Oft kommt es anders als man denkt...

LadyAlexx

Neues Mitglied
Berechneter ET : 24.02.2004
Geburt am Samstag, 28.02.2004
Begin: 6.15 UJhr
Baby da: 17:45 Uhr
Gesamtdauer Geburt: 11,5 Stunden
Begin mit Blasensprung
PDA: nein
Komplikationen: Kaiserschnitt mit Spinalanästhesie
Besonderheiten: ./.
Baby: Maya, 3300g, 52 cm
Tage im KH: 5 Tage
Plan für nächste Geburt:. noch nicht geplant

Vorbereitung auf diese Geburt á la / Diverses: GVK, Literatur, Internet
Dammmassage vorher: ja ab 37. SSW ca. 2 - 3x wöchentlich
Akupunktur: nein
Tees: bis 36. SSW Schwangerschaftstee, ab 37. SSW Himbeerblättertee
Sonstiges Karpaltunnelsyndrom durch Wassereinlagerungen
Gewichtszunahme während Schwangerschaft): 18 kg
Gewichtsabnahme 7 Tage nach Geburt (kg/g): 8 kg

Hier mein ausführlicher Geburtsbericht:
um 6.15 uhr bin ich durch den blasensprung aufgewacht. das war wie ein schlag in den bauch und ich hab nen deutlichen knall gehört. also hab ich meinen mann geweckt und meine mutter angerufen (die ja bei der geburt dabei sein wollte). gegen 7 waren wir im krankenhaus. bis dahin hatte ich 3x wehen gehabt. im kh wurde ich gleich untersucht und ctg gemacht. muttermund war ca. 1 - 2 cm geöffnet. wir sind erstmal noch frühstücken gegangen, und ich hab ein wenig cornflakes gegessen. sollten dann bis 10 laufen gehen. allerdings waren die wehen gegen 9.45 uhr schon so häufig und heftig, dass ich nicht mehr viel laufen konnte und erstmal den einlauf haben wollte. inzwischen war der muttermund schon 4 - 5 cm offen. nach dem entleeren des darms lag ich ne ganze weile im kreisbett wegen ctg, bis mir dann eine hebamme geholfen hat, mich ans seil zu hängen. das war doch etwas angenehmer als hilflos im bett zu liegen. hab dann immer schön das becken gekreist und die wehen veratmet. gegen 12 oder 13 sah alles schon danach aus, dass ich es bis 15 uhr hinter mir haben könnte. gebärmutterhals war vollständig verstrichen und der muttermund fast ganz geöffnet. leider hat maya sich nicht ins becken eingedreht. der kopf und der rücken waren total gerade. ab dann lag ich nur noch. die sonde für's ctg mussten sie an mayas kopf anbringen, weil sie anders die herztöne mit dem etwas älteren ctg gerät nicht finden konnten. ich bekam dann erstmal einen anti-wehen-tropf, damit wir uns etwas erholen konnten. sollte dann mit wechselseitigem lagern versuchen, maya zu überreden, den kopf in irgendeine richtung zu drehen. zwischendurch sollte ich immer im 4-füsslerstand mit dem hintern hin- und her wackeln, damit der kopf evtl. doch noch in die richtige position rutscht. das ging ne ganze weile so, wobei die hebamme teilweise während der wehen untersuchten, ob der kopf sich irgendwie dreht. auch der professor hat mich dann mal untersucht. naja, irgendwie half alles nix. ich versucht, so gut es ging, die schmerzen zu veratmen, aber die untersuchungen während der wehe waren echt die hölle. die hebamme hat immer wieder betont, dass ich das ganz toll mache und überhaupt nicht jammern würde. hab teilweise aber schon ganz schön gestöhnt...

um 16.30 uhr hiess es dann, nochmal volle pulle wehentropf. wenn das nix hilft, müssen wir mal weitersehen... hab dann mal mitpressen dürfen. brachte aber alles nix. um 17 uhr wurde der wehentropf abgemacht und ich gefragt, ob ich mit kaiserschnitt einverstanden sei, da auch die kindlichen herztöne bei untersuchungen, während ich auf dem rücken lag, immer ziemlich abgefallen waren. ich wollte nur noch, dass es endlich vorbei ist. da es nicht so eilig war, wurde ich gefragt, ob es unter vollnarkose oder mit spinalanästhesie sein sollte. hab mich für die spinale entschieden, damit ich wenigstens danach voll bei bewusstsein bin. die belehrungen über den ablauf der op und die narkose hab ich über mich ergehen lassen und gehofft, dass es bald los geht. der anästhesist war total lieb. hat mir alles genau erklärt und zwischendurch immer wieder gefragt, ob "alles gut?" ist. ab dann ging es recht schnell. ruckzuck war ich im op und um 17.45 uhr um einige kilo leichter. war schon ein komisches gefühl als sie dann draussen war. als wenn man erst etwas auf dem bauch liegen hat und das dann weg nimmt. besonders unangenehm fand ich die op nicht. maya wurde dann erstmal zur ärztin gebracht (als ich sie schreien hörte war ich schon den tränen nahe) und mir kurz gezeigt, so dass ich ihr zumindest ein küsschen aufdrücken konnte. danach lag ich noch ewig im op, wurde erstmal genäht und musste dann noch 'ne weile in einem raum liegen, damit sie sehen, ob die narkose nachlässt. hab tierisch gezittert dabei, aber das ist normal, wie mir gesagt wurde. ich glaube, gegen 19 uhr war ich dann endlich in meinem zimmer und durfte meine familie endlich wieder sehen. steve und meine eltern warteten schon ganz ungeduldig. maya lag in ihrem körbchen und hat natürlich erstmal geschlafen. steve durfte sie vorher schon mal an seinen nackten oberkörper legen und sie hat ihm gleich in die brust gezwickt.

am schlimmsten fand ich, dass meine beine noch bis 2 uhr nachts betäubt waren. ich lag auf dem rücken und konnte mich nicht rühren. der tropf mit dem schmerzmittel schien auch nicht so toll zu helfen. hab maya bloss abends mal kurz angelegt und die schwestern gebeten, sie für die erste nacht im kinderzimmer zu lassen und mir nur zum stillen zu bringen. ich hätte sie ja eh nicht aus dem bettchen holen können.

Dass ich das "Geburtserlebnis" verpasst hätte, kann ich so nicht sagen. Zumindest das ganze Drumherum davor habe ich ja trotzdem mitbekommen.
 
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