Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... |
Irenchen

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Irenchen (28.07.2007 01:23) |
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Ich glaube nicht, dass Du hier viel Antworten bekommen wirst, es gibt spezielle Pflegeelternforen, wo es ganz bestimmt Mütter gibt, die eine solchen Konstellation haben.
Meine PT ist zwar vom Alter her inmitten meiner Kinderschar, doch sie kam als letztes Kind zu uns.
Ich kann nur für mich sprechen. Liebe muss wachsen. Sie war sieben Jahre alt, als sie zu mir kam(von einem Tag auf den anderen) und wir waren ersteinmal beschäftigt, sie ein wenig einleben zu lassen, ihr Kleidung zu besorgen, ihr Zimmer herzurichten etc. Uns wurde immer gesagt, wir würden ein Kleineres bekommen und ich habe nie daran gezweifelt, das ich es nicht so lieben könnte wir meine eigenen. Und dann kam ein schon so großes Kind. Es ging alles so schnell, dass ich mir überhaupt keine Gedanken machen konnte. Wir haben sehr viel miteinander erlebt und plötzlich, ohne das ich einen Zeitpunkt festmachen kann, merkte ich, sie gehört zu uns. Ich liebe sie wie meine eigenen Kinder und kann mir gar nicht mehr vorstellen wie es ohne sie war.
Ich würde mir da überhaupt keinen Kopf machen.
Magst Du erzählen, warum du so verwirrt bist? Du bist Tagesmutter und noch keine Pflegemutter oder? Und du hast keine eigenen Kinder? Sehe ich das richtig aus Deinem Profil????
Liebe Grüße, Irene
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Irenchen: 28.07.2007 13:09.
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28.07.2007 01:23 |
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Smilie

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Irenchen

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Irenchen (28.07.2007 13:17) |
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Ich habe jetzt mein anderes posting noch einmal editiert, weil ich gemerkt habe, es war ein wenig wirr.
Was mir noch am Herzen liegt. Pflegekinder haben oft ein ganz schweres Päckchen zu tragen, egal ob sie nun als Baby oder älteres Kind vermittelt wurden. Es muss nicht sein, kommt aber sehr häufig vor, denn wenn das nicht so wäre, dann hätten sie in ihren Familien bleiben können.
Nicht ohne guten Grund wird deshalb von den meisten Jugendämter sehr darauf geachtet, dass zwischen den leiblichen Kindern und den Pflegekindern ein Abstand von mind. 3 Jahren eingehalten wird.
Natürlich kenn ich Pflegemütter die noch einen kleinen Nachzügler bekommen haben und wenn ich so überlege, dann denke ich war das nicht negativ. Doch unsere besonderen Kinder brauchen sehr viel Zuwendung und wenn dann noch so ein kleines eigenes Baby kommt, das dann ersteinmal ganz viel Liebe und Zuwendung braucht, dann könnte es sein, das die Eifersucht heftiger ausfällt, als wie es schon bei einem leiblichen Kind üblich ist.
Aber letztendlich habe ich immer die Einstellung, egal wie es kommt, man muss es anpacken und darf nicht zuviel überlegen und sollte auch auf seinen Bauch hören.
Nur, wenn Du ein Pflegekind aufnehmen möchtest und noch einen eigenen Kinderwunsch hast, dann solltest Du das ganz wahrheitsgemäß der SA sagen, damit ein Kind ausgewählt wird, wo vielleicht abzusehen ist, das es noch keine großen Schädigungen hat. Aber das ist auch immer mir Vorsicht zu genießen, weil sicher kann man sich nie sein. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Liebe Grüße, Irene
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Irenchen: 28.07.2007 13:17.
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28.07.2007 13:17 |
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steffi1977

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von steffi1977 (28.07.2007 14:27) |
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Hallo
Danke für eure Antworten :)
Irenchen ich bin Tagesmutter und Pflegemutter (Kurzzeit/Bereitschaft).
(bin auch im passenden Forum angemeldet)
Unsere Sachbearbeiterin weiß über unseren Kinderwunsch natürlich bescheid, nur nicht darüber das wir über eine Dauerpflege nachdenken da ich ja selbst noch nicht weiß ob ja oder nein.
Warum bin ich verwirrt ??? Tja das ist schwer zu beschreiben .....
Mein Mann und ich wünschen uns schon lange ein Kind und es klappt einfach nicht, obwohl laut mehreren Ärzten und der Kinderwunschpraxis bei uns beiden alles ok ist.
Mir ist schon seit ich meinen Beruf erlernt habe klar das ich mit dem Jugendamt zusammen arbeiten möchte und dies klappt ja seit 1 Jahr schon sehr gut (hatte vorher erst andere Sachen gemacht) da wir jetzt genügend Platz bieten können.
Ich bin Glücklich in meinem Aufgaben bereich als Tagesmutter und Pflegemutter, aber es fehlt einfach etwas.
Vor ein paar Wochen habe ich schon mal das Thema "Dauerpflege" mit meinen Mann besprochen, aber es wurde nie ernst.
Gestern früh habe ich dann auf VOX die Richterin gesehen wo die Mutter ja auch als Sozialarbeiterin beim JGA arbeitet und da war ein kleines Mädchen bei was ein paar Worte sage die mich wieder so bestärkten und wo ich dann "ernsthaft" mit überlegen anfing.
es ist einfach auch so das mein Kinderwunsch sehr stark ist und ich so viel Liebe zu vergeben habe, dass ich mir einerseits zutraue ein Dauerpflegekind zu uns zu nehmen und wenn es doch mal mit dem eigenen Kind klappt keine Unterschiede machenen werde, aber andererseits weiß ich nicht wie man sich fühlt wenn was eigenes kommt man 9 Monate sein "eigenes" Kind im Bauch hatte wie es dann für ein Pflegekind wird ...
Es ist einfach alles sehr wirr in mir ....
Ich frag mich auch, denke ich nur so weil es mit dem eigenen Kind nicht klappt oder warum habe ich solche Gefühle ...
Mit unserer Familie haben wir schon mal drüber gesprochen, die finden es super das wir mit dem Jugendamt zusammen arbeiten und unterstützen uns SEHR. Thema Dauerpflege hatten wir nur mal kurz angesprochen, wo wir dann aber nicht lange drüber gesprochen haben.
Nur noch so nebenbei ich habe NULL Probleme mit der Kurzzeit-/Bereitschaftspflege wieder Kinder abzugeben, dass kann ich ganz klar trennen!!!! (Soll nicht lieblos klingen, ich habe die Kinder alle immer sehr sehr gerne)
So ich hoffe ihr könnt mein kaudawelch lesen und wisst ein wenig was ich meine
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28.07.2007 14:27 |
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Irenchen

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Irenchen (28.07.2007 14:54) |
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Ich kann Deine Gefühle sehr gut nachfühlen und finde das super, wie gut Du versuchst zu reflektieren.
Man kann Dauerpflege nicht mit Tages- oder Kurzzeitpflege vergleichen. Da weiß man ja schon von vorherein, dass man das Kind nur über einen bestimmten Zeitraum begleitet.
Bei Dauerpflege musst Du Dich voll und ganz auf das Kind einlassen. Oft zeigen sich erst nach Jahren, was ein Kind erlebt hat und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten. Bei uns ist es immer wieder ein auf und ab und das hat uns ganz stark zusammen geschweißt. Ohne das es mir bewusst wurde, war sie mein Kind. Das ist gar nicht professionell, das weiß ich, aber ich habe das auch meiner SA gesagt. Sie und ihre Kolleginnen meinten dann, unsere Zeit war so intensiv, das man das einfach nicht verhindern kann. Und wenn man ehrlich ist, haben doch grad unsere besonderen Kinder soviel Liebe und Zuwendung verdient, wie man ihnen nur irgendwie geben kann.
Bei alldem darf man niemals vergessen, das es nicht unsere eigenen Kinder sind und man muss zu jedem Zeitpunkt mit einer Rückführung rechnen. Das ist immer ein Drahtseilakt der Gefühle. Ich denke, es ist ziemlich sicher das meine PT bei mir aufwachsen darf, das sieht auch das JA so, aber ganz sicher ist das nie und ich hoffe das wir es im Fall der Fälle so hinbekommen, das es für meine PT ein weicher Übergang wird. Aber das ist Gott sei dank noch in weiter ferne und tritt hoffentlich nie ein. Aber mit diesem Bewusstsein muss man immer Leben, das es eben keine eigenen Kinder oder adoptierte sind, sondern nur "geliehene".
Aber das Gleich gilt ja auch für unsere eigenen Kinder ....
Eure Kinder sind nicht Eure Kinder. Es sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen ... nicht von Euch, und obwohl sie mit Euch sind, gehören sie Euch doch nicht.
(Khalil Gibran, Der Prophet)
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28.07.2007 14:54 |
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Smilie

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Smilie (28.07.2007 16:48) |
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Ich kann jetzt nur als Mutter zweier Kinder sprechen und ich sehe schon das auch bei 2 leiblichen Kindern die Große IN IHREN AUGEN zurückstecken muß und mehr Regeln aufgestellt bekommt und und und............!
Wenn ihr euch für ein Dauer-Pflegekind entscheidet wie alt wäre das denn ?
Weiß es dann das es nicht "das Eigene" ist ?
Ich denke schon das man es schaffen kann, du mußt einfach versuchen immer gerecht zu werden und dich niemals von deinen Kindern einschüchtern lassen.
Die Sätze "Du hast die lieber wie mich", " die darf aber viel mehr", "das ist unfair", "dann zieh ich eben aus", "die darf das aber", "die muß nicht soviel machen wie ich", "immer meckerst du nur mit mir" können auf jeden Fall kommen, die darfst du dann nur nicht in den falschen Hals bekommen, denn die Sätze kenne ich noch nur zu gut von mir und meiner Schwester und wir sind beide leibliche Kinder.
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28.07.2007 16:48 |
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steffi1977

glückliche Mama
 

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von steffi1977 (28.07.2007 18:07) |
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Es ist noch kein Kind in aussicht, es ist erstmal nur ein sehr festes Thema geworden und wir wollen so eine Entscheidung auch nicht überstürzen.
Ich finde es wichtig das das Kind weiß das es nicht das leibliche Kind ist, aber wann und wie und wo man es sagt ????????? Das ist wohl dann eine Gefühlsentscheidung, wenn man das Kind besser kennt und weiß was der Zeitpunkt am besten ist (den richtigen Zeitpunkt gibt es wohl leider nie).
Wie ihr schon schreibt man wächst mit den Kindern ....
zur Zeit bin ich der Überzeugung das das Gefühl vielleicht ein wenig anders ist (Blutsverwandt) aber letztendlich wachsen die Kinder wie Geschwister auf ...
wie Smilie schon sagt die Sätze "Du hast die lieber wie mich", " die darf aber viel mehr", "das ist unfair", "dann zieh ich eben aus", "die darf das aber", "die muß nicht soviel machen wie ich", "immer meckerst du nur mit mir" werden so oder so kommen ob leibliche Kinder oder nicht ...
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28.07.2007 18:07 |
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Irenchen

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Irenchen (28.07.2007 19:17) |
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Ach ... das hatte ich ja ganz vergessen!!!!
Meine Kinder und auch meine Pflegetochter fühlen sich als Geschwister und benehmen sich auch als solche .....
Sie erwähnen niemals, das unsere PT nicht ihre leibliche Schwester ist. Alle Kinder fühlen sich als gleichberechtigte Familienmitglieder.
Natürlich wissen alle um die besondere Stituation und kennen die leibliche Mutter meiner PT. Das gehört einfach zu unserem Leben dazu.
Liebe Grüße, Irene
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28.07.2007 19:17 |
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Carola

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Re: Dauer-Pflegekind zu sich genommen ... von Carola (28.07.2007 19:38) |
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Wenn ich ganz ehrlich bin, je nach Alter des Kindes können Kinder aus schwierigen Familiensituationen wirklich auch ein ziemlich großes "Päckchen" tragen. Wenn dann ein eigenes Kind kommt und das Pflegekind eventuell agressiv reagiert, was macht man dann?? Natürlich kann das bei eigenen Kindern auch passieren, aber in der Schule habe ich auch Kinder gesehen, bei denen es wirklich nicht "rund lief" zuhause und die haben noch ein paar mehr Dinge drauf als Kinder mit gefestigtem familiären Rückhalt.
Mhmmm...ich wäre dafür zu ängstlich und das, obwohl ich 2 Freundinnen habe, die adoptiert sind.
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28.07.2007 19:38 |
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