Vater-Tochter Verhältnis = Beziehungskiller?

Ihr Partner hat bereits Kinder aus einer früheren Beziehung? Leben seine Kinder mit Ihnen oder sind Sie eine Wochenendfamilie? Wie erleben Sie Ihre Patchwork-Familie?

Dieses Thema im Forum "Patchwork - Mein Partner hat schon Kinder" wurde erstellt von Baghi, 12 April 2010.

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  1. Baghi

    Baghi Neues Mitglied

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    Hallo Ihr, <br /> ich bin neu hier und suche dringend Rat! <br /> Ich bin seit etwas mehr als 2 Jahren mit meinem neuen Partner liiert! Wir wohnen nun seit Juni zusammen und am Anfang schien auch alles zu funktionieren. <br /> <br /> Er hat eine 11-jährige Tochter, die eigentlich so auch eine ganz Liebe ist. Anfangs wohnte sie bei der Exfrau meines Freundes, doch nachdem mein Freund und ich zusammengezogen sind teilte sie uns im September mit, das sie lieber bei uns als weiter bei der Mutter leben möchte. Wir haben uns gleich daran gemacht und haben uns die entsprechenden Informationen über Rechten und Pflichten eingeholt und am folgenden Besuchswochenende ging die Kleine dann einfach nicht mehr nach Haus! <br /> <br /> Soweit so gut. Von Anfang an hatte ich so mein Problem damit, das wenn sie da war NUR noch sie für meinen Freund eigentlich eine Rolle spielte. Was sie wollte war Gesetz. Ich dachte wenn sie vll dauerhaft bei uns wohnt wird sich das durch den Alltag etwas relativieren, doch leider sieht die Realität anders aus! <br /> <br /> Er verbringt Stunden mit der Kleinen in ihrem Zimmer sie muss immer und überall hintendran hängen. Wenn sie in den Ferien bei der Mutter eine Woche ist dann muss jeden 2ten Tag telefoniert werden! Wenn Wir durch die Stadt laufen laufen die beiden miteinander und ich entweder voraus oder hinterher wie der Vollidiot des Tages. Er bringt die Kleine sogar noch in einem ewigwehrenden Ritual ins Bett, wofür sie meiner Meinung nach schon viel zu alt ist! Sie piept und maunzt rum und benimmt sich wie eine in meinen Augen 5-jährige und er macht es mit. Sie will von morgens bis abends das sich einer von uns ganz und gar um sie kümmert. Sie sorgt dafür das er und ich keinerlei Zeit mehr haben für uns! <br /> <br /> Ich hab mich um alles gekümmert, bin auf 30 Stunden runter das sie mittags nicht allein ist, aber das reicht nicht, sie verlangt das einer von uns stetig da ist! Wir können nicht mal alleine um die Ecke in die Videothek gehen ohne das sie beleidigt ist bzw mitkommt! Wenn wir auf eine Party OHNE Kinder eingeladen sind wird dies kontinuirlich abgesagt, denn entweder mit oder gar nicht! Fehlt eigentlich nur noch das er sie mit auf die Arbeit nimmt statt sie in die Schule zu schicken! <br /> <br /> Hilfe was soll ich nur tun?
     


  2. usagimoon

    usagimoon sadness

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    Sorry, aber so ist das nun mal mit Kinder.Mehr kann ich dazu nicht sagen und will ich auch gar nicht.

    Liebe Grüße
     


  3. Baghi

    Baghi Neues Mitglied

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    Sehe ich nicht so, denn ich sehe in der Familie Kinder die weitaus weniger verhütelt werden als er das tut. Die meisten hängen auch nicht den ganzen Tag an einem Erwachsenenrockzipfel. Sie ist 11 und nicht 5
     
  4. Liliki

    Liliki Mensch

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    Hallo Baghi,

    Willkommen hier und :druecker für eine gute Lösung.

    Ich drösel das mal auf, weil meine "eigentliche" Arbeit im Internet gerade an einem Serverumbau hängt und ich die beschriebene Situation gut kenne mit den Kindern meines Partners ;-)

    Du selbst hast keine eigenen Kinder und bisher nie mit Kindern gelebt? Das ist die allergrößte Lebensumstellung, die es für einen (erwachsenen) Menschen gibt und
    als solche braucht sie viel Zeit, Geduld, gute Nerven und ab und an auch jede Menge Frusttoleranz!

    Ich stimmt nicht ganz mit Usagimoon überein, "dass das mit Kindern eben so ist". Keines meiner 3 Kinder (heute 12-22) verhält sich so. Wenn ein Kind sich seines Platzes im Herz und Leben seiner Familie sicher ist, braucht es nicht 24 Stunden am Tag die Zusicherung, immer und überall die Nummer1 zu sein, sondern kann auch Raum geben für eigene Aktivitäten und Nähe der Erwachsenen.

    Offenkundig hat dieses Mädchen diese Sicherheit nicht - und Dein Freund hat sie offenkundig auch nicht in sich. Inwiefern eine traumatische Trennung der Eltern, schlechtes Gewissen und ungelöste Konflikte eine Rolle spielen, kann ich ja von hier aus nicht beurteilen, aber ich würde an Eurer Stelle reden! Reden reden reden ... vielleicht unter Zuhilfename eines Profis, sprich: Mediation oder Paarberatung.

    Ganz klar erkenntlich: Du fühlst Dich stark zurück gesetzt. Wenn man "Zurücknehmen" wegen mangelnder Übung (weil man noch nie mit Kindern gelebt hat) nicht so gut aushalten kann, wird das schmerzen ... also müsste Dein Freund von Dir wissen, dass und wie weh das tut. Erstmal völlig "wertfrei" und ohne Vorwurf; denn für Deine Schmerzen bist erstmal Du verantwortlich.

    Vielleicht reflektierst Du mal, was und wo es am schlimmsten ist. Wann Du es gut aushalten kannst und wann nicht. Wieviel davon "Deine Geschichte" ist und wie andere Beziehungen zu Männern verlaufen sind, wenn das Problem "Zurückgesetzt werden" auftauchte.

    Wenn Du Glück hast ( lieber Hilfe suchen!) ist Dein Freund genauso ehrlich, was seine Motive angeht und bereit, mit Dir gemeinsam in kleinen Schritten an dieser Situation etwas zu ändern.

    Um einem Kind in kleinen Schritten eine Veränderung beizubringen, muss man selbst sehr sicher sein, wohin man will und wie man dieses Ziel erreichen will. Wenn man das nicht genau weiss, fühlen die Kinder nur die Verunsicherung und werden eher noch unruhiger ...

    Diese Situation lässt sich sicher ändern, wenn Ihr es beide wollt. Kann aber ein Stück Arbeit werden, wenn zB die Mutter des Kindes alle Maßnahmen auf Eurer Seite "sabotiert", indem sie das Mädchen immer wieder "aufhetzt" dazu, der Vater solle sich ständig um sie kümmern!
    Entwedre um ihr eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen oder Dich als "fremde Frau" heraus zu drängen --- solche Konstrukte können sehr komplex sein und jede Menge langwieriger Arbeit.

    Ob Du dazu bereit sein könntest, liegt einzig an Dir ...

    :druecker Lili
     
  5. Baghi

    Baghi Neues Mitglied

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    Danke, das hört sich doch schonmal so an als sei ich nicht völlig irre!

    Ich bin auf Arbeit und von daher gab ich nur einen groben ausschnitt von all dem. Aber ja Du hast recht ich habe keine Kinder. Mehr noch mit diesem Mann hätte ich ernsthaft Angst weitere Kinder in die Welt zu setzen, denn ich fürchte das UNSER Kind immer hinter ihr anstehen müsste und nie den gleichen Stellenwert hätte wie sie.
     
  6. Liliki

    Liliki Mensch

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    Hallo Baghi,

    Ich hatte mal ein längeres Gespräch mit einem sehr erfahrenen Kinder-Psychotherapeuten, dem ich meine Situation mit den Kindern meines Partners schildern durfte (die Kinder kommen nur in den Ferien zu uns, zeigen aber die Verhaltensweisen, die Du auch schilderst) und der hat mich sehr entlastet, indem er mir sagte, das sei objektiv eine maximal schwierige Aufgabe, die man nicht "schaffen" müsse. Er könne gut verstehen, wenn man eine Beziehung mit einem Vater in dieser Konstellation nicht "schaffen" könne.

    Das ist jetzt 2 1/2 Jahre her und wir "schaffen" es immer noch gut ;-) - zum einen, weil ich mit Kindern (und auch mit "schwierigen" Kindern) an sich einfach viel Lebens-Erfahrung habe, zum anderen, weil wir uns Hilfe gesucht haben und zum dritten, weil wir immer im Austausch bleiben.

    Aber: einfach ist es noch zu keiner Zeit gewesen, wobei ich immer glaube, bei uns wäre es einfacher, wenn auch nur eines der Kinder mit uns leben würde. Dann hast Du an sich mehr Möglichkeiten, Kinder "vernünftig" zu prägen und ihnen die Dinge beizubringen, die sie brauchen, um sich anders verhalten zu können; denn die Kinder leben ja meist nur aus, was ihnen beigebracht und vorgelebt wurde.

    Ob ich das durchgehalten hätte, wenn ich keine eigenen Erfahrungen mit Kindern gehabt hätte? Ich wage es zu bezweifeln; denn wenn das eigene Schmerzlevel hoch ist, kann man es uU kaum aushalten, ständig auch "relativ brutal zur Seite gestoßen zu werden" ...

    Für mich hat das mit Kindern aus einer solchen Konflikt-Konstellation (die ich mal vermuten würde ...) eine fühlbar andere Energie, als "Kinder, die sich nur blöd verhalten" oder einen schlechten Tag haben. Oft sind diese Kinder geprägt als "Mittel zum Zweck" und haben damit nirgendwo einen wirklich sicheren Platz im Leben. Den müssten sie erstmal haben dürfen, was nicht gut klappt, wenn ein Erwachsener an ihrer Seite durch die Umstände ständig Schmerzen hat und leidet ... da beisst sich die Katze oft in den Schwanz.

    Viele Patchwork Beziehungen haben aus meiner Sicht ein hohes Maß an "Paradox" auszuhalten und man muss sich gut abgrenzen können ;-)


    :druecker und frohes Schaffen,

    Lili
     
  7. Enterprise

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    Nicht Paradox, Lili, eher "Schizo" ... :bye:
     

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