brauche Rat -  Hallo bin neu hier und sehr verzweifelt

tine261

Neues Mitglied
Hallo,

mein Sohn 2 Jahre alt geht seit Oktober in die Krippe. Anfangs war auch alles super und die Eingewöhnungszeit verlief im grünen Bereich. Doch leider wurde mein Sohn aber genau nach der Eingewöhnungszeit krank und mußte für 2 Wochen zu hause bleiben.
Nun geht er seit 5 Tagen wieder und es läuft alles andere als super. :crying
Es ist ein Kampf ihn überhaupt schon zur Kita zu bekommen und dort angekommen ist er die ganzen 3 Stunden bis zum mittagsschlaf nur am weinen. Sämtliche versuche ihn zu beruhigen scheitern. Nicht mal sein Lieblingskuscheltier hilft.
Sind total verzweifelt.

Kennt jemand von euch solch eine Situation?
Kann jemand helfen?

über jeden vorschlag aus dieser Situation wieder raus zu kommen sind wir sehr sehr dankbar.
 

Ilona

Moderator
Teammitglied
Ja ich kenne die Situation allerdings aus der Sicht der Erzieherin. Natürlich ist er jetzt erst mal durcheinander, zuerst bringst du ihn zu fremden und als er sich so langsam an sie gewöhnt hat bleibt er wieder bei dir und auf einmal wird er doch wieder zu den dann wieder fremden gebracht.

Wenn man das so sieht ist es im moment ein ganz schönes hin und her für ihn.
Gib ihm Zeit und sei konsequent. Also sag Morgens Tschüß drück ihn und gib ihn ein küsschen, sag ihm, dass du nach dem Mittag, nach dem Schlafen je nachdem wie ihr das ausgemacht habt, wieder da bist. Sie dann aber auch pünktlich, sonst verliert dein kleiner das vertrauen in dich.
Wichtig ist auch das du gerade jetzt auch bei den Erziehern Erzieherinnen nachfragst wie der Tag war. Du wirst sehen in ein paar Tagen wird er sich sicherlich beruhigen lassen bis dann der tag kommt wo er nur noch winkt und sagt Tschüß mama und zack ist er mit den anderen Kindern am spielen.
 

Prusseliese

Mitglied
Original von Ilona

Wenn man das so sieht ist es im moment ein ganz schönes hin und her für ihn.
.

Ein Moment das sein ganzes Leben prägt. Bis mindestens zum dritten Lebensjahr braucht ein Kind seine Mutter um Vertrauen aufbauen zu können. Vielleicht ist es auch einfach noch zu früh für ihn und er braucht seine Mutter ganz dringend im moment. Und wenn ihm das schon mit 2 Jahren verwehrt wird, wie soll er dann überhaupt lernen was vollkommenes Vetrauen ist wenn er nie gescheit eins aufbauen konnte?
 

nektar

Neues Mitglied
Hallo... ich bin neu hier kenne mich nicht wirklich aus also nicht böse sein wenn ich jetzt auf der falschen seite bin oder so ich suche die ganze zeit in verschiedene Foren etwas zu erfahren ob eigentlich ein Kind mit 18,19 Monaten in den Kindergarten wirklich zufrüh ist?ich habe hier durch zufall gesehen dass auch Erzieherinen anwesend sind?!

Ich hänge sehr sehr viel an meinen Sohn aber er auch an mir... wir sind eigentlich meistens alleine zuhause oder am Spielplatz er hat nicht wirklich wem zu spielen und das macht mir so sehr sorgen, wenn er mal Kinder in der nähe sieht dann ist er ganz ruhig und beobachtet die also er traut sich nicht von alleine mit zu spielen oder sonst was...

Ich habe wirklich "angst" zustände wenn ich daran denke kann ich weder essen noch sonst was und breche in Tränen aus! Ich glaube ich werde es nicht schaffen wenn er anfängt zu weinen oder sonst was das werde ich mir niemals verzeihen... noch dazu kommt dass ich ihn gleich für 4 von 5 tagen vormittags lassen muss weil ich mich anders nicht mit dem Chef hab einigen können und wie gesagt ich habe sehr sehr viel angst und weiß echt nicht weiter ich bin schon am überlegen dass ich gleich kündige um weiter zuhause zu bleiben deswegen meine Frage und Bitte was soll ich wirklich tun?? also nicht was ich tun soll ich weiß ich muss das selbst entscheiden aber ein paar ratschläge oder so wären wirklich super...sonst weiß ich echt nicht wo ich rat holen soll!!


vielen dank
 

Ilona

Moderator
Teammitglied
Das musst du selber wissen. ich kann nicht beurteilen wie du oder dein Kind mit einer Zeitlichen Trennung klar kommt.

Mein kleiner ist mit 8 monaten in den Kiga geganen . 3 Monate 5 St. und danach dann voll. Allerdings muss man wenn man das macht konsequent sein und sich nicht durch gelegentliche quengelein des Kindes dazu hinreißen lassen ihn dann "mal ausnahmsweise" einen tag zu hause zu lassen.
Den genau das hin und her wenn es den öfter passiert würde ihm die Sicherheit nehmen. Gerade in der Eingewöhnungszeit braucht es halt und den bekommt es nur dann wenn es merkt Mama findet das ja gar nicht so schlimm, also ist es auch nicht schlimm. kinder haben extrem sensible Spiegelneuronen, merken sie das es der Mutter nicht gut geht, geht es ihnen auch nicht gut.

Wenn du nun sagt das du dir das nicht zutraust bleib zu Hause aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dir dann das Arbeitsamt stress machen, denn theoretich könntest du Arbeiten, dazu kommt, das wenn du deinen Job kündigst du eine drei monatoige Sperre bekommst. Kannst du die drei monate finanziel auffangen?
 

Ilona

Moderator
Teammitglied
Original von Prusseliese
Original von Ilona

Wenn man das so sieht ist es im moment ein ganz schönes hin und her für ihn.
.

Ein Moment das sein ganzes Leben prägt. Bis mindestens zum dritten Lebensjahr braucht ein Kind seine Mutter um Vertrauen aufbauen zu können. Vielleicht ist es auch einfach noch zu früh für ihn und er braucht seine Mutter ganz dringend im moment. Und wenn ihm das schon mit 2 Jahren verwehrt wird, wie soll er dann überhaupt lernen was vollkommenes Vetrauen ist wenn er nie gescheit eins aufbauen konnte?

Ich würde gerne mal deine Meinung zu den Auswirkungen hören, wenn ein Kind eben nicht die drei Jahre voll bei der Mutter belibt sondern wie meine beiden mit 2 Jahren oder 8 Monaten in den Kindergarten kommen.
Vertrauen tun sie mir voll und gans das kann es also nicht sein was dann vergeht, also muss es dann ja etwas anderes sein was deiner Meinung nach mit den Kindern passiert.


vertrauen bedeutet nicht das man sich immer um das Kind kümmert sondern vertrauen bekommt ein kind auch wenn es sich auf Aussagen verlassen kann wie z.B. wenn ich es in den kindergarten bringe und sage ich hole dich nach dem mittag, nach dem mittagsschlaf, nach der Vesper usw. wieder ab. Man muss diese Aussage dann antürlich auch einhalten. Auch damit baut man vertrauen auf.
Meine Erfahrung ist, das wenn ich dem Kind Kontakt mit anderen kindern und Erwachsenen verwehre werden es kleine ANgsthasen. mein großer kam mit 2 in den Kiga und traut sich bis heute z.B. nicht oder nur schwer sich selber etwas zu kaufen.
mein kleiner mit 8 Monaten in den kiga gekommen hat gar kein problem mit seinen 4 Jahren am zeitungsladen seinen Euro hin zu legen und zu sagen ich möchte dieses oder jenes.
Natürlich ist das kein Beweis dafür das Kinder die früher in Kontakt mit anderen kommen selbstbewusster sind aber ich finde es schon auffällig, da bei einer Freundin von mir in etwa das selbe zu beobachten war.
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Hallo,

ich kann mich den Ausführungen von Ilona nur anschließen. M. E. hängt es stark davon ab, wie sowohl Mutter als auch Kind die neue Situation angehen. Oft sind es nämlich nicht die Kinder, die nicht weg wollen (klar sind sie anfangs zögerlich, wenn alles um sie herum neu ist), sondern die Mütter, die nicht loslassen können. Ist ja auch ein komisches Gefühl, wenn so eine kleine Maus, die immer Mama hatte, wenn es ein bisschen ungemütlich wurde, auf einmal signalisiert, dass es okay ist, auch wenn Mama nicht sofort greifbar ist. Das Gefühl, gebraucht zu werden, ist ja auch ein Schönes. Allerdings ist es auch ein Stückweit egoistisch in Anbetracht der kindlichen Entwicklung. Das Kind muss - um sich später dann im Leben selbstsicher behaupten zu können - immer mal wieder mit ihm völlig neuen Situationen konfrontiert werden. Die in Kindergärten übliche Eingewöhnungszeit lässt ein individuelles Vorgehen zu. Einige Kinder brauchen es kurz bis gar nicht, andere wiederum ein bisschen länger.

Ich spreche auch aus eigener Erfahrung. Jill ist mit 8 Monaten in die Kita gekommen, sogar gleich an 5 Tagen/Woche ganztags - und fand das alles hochinteressant. Sie ist Einzelkind, Spielpartner sind bevorzugt Kinder - das konnte ich ihr nicht bieten. Entsprechend gut hat sie auch die Kita angenommen, immer war jemand da, der sich um sie gekümmert hat. Sie musste nur einmal kurz lauter werden (='anheulen'), prompt richteten sich sämtliche Blicke der Anwesenden (KInder + Erzieher) auf sie und sie wurde beschäftigt. Sie fand das megacool. Erst war sie die Kleine, die betüddelt wurde, später haben sich die Rollen vertauscht und sie hat sich wie eine Mutter der kleinen Kinder angenommen.

Ungemütlich wurde es bei uns erst später. Dann nämlich, als die letzten 1-1,5 Jahre bis zur Schule anbrachen. Denn nachdem sie so früh in den Kindergarten kam, kannte sie schon alles, fand es langweilig und hatte es dann auch über. Ein Stückweit lag das m. E. auch an den Erziehern, die mit dem Status Vorschulkinder völlig überfordert und eher auf Kleine gepolt waren. Jill war richtig übersättigt, als sie kurz vor der Einschulung stand und wir haben die letzten Monate heftigste Nörgelei hinter und bringen müssen. DAS war ätzend. :shake

Aus jetziger Sicht betrachtet war der frühe Eintritt in den Kindergarten aber die beste Entscheidung, die wir für sie hätten fällen können. Sie ist kommunikativ, selbstbewusst und mutig, geistig top fit, motorisch ebenso. Sie diskutiert heftig mit Andersdenkenden, ist aber sozial super integriert und akzeptiert. Bei vielem hat sie die Kita in der Entwicklung unterstützt - ich fand das toll, zumal ich auch nicht so eine Übermutter bin.

Dazu war ich selber auch rundum zufrieden, da meine grauen Zellen jobseitig gefördert wurden, ich auf der anderen Seite die mir mit meinem Kind verbleibende restliche freie Zeit in vollen Zügen genießen konnte. Sicherlich hatte ich um einiges mehr Stress als 'Nur-Mütter', machmal musste ich mich fast vierteilen - und doch habe ich das so nie empfunden. Eine superinteressante Studie zum Thema übrigens hier: http://www.pragdis.de/data/stress_und_familiensituation.pdf (@Ilona, ich hoffe, das ist jetzt keine Werbung ;-))

Vielleicht hilft das ja ein wenig, deine Bedenken zu zerstreuen. Ich schüttele immer nur den Kopf, wenn ich Mütter höre, die es verurteilen, wenn ein Kind früh in die Kita gegeben wird. Oft sind es wirklich nur ganz normale Anlaufschwierigkeiten durch die neue, unbekannte Situation, die man wuppen muss - mehr nicht. Viele Probleme werden künstlich herbeidiskutiert... und manchmal auch, um eine Daseinsberechtigung für die eigene Entscheidung als "Nur-Mutter" noch einmal zu untermauern.

Viele Grüße
kikra
 

gunes

Neues Mitglied
Sicherlich ist es eine klare Haltung ihres Kindes, was man an ihrer Beschreibung sehr deutlich erkennen kann. Es ist der Trotz, der in ihrem Kind aufbricht, sofern die Krippe in Sicht ist.
Vorneweg sollte man sagen, dass es eine ganz normale reaktion ist. Kinder erfahren in ihrer jungen Entwicklungszeit immer mal wieder Trotzphasen. Diese sind nicht so leicht einzugliedern und zeitlich zu bestimmen. Jedes Kind entwickelt sich anders.

Sie müssen diese Phase genau kennen, um darauf richtig reagieren zu können. Denn davon wird auch die Weiterentwicklung ihres Kindes, im geistig emotionalen Bereich, abhängen.

Zwei Dinge kann ich Ihnen zu Herzen geben, die ihre Stärke in Zukunft ausmachen sollten : Gelassenheit und Verständnis!

Vor allem sind Kinder in diesem Alter aggressiv und weinen schnell.

Das Weinen hat eine wichtige Funktion.

Sie können sich die Funtion anhand eines kurzzen Videos anschauen. Zudem wird in dem kurzen Artikel ein erster Baustein der Trotzphase ihres Kindes erklärt.

http://www.elternlebenleichter.com/die-wichtige-funktion-der-trane/

Sie werden mit Sicherheit auf weitere Erkenntnisse stoßen.


viel Erfolg und natürlich viel Gelassenheit wünscht
Ihr Güngör
 
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