Die Kinder bester Freunde |
hitnak
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Die Kinder bester Freunde von hitnak (01.08.2008 20:16) |
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Hallo,
wenn man einmal das richtige Forum gefunden hat, man seine Gedanken in Worte packt, dann merkt man, was gut läuft, und was nicht gut läuft. Und ich habe hier etwas, dass nicht gut läuft. Ob es im richtigen Teil des Forums steht, da bin ich mir nicht sicher. Verzeiht mir.
Aber immerhin geht es darum, dass die Ehefrau meines besten Freundes schon Kinder hatte, bevor sie meinen Kumpel kennen lernte. Meinen Sohn. Klingt absurd? Ist es auch.
Anfang des Jahres traf es uns alle wie ein Donnerschlag, dass eben jener Junge von seinem Vater zusammen geschlagen wurde, denn mein Bester wusste nichts von seiner Existenz. Meine Verlobte und ich haben den Jungen aufgenommen, und ich habe ihn vor einigen Wochen adoptiert; wir sind zu einer Familie geworden, und wird sind glücklicher, als wir es jemals waren. Allerdings haben wir dabei übersehen, was das für meinen Freund bedeutet - das habe ich gerade mitbekommen, als ich überraschend in seiner Wohnung aufgelaufen bin, und ihn einem Zustand vorgefunden habe, in dem ich ihn nie kennen gelernt habe. Dass er gehofft hatte, dass Y sich an seine Frau annähert, dass er Y gerne bei sich gehabt hätte, um das zu tun, was ich jetzt tue, das wollte ich nicht sehen. Dass er sich scheiden lässt, jetzt, wo klar ist, dass seine Frau, mit dem Jungen nichts zu tun haben will, das hatte ich mitbekommen, aber nicht die Bedeutung dessen erkannt. Und auch nicht, dass ich ihm mit der Adoption weh getan habe. Ja, er hätte mit mir reden müssen, aber ich auch mit ihm, und das bereitet mir in diesem Moment eine unglaubliche Gedankenflut. Und Schuldgefühle: Ich habe meinen besten Freund allein gelassen. Übel scheint er mir nicht zu nehmen. Er scheint gar nichts mehr zu fühlen, als die erfundenen Emotionen der Charaktere in Fernsehserien, die er schreibt, und über die er gerade äußert langwierig gesprochen hat.
Gedanken, Tipps und Analysen zu dieser Situation sind herzlich willkommen.
Viele Grüße,
Ariel
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01.08.2008 20:16 |
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User4 unregistriert
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Re: Die Kinder bester Freunde von User4 (01.08.2008 21:04) |
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Ich denke, dein Kumpel befindet sich in einer depressiven Phase, wo er sich von seinen Emotionen abschneidet.
Klar, hättest du ihm helfen müssen, aber das Kindswohl stand ja wohl im Vordergrund. Und das ist auch gut so!
Das sollte dich aber nicht davon abhalten, deinem Freund zu helfen, evtl wieder auf den richtigen Weg zu kommen.
Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient.
Vllt können sich Vater und Sohn irgendwann einmal - wenn auch langsam - sich wieder annähern.
Bis dahin gibst du dem Jungen ein liebevolles Zuhause und väterlichen Halt, was er auch dringend braucht.
Es ist gut, dass du das Sorgerecht für den Jungen hast bzw. dass du ihm ein Vater bist. Aber nichts spricht dagegen, dass sein leiblicher Vater seine Fehler an seinem Sohn wieder gut macht und ein väterlicher Freund wird.
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01.08.2008 21:04 |
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mad

on the run....
  

Dabei seit: 25.07.2008
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Re: Die Kinder bester Freunde von mad (01.08.2008 21:20) |
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ich hab das anders verstanden: der kumpel ist der mann der frau, dessen sohn aber bei dem vater gewohnt hat und nicht bei ihr?und der kumpel wußte gar nichts von der existenz des sohnes?jetzt will er sich scheiden lassen, weil seine frau ihm dies verschwiegen hat?nach dem vorfall mit dem vater, wo heraus kam, daß es eben diesen sohn gibt, hoffte der mann, seine frau nähert sich ihrem sohn wieder an?oder lieg ich da falsch?
ganz schön kompliziert.ich denke, du solltest einfach versuchen, für Deinen Freund da zusein, auch wenn er Dich im Moment vielleicht gar nicht so gerne um sich herum hat, weil er das Gefühlt hat, an Deiner Stelle sein zu müssen.
Zeit heilt alle Wunden und ihr werdet sicher wieder einen besseren und normaleren Kontakt bekommen, wo er auch über seine Gefühle sprechen kann!
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01.08.2008 21:20 |
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User4 unregistriert
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Re: Die Kinder bester Freunde von User4 (01.08.2008 21:48) |
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Ok, sorry
Lesen können wäre von Vorteil!
Dann schreib ich mal meinen Text um:
Dein Kumpel befindet sich - so wie du es beschreibst - in einer depressiven Phase, wo er sich von seinen Emotionen abschneidet. Ich denke, die Ursache wird da die Enttäuschung sein und auch, wie Mad schon schreibt, Überlegungen, dass er an deiner Statt sein sollte.
Und auch hier denke ich, dass das Kindswohl im Vordergrund. Und, dass du richtig gehandelt hast mit der Adoption! Du gibst dem Jungen ein liebevolles Zuhause und väterlichen Halt, was er auch dringend braucht.
Und auch in dieser Situation sollte dich nichts davon abhalten, deinem Freund zu helfen. Ihm evtl zuzuhören, da zu sein, wenn er dich braucht.
Vllt kannst du auch dazu beitragen, dass sowohl dein Kumpel als auch dessen (Ex-)Frau sich dem Jungen wieder annähern. Und auch hier gilt:
Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient.
Möglich ist alles, sofern alle Parteien das wollen.
Ist ein Gespräch zwischen euch möglich? Oder blockt er momentan komplett ab?
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01.08.2008 21:48 |
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hitnak
Ultra-User Level II


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Re: Die Kinder bester Freunde von hitnak (01.08.2008 21:52) |
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Hallo,
nein, er wusste nicht einmal, dass es ihn gibt. Und ich auch nicht. Nur seine Frau, die sich nicht gekümmert hat, oder nicht sehen wollte. Sie behauptet, sie habe den Jungen einmal im Monat besucht, und nichts bemerkt. Y sagt, er habe diese Frau noch nie gesehen. Aber das ist eine Baustelle in einer Sackgasse.
Ich hätte sehen müssen, dass es meinen Freund zerreißt, dass es nicht er ist, der das tut, was ich jetzt tue. Dass er gehofft hatte, bald eine Familie sein zu können, weil - für ihn ist das der Sohn seiner Frau, und damit auch sein Sohn. Der Richter hatte noch in jener nacht die Unterbringung in Heim oder Pflegefamilie angeordnet, bis Mutter und Sohn versucht haben, sich anzunähern.Deswegen hat mein Freund mich gefragt. Nur: Mutter wollte nicht annähern, und wir mussten abbrechen, weil es Y zu sehr belastet hat. Y ist mir zu nahe gekommen, ich habe ihn adoptiert (und meine Verlobte wird mit der Hochzeit seine Mutter) und ich muss jetzt damit klar kommen, dass ich den Scherbenhaufen nicht gesehen habe, der über dieser Affäre in seinem Leben entstanden ist. Ich weiß, dass es keine Alternative zur Adoption gab. y ist in diesen Tagen glücklich. Ich wollte nur das Beste für Y, und habe darüber vergessen, dass ich auch das Beste für meinen besten Freund hätte wollen müssen. Und ja, ich hätte mit ihm reden können, wenn ich nur gemerkt hätte, dass ich ihm in den Rücken falle.
Und jetzt hätte ich gerne eine geeignete Kehrschaufel, um diesen Scherbenhaufen aufzukehren und meinen besten Freund ins Leben zurückzuholen. Solche Leute sind nämlich noch schwerer zu finden als Handwerker. Und das ist schon sogut wie unmöglich.
Viele Grüße,
Ariel
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01.08.2008 21:52 |
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hitnak
Ultra-User Level II


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Re: Die Kinder bester Freunde von hitnak (01.08.2008 21:58) |
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Hallo,
@all: Ich war in meine ersten Posting sehr emotional, deshalb war das sehr kompliziert zu verstehen. Noralerweise würde ich das in mich hinein fressen. Bitte entschuldigt. Mads Beschreibung trifft zu; so ist die Lage.
Ich werde mich jetzt erstmal abkühlen, die Jerusalemer Wirtschaften fördern und nachdenken.
Viele Grüße,
Ariel
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01.08.2008 21:58 |
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User4 unregistriert
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Re: Die Kinder bester Freunde von User4 (02.08.2008 11:53) |
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Genau das war mein Gedanke bei meinem Post.
Du hast in erster Linie das Wohl des Jungen gesehen und das war die richtige Entscheidung.
Der Junge hat oberste Priorität.
Da seine Mutter keine Annäherung wollte, hätte Y wahrscheinlich sowieso nicht viel ausrichten können und der Junge wäre im Heim gelandet.
Eine dritte Alternative gab es nicht zu dem Zeitpunkt.
Oder sieht dein Freund dort eine?
Jetzt gilt es in die Zukunft zu schauen.
Klar ist dort auf der einen Seite ein Scherbenhaufen, auf der anderen aber ein glückliches Kind.
Und außerdem hast du doch viele Möglichkeiten, diesen Scherbenhaufen aufzukehren:
Zunächst einmal solltest du - vllt unter Mitwirkung eines Moderators - die Annäherung aller Parteien bewirken. Denn bevor die Mutter dort nicht einlenkt, wird der Scherbenhaufen nicht kleiner.
Zeig deinem Freund, dass du daran interessiert bist, dass sowohl dieses Ehepaar untereinander als auch der Junge und die zwei sich nähern.
Das entspannt vllt ein wenig die ernste Lage.
Aber ein schlechtes Gewissen solltest du dir nicht einreden lassen! Nicht du bist der Schuldige an dieser Situation, sondern die Kindsmutter!
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02.08.2008 11:53 |
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