Ring frei! -  Kinderzimmer vs Elternzimmer

Sala

Schokoholik
Wir waren bisher der Meinung, das unser Kind in seinem eigenen Zimmer schlafen sollte. Ich habe dort eine Couch zum stillen und wenn sie mal unruhig ist (die ist mit Verlaub recht unbequem). Nun habe ich zum einen einiges gelesen über Co-Sleeping, übers Durchschlafen und überhaput über den kindlichen Schlaf (einfach mal googeln).
eine Virusinfektion hat nun dazu geführt das wir mittlerweile ihr Bett als Beistellbett bei uns im Zimmer stehen haben und auch noch recht Zufrieden mit der Lösung sind.
Wie sind eure Meinungen? Eure Erfahrungen? Welche "Schlafform" praktiziert ihr?
Ich bin gespannt was ihr zu erzählen habt.
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Hallo,

unsere Maus hat das erste halbe Jahr in unserem Schlafzimmer geschlafen - sie lag dort in einem Boller- bzw. Stubenwagen. Ein eigenes Bettchen in eigenem Kinderzimmer gab es da zwar schon, aber das stand die ganze Zeit über leer.

Zum einen hatte ich sie dann schnell bei mir, wenn es ans Stillen ging; es waren also auch Gründe der Bequemlichkeit. Zum anderen (und das war der entscheidende Grund) hatte ich immer Sorge, dass ich ihr Weinen womöglich aus ihrem Zimmer nicht hören würde oder nicht mitkriege, wenn es ihr mal nicht gut geht. Meinen Mann erwähne ich hier bewusst nicht. Der hat die gesamte Verantwortung nämlich gepflegt auf mich übertragen und seinen Tiefschlaf gepflegt. Da hätte die Maus selbst wenige Zentimeter neben ihm schreien können - er hätte selig weitergeschlummert. *grmpf

Dass Jill direkt in unserem Bett schlafen würde, stand nie zur Disposition. Wir hätten viel zu große Angst gehabt, dass sie beim Schlafen unter unsere Kissen rutscht oder sich womöglich unsere Decken über sie schieben.

Zudem war ich noch in der Klinik ausführlich durch unseren Kinderarzt zum plötzlichen Kindstod beraten worden und was man tun könnte, um das Risiko niedrig zu halten. Dazu gehört auch, mit dem Kind nicht gemeinsam im Bett zu schlafen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Kind nicht ausreichend Sauerstoff erhält, da es den ausgeatmeten Atem von Mutter oder Vater einatmet.

Also: eigener Bollerwagen in unserem Schlafzimmer, mit 6 Monaten dann Umzug in ihr Kinderzimmer. Mittlerweile ist sie übrigens 6 :-D

Viele Grüße
kikra
 

Smilie

Moderatorin
Teammitglied
Wir hatten bei der Großen das Kinderzimmer direkt neben unserem und die Türen offen gelassen, habe alles gehört und war direkt da. Da ich immer lieber im Sitzen gestillt habe war das mit dem Stillen auch kein Problem, ich hatte einen super bequemen Sessel neben dem Bettchen stehen.

Bei der 2. hatten wir kein Kinderzimmer mehr frei da der Umbau vom Dachgeschoss auch noch nicht abgeschlossen war, also blieb nur die Variante: Stubenwagen im Schlafzimmer. Es war OK, aber ich war sehr viel unnötig wach wo sie nur gehustet oder gestöhnt oder schwer geatmet hat.
Gestillt habe ich zwar im Bett, aber habe mich immer aufgesetzt und sie danach wieder in ihr Bettchen gelegt, also die 7 Meter mehr ins Kinderzimmer hätten mich jetzt auch nicht gestört.
ALLERDINGS, ob das daran liegt oder nicht sei mal in den Raum gestellt, schläft die 2. bis heute nicht gerne alleine im Zimmer.

Bei "Nummer 3" werden wir es genauso handhaben wie bei der ersten da das Zimmer wieder frei ist da die beiden Großen im umgebauten Dachgeschoss ihre Zimmer haben.

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Ich denke das muss jeder für sich selbst ausmachen, nicht nur wie es für das Kind am besten ist sondern wie alle anderen mit der Situation zurechtkommen.
 

Smilie

Moderatorin
Teammitglied
Original von kikra
Meinen Mann erwähne ich hier bewusst nicht. Der hat die gesamte Verantwortung nämlich gepflegt auf mich übertragen und seinen Tiefschlaf gepflegt. Da hätte die Maus selbst wenige Zentimeter neben ihm schreien können - er hätte selig weitergeschlummert. *grmpf

So ungefähr ist mein Mann auch :sn7
 

hotdevil

*frisch verheiratet*
Mein Großer hat bis zu seinem 5.Lebensjahr in unserem Bett mitgeschlafen! Meine beiden jüngeren haben bis zum 6.Monat bei mir geschlafen, danach habe ich sie ins eigene Bett umgesiedelt.
Muss jeder für sich entscheiden wie es am angenehmsten ist. Wir haben kein Problem bei / mit den Kids zu pennen, auch der Papa nicht....
 

Zuckerschnute31

Neues Mitglied
Hallo,

unser Großer hat in seiner Wiege an meinem Bett geschlafen, wenn er denn mal da drin lag und ich nicht beim stillen eingeschlafen bin und erst morgens wieder aufwachte.

Meine Zwillinge haben anfangs gemeinsam nebeneinander in ihren bettchen geschlafen, bei uns im Bett gar nicht. Da ich Duo-Stillen gemacht hab, die beiden plus Zwillingsstillkissen in die Stube geschleppt hab und dann wieder ab ins Bettchen, das funktionierte super.

Mein kleinster hat schon in der Klinik bei mir im Bett geschlafen, er suchte ständig meine Nähe. Zu Hause schlief er dann weiter in meinem Bett, allerdings im Zwillingsstillkissen und Schlafsack, da war nichts mit Decke ausversehen drüber únd draufrollen konnt ich auch nicht, da ja das riesige Stillkissen zwischen uns war. Er hat dennoch meine Nähe gespürt, ich seine und das war gut so.
Ich hab dann als er 6 Monate war ihn in seine Wiege gelegt, da ich schlecht schlafen konnte und er schlief ohne Probleme in seiner Wiege.
Wir beide waren damit zufrieden.

Jedes Kind war anders von meinen vieren in seinen Schlafgewohn heiten.

LG Zuckerschnute
 

Lilli4484

Aktives Mitglied
Original von Smilie
Original von kikra
Meinen Mann erwähne ich hier bewusst nicht. Der hat die gesamte Verantwortung nämlich gepflegt auf mich übertragen und seinen Tiefschlaf gepflegt. Da hätte die Maus selbst wenige Zentimeter neben ihm schreien können - er hätte selig weitergeschlummert. *grmpf

So ungefähr ist mein Mann auch :sn7

Ich glaub, viele Männer sind so, meiner ist es auch ^^

Unser Kleiner schläft noch bei uns im Zimmer in seinem eigenen Bett, in 3-4 Monaten kommt er in sein eigenes Zimmer. Zur Zeit steht sein Bett aber leer :traene :traene Er liegt im Krankenhaus, schwere Bronchitits, und ich fahre da gleich hin und bleibe auch bei ihm...
 

Raupe

Raubkatzenbändigerin
Ich denke, das kommt auch immer ganz aufs Kind mit an...

Die Große hatte ihr Bettchen bei uns im Schlafzimmer stehen und ist nach dem nächtlichen Stillen meist bei mir liegen geblieben, ausgezogen ist sie so mit 6 Monaten. Die Mittlere hingegen ist mit knapp 3 Monaten ins KiZi gegangen weil wir uns nachts gegenseitig wahnsinnig gemacht haben! Die Kleine ist im Stubenwagen 8 Monate bei uns geblieben...
 

Celeste

Vernarrte Jungmami + Alienstiefmutter
Zudem war ich noch in der Klinik ausführlich durch unseren Kinderarzt zum plötzlichen Kindstod beraten worden und was man tun könnte, um das Risiko niedrig zu halten. Dazu gehört auch, mit dem Kind nicht gemeinsam im Bett zu schlafen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Kind nicht ausreichend Sauerstoff erhält, da es den ausgeatmeten Atem von Mutter oder Vater einatmet.

Soewas zu schreiben finde ich ehrlichgesagt etwas daneben. Bei zwei Ärzten hat man drei Meinungen und es stempelt alle Eltern die ihr Bett mit ihren Kindern teilen zu Menschen ab die den Tod ihres Kindes leichtsinnig in Kauf nehmen. Was dann wohl die Mehrheit aller Eltern auf der Welt ist.

Robin schläft bei uns im Bett, anfangs zum stillen, und dann ist er halt geblieben. Und wir finden es sehr schön. .
 

kikra

Namhaftes Mitglied
@Celeste: Da du dich ja auf meinen Beitrag beziehst antworte ich auch direkt:

Ich finde die Aussage alles andere als daneben: Es gibt zahlreiche Studien, die diese Aussagen untermauern. Auch gibt es Studien, die diesen Zusammenhang nicht sehen. Es gibt aber keine einzige Studie, die die Aussage zuverlässig widerlegt. Falls doch bitte ich dich hiermit um Quellenangabe.

Wenn du es bei deinem Kind anders handhabst, ist das dein gutes Recht. Letztlich sollte jeder das tun, was er für sein Kind für richtig hält. Ich hätte dabei kein gutes Gefühl gehabt und habe es deshalb auch gelassen. Und ich bin im Krankenhaus de facto vom Arzt darauf hingewiesen worden, wir haben sogar als Geburtsgeschenk einen Schlafsack von der Klinik bekommen, um einen weiteren Risikofaktor (Schlafen unter einer Decke und Gefahr des Darunterrutschens) auf diese Art auszuschalten. Und das eben von Ärzten, die sich mit diesen Forschungsergebnissen sehr detailliert auseinandergesetzt haben. Diese Infos gebe ich gerne weiter und werde das auch zukünftig tun.

Gruß
kikra
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Anbei noch kurz der Wikipedia-Link zum Thema --> empfohlene Maßnahmen.. und da ungefähr in der Mitte. Ich bin gespannt auf die dies widerlegenden Quellenangaben.. ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Pl%C3%B6tzlicher_S%C3%A4uglingstod
 

hotdevil

*frisch verheiratet*
Kikra und nun frage ich dich wo die meisten Kinder den plötzlichen Kindstod haben?
Nämlich nicht im Elternbett sondern die meisten liegen in ihrem eigenen!
Wie oft liest man " ich ging an ihr/sein Bettchen und sie/er regte sich nicht mehr" ..

Die Schlafsäcke bekommt heute doch schon jeder. Nicht eines meiner Kinder lag da drin, sie haben es gehasst so bewegungslos zu sein.

Ich denke es macht jeder instinktiv so wie es für ihn und das Kleine am Besten ist.
Und es ist nichtmal sicher ob die Kinder deswegen sterben, denn das konnte nämlich noch nicht erforscht werden woran sie wirklich sterben.
 

Celeste

Vernarrte Jungmami + Alienstiefmutter
Ich sehe bei Wikipedia keine Quellenangabe für diese Behauptung.

Ausserdem schliessen sich doch Schlafsack und Elternbett überhaupt nicht aus.
Ich kenn viele die nicht mit ihrem Kind im Bett schlafen wollen weil sie sich dabei nicht wohl fühlen. Ist doch auch ok.. ich stell mich aber nicht, wie du liebe kikra, dann hin und sage 'Der Arzt hat aber gesagt!'

Da hat eh jeder Arzt ne andere Meinung. Du kannst ja auch deine haben aber bitte stell sie nicht so hin als wäre sie eine unumstößliche Tatsache.
 

kikra

Namhaftes Mitglied
@hotdevil:

Es gibt vermutlich tatsächlich Statistiken, die sich mit Elternbett vs. eigenem Bett befassen. Ich habe mal kurz gegoogelt und bin dann auf diese Mitteilung gestoßen (http://www.enius.de/presse/776.html), die sich allerdings noch eher mit der Gefahr des Erdrücktwerdens des Kindes beim Schlafen im Elternbett befasst.
Von über 80 Fällen haben dort mehr als 30 Kinder im Elternbett geschlafen. Das heißt dann im Umkehrschluss nicht, dass es über 50 nicht getan haben, sondern lediglich, dass man es von 30 sicher weiß.

Meine Maus ist mit mittlerweile 6 Jahren aus dem gefährlichen Alter raus, daher habe ich ehrlich gesagt auch nicht mehr die große Motivation, mich auf die Suche nach verlässlichen Quellen zu machen. Bei meiner Entscheidung habe ich mich tatsächlich auf wissenschaftlichen Rat verlassen und bin damit gut gefahren. Wenn ich einem Arzt gegenüberstehe und weiß, dass er sich ausgiebig mit dem Thema befasst hat, bin ich halt so, dass ich mir überlege, ob er für mich glaubwürdig ist. Und das war er, er hat das Thema mit Leib und Seele vertreten. Und er hatte keinen Nutzen dadurch, dass wir seinem Rat folgen. Übrigens bin ich auch so eine, die etwas auf Testurteile von Stiftung Warentest und Ökotest gibt.. auch hier gibt es zig Leute, die immer meinen, dass man sich da komplett seine eigene Meinung bilden sollte, obwohl sie es als Laien überhaupt nicht vermögen. Ich bin in keiner der Thematiken so tief drin, dass ich mir das zutraue und verlasse mich daher sehr gerne auf Experten.

Wenn man häufiger von Eltern hört, die tragischerweise ihr Kind leblos im eigenen Bett gefunden haben (ist das tatsächlich so?!, so mag es auch daher rühren, dass der Tod des Kindes im Elternbett durch eine mögliche oder auch nur gefühlte Selbstverschuldung, eher Tabuthema ist und auch um sich vor Anfeindungen zu schützen. Außerdem gibt es die Fälle - Gott sei Dank - auch nicht so oft, dass ich hier die wenigen angeführten Beispiele als stellvertretend für das Gros ansehe. Bitte benenne doch auch du die Quelle, nach der du hier diese Behauptung aufstellst "Nämlich nicht im Elternbett sondern die meisten liegen in ihrem eigenen!"

Hier gibt es übrigens mal eine wissenschaftlich fundierte Studie zum Thema des plötzlichen Kindstodes der Uni Münster (http://campus.uni-muenster.de/kt_rf.html), gefördert vom BMBF.Als Riskofaktor wird das Co-Sleeping genannt.

Ich habe beim Wikipedia-Zitat nichts von Quellen erzählt, sondern lediglich, dass es da steht. Aber ich warte immer noch auf die für deine Behauptung, da sei nichts dran (@celeste).

Und ich habe mich auch nicht hingestellt und gesagt "Der Arzt hat aber gesagt" Ich habe lediglich gesagt, dass mir bei der Entlassung aus dem Krankenhaus ein paar Hinweise zu neuesten Erkenntnissen mit auf den Weg gegeben wurden, die mein späteres Handeln maßgeblich beeinflusst haben. Ob andere das so tun oder eben nicht, ist mir Wurscht.

@hotdevil: Leider bekommt noch nicht jeder einen Schlafsack wenn er mit dem Kind nach Hause kommt, aber mittlerweile hat sich schon herumgesprochen, dass er eine gute Alternative zur Bettdecke darstellt. Ob Krankenhäuser Schlafsäcke verteilen ist immer auch davon abhängig, ob sich Sponsoren finden. Einige Modelle sind alles andere als billig - wir hatten damals den Bambini-Schlafsack von Lotties (kostet ca. 50 Euro) Da gibt es große Qualitätsunterschiede - und einige sind wirklich nicht gut.. Nachdem Jill den (und das Folgemodell) ca. 2 Jahre getragen hat, muss ich sagen, dass ich nie einen besseren gesehen habe (@celeste: Ich sage hier, ICH habe nie einen besseren gesehen, nicht dass es keinen besseren gibt). Er war superbequem, sie hat gequietscht, gelacht und gestrampelt darin und war alles andere als bewegungslos. Das wäre für mein bewegungsfreudiges Kind auch ein absolutes Drama gewesen. Wenn die Kinder sich nicht rühren können, dann gebe ich dir recht, wird man vermutlich schnell davon abrücken.

Ich finde eben Aufklärung wichtig und bin lieber einmal zu vorsichtig als zu nachlässig gewesen. (wie gesagt "ICH" ;-) Und deshalb berichte ich hier von MEINEN Erfahrungen wie ICH es gemacht habe auch guten Gewissens und lasse mir weder den Mund verbieten und auch nicht meine Wortwahl vorschreiben.

Viele Grüße
kikra
 

Galaxie

Namhaftes Mitglied
Meine Kinder haben allesamt bei mir im Bett geschlafen. Ausgezogen sind sie jeweils um ihren 2-3. Geburtstag rum. Ich hab diese Zeit sehr genossen.
Auch heute kanns mal vorkommen, dass sie in mein Bett krabbeln und ich finds ok. Nur wenn die zwei Kleinen gleichzeitig ankommen, wirds bisschen eng und ich kann ehrlich gesagt nicht mehr richtig schlafen.

Mir wurde mal gesagt, dass wenn die Babies bei einem im Bett schlafen, würden sie sich innerlich dem Atem der Eltern anpassen und somit das Schnaufen nicht "vergessen".
 

Celeste

Vernarrte Jungmami + Alienstiefmutter
Ich habe beim Wikipedia-Zitat nichts von Quellen erzählt, sondern lediglich, dass es da steht. Aber ich warte immer noch auf die für deine Behauptung, da sei nichts dran (@celeste).

Wozu? Wenn ich danach Google finde ich sicher ebensoviele Links die meine Meinung unterstützen wie du welche findest die deine untermauern. Das wissen wir doch beide. Ob jemand bei Wikipedia schreibt 'Das ist soundso' oder ich das hier einfach schreibe, macht keinen Unterschied.
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Wozu? Wenn ich danach Google finde ich sicher ebensoviele Links die meine Meinung unterstützen wie du welche findest die deine untermauern. Das wissen wir doch beide. Ob jemand bei Wikipedia schreibt 'Das ist soundso' oder ich das hier einfach schreibe, macht keinen Unterschied.

Und genau das glaube ich eben nicht, zumindest nicht, wenn es wissenschaftliche Quellen sind. Du wirst viele finden, die schreiben, dass der Zusammenhang nicht belegt ist, aber m. E. keine, die diesen Punkt kategorisch ausschließt. Und das ist genau worum es mir geht. Es bleibt also ein Restrisiko und von nichts anderem habe ich geschrieben.

Gruß
kikra
 

Katharina20

*junge Mami..*
mein Sohn 2 1/2 Jahre schläft aufm Beistellbett neben unserem Bett und mein Jüngster 6 Monate schläft seit kurzem aufm Beistellbett auf der anderer Seite unseres Bett. Beide haben bei uns geschlafen bis sie 6 Monate alt waren.
Es war eine schöne Zeit ;-)

Hier Studie:

Studie zum Familienbett

von Dr. James J. McKenna

So weit man auch zurück denkt, Mütter haben bei ihren Kindern geschlafen, weil dies der natürlichste Weg ist, sein Kind auch während des Schlafes zu beschützen und es dabei selber am bequemsten zu haben. Noch heute ist für die überwiegende Mehrzahl der Menschheit auf unserem Globus gemeinsames Schlafen und nächtliches Stillen untrennbar miteinander verbunden. Erst seit ungefähr 200 Jahren haben Eltern vorwiegend in den westlichen Industrienationen es als normal und biologisch für angebracht erachtet, dass Mutter und Kind getrennt voneinander zu schlafen haben.

Im Schlaflabor der University of California's Irvine School of Medicine, haben meine Kollegen und ich das Schlafverhalten von Müttern und Kindern beobachtet, die gemeinsam schliefen und die getrennt schliefen. Mit Hilfe von elektronischen Aufzeichnungsgeräten haben wir über den Zeitraum von 3 aufeinander folgenden Nächten Herzfrequenz, Gehirnströme (EEG), Atemfrequenz und Körpertemperatur dokumentiert. Infrarotkameras haben zeitgleich das Verhalten im Schlaf aufgenommen und die Stillhäufigkeit aufgenommen.

Wir fanden heraus, dass Säuglinge, die nachts bei ihren Müttern bleiben, die meiste Zeit mit dem Gesicht der Mutter zugewandt schlafen. Die Bewegungen von Mutter und Kind sind aufeinander abgestimmt, sie wachen beide häufiger auf und verbringen mehr Zeit in aktiven Schlafphasen (= schlafen weniger tief) im Vergleich zu getrennt schlafenden Mutter-Kind-Paaren. Säuglinge, die im Familienbett schlafen, werden meistens doppelt so häufig gestillt, dabei drei mal länger je Stillmahlzeit als die Vergleichsgruppe. Die Säuglinge im Familienbett schreien weniger als die in getrennten Betten. Mütter, die bei ihren Kindern schlafen, bekommen insgesamt gesehen dennoch wenigstens genauso viel Schlaf, wie die getrennt schlafenden Mütter.

Hinzu kommt, dass neben der Sicherstellung nächtlicher Nahrungsversorgung und Fürsorge, das Schlafen bei der Mutter dem Kind ein ständiges Gefühl der Nähe vermittelt durch Berührung, Geruch, Bewegung und Wärme. Diese Stimuli tragen wahrscheinlich dazu bei, die extreme neurologische Unreife des Säuglings zum Zeitpunkt der Geburt zu kompensieren.

Der gemeinsame Schlaf von Mutter und Kind bietet wahrscheinlich für viele Babys Schutz vor dem plötzlichen Kindstod (Sudden Infants Death Syndrom = SIDS), einem so schrecklichen wie rätselhaften Tod. Säuglinge im Familienbett werden häufiger gestillt, haben mehr aktive Schlafphasen und reagieren gewöhnlich instinktiv auf die mütterlichen Aufwachphasen. Die noch unzureichende Fähigkeit des Säuglings, aus dem Schlaf zu erwachen, wurde in einigen SIDS-Untersuchungen als Todesursache vermutet. Lange Tiefschlafphasen verschlimmern diese unzureichende Fähigkeit unter Umständen. Wir nehmen an, dass die psychologischen Gegebenheiten beim gemeinsamen Schlaf von Mutter und Kind, insbesondere wenn das nächtliche Stillen hinzu kommt, manchem Säugling helfen, nicht in einen zu tiefen Schlaf zu fallen. Gleichzeitig ist es für die Mutter einfacher, sofort zu bemerken und zu reagieren, wenn mit ihrem Kind etwas nicht stimmt.

Das Überdenken einer ebenfalls einst weit verbreiteten Praxis, nämlich Säuglinge in der Bauchlage schlafen zu lassen, hat die SIDS-Rate in den USA um mindestens 30 % gesenkt, nachdem die American Academy of Pediatrics die Rückenlage empfohlen hatte.

Die positiven Auswirkungen des gemeinsamen Schlafs von Mutter und Kind sind noch nicht abschließend bewiesen, so dass das Familienbett als Empfehlung zur Vorbeugung gegenüber dem plötzlichen Kindstod für alle Familien noch verfrüht wäre. Die Gefahren des Familienbettes müssen ebenfalls noch fundiert ermittelt werden: Ist die Schlafumgebung insgesamt auf die Bedürfnisse von Babys abgestimmt, inklusive geeigneter Matratzen, Decken, ...? Sind die Eltern Raucher? Oder nehmen sie Drogen oder konsumieren Alkohol? (Dieses scheinen die Ursachen zu sein in den seltenen Fällen, in denen Mütter ihre Kinder während des Schlafes erdrückten).

Weil das gemeinsame Schlafen von Mutter und Kind sich jedoch bei unseren Vorfahren so gut bewährt hat, sollten wir in Zukunft unsere Kindern daran wieder teilhaben lassen.
 

Celeste

Vernarrte Jungmami + Alienstiefmutter
Kategorisch ausschliessen? Bei etwas dessen Gründe man nicht kennt? Wohl kaum, wer würde sich sowas auf die Fahnen schreiben? Das kann ich dir natürlich nicht bieten.. aber für den Interressierten, der jetzt verunsichert ist, mal eine Studie: McKenna, J.J. et al: Bedsharing promotes breastfeeding

Ich denke der Schlussatz der Zusammenfassung trifft es ganz gut:
The studies and data described in this paper, which
show that co-sleeping at least in the form of roomsharing
especially with an actively breast feeding mother saves lives
is a powerful reason why the simplistic, scientifically inaccurate
and misleading statement ‘never sleep with your
baby’ needs to be rescinded, wherever and whenever it is
published.

Edit: zu spät :D
 

Bianca0815

Abwarten und Teetrinken*g*
Ich denke, jeder sollte es so machen, wie es ihm sein Gefühl sagt.
Und ich finde Studien über en Kindstod kennt wahrscheinlich jede(r) hier zur Genüge.

Unser Kleiner hat die ersten 6 Monate bei uns im Zimmer in seinem eigenen Bettchen geschlafen und ist dann in sein Zimmer umgezogen, alleine aus dem Grund, dass er jedes Mal wach wurde, wenn wir ins Bett gingen (egal wie leise wir waren) und auch nachts durch uns gestört wurde.
Bei uns im Bett zu schlafen wäre ehrlich gesagt nicht in Frage gekommen, weil ich nachts sowieso immer panisch hochgeschreckt bin, und den Kleinen gesucht habe, weil ich dachte, ich hätte ihn unter die Decke gesteckt oder so.

Was natürlich nicht heißt, dass er gar nicht zu uns ins Bett darf, grade wenn er krank ist....da kann es allerdings dann passieren, dass man morgens zur Begrüßung seine Finger in Nase oder Augen hat :gap
 

Sala

Schokoholik
wow, eine heiße Dusskussion.
-Der ich mich nicht anschließen werde. Denn wie einige schon treffend bemerkten. Das Für und Wider muß jeder selbst abwägen. An Material für die eine oder andere Meinung ranzukommen ist im Zeitalter des Internets ja kein Problem mehr.

Patricia hat die ersten 15 Monate im eigenen Bett, im eigenen Zimmer geschlafen, wobei mir im ersten Jahr immer etwas mulmig war, gerade wegen SIDS.
Wie schon erwähnt sind wie erst vor Kurzem zu "Co-sleepern" geworden. Das lustige ist, die Maus schläft besser bei uns, aber sie krabbelt vor dem einschlafen erst in ihr Bett. Womit ich auch die Frage "Wie schaffe ich es daß das Kind ohne Brust einschläft?" FÜR UNS erledigt habe :pfeif denn sie dockt sich jetzt erst ab und schläft dann ein, nachdem sie in ihr Bett gekrabbelt ist.

Übrigens haben wir auch einen Schlafsack vom KH geschenkt bekommen. Patricia schläft auch im Schlafsack und sie hat nichts dagegen. Ich finds sogar praktisch weil ich sie so nicht unter der Decke vorholen muß um sie zu stillen. Es bleibt immer muckelig für sie.
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Zumindest gibt es studienergebnis-basierte Annahmen, dass das Einatmen verbrauchter Atemluft den Effekt begünstigt. Aber wahrscheinlich sind die völlig aus der Luft gegriffen. Alles dämliche Forscher, die meinen, sie müssten einfach mal etwas erzählen und Mütter verschrecken. :aetsch Buh! Warum gelingt es nur niemandem, die Vermutung zu widerlegen?!

Dass du jetzt hier eine Studie der 'anderen Seite' aufführst und dazu den Satz bringst "für den Interessierten, der verunischert ist" und dass es das ganz gut träfe spricht Bände. Soviel zum Thema seine Meinung zu äußern sie aber nicht als non plus ultra hinzustellen. Die Studie scheint zudem nicht wirklich seriös zu sein, da sie propagiert, man möge aufgrund der eigenen Erkenntnisse anderslautenden Studienergebnissen die Glaubwürdigkeit absprechen. Ziemlich anmaßend... :shake

Aber lass es einfach gut sein. Du hast Recht und ich meine Ruhe. :druecker :gap

Wir haben es so gehandhabt wie Bianca. Mit der Zeit habe ich dann auch schlaftechnisch verinnerlicht, dass Jill gar nicht in meinem Bett liegt und bin nicht mehr hochgeschreckt. An diese Zeiten erinnere ich mich aber auch noch.. gerade zu Anfang. Und wenn Jill dann mal krank war und in unserem Bett geschlafen hat, dann habe ich eh kein Auge zumachen können. Dadurch allein konnte ich schon sicherstellen, dass ihr nichts passiert, wenn sie mit uns im Bett liegt. Am nächsten Morgen war sie dann eh meist wieder fit, ich dagegen.. naja.. :sn7
 

Celeste

Vernarrte Jungmami + Alienstiefmutter
Also das ist ja die totale Frechheit kikra.. DU wollstest unbedingt irgendwas zu lesen, ich hab gleich gesagt das bringt nichts, und deswegen ist die auch nicht für dich, sondern für Leute die gerne Co-Sleeping machen würden die du mit deinem Käse verunsicherst!

:sn7
 

kikra

Namhaftes Mitglied
Nix für ungut, aber es ist mir jetzt echt zu blöde, darauf noch zu antworten. Ich sagte ja schon, du hast Recht und ich behalte meinen Käse :shake Das war jetzt auch der letzte Kommentar von mir zu diesem Thema. Aus dem Alter des Förmchenschmeißens bin ich seit ein paar Jahrzehnten raus.
 
wow leute geht in den boxring

meine kinder haben das erste jahr bei uns im zimmer geschlafen. im eigenen bett. wenn sie nähe gesucht haben habe ich sie zu gern auch zu uns geholt.
dann haben sie eine zeitlang in ihren eigenen betten in ihren zimmern geschlafen. sind dann aber jede nacht zu mir gewandert.
jetzt ist es so dass sie bei mir einschlafen und auch bei mir schlafen. das ist ok für alle.
 
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