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Antrag Mutterschaftsgeld -
Informationen zum Antrag auf Mutterschaftsgeld


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Antrag Mutterschaftsgeld - Informationen zum Antrag auf Mutterschaftsgeld

Antrag Mutterschaftsgeld - Informationen zum Antrag auf Mutterschaftsgeld

In der Schwangerschaft und auch nach der Entbindung kann es auf jeden Cent ankommen. Auch wenn das Mutterschaftsgeld mit einer Zahlung von rund 13 Euro täglich auf den ersten Blick eher gering ausfällt - im Laufe der Zeit rechnet sich die Finanzhilfe. Um Mutterschaftsgeld zu erhalten, sollte der zugehörige Antrag rechtzeitig, form- und fristgerecht gestellt werden. Weil es hierbei einige formale Hürden und Hindernisse zu bewältigen gibt, sollten sich werdende Mütter und ihre Angehörigen rechtzeitig über die entsprechenden Bedingungen informieren.

Das Mutterschaftsgeld ist speziell für jene Frauen gedacht, die normaler Weise einer ordentlichen Beschäftigung bei einem Arbeitgeber nachgehen. Weil der gesetzlich geregelte Mutterschutz einen Arbeitsausfall von mehreren Wochen bis Monaten bedeutet, gibt es in dieser Zeit Ausfälle im Nettolohn. Das Mutterschaftsgeld ist dabei eine Möglichkeit, das monatliche Budget auf den gewohnten Lohn aufzustocken. Dabei zahlen die Gesetzlichen Krankenversicherungen ihren Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen eine Tagespauschale von 13 Euro, welche dann noch aufgestockt werden kann. Die Aufstockung wird auch als Zuschuss des Arbeitgebers zum Mutterschaftsgeld bezeichnet. Insgesamt soll somit der reguläre Nettomonatslohn gezahlt werden können. In anderen Fällen, beispielsweise bei Pflichtversicherten, Minijob-Beschäftigten oder auch Privat Krankenversicherten können die Regelungen für Mutterschaftsgeld anders ausfallen. Dann sollte die eigene Krankenkasse rechtzeitig kontaktiert werden. Oftmals ist eine Einmalzahlung von 210 Euro Mutterschaftsgeld möglich.

Ganz grundsätzlich aber müssen für den Antrag auf Mutterschaftsgeld einige Formalitäten beachtet werden. Die Details hierzu finden sich auf den Seiten der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamts, im Internet beispielsweise unter http://www.mutterschaftsgeldstelle.de . Zunächst sollten Sie hier auf einer Checkliste abklären, ob ein Antrag auf die Zahlung überhaupt erfolgsversprechend ist. Auch ein Rundschreiben der Gesetzlichen Krankenversicherungen ist hier einsehbar, welches die Konditionen für Bewilligung des Mutterschaftsgeldes noch einmal zusammenfasst.

Wenn die Voraussetzungen stimmen, sollte der Antrag auf die Finanzhilfe schnellstmöglich gestellt werden. Dies kann frühestens sieben Wochen vor dem Entbindungstermin der Fall sein. Wichtig: Weil das Mutterschaftsgeld generell mit Einsetzen des Mutterschutz wirksam wird, sollte es entsprechend früh beantragt werden. Eine nachträgliche Zahlung bei Antrag nach der Entbindung ist in der Regel nicht möglich und kann sogar zur kompletten Ablehnung der Bewilligung führen. Insofern sollte neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular auch eine Ärztliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin beigefügt werden. Mindestens ebenso wichtig ist ein entsprechend ausgefülltes Formular des Arbeitgebers. Bei Beschäftigungen auf Minijobbasis ist außerdem eine Meldeübersicht zur Sozialversicherung bzw. die Abmeldung hiervon notwendig. Wer privat versichert ist, kann das Mutterschaftsgeld erst zusammen mit der Geburtsurskunde beantragen. In allen Fällen sollte der Antrag vollständig und korrekt ausgefüllt werden. Die Benachrichtigung über Bewilligung oder Ablehnung sowie die jeweilige Höhe der finanziellen Unterstützung wird dann nach Antragsbearbeitung zugesendet. Übrigens: Die Mutterschaftsgeldstelle kann keinerlei Auskunft über bereits gestellte Anträge und deren Bearbeitung geben. Deshalb sollten etwaige Fragen rechtzeitig im Vorfeld geklärt werden, bevor das Mutterschaftsgeld beantragt wird.

Das Mutterschaftsgeld wird bei der Krankenkasse beantragt. Unter gewissen Einschränkungen können auch geringfügig Beschäftigte Mutterschaftsgeld erhalten. Der Antrag auf Mutterschaftsgeld muss rechtzeitig eingereicht werden. Dazu gibt es eine Bescheinigung vom Gynäkologen über den voraussichtlichen Termin der Geburt, die allerdings erst sieben Wochen vor dem errechneten Datum ausgestellt werden darf. Nun kann der Antrag an die zuständige Stelle gesendet werden. Die Bearbeitung geht in der Regel recht zügig vonstatten.

Das Mutterschaftsgeld wird nicht ohne weiteres gezahlt, sondern es muss beantragt werden. Dieser Antrag wird entweder bei der eigenen Krankenkasse oder beim Bundesversicherungsamt eingereicht. Die Antragstellung hat schriftlich zu erfolgen. Die Anträge selbst können direkt bei den zuständigen Stellen abgefragt werden oder sind auch im Internet erhältlich. Im Antrag werden neben den persönlichen Daten und den Daten zur Auszahlung, also der Bankverbindung, auch die Angaben zur Krankenversicherung benötigt. Wenn der Antrag ausgefüllt wird, sollten also die Versicherungsnummer und die Anschrift der Kasse zur Hand sein. Des Weiteren werden Angaben zum bisherigen Beschäftigungsverhältnis abgefragt. Dabei geht es darum zu klären, ob es ein Angestelltenverhältnis war oder ob eine selbstständige Arbeit vorlag. In letzterem Fall wird das Mutterschaftsgeld in der Regel nicht gewährt und wer einen Onlineantrag ausfüllt, wird an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht. Natürlich kann der Antrag dennoch bis zu Ende ausgefüllt und zur Prüfung an die entsprechende Stelle geschickt werden, allerdings sind die Erfolgsaussichten dann gering. Angaben zur Rentenversicherung sind ebenfalls zu machen, dazu gehört die Angabe der Rentenversicherungsnummer.

Nicht zu vergessen das Kind. Der voraussichtliche oder, bei verspäteter Antragstellung, der tatsächliche Geburtstermin des Kindes muss genannt werden. Es wird eine Bescheinigung von Arzt oder Hebamme über den voraussichtlichen Tag der Entbindung benötigt. Diese Bescheinigung wird sieben Wochen vor dem errechneten Termin ausgestellt, sie darf nicht älter sein als eine Woche vor Beginn der gesetzlichen Mutterschutzfrist. Ist sie älter, wird sie von den Behörden nicht anerkannt und es muss eine neue Bescheinigung beigebracht werden. Nach der Geburt ist eine Bescheinigung von Seiten des Standesamtes notwendig. Wenn die Geburtsurkunde für das Kind abgeholt wird, bekommen die Eltern die Bescheinigung für die Zahlung von Mutterschaftsgeld gleich mit. Ohne diese Bestätigungen wird kein Mutterschaftsgeld gezahlt, beziehungsweise muss die Zahlung eingestellt werden. Die Bescheinigung zur Geburt muss so schnell wie möglich bei der Mutterschaftsgeldstelle nachgereicht werden.

Der Antrag auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld kann bereits einige Zeit vorab vorbereitet werden. Schließlich wird sich kaum noch etwas bis zur Geburt ändern und auch die persönlichen Daten bleiben feststehend. Zudem sichert ein rechtzeitiges Ausfüllen des Antrags die Möglichkeit, noch genügend Ruhe für eventuell auftretende Fragen, beziehungsweise für deren Klärung zu haben.

Mit dem Antrag erhält die Frau eine Bescheinigung für den Arbeitgeber, dass die Krankenkasse Mutterschaftsgeld gewährt. Er kann auf dieser Basis die Berechnung für die Aufstockung des Betrags vornehmen.

Übrigens muss nicht in jedem Fall ein kompletter Antrag auf Mutterschaftsgeld ausgefüllt werden. Die Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin, die vom Arzt ausgestellt wird, kann auch auf der Rückseite ausgefüllt werden. Hier werden die Angaben zu den persönlichen Versicherungsverhältnissen und zum letzten Arbeitsverhältnis der Schwangeren abgefragt. So kann die Bescheinigung gleich als Antrag genutzt werden und muss nur noch an die Krankenkasse versendet werden.

Viele Informationen zu allen Fragen rund um das Mutterschaftsgeld bietet die Seite http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsverlauf/rechtliches-das-mutterschaftsgeld/. Auch im Mutterschutzgesetz selbst finden Sie Hinweise zur Regelung bezüglich der Beantragung von Mutterschaftsgeld. Nützlich ist es auch, sich vorab mit der eigenen Krankenversicherung in Verbindung zu setzen, diese erteilt gern alle nötigen Informationen zu den Themen Antragstellung, Berechnung und Auszahlung.



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