Tochter 7 Klagt über brustschmerzen |
bell

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Re: Tochter 7 Klagt über brustschmerzen von bell (18.07.2010 22:49) |
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Hallo hitnak,
das sehe ich nicht ganz so, man sollte natürlich nicht gleich von dem schlimmsten ausgehen, aber wenn man das Gefühl hat, hier stimmt was nicht ( und das hat eine Mutter im Gefühl), dann kann man das auch nicht auf Dauer ignorieren.
Das Ganze fängt auch ganz langsam an.
Es müssen nicht alle Symptome vorhanden sein, bei einer Pubertas präcox, so heißt das wenn die Mädchen in eine verfrühte Pubertät kommen.
Und wenn man diesem nicht nachgeht, dann ist das für die Mädchen nicht gut, die Wachstumsfugen schließen sich und das Mädchen hört verfrüht auf zu wachsen.
Keiner greift ohne Grund in den Hormonhaushalt eines kleinen Mädchens ein.
Es ist nicht schwer bei einem Endokrinologen einen Termin zu bekommen ( evtl. muss man etwas weiter fahren), der macht dann erst mal eine gründliche Untersuchung und bei einem Verdacht, wird dann Blut abgenommen und man sieht genau den Hormonstatus. Dann wird noch die Hand geröntgt um das Knochenalter zu bestimmen.
Bei unserer Maus (damals 7 Jahre) war das dann 10,5 Jahre.
Jeder muss aber für sich selbst entscheiden, was er macht. Was für Untersuchungen er bei seinem Kind machen lässt.Und was für eine Therapie er dann für sein Kind entscheidet.
Leider ist das Thema noch nicht sehr bekannt, deshalb versuche ich auch meine Erfahrungen hier weiter zu geben.
Wenn alle Tests negativ ausfallen, kann man immer noch eine Erziehungsberatungsstelle aufsuchen ( wir haben dies vorher getan, leider hat es uns nichts geholfen, sondern nur Zeit gekostet, da auch hier unser Problem nicht erkannt wurde)
Viele Grüße
bell
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18.07.2010 22:49 |
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hitnak
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Dabei seit: 26.07.2008
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Re: Tochter 7 Klagt über brustschmerzen von hitnak (18.07.2010 23:37) |
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Hallo,
zunächst mal: Ich finde es gut, dass Du Deine Erfahrungen weiter gibst. In der Tat sind sich viele Eltern nicht bewusst, was sich hinter der "Frühreife" ihrer Kinder verbirgt. Ich selber habe beruflich jeden Tag damit zu tun, bin allerdings kein Arzt, sondern Kriminologe. In meinem Alltag spielen Thematiken wie diese allerdings ständig eine Rolle. Deshalb möchte ich Dich vorab in einem wichtigen Punkt ergänzen: Es passiert recht häufig, dass ein Kind vorzeitig viele körperliche Anzeichen der Pubertät aufweist, aber keine hormonellen Ursachen erkennbar sind. Das schließt eine Pubertas Praecox dann nicht aus.
Und: Die Wachstumsfugen schließen sich nur vorzeitig, wenn das Längenwachstum zu früh einsetzt - die körperliche Entwicklung gerät dann aus den Fugen. Das ist aber längst nicht immer so bei der Pubertas Praecox.
Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Formen der Pubertas Praecox, und wie ich es ja bereits geschrieben habe, sind nicht alle Formen davon behandlungsbedürftig - die Entscheidung darüber sollte auf Grund der körperlichen Risiken (Längenwachstum, zum Beispiel) und der psychischen Belastung getroffen werden.
ABER: Bevor man sich überhaupt Gedanken darüber macht, ist es zwingend erforderlich sich den akuten körperlichen Beschwerden zuzuwenden, und das sind in diesem Fall die Brustschmerzen. Sie der Pubertas Praecox zuzurechnen könnte bedeuten, ein potentiell lebensgefährliches Problem zu vernachlässigen.
Das bedeutet, dass zunächst einmal abgeklärt werden muss, woher die Brustschmerzen kommen - und das leistet ein Endokrinologe nicht, und vor allem nicht innerhalb der Zeitspanne, die vertretbar ist. Kein Kind sollte mit Schmerzen leben müssen.
Wir wissen leider nicht, welche Untersuchen der Kinderarzt vorgenommen hat, und wie stark er sich mit den Brustschmerzen befasst hat.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von hitnak: 18.07.2010 23:38.
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18.07.2010 23:37 |
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