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Wie löst man Einschlafprobleme bei Kindern?



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Wie löst man Einschlafprobleme bei Kindern?

Der kindliche Schlaf ist für die Eltern manchmal mehr als anstrengend. Während Sie es perfektioniert haben, abends ein- und bis zum nächsten Morgen durchzuschlafen, läuft das bei Kindern nicht immer reibungslos. Es handelt sich selten um eine echte Schlafstörung, sondern um ganz normale, entwicklungsbedingte Probleme. Von der richtigen Matratze bis hin zu wirksamen Tipps zum Einschlafen kann vieles helfen, den Kleinen den Schlaf zu vereinfachen und das Zubettgehen für Eltern und Kind entspannter zu machen.

Warum hat das Kind Einschlafprobleme?

Echte Schlafstörungen sind bei Kindern eine Seltenheit. Wenn überhaupt, dann entstehen sie aus psychischen Problemen oder besonders belastenden Situationen wie einer Scheidung der Eltern oder Mobbing in der Schule heraus. Diese Umstände sind meistens bekannt und für die Eltern gut nachvollziehbar, sodass sie bei nächster Gelegenheit den Kinderarzt darauf ansprechen können. Vorübergehend kann es einem Kind schwerfallen, in den Schlaf zu finden, da es derzeit viel Neues lernt, neue Eindrücke, wie bei der Einschulung zu bewältigen hat oder tatsächlich eine Last wie den Tod eines geliebten Haustieres oder den Verlust eines Freundes mit sich herumträgt. Das finden die Eltern am ehesten heraus, indem sie mit dem Kind reden. Infrage kommen auch störende Licht- und Geräuschquellen, zu warme oder kalte Bettwäsche oder schlichtweg eine falsche Matratze, die zu hart oder zu weich ist und dem Kind somit keinen erholsamen Schlaf gewährt.

Monster unter dem Bett?

Viel simpler als die Suche nach der richtigen Matratze sind kindliche Einschlafprobleme durch zu viel Fantasie. Das gehört zur Kindheit, bestimmt kann jedes Elternteil nachvollziehen, dass ihre Kleinen diese Ängste haben. Selbst gute Matratzen, eine ruhige und dunkle Schlafumgebung und noch so liebevolle Einschlafrituale können manchmal nicht verhindern, dass Kinder hinter einem dunklen Schatten im Zimmer oder einem Baum vorm Fenster Monster, Ungeheuer und Aliens sehen. Oft hilft es, das Licht noch einmal einzuschalten und ihnen zu zeigen, dass da nichts ist. Häufige Tipps zum Einschlafen und gegen Monsterangst bestehen darin, als Erwachsener selbst genau dorthin zu gehen, wo das Monster angeblich sein soll, und dann wieder heil von dort herauszukommen. Wäre da ein Monster, wäre man ja jetzt weg - und das wissen auch die Kleinen. Gegen Schatten hilft es, zum Einschlafen ausnahmsweise ein Licht anzulassen oder das Zimmer so umzustellen, dass da keine Schatten mehr sind.

Einschlafrituale: was kann angepasst werden?

Es gibt eine Unzahl an unterschiedlichen Einschlafritualen. Manchmal liegen die Schlafstörungen der Kleinen auch an ihrem Einschlafritual. Dieses etablieren Eltern bereits beim Baby und passen es danach immer wieder ein wenig an. Aber passt es auch zum jetzigen Alter des Kindes? Bekommt das Kind etwa eine Stunde vor dem Einschlafen noch viel zu trinken, kann es natürlich sein, dass es nachts immer wieder wach wird, da es zur Toilette muss. Daher sollten sich die Eltern überlegen, wieso ihre Kleinen nicht gut ein- oder durchschlafen, woran das liegen kann und wie sie das Einschlafritual dem Alter des Kindes entsprechend anpassen können.

Temperatur, Licht und Geräusche im Kinderzimmer

Gute Matratzen, angenehme Bettwäsche, eine Gutenachtgeschichte und vielleicht das gemeinsame Einschalten des Nachtlichts gehören fürs Kind zum Zubettgehen und werden irgendwann wertvolle Erinnerungen einer geborgenen Kindheit. Kein Wunder, denn die richtige Matratze ist nicht alles, worauf es für einen gesunden und erholsamen Schlaf ankommt. Zunächst sollte die Temperatur im Kinderzimmer stimmen: Natürlich ist es nicht angenehm, morgens zu frieren, allerdings schlafen Menschen besser bei eher kühlen Temperaturen. Mehr als 20 °C sollte die Temperatur im Kinderzimmer nicht betragen. Ebenfalls sehr wichtig ist eine dunkle Umgebung. Zum Einschlafen brauchen viele Kinder ihr Nachtlicht, manche lassen sogar die Nachttischlampe an. Bei Monsterängsten gehören kleine Lichter zu den bewährtesten Tipps zum Einschlafen. Sind sie eingeschlafen, sollten die Eltern das Licht aber ausschalten und auch ansonsten darauf achten, dass kein Lichtlein mehr brennt. Kleinste Lichtquellen können den Schlaf empfindlich stören. Außerdem sollten Geräusche so gut wie möglich abgestellt werden, da Kinder sie im Schlaf oft hören und davon wach werden.

Welche Rolle spielen gute Matratzen?

Kindern geht es nach einer Nacht im Zelt, im Stall oder draußen unter freiem Himmel bestens, während Erwachsene Schmerzen aller Art davontragen. Das heißt jedoch nicht, dass Kinder unter allen Umständen wirklich gut schlafen. Auch sie brauchen die richtige Matratze für erholsamen Schlaf und können Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen bekommen, wenn die Unterlage nicht zu ihren Bedürfnissen passt. Beklagt sich das Kind über unruhigen Schlaf und eine unangenehme Unterlage, liegt das Problem auf der Hand. Ein- und Durchschlafprobleme lösen sich oft schon mit dem Wechsel der Matratze, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Nicht zuletzt fördert eine gesunde Schlafposition auch das kindliche Wachstum und die Entwicklung, die gerade im Schlaf stattfindet. Umso wichtiger ist die Beschaffenheit der Matratze, die dafür sorgt, dass diese Entwicklungen nachts ungestört stattfinden können und die Kleinen gut erholt und gut gelaunt aufwachen.

Wann sind Schlafprobleme bedenklich?

Wenn die Kleinen Nacht für Nacht ins elterliche Bett kommen, nachts durch die Flure geistern oder zu unmöglichen Uhrzeiten vor lauter Schlaflosigkeit anfangen, laut ihre Spielsachen auszuräumen, stellen sich die Eltern natürlich die Frage, ob das noch normal und gesund ist. Bei aller Sorge um die Kleinen geht es natürlich auch um den eigenen Schlaf, denn niemand kann eine Nacht hinter der anderen fürs Kind aufstehen und selbst noch den Tag gut überstehen. In der kindlichen Entwicklung kann es durchaus auch Phasen geben, in denen die Kleinen für einige Tage oder Wochen sehr schlecht schlafen - meistens machen sie einen Wachstumsschub oder eine Entwicklung durch, die sie geistig sehr fordert. Einschulung, Tod von Verwandten oder geliebten Haustieren, Wegzug von Freunden, Streitereien unter Kindern oder selbst Kleinigkeiten wie der Abschied einer Erzieherin im Kindergarten können Kinder mal gar nicht oder auch extrem aus der Bahn werfen. Tagsüber mögen sie still wirken, nachts aber zeigt sich, wie sehr es sie wirklich belastet. Dauert diese Phase nur eine Weile, ist es nicht bedenklich, sondern normal, wenn auch sehr anstrengend für die Eltern. Halten derartige Schlafprobleme aber lange an, wird das Kind zum Schlafwandler, nässt sich im Schlaf (wieder) ein, erlebt Alpträume oder sucht nachts regelmäßig das elterliche Bett auf, liegt definitiv ein Problem vor. Die erste Anlaufstelle bei Schlafproblemen, die sich selbst mit gesunder Schlafumgebung, kindgerechter Matratze und Gesprächen mit den Kleinen nicht lösen lassen, ist der Kinderarzt. Er kann gut einschätzen, was zu tun ist und ob überhaupt Handlungsbedarf besteht.



Foto: © Thomas Weißenfels, drubig-photo, Ramona Heim, pete pahham, Svetlana Fedoseeva, Valua Vitaly, Piotr Marcinski - Fotolia.com