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Idee/Tipp - wer hat ne kreative idee für eltern-kind-dialog (seminar-arbeit)???

Plaudern ohne festes Thema? Sich nett unterhalten über dieses und jenes? Dann ist dies das passende Forum für Ihre Beiträge.

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von chaotine, 18 Mai 2008.

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  1. chaotine

    chaotine Guest

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    hallo ihr alle :)

    kriege gerade muffensausen und bin durch mein töchterchen so vereinnahmt und ausgepowert, dass jegliche kreativät am abend auf der strecke bleibt :hae? ...

    es geht um folgendes: studiere ja sozialpädagogik und muss im seminar "pädagogik" einen schein machen. habe mich für die möglichkeit entschieden, eine kreative leistung zu erbringen in form eines kreativen texts (für den ich leider nur noch 2 wochen zeit :wand habe)

    hatte die idee einen fiktiven dialog zwischen elternteil und kind zu schreiben. eine bestimmte alltagssituation möchte ich 4mal wiederholen: jedes mal mit einem anderen erziehungsstil.

    zb erst anti-autoritär, dann autoritär, laissez-faire und demokratisch

    doch was könnte das für eine situation sein? an welchen einfachen alltags-diskussionen/gesprächen zwischen eltern und kindern kann man die unterschiede der erziehungsstile verdeutlichen????

    was sind eure erfahrungen? habt ihr skurille situationen auf dem spielplatz erlebt? und wenn es noch so klischeehaft ist, immer her damit. oder ein buchtipp? oder eigene ideen? :wow

    ich hoffe mein anliegen ist verständlich und wenn jemand von euch auch nur den funken einer idee hat, und diesen vielleicht zu mir überspringen lassen würde- würde ich mich riiiieeesig freuen!

    vielen dank und liebe grüße
    chaotine


  2. Birgit

    Birgit EF-Team Mitarbeiter

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    wie alt soll das Kind sein?
  3. User 6

    User 6 Guest

    Zimmer aufräumen - immer für einen Streit gut...
  4. chaotine

    chaotine Guest

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    hallo birgit!

    juchhu eine antwort! :anbet

    das alter ist eigentlich egal. wenn es wirklich ein dialog werden soll, muss das kind sich halt verständlich machen können, sprechen und argumentieren, also 5-17 würde ich pauschal sagen

    aber ich bin noch nicht festgelegt!

    hast du eine idee?
  5. Birgit

    Birgit EF-Team Mitarbeiter

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    5-17 Jahre da gibt es Themen ohne Ende

    Hausaufgaben machen
    Mithilfe im Haushalt
    pünktlich zu Hause sein
  6. honeyyy

    honeyyy Guest

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    ...Zähne ordentlich putzen
    ...Schuhe , Jacke, Schulranzen NICHT im Flur rumliegen lassen
    ...Gemüse kann man durchaus essen
    ...nicht stundenlang fernsehen
    ...Taschengelderhöhung


    ....hach Gott, da gibts soooooooooooooooo viel....
  7. Mamimelli

    Mamimelli Guest

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    mir fällt da spontan die Situation "Einkaufen gehen ein" als meine Maus noch klein war hat sie sich mitten im laden auf den Boden geschmissen..heute schmollt sie bis wir drausen sind, wenn sie was nicht bekommt. Vielleicht meinst du auch sowas.


    LG Melli
  8. Lucky

    Lucky > vorsicht: jungmama <

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    ausgehzeiten!!!

    immer ein streitthema.

    oder: handy fürs kind - ja oder nein? auch eine streitfrage.

    vll. hilft´s dir ja. viel glück :druecker
  9. Trudi

    Trudi Guest

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    Hallo,

    also ich hätte ganz spontan auch ans Einkaufen gedacht.....
    Ist zwar ein Typisches Thema....
    Aber da kannst Du Dich ziemlich austoben, was verschiedene Erziehungsstile betrifft.
    Zumal die Öffentlichkeit auch involviert ist, was das Thema und Reaktion Mutter / Kind sehr spannend macht.

    Auf jeden Fall viel Erfolg und für was Du Dich auch immer entscheidest - schnell an den PC gesetzt und los getippt! :druecker

    Lieben Gruß,
    Claudia
  10. chaotine

    chaotine Guest

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    ihr seid so super!!!!! danke.

    gute ideen :)

    du hast recht claudia, ich werd mich jetzt mal sofort ran setzen und einfach drauf los tippen!

    weitere vorschläge immer gern.
  11. Birgit

    Birgit EF-Team Mitarbeiter

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    und wie weit bist du schon :schuettel
  12. chaotine

    chaotine Guest

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    huhu birgit.
    aaaalso, lachst du mich aus oder an???

    ob dus glaubst oder nicht :banane: ich habe tatsächlich einen anfang gefunden.
    (war zur uni gedüst um dann festzustellen, dass das seminar ausfällt. dann habe ich die gunst der stunde genutzt, um mich sofort gezwungen mal zur potte zu kommen)

    auch wenn ich noch nicht sonderlich zufrieden bin. finde die dialoge momentan relativ banal und nicht "anspruchsvoll" genug, frage mich was die mitstudenten dabei großartigen für nen gewinn haben.

    egal. da ich viele der ideen gut finde, dachte ich heute morgen spontan an eine alltägliche situation wie ein gemeinsames frühstück, da man da die verschiedensten konflikt-themen einbauen könnte. momentan habe ich erstmal ein grundgerüst. erstmal nur zu jedem der 3 erziehungsstile ein kurzes gespräch mama-sohn.

    warte, kanns ja kurz reinkopieren, hochladen lässt es sich leider nicht (falsches format) ... dann kannst du /könnt ihr sagen, ob es authentisch ist, bzw ob man manches noch "typischer" formulieren könnte etc ... achso k ist kind und m ist mama ...

    1. szene: Laissez-faire Erziehungsstil


    K: Mama, mir ist langweilig.

    M: (abwesend) Hmmmm…

    K: Langweilig ist soooo doof !!!

    M: (abwesend) Ja, Mäuschen.

    K: Guck mal, Mama, ich kann den ganzen Becher Kakao austrinken,
    ohne ihn festzuhalten…

    M: Hmmmm….

    K: Guck Mama, nur so mit dem Mund aus dem Becher, ohne
    festzuhalten, ohne festzuhalten, Mama.

    M: (desinteressiert) toll Schatz

    K: Mama, mir ist langweilig

    M: (abwesend) Achso, ja?

    K: Mama, im Kindergarten, der Leon hat dem Tim gesagt, er ist jetzt
    nicht mehr dem sein Freund und dann hat der Tim geweint.

    M: Aha, hmmm

    K: Aber Mama, das ist doch traurig, wenn der Tim weint, stimmt´s.

    M: (gelangweilt) Ja … traurig …

    K: Findest du das auch doof, Mama, dass der Leon jetzt nicht mehr dem
    Tim sein Freund ist? Das ist doch gemein, stimmt´s Mama?

    M: Hmmm.

    K: Mama, ich mag mein Brötchen nicht mehr aufessen. Das ist eklig.

    M: Okay.

    K: Kann ich nur Nutella? Mit dem Löffel?

    M: Ja, mach doch. Aber lass die Mama jetzt in Ruhe frühstücken, ja?

    K: Jaja ………………… Mama … mir ist langweilig

    M: Dann geh spielen.

    K: aber ich weiß nicht, was

    M: Dann such dir was.

    K: Aber mir ist soooo langweilig, Mama.

    M: Mäuschen, die Mama ist nicht dein Clown.

    K: (lacht) bist du ja doch! Die Mama ist ein Clown – die Mama ist ein
    Clown!

    M: (keine Reaktion)

    K: Mama, darf ich rausgehen?

    M: ja, mach mal, Mäuschen

    K: darf ich mit dem Fahrrad?

    M: ja, Schatz.

    K: ich fahre zum Waldspielplatz.

    M: super

    K: dann geh ich zur Höllenschlucht und dann bau ich einen Staudamm
    mit riesigen Felssteinen.

    M: reichst du mir mal die Butter?

    K: Mama, die Höllenschlucht ist ein riesengroßer Abgrund und da spukt
    es.

    M: Schön mein Schatz, dann fahr mal los … die Mama will jetzt in Ruhe
    Zeitung lesen

    K: (etwas traurig) ok --- tschüs

    M: Bis später, Mäuschen

    =============================

    Demokratischer Erziehungsstil



    K: Mama, mir ist langweilig.

    M: Mäuschen, aber wir sitzen doch gerade so schön gemütlich
    zusammen am Frühstückstisch!

    K: Langweilig ist soooo doof !!!

    M: Ja, Benny – das mag ich auch überhaupt nicht, wenn mir langweilig
    ist. Aber da fällt uns bestimmt was ein…

    K: Guck mal, Mama, ich kann den ganzen Becher Kakao austrinken,
    ohne ihn festzuhalten…

    M: (interessiert) echt?

    K: Guck Mama, nur so mit dem Mund aus dem Becher, ohne
    festzuhalten, ohne festzuhalten, Mama.

    M: (fröhlich) super! … und kannst du auch schon den Rest von deinem
    Brötchen aufessen mit nur 3mal beißen?

    K: Na klar – guck mal Mama, siehst du!

    M: Super, Benny. Du brauchst nämlich ordentlich was im Magen. Bis zum
    Mittagessen ist es heute nämlich noch lange hin.

    K: Mama, im Kindergarten, der Leon hat dem Tim gesagt, er ist jetzt
    nicht mehr dem sein Freund und dann hat der Tim geweint.

    M: Wirklich?

    K: Ja Mama - das ist doch traurig, wenn der Tim weint, stimmt´s

    M: Ja, das ist wirklich traurig …

    K: Findest du das auch doof, Mama, dass der Leon jetzt nicht mehr dem
    Tim sein Freund ist? Das ist doch gemeint, stimmt´s Mama?

    M: Weißt du, Benny, das ist manchmal so, dass man jemanden mag und
    Freundschaft schließt und sich irgendwann nicht mehr so gut
    versteht.

    K: weil man sich vielleicht streitet, zum Beispiel

    M: Ja, genau. Aber vielleicht vertragen sich die beiden ja bald wieder.
    Was hältst du denn davon, wenn der Tim so traurig ist, kannst du ja
    auch mit ihm spielen? Dann freut er sich bestimmt!

    K: Hmmm …. Du Mama, ich mag mein Brötchen nicht mehr aufessen.

    M: Nicht noch ein kleines Stück? Schau mal, du hast ja kaum was
    gegessen.

    K: Neee … Kann ich nur Nutella? Mit dem Löffel?

    M: Nein Benny, das ist viel zu ungesund ohne Brötchen.

    K: och bitte, Mama.

    M: Also pass mal auf, du isst jetzt noch 3 aaanz große Bissen von
    deinem Brötchen, und dann darfst du einen Löffel Nutella haben, ok?

    K: okay.

    M: Schön. Und die Mama liest jetzt mal in Ruhe diesen Zeitungsartikel…

    K: Mama, mir ist schon wieder soooo langweilig

    M: darf ich nicht den Artikel zu ende lesen? Der ist nämlich wirklich
    interessant

    K: (albern) blaa blaa blaaa blablabla blaaaa – (gekünstelt) das ist ja
    soooo schrecklich interessant ….

    M: Pass mal auf, Mäuschen, jetzt streng mal dein Köpfchen an. Worauf
    hast du denn heute am allermeißten Lust?

    K: (schmollt) weiß ich nicht

    M: (animierend) willst du rausgehen?

    K: darf ich mit dem Fahrrad?

    M: Na klar! Da müssen wir dann mal zusammen den Helm suchen.

    K: ich will zum Waldspielplatz.

    M: Na ist doch super.

    K: dann geh ich zur Höllenschlucht und dann bau ich einen Staudamm
    mit riesigen Felssteinen.

    M: Gute Idee. Dann pass mal auf. Die Mama liest jetzt in Ruhe ihre
    Zeitung zu Ende und du suchst schon mal den Fahrradhelm, die
    Gummi-Stiefel und die Matschhose.

    K: Juhuuuuuu…

    =========================

    Autoritärer Erziehungsstil

    K: Mama, mir ist langweilig.

    M: (abwesend) Hmmmm…

    K: Langweilig ist soooo doof !!!

    M: Essen, Benny!

    K: Guck mal, Mama, ich kann den ganzen Becher Kakao austrinken,
    ohne ihn festzuhalten…

    M: Sag mal, tickst du noch richtig?!

    K: Guck Mama, nur so mit dem Mund aus dem Becher, ohne
    festzuhalten, ohne festzuhalten, Mama.

    M: Benjamin, der Kakao läuft ja über den ganzen Tisch. Pass doch auf!

    K: (kleinlaut) Entschuldigung… Mama, mir ist langweilig

    M: Iss dein Brötchen und lass die Mama in Ruhe Zeitung lesen. Und pass
    bitte auf mit dem Kakao!

    K: Mama, im Kindergarten, der Leon hat dem Tim gesagt, er ist jetzt
    nicht mehr dem sein Freund und dann hat der Tim geweint.

    M: Aha, hmmm

    K: Aber Mama, das ist doch traurig, wenn der Tim weint, stimmt´s.

    M: Ordentlich kauen, Benny.

    K: Findest du das auch doof, Mama, dass der Leon jetzt nicht mehr dem
    Tim sein Freund ist? Das ist doch gemeint, stimmt´s Mama?

    M: Naja, vielleicht war der Tim ja auch nicht artig? Vielleicht hat der ja
    was angestellt.

    K: (nachdenklich) hmmm…

    M: wenn man nämlich immer nur unartig ist, dann mag einen irgendwann
    keiner mehr.

    K: …du Mama, ich mag mein Brötchen nicht mehr aufessen. Das ist eklig.

    M: Benjamin, ich sag´s nur einmal, das Brötchen wird jetzt aufgegessen.

    K: Kann ich nur Nutella? Mit dem Löffel?

    M: Benjamin, hör auf mich zu nerven. Es gibt kein Nutella. Und jetzt lass
    die Mama in Ruhe frühstücken

    K: (enttäuscht) jaaaaaa ………………… Mama … mir ist langweilig

    M: das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Sei froh, dass wir hier so ein
    schönes Frühstück auf dem Tisch haben. Du isst jetzt dein Frühstück
    und hörst sofort auf dich zu beschweren.

    K: …

    M: (fassungslos) sag mal wie sitzt denn du da? Setzt dich ordentlich hin
    und hör auf zu zappeln.

    K: … Mama, darf ich rausgehen?

    M: was willst du denn draußen?

    K: na spielen. Mit dem Fahrrad zur Höllenschlucht, einen Staudamm
    bauen.

    M: das ist viel zu gefährlich, Benny. Außerdem darfst da nicht alleine
    hin. Und die Mama hat jetzt keine Zeit. Ich muss einkaufen, Wäsche
    waschen und sauber machen.

    K: (nörgelt) oh maaaan

    M: du brauchst gar nicht so rumnörgeln, mein Freund. Und du könntest
    dich auch mal nützlich machen. Wenn ich mir dein Zimmer angucke, da
    stehen mir die Haare zu Berge. Du gehst jetzt aufräumen. Und du
    brauchst gar nicht wiederkommen, bevor du fertig bist!

    K: ist gut …
    aber Mama, wenn ich fertig bin, darf ich dann zum Waldspielplatz

    M: das werden wir dann sehen. Und jetzt geh, die Mama will
    Zeitung lesen.
  13. Kaethe

    Kaethe Guest

    Hallo chaotine! :bye:
    Habe mir das mal durchgelesen und finde es im Grunde ganz gut, aber wenn du erlaubst, dann möchte ich noch kurz ein paar Kleinigkeiten anmerken.
    Das erste Szenario ist für mich nicht unbedingt laisser-faire, eher ein negierender Erziehungsstil...die Mutter zeigt ja keinerlei Interesse am Kind. Sie lässt es sogar alleine zu einem offensichtlich gefährlichen Ort gehen. Es ist ihr egal, einer laisser-faire-Mutter ist ihr Kinder nicht egal, sie lässt ihm nur alles durchgehen, riskiert aber nicht unbedingt dabei das Leben des eigenen Kindes. ;D

    Das zweite Szenario am Anfang ist laisser-faire, finde ich. (wenn sie das Kind den Kakao trinken lässt, ohne dass es den Becher festhält.) Eine demokratische Mutter würde vielleicht sagen "Naja, pass auf, dass du nichts rausschüttest, trink doch einen Schluss ohne festhalten, dass ichs sehe und den Rest mit festhalten, der Geschmack ist der gleiche, oder?" :zwinker: Der rest ist aber demokratisch, finde ich.

    Naja...und zum dritten Szenario werde ich dir mal ein paar Vorschläge unterbreiten. Autoritär heißt nämlich nicht desinteressiert oder aggressiv und ungehalten...

    Autoritärer Erziehungsstil

    K: Mama, mir ist langweilig.

    M: (abwesend) Hmmmm…Iss schnell und dann suchst du dir eine Beschäftigung, ich helfe dir...aber zuerst ESSEN!

    K: Langweilig ist soooo doof !!!

    M: Essen, Benny!

    K: Guck mal, Mama, ich kann den ganzen Becher Kakao austrinken,
    ohne ihn festzuhalten…

    M: Sag mal, tickst du noch richtig?! Das glaube ich dir auch so...halt den Kakao fest, so wie es sich gehört!

    K: Guck Mama, nur so mit dem Mund aus dem Becher, ohne
    festzuhalten, ohne festzuhalten, Mama.

    M: Benjamin, der Kakao läuft ja über den ganzen Tisch. Pass doch auf! Was habe ich denn gerade gesagt? Nein heißt nein! Ja, sag mal.?..Willst du den Kakao fertig trinken oder willst du das Frühstück hiermit beenden? Überlegs dir gut!

    K: (kleinlaut) Entschuldigung… Mama, mir ist langweilig

    M: Iss dein Brötchen und lass die Mama in Ruhe Zeitung lesen. Und pass
    bitte auf mit dem Kakao! Dann iss dein Brötchen und danach reden wir weiter...(Zeitung muss ja gar nicht erwähnt werden, das sieht er dann schon selber)

    K: Mama, im Kindergarten, der Leon hat dem Tim gesagt, er ist jetzt
    nicht mehr dem sein Freund und dann hat der Tim geweint.

    M: Aha, hmmm

    K: Aber Mama, das ist doch traurig, wenn der Tim weint, stimmt´s.

    M: Ordentlich kauen, Benny. Ja, das ist traurig, konzentriere dich du erstmal auf deine Angelegenheiten, nämlich auf dein Brötchen!

    K: Findest du das auch doof, Mama, dass der Leon jetzt nicht mehr dem
    Tim sein Freund ist? Das ist doch gemeint, stimmt´s Mama?

    M: Naja, vielleicht war der Tim ja auch nicht artig? Vielleicht hat der ja
    was angestellt...BRÖTCHEN!!!
    K: (nachdenklich) hmmm…

    M: wenn man nämlich immer nur unartig ist, dann mag einen irgendwann
    keiner mehr.

    K: …du Mama, ich mag mein Brötchen nicht mehr aufessen. Das ist eklig.

    M: Benjamin, ich sag´s nur einmal, das Brötchen wird jetzt aufgegessen. (Sie hats ja schon mehrmals gesagt)...ok, dann ist dein Frühstück hiermit beendet und vor dem Mittagessen gibts nichts mehr!

    K: Kann ich nur Nutella? Mit dem Löffel?

    M: Benjamin, hör auf mich zu nerven. Es gibt kein Nutella. Und jetzt lass
    die Mama in Ruhe frühstücken. Nein.
    K: (enttäuscht) jaaaaaa ………………… Mama … mir ist langweilig

    Und spätestens hier wäre die Diskussion für mich beendet.oder wahrscheinlich schon früher..


    M: das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Sei froh, dass wir hier so ein
    schönes Frühstück auf dem Tisch haben. Du isst jetzt dein Frühstück
    und hörst sofort auf dich zu beschweren.
    K: …

    M: (fassungslos) sag mal wie sitzt denn du da? Setzt dich ordentlich hin
    und hör auf zu zappeln.

    K: … Mama, darf ich rausgehen?

    M: was willst du denn draußen?

    K: na spielen. Mit dem Fahrrad zur Höllenschlucht, einen Staudamm
    bauen.

    M: das ist viel zu gefährlich, Benny. Außerdem darfst da nicht alleine
    hin. Und die Mama hat jetzt keine Zeit. Ich muss einkaufen, Wäsche
    waschen und sauber machen.

    K: (nörgelt) oh maaaan

    M: du brauchst gar nicht so rumnörgeln, mein Freund. Und du könntest
    dich auch mal nützlich machen. Wenn ich mir dein Zimmer angucke, da
    stehen mir die Haare zu Berge. Du gehst jetzt aufräumen. Und du
    brauchst gar nicht wiederkommen, bevor du fertig bist!

    K: ist gut …
    aber Mama, wenn ich fertig bin, darf ich dann zum Waldspielplatz

    M: das werden wir dann sehen. Und jetzt geh, die Mama will
    Zeitung lesen.

    Also, der das dritte Szenario ist insofern ein wenig widersprüchlich...ich denke kaum, das eine autoritäte Mutter so lange rumdiskutiert. Vielleicht kannst du den Dialog etwas kürzen? Und das Drohen mit "wenn man nicht artig ist, dann hat man keine Freunde mehr"..naja, etwas kindisch, oder? Also, ich würde nicht so reagieren, aber ich weiß nicht, vielleicht gibts das auch.... ;D

    Aber ansonsten sehr nachvollziehbar!
    Viel erfolg jedenfalls bei dieser Arbeit!

    LG Kaethe
  14. chaotine

    chaotine Guest

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    käthe die vorschlage sind wirklich richtig richtig gut. vielen dank. gerade beim autoritären stil viel treffender formuliert!

    laissez-faire, soweit ich gelesen habe, kann schon bis ins extrem vernachlässigend gehen.freundlich, aber neutral, passiv, nur marginal eingreifend, kaum ansprüche an das kind. kind bleibt sich selbst überlassen, was zu einer reihe von sozialen schwierigkeiten führen kann. solcherlei merkmale habe ich herausgelesen -was für mich nicht unbedingt so positiv klingt.

    aber auf jeden fall deine anmerkungen fand ich unheimlich hilfreich! vielen dank dir. werde die kritik umsetzn.

    gerne weitere ideen, was euch stört oder fehlt, unlogisch erscheint oder was sonst noch gut wäre...
  15. Kaethe

    Kaethe Guest

    Bitte, bitte, freut mich, dass ich dir behilflich sein konnte! :-D
    Alles Gute für dich!
  16. Birgit

    Birgit EF-Team Mitarbeiter

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    ich lach dich an :-D

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