Frage - Waldorfschule Pro Contra!

Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens. Erfahren Sie im Forum Schule, wie Sie Ihr Kind für die Schule begeistern. Ihr Kind hat Probleme mit den Lehrern? All dies ist häufiger als Sie vielleicht denken. Außerdem: Klassen- und Ferienfahrten. Stichworte: Vorschule, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Lehrer, Gesamtschule, Waldorfschule.

Dieses Thema im Forum "Schule + Grundschule" wurde erstellt von Funsurver, 14 Dezember 2003.

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  1. Funsurver

    Funsurver Guest

    Hallo!

    Ich bin ganz neu hier und möchte erst mal ein HALLO in die Runde geben.

    Wie soll es anders sein, habe ich auch gleich eine Frage!

    War einer von Euch Waldorfschüler oder hat jemand seine Kinder auf der Waldorfschule?

    Bin am überlegen, ob ich meinen Sohn dort hinschicken soll und suche Vor und Nachteile!

    Danke Euch im Vorraus für Eure Mühe
     


  2. ich war auf ner waldorfschule ich sag nur ist viel besser als die stadtliche beruhigender und die machen einfach andere sachen ich kann es nur empfälen
     


  3. Carola

    Carola Moderatorin Schule Mitarbeiter

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    Die Waldorfpädagogik verfolgt in dem Sinne einen ganzheitlichen Ansatz, als dass dem Wahrnehmen und Empfinden neben dem Erklären und dem Kognitiven ein ganz großer Stellenwert eingeräumt wird. Geist, Seele und Körper gleichermaßen anzusprechen ist der Anspruch. So werden beispielsweise Fremdsprachen von der ersten Klasse an gelehrt, allerdings nicht mittels Grammatik, sondern unter anderem im Rahmen von Singspielen, Szenen und Gedichten, die Aussprache, Mimik, Musik und Tun verbinden. Die Buchstaben, verstanden als Bausteine der Schrift und der Sprache, werden nicht als abstrakte Zeichen, sondern als lebendige Bausteine begriffen; ähnliches gilt auch für die Ziffern und Zahlen. Gerade in den unteren Klassen werden Waldorflehrer vermeiden, den Lehrstoff abstrakt und rein intellektuell zu vermitteln. Mit aus diesem Grunde lernen Waldorfschüler Lesen und Schreiben später als Schüler an Regelschulen. Ein anderer Grund mag darin liegen, dass die Waldorflehrer äußerst sparsam sind, wenn es darum geht, Schulbücher einzusetzen; vielmehr erarbeiten sich Lehrer und Schüler ihre Epochenhefte, die ihnen als Nachschlagewerke dienen, selber. Die Waldorfschule entspricht somit eher einer „lebendigen Lernwerkstatt".
    Die vielfältigen Materialien bieten den Lehrpersonen natürlich viele Möglichkeiten und können aber auf Kinder auch ablenkend wirken. Ob Regelschule oder Waldorfschule, würde ich deswegen von Kind zu Kind anders entscheiden. Ebenso muss die Schule natürlich auch die Konzepte einwandfrei durchsetzen. Was ich beschrieben habe ist die Theorie, die hinter der Waldorfschule steckt und die ist leider nicht immer so auf jede Schule übertragbar. Also: Schulen genau unter die Lupe nehmen. Konzepte durcharbeiten und das Kind genau beobachten. Wo liegen Interessen und Neigungen? Was möchte das Kind? Welche Arbeitsweisen bevorzugt es? Erst danach würde ich das Gespräch mit den Lehrpersonen suchen. Dies kann natürlich auch nur beratenden Charakter haben. Und zur Not, kann man ja auch noch mal wechseln!
     
  4. dorilly

    dorilly Guest

    hallo in die runde :)

    meist lese ich nur in den foren hier, doch gerade dieses thema interessiert mich zur zeit brennend.

    meine tochter (9 jahre, 3. klasse) besucht eine regelschule. sie ist diagnostizierte adslerin mit dem hang zur hypoaktivität. lernen hat sie bisher meist immer begeistert, vor allem kunst, musik, sachkunde und mathematik. leider läßt diese lust immer mehr nach, so klagt sie seit einiger zeit häufig über kopfschmerzen und übelkeit und ich mußte sie im letzten halbjahr schon zweimal aus der schule abholen. ein konstruktiver austausch mit ihrer klassenlehrerin ist leider nicht möglich, da die gute ALLES, was nicht normgesteuert läuft, als erziehungsfehler sieht. ich war so naiv zu glauben, daß der austausch zwischen lehrer und elter genauso hervorragend weiter laufen würde wie im kindergarten oder im hort, da töchting so gut wie nichts von ihren erlebnissen "freiwillig" erzählt.

    was ich bisher im net zu waldorfschulen recherchiert habe, läßt mich hoffen, daß dies die geeignete schulform für meine schnegge sein könnte. allerdings benötigt sie eine feste struktur in der sie mit "langer leine" laufen kann, kontrolle nach verrichtung ihrer aufgaben und positive kritik und motivation, wenn es mal nicht so geklappt hat. der intelligenztest bei der adsdiagnose hat ergeben, daß sie nur im räumlichen sehen unterdurchschnittlich ist, alles andere druchschnitt und drüber. das potential auch das abitur zu bestehen ist also vorhanden und ich wäre sehr traurig darüber, wenn sie nur wegen ihrer langsam- und andersartigkeit dieses nicht ausschöpfen könnte.

    kann mir jemand sagen, ob die waldorfschule einem menschlein dieser art eher gerecht werden kann als eine regelschule?

    grüßlies,
    dorilly
     
  5. Katrin

    Katrin Guest

    Mich würde auch mal die finanzielle Seite interressieren.
    Muß man die Waldorfschulen nicht selber bezahlen? Hab nämlich auch schon mal über diese Möglichkeit für meine Kinder nachgedacht.
    Gruß Katrin
     
  6. Regina 1

    Regina 1 Guest

    Hallo dorilly,

    habe vor 2 Jahren genau deswegen Kontakt zu einer Wadorfschule aufgenommen. Unser Sohn ist auch ein Hypo, auf der OS kam die ganze Dramatik zum tragen. Er wurde immer unglücklicher, die Leistungen zogen an und er kam vom Tempo nicht so richtig mit. Er tat uns nur noch Leid und wir suchten nach einer Lösung.

    Ich rief in der nächsten Waldorfschule an, bekam dort wirklich gute und brauchbare Hinweise, aber vor allem das Angebot - mit einer Mutter einer Waldorfschülerin mal in Kontakt zu treten. Sie waren alle sehr hilsbereit und bemüht, ich wurde zum Kaffee, nein es war Grüner Tee, eingeladen.

    Die Mutter erzählte nur Gutes und ich ahnte, das die Waldorfkinder weniger Druck und mehr Spaß in der Schule erleben dürfen. Doch die Tochter ging von Anfang an in diese Schule. Meiner war schon 5 Klasse Regelschule.

    Ein sehr großer Schwerpunkt wird dort auf den musischen Bereich gelegt. Die Kleine spielte schon 3 anspruchsvolle Instrumente, bei unserem Sohn vielen Musikstunden grundsätzlich aus.

    Könnte er sich da noch einleben? Es ist ein vollkommen anderer Ablauf im Unterricht. Ich bekam bestätigt, das ein großer Wert dort auf Elterninitiative gelegt wird. Auch gut, ich könnte es leisten, doch die Schule ist 50 Km entfernt.

    Letztendlich sind wir davon abgekommen weil wir glaubten, das unser Sohn schon durch die Regelschule zu "verdorben" sei. Die Kunst- und Musikstunden vielen ja meist flach und das ist bei Waldorf nunmal ein großer Bereich.

    Die Waldorfamilie, die ich kennenlernen durfte öffnete mir auch die Augen in einem anderen Bereich. Sie lebten total anders als wir, keinen Fehrnseher, keinen Computer, keinen Kaffee, dafür einen Flügel zum musizieren. Ich weiß nun nicht ob das typisch Waldorf ist, doch ich hatte Angst das mein Sohn da genauso wieder ein "sonderfall" ist, denn er hat Compi, Playstation und mag Cola.

    Gruß

    Regina
     
  7. also meine mutter musste einiges zahlen nur die arbeien da sehr gut mit dir mit wenn du nicht klar kommst helfen sie dir und so
     
  8. dorilly

    dorilly Guest

    hallo regina,

    die os wird ja nun abgeschafft, ob das nun gut oder schlecht ist vermag ich allerdings nicht zu beurteilen. zu meiner grundschulzeit gab es die os auch nicht und da ich ebenso wie töchting ein spätzünder bin, ging ich erst mit der 7. klasse aufs gymnasium.

    was für ein lerntyp ist dein sohn? meiner tochter hilft es immer sehr, wenn ich ihr wissen visualisiere. heißt, wir benutzen z.b. die lernbox vom aol-verlag. man arbeitet hier mit einem 5 fächer karteikartensystem und kann eben genau sehen, was man schon alles gelernt hat. es ist immer wieder eine freude das strahlen des kindes zu sehen, wenn die kärtchen in das nächste fach wandern. diese methode kann ich nur wärmstens empfehlen.

    das habe ich mir für diese woche auch vorgenommen und hoffe auf eine ähnliche bereitschaft.

    bei meinen persönlichen "umfragen" im bekannten- und kollegenkreis habe ich gutes wie "schlechtes" über waldorfschulen gehört. ich denke, es werden auch vielfach nur vorurteile gepflegt, denn auf meine penetranten fragen bekam ich vielfach nur plattheiten zur antwort.

    das lerntempo und den druck für die heutigen grundschüler läßt mich nur noch kopfschütteln. wie sollen die kinder in solch einer atmosphäre die lust am lernen behalten? lernen war für mich immer aufregend und spannend - naja, bis auf mathe, physik und chemie :D - und ich hatte das glück auch überwiegend auf lehrer aus berufung zu treffen. ich denke schon, daß allein aus dem konzept der waldorfpädagogik es weit eher gegeben ist auf lehrer dieser art zu treffen.

    auch dies kommt dem temperament meiner schnegge sehr entgegen, denn sie singt sehr gern und spielt in der theater-ag mit. in diesem jahrgang wurde an unserer schule aufgrund der projektwoche des letzten jahres eine trompeten-ag eingerichtet, die von der kreismusikschule geleitet wird. hätte meine tochter auch gern gemacht, allein - die zusätzlichen kosten von 36 teuronen monatlich sprengten dann doch mein damaliges buget.

    hast du auch in erfahrung bringen können, ob und wieviele stunden an dieser schule ausgefallen sind? es erschreckt mich immer wieder, wenn ich höre wie viele stunden nicht gegeben werden. *grusel*

    kommt ja immer drauf an WANN die initiative gefordert ist. ich bin seit heute jetzt auf volle stelle mit 40 wochenstunden gegangen und da wäre elternarbeit eh nur am wochenende möglich. die entfernung zur schule wäre bei uns auch nicht das große problem, mit einem mittleren umweg liegen sogar beide waldorfschulen auf meinem arbeitsweg.

    hmm... "verdorben"? sind kinder dieses alters nicht doch noch sehr anpassungsfähig? ein instrument kann man doch in jedem alter noch erlernen, dauert eben nur ein bisserl länger dann. mein wunsch war es schon immer klavier zu spielen udn ich werde mir diesen traum eines tages auch erfüllen und meine nachbarn dann zur verzweiflung treiben. :gap
    wie macht sich dein sohn denn mittlerweile auf der regelschule?

    :rofl also unser fernseher ist meist ausgeschaltet, dafür läuft mein compi umso länger, wie man gerade wieder sieht. töchtings compi steht auch eher nur zur zierde auf dem schreibtisch, denn ich habe in ihr eine kleine wildsau, die auch gern draußen spielt. kaffee geht gleich intravenös bei mir und cola schäumt uns zu sehr im mund. so, und raucher bin ich auch noch. es kommt meines erachtens nur immer auf die richtige dosierung all der übel an und auf das selbstbewußtsein seine "andersartigkeit" anzunehmen. ;D ich denke, ich laß mich mal überraschen von der andersartigkeit der waldörfler, evtl. finden sich da doch eine menge gemeinsamkeiten bei aller individualität.

    grüßlies udn danke für dein feedback,
    dorilly
     
  9. Regina 1

    Regina 1 Guest

    Hallo dorilly,

    die Antwort wird wohl etwas länger :gap bemühe mich, es so kurz wie möglich zu fassen.

    Zuerst mal vorneweg, wir hätten vor 2,5 Jahren 380,00 DM Schulgeld bezahlen müssen. Dazu kommen dann noch Arbeitsstunden die jedes Elternteil leisten muß. An diesen Schulen leisten die Kinder und Eltern alles was an Arbeit aufkommt. Schule reinigen, Gartenanlagen pflegen aber auch alle anfallenden Reparaturen sollen von den Eltern geleistet werden. Kann man aus Zeitmangel oder Mindertalent diesen Einsatz nicht bringen, zahlt man halt mehr!

    Nun zu der Frage welcher Lerntyp ist mein Sohn, er ist halt der typische Hypo. Er braucht für alles viel zu lange. Die Zeit an der Schule reichte nie, damit er neu erlerntes verinnerlicht. Außerdem befindet er sich oft "Irgendwo" auf träumerischen Reisen. Wenn man ihn nicht früh genung zurück holt, dann ist so eine Schulstunde schon vorbei und er hat noch nicht einmal das Buch aufgeschlagen :D Da ich nicht berufstätig bin, mein Mann auch die meiste Zeit im Haus verbringt (Selbstständig) konnten wir immer alles auffangen und nacharbeiten. Er hatte dann auch die letzten 2 Jahre einen Lehrer, der ihm privat 2x die Woche Navchhilfe gab, aber so recht gefruchtet hat es auch nicht.

    Sein OS Abschluß war mittelprächtig, trotz aller Probleme, so reichte es für die Realschule. Diese besucht er nun seit diesem Schuljahr. Doch es kam recht schlimm für ihn. Nichts ging mehr. Alles neu, die Lehrer, die Schüler, das Tempo zog an und er machte dicht. Selbstschutz, doch der funktioniert nicht immer. Schon kurze Zeit später, es kamen nur 5en für seine Arbeiten, eskalierte es total. Sein Frust wurde so groß, er tat und tut mir nur Leid. Er will ja lernen, er will ja sein Ziel erreichen (möchte zum BGS), doch wenn alles immer nur Kampf ist, wie dann noch motivieren? Also suchten wir uns einen Arzt, um erneut einen Test zu machen. Er wurde mit 9 Jahren getestet, viel bei einigem überdurchschnittlich aus, bei anderem unter dem Durchschnitt. Visuell hat er auch ein Defizit, und alles was mit Mathe zu tun hat ist äußerst schwierig.

    Am Freitag diese Woche haben wir endlich das Abschlußgespräch. Ich bin nun auch soweit, ihn mit Medis behandeln zu lassen. Nicht, weil er in der Schule leisten muß, sondern hauptsächlich für ein Leben mit Selbstwertgefühl!! Denn das hat er seit er in die Schule kam, verloren. Er findet sich nur doof, er glaubt das ihn keiner mag..............! Und ehrlich, ich kann seine Gedanken verstehen, denn immer der letzte zu sein macht nun mal keine Freunde. Aber er hat dafür in der Schule häufig die Lacher auf seiner Seite X(

    Bekommt Deine Medis?

    Nun noch mal zur Waldorfschule pro und contra. Ne, für unseren Sohn wäre es nichts gewesen. Denn er hat ja auf Grund der negativen Erfahrungen keinerlei Selbstbewußtsein. Theater spielen, er hätte sich versteckt. Musikinstrumente, im Leben nicht. Die anderen könnten bei einem falschen Ton ja wieder lachen. DAS MEINTE ICH MIT "VERDORBEN DURCH DIE REGELSCHULE"

    Wie schon von Carola beschrieben, haben die Kinder an der WSCH nicht die typischen Lehrbücher. Sie erarbeiten das meiste in ihren Schulheften. Die Mutter, die mir Einblick in die Schule gab, zeigte mir auch die Hefte ihrer Tochter. Ich war echt beeindruckt. Sie waren wunderschön. Jeder Text war reich mit Ornamenten und Blumen, von dem Mädchen verziert. Jedes Heft ein kleines Kunstwerk. Mein Sohn bekam in der dritten Klasse eine 5 in Kunst im Zeugnis. Ich sprach die Lehrerin an, sie erklärte mir das er im gesamten Schulhalbjahr kein Bild gemalt hatte. Klasse :wand , sie hätte mich ja mal informieren können :angryfire . Der Gedanke, das mein Sohn jede Woche, 2 Doppelstunden im Kunstunterricht nichts machte, brachte mir nicht nur Wut sondern vordergründig Traurigkeit. Wie mochte er sich wohl gefühlt haben. 'Er konnte es damals recht gut begründen. Er sagte uns, das seine Bilder nie so schön werden wie die, der anderen. Aber vor allem wurden sie nie fertig. Deswegen entschied er sich dafür nichts mehr zu machen.

    Wenn du deine Tochter an die Waldorfschule bringen möchtest, dann mach es bevor auch sie zuviel negatives erlebt hat. Es ist bestimmt ein Versuch wert, auf der anderen Seite steht da der Gedanke............... Auch dort unterrichten nur Menschen, auch dort sind Kinder Kinder. Wird es soviel anders sein ?(

    Tut mir Leid, das es ein Roman wurde

    Grüße

    Regina
     
  10. Galaxie

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    Dies ist das Thema Waldorfschule Pro Contra!
     
  11. Tristan98

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    Hallo zusammen,

    wir haben momentan 3 Kinder auf einer Waldorfschule und ich kann nur sagen:
    Ich würde es nie wieder tun.

    Ich kann natürlich nur von unserer Schule sprechen, aber das was ich da erleben durfte, hat meine Vorurteile (wie meine Frau es früher nannte) voll bestätigt.

    Die Klassen sind teilweise so gross, dass die Lehrer gar keine Chance haben auf lernschwache Kinder einzugehen. Wenn man sie auf Probleme anspricht wird alles durch die rosa Brille geschildert und abgewiegelt.
    Sicher sind auf Regelschulen die Klassen auch zu gross, aber die verfolgen auch nicht den anthroposophischen Ansatz und man zahlt auch nicht soviel Geld dafür.

    Wenn man dann merkt, dass eine Regelschule vielleicht doch besser wäre, ist das mit dem Wechseln eben nicht so einfach, wie man sich das vorstell, da sich der Stoffplan von Waldorschulen doch erheblich von dem einer Regelschule unterscheidet.

    Mein Rat: Wenn zu erwarten ist, dass ein Kind in der Schule Probleme hat, auf keinen Fall Waldorf.

    Einen kleine Schilderung zu diesem Thema hätte ich noch hier falls es interessiert.

    Grüsse Tristan
     
  12. Tristan98

    Tristan98 Neues Mitglied

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    noch ein kleiner Nachtrag:

    An unserr Schule ist es mehr als einmal vorgekommen, dass lernschwache oder verhaltensauffällige, also unbequeme Kinder, abgeschoben wurden.

    Auch wenn in den Satzungen der Waldorfschulen steht, die Kinder werden ganzheitlich betreut und dort abgeholt, wo sie ihrer Entwicklung gemäss stehen.

    Zum Theme Beitrgszahlungen noch soviel, sicher ist man entgegenkommend, wenn die Beiträge nicht in voller Höhe bezahlt werden können, aber wenn Probleme mit dem Kind auftreten und eine Abschiebung droht, stärkt es die Verhandlungsposition sicher nicht, wenn man nicht den vollen Beitrag bezahlt.
    Dies würde natürlich nie jemand offen zugeben, aber von den weggemobbten Schülern, die uns bekannt sind, sind auffällig viele Eltern keine Vollzahler.

    Aber wie gesagt, ich kann nur von einer bestimmten Waldorfschule sprechen, möglicherweise gibt es bessere, allein mir fehlt der Glaube.

    Grüsse Tristan
     
  13. pampam

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    meine mutter hat mir diese frage gezeigt und da muss ich einfach mal sagen wie ich das sehe. Ich bin selbst auf eine regelschule gegangen und besuche jetzt die 8. Klasse eines gymnasiums oft wird es so dar gestellt als würden die lehrer dich an einer regel schule alleine mit deinen problemen lassen. Bei mir wurde in der 6. klasse eine lese rechtschreib schwäche festgestellt und trotzdem komme ich super zurecht und bin auch nnicht unter druck. Ein Verwanter von mir besucht eine Waldorfschuhle und was er mir immer erzählt klingt so als würden die lehrer ihre schüler für vollkommen blöd halten. Bei uns an der schuhle heist es leider auch immer dass waldorfschühler dumm sind. daran sihet man dass diese schuhlen leider unter kindern einen sehr schlechten ruf haben
     
  14. CorinnaUndClemens

    CorinnaUndClemens Neues Mitglied

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    Waldorfschule. Wo fange ich an. Ich arbeite an einer Waldorfschule als Klassenlehrerin mit Wahlfach Spanisch. u ersteinmal, Waldorfschüler sind nicht dumm! Viele unserer Schüler verlassen die Schule nach G9, also Klasse 13. mit dem Abitur und studieren dann an ganz gewöhnlichen Hochschulen. Selbstverständlich muss nicht jeder das Abitur machen. Einige Kinder machen bei uns den Haupt-, Real, oder Fachhochschulreife. Alles gute Abschlüsse mit denen man etwas anfangen kann, wenn die Noten und die Ziele stimmen. Ein Landschaftsgärter braucht kein Abitur, ein Arzt sehr wohl. Man muss wissen was man werden möchte um ein Ziel zu verfolen und erfolgreich zu sein.
    Ja, Waldorfschulen kosten Geld. Alle Privatschulen erheben Schulgebühren, die Waldorfschule auch. Die Lehrer werden nicht vom Staat bezahlt, wie an den Regelschulen, daher ist das Schulgeld schon angebracht. Immerhin unterrichten wir eure Kinder. Bildung kostet Geld.
    An der Regelschule werden Kinder mit ihren Problemen nicht alleine gelassen, genauso wenig wie an Waldorfschulen. Die Schulklassen an Waldorfschulen sind etwas größer, dafür ist die Bindung zum Klassenlehrer höher. Das dürfte das Verhältniss ausgleichen.

    Der Wechsel zwischen den einzelnen Systemen ist schwierig, allerdings ist der Wechsel zwischen z.B. Realschule und Gymnasium auch schwierig, da der Lehrplan erst ab 2015 miteinander kompatiebel und abgesprochen ist. Theoretisch war ein Wechsel möglich, praktisch nicht. Der Wechsel von Waldorfschule und Regelschule ist ebenfalls nicht ganz einfach, da es keine Noten gibt die die Regelschule verlangt um angenommen werden zu können.
     

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