Schock! - Antisemitismus: Jugendliche und Kinder attackieren jüdische Tanzgruppe

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Dieses Thema im Forum "AKTUELLES: Stories, News, Gesellschaft" wurde erstellt von Micha, 24 Juni 2010.

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  1. Micha

    Micha EF-Team Mitarbeiter

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    :shake

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,702719,00.html
     


  2. Pfannenwenderin

    Pfannenwenderin Aktives Mitglied

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    Da kann ich mich dem " :shake" nur anschließen.

    :shake
     


  3. Ilona

    Ilona Moderator Mitarbeiter

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    Und dann sind die Täter teilweise noch so jung. Da werden ältere Geschwister und Eltern enormen Einfluss haben. Ich sags ja Ethik als Pflichtfach in der Schule, da soll dan geleert werden das jede Religion/Kultur ihre Daseinsberechtigung hat sofern sie die Menschenrechte beachtet.

    Es muss bei deisen kindern und jugendlichen ein Umdenken stat finden was momentan jedoch nicht mit den herkömlichen Strafen erreichbar ist.
     
  4. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    es sind gerade Kinder und Jugendliche, die solche Taten begehen, und das nicht nur auf der arabischen Seite: In meinem Arbeitsalltag in Israel bin ich immer wieder, und das leider zunehmend, mit ähnlichen Handlungen von Kindern und Jugendlichen jüdischen und christlichen Glaubens gegen Menschen sowie israelische und palästinensische Regierungseinrichtungen konfrontiert, deren Handlungen als nicht mit dem eigenen Glauben und / oder der eigenen politischen Meinung konform angesehen werden. Dabei fällt uns immer wieder auf, dass die Eltern dieser jungen Menschen einst einer radikalen Haltung anhingen, die sie im Laufe der jüngeren Vergangenheit modifiziert haben; die Kinder und Jugendlichen sind häufig der elterlichen Einflussnahme so gut wie vollständig entzogen. Bei Migranten in Deutschland, die diesen Konflikt nach außen tragen, dürften die Ursachen andere sein, aber Verlauf und Inhalte der Radikalisierung sind sehr ähnlich mit denen bei unseren eigenen politisch / religiös motivierten Gewalttätern.

    Ich versuche das mal für das Verständnis von Menschen zu formulieren, die mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt nicht tagtäglich befasst sind:

    1. Kind wird in eine politisch oder religiös radikalisierte Familie hinein geboren. Meist sind dies auf der jüdischen Seite die Siedlerbewegung, und auf der muslimischen Seite Menschen im Dunstkreis der Hamas.

    Das ist zu einer Zeit geschehen, als diese Bewegungen auf beiden Seiten extrem dichte, religiös untermauerte politische Forderungen gestellt haben: Die jüdische Besiedlung der Besetzten Gebiete. Die Zerstörung Israels.

    Die Erziehung der Kinder erfolgte in den Einrichtungen dieser Organisationen, in denen die religiöse Rechtfertigung ein ständiges Thema ist.

    Im Ausland hingegen spielt sich dieses Szenario ab:

    Kind wird in eine Einwandererfamilie geboren, mit all den Problemen die Einwandererfamilien haben. Kind wird in Einrichtungen mit bestimmten politischen und religiösen Thesen vertraut gemacht.

    2. Die politische Lage ändert sich. Die Eltern machen Kompromisse, schwächen Ihre Ansichten ab. Kompromisse gehören zum Leben - aber sie sind für Kinder und Jugendliche unverständlich, wenn sie vorher beigebracht bekommen haben, dass der Herr es so vorgesehen hat - der Herr macht keine Kompromisse. Das führt dazu, dass die Eltern zu Abweichlern werden, sich dem "rechten Weg" enziehen. Die Kinder werden zu Verfechtern der wahren Religion, was mit zunehmendem wirtschaftlichem Druck extremer wird.

    Im Ausland greschieht es dann, dass die Kinder ihrem Drang "etwas zu tun", der hier vor allem durch die Nachrichtenlage erzeugt wird, dadurch nachgeben, indem sie Einrichtungen und Menschen attackieren, die als "israelisch" betrachtet werden.

    Allerdings muss ich auch anmerken, dass es auch Erwachsene gibt, die die neuesten Nachrichten aus Nahost zum Anreiz nehmen, meine Anwesenheit im Forum dazu zu nutzen, um mal schnell und heftig Druck abzulassen, oder die mich wüst beschimpfen, weil ich ihr nett gemeintes Angebot abgelehnt habe, meinen muslimischen Sohn über den Jordan zu kicken und den anderen Jungs, die allesamt säkular sind, während unserer Deutschlandaufenthalte von einem einschlägig vorbekannten Rabbiner (siehe oben) Religiösität und Vaterlandsliebe beibringen zu lassen.

    Es ist fatal, dass dieser Konflikt, der uns langsam aber sicher die Seele raubt, auch nach Deutschland und anderswohin getragen wird, und dort ausgerechnet bei Menschen ankommt, die sich mit einem gerechten Frieden und dem Recht auf Selbstbestimmung solidarisch erklärt haben, aber leider gibt es kein Rezept, diese Form der Jugendgewalt kurzfristig zu bekämpfen - wir können nur darauf warten, dass dieser Teil dieser Generationen mit der Zeit reifer wird, und einsichtiger.

    Viele Grüße,

    Ariel
     

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