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Ja, super - ich sehe das Thema nur mit etwas mehr Gelassenheit.
Es ist total richtig, dass diese Ungleichgewichte laut und deutlich angesprochen werden - aber es ist blödsinnig, sich alle Nase lang über angeblich viel zu kleine Erfolgsschritte zu beschweren. Solche Veränderungen gehen nunmal langsam - Bewusstsein schafft sich nicht mit dem Holzhammer, es sei denn, Du willst, dass dieses Bewusstsein aus dem Ruder läuft und zu extremen Positionen führt, die nun wirklich auch keiner will.
Denn wenn es um Lebensplanung geht: Sorry... da will ich mir von niemandem vorschreiben lassen, was jetzt gut, besser oder anachronistisch ist.
Dass die Männer "jammern" über die Doppelbelastung: gut so! HÄTTEN FRAUEN MAL SCHON VIEL EHER GEJAMMERT! Anders bewegt sich doch nichts! Aber nein - Frauen wollen ja immer die unterdrückten, überlasteten Heldinnen sein...
Dass Frauen mit dem neuen Unterhaltsgesetz die "Gekniffenen" sind: Ja aber das ist doch genau das, was gewollt sein soll, oder?? Frauen SOLLEN doch in die Erwerbstätigkeit getrieben werden und eben NICHT mehr das Ehekissen vorfinden, auf dem sie sich dann schön ausruhen können - auch, wenn es mal vorbei sein sollte. Diese neue Vorstellung: "Ooops... ich sollte vielleicht doch aufpassen, dass ich nicht für immer aus meinem Job rausrutsche... dass ich eine gute Ausbildung auch tatsächlich mache... ich könnte sonst eines Tages ohne Versorgungsansprüche dastehen...", die ist es doch genau, die Frauen den kleinen, aber vielleicht entscheidenden Schubs geben soll.
Fördern und fordern, oder?
Über die Befindlichkeiten der Männer und ihre Wünsche hinsichtlich Familie kann ich natürlich nur vom Hörensagen berichten. Es müssen aber einige Zahnrädchen ineinandergreifen bei diesem Thema - alleine der feste Wunsch tut es leider nicht, das wäre naiv.
Und so GIBT es Firmen, die ihren Mitarbeitern diese Elternzeiten ermöglichen wollen und das auch so kommunizieren. Und es GIBT andere Firmen, da ist das Thema "Elternschaft" eh nicht gerne gesehen und da werden Eltern diskriminiert was das Zeug hält - nur dass bislang halt nur die Mütter ein Lied davon singen können.
Ich weiß nicht... muss sich wirklich jeder Mann bzw. dann Vater hinstellen und rufen "Hier stehe ich - diskriminiert mich bitte auch!"? Das wäre schon arg heroisch, oder? Wenn man bedenkt, dass die meisten nichtmal gegen GEZ-Gebühren einen offenen Aufstand machen würden... und da geht's nu echt nicht um Existenzielles...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von IlkaM.: 21.02.2008 14:29.
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