gleich 2 deutsche Kinder und dazu noch als Neugeborene in unsere Familie aufnehmen zu können, jedoch sehen wir es nicht als einmalig an.
Wir möchten allen adoptionswilligen Paar | |