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Ich bin 41 und ungeplant schwanger!

Ist Ihr Baby schon da? Sind Sie schwanger oder planen Sie ein Baby? Hier können Sie sich mit anderen Müttern über 40 (und allen jüngeren ;-))austauschen. Alles zum Thema Spätschwangerschaft im Forum Schwangerschaft. Stichworte: Periode, Bauch, Zyklus, Schwangerschaftswoche (SSW).

Dieses Thema im Forum "Spätschwangerschaft - mit über 40 noch schwanger?" wurde erstellt von Toshja, 2 September 2013.

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  1. Toshja

    Toshja Neues Mitglied

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    Hallo an alle die meinen Beitrag lesen.
    Ich bin mit 41 ungeplant schwanger und weiß nicht was ich tun soll da es mehrere Umstände gibt die recht problematisch sind.

    Mein freund und ich sind seit knapp drei Jahren zusammen und nach einigen Höhen und Tiefen haben wir jetzt endlich zueinander gefunden und planen innerhalb der nächsten 6-9 Monate zusammen zu ziehen. Zur Zeit wohnen wir noch 42 Km auseinander und ein jetziger Zusdammenzug wäre schwierig, aber das erkläre ich gleich.

    Ich habe einen fast 20 jährigen Sohn der aufgrund eines Chromosomendefekts behindert ist. Sein Vater hat sich nie um ihn gekümmert weder emotional noch finanziell. Ich war in den ersten zehn Jahren überwiegend alleinerziehend und habe mein Muttersein sehr oft nicht richtig genießen könne, weil wir finanzielle Soregen hatten, ich keine Kraft hatte mehr als stundenweise zu arbeiten und mein Sohn in den ersten Jahren zwar mein Sonnenschein war (und natürlich noch ist) aber auch große Probleme mit sich und der Welt hatte. Das alles ausführlich zu beschreiben wäre zuviel denke ich.
    Die Sorgen und die Traurigkeit waren einfach oft zu groß als dass ich einfach nur genießen konnte Mutter eines wunderbaren Jungen zu sein.
    Im Laufe der Jahre habe ich dann Depressionen entwickelt die in den letzten Jahren teilweise stärker geworden sind und weswegen ich nun seit einem Jahr nicht berufstätig bin. Nachdem ich fünf Jahre in Teilzeit in einer Wohnstätte für Körperbehinderte gearbeitet hatte und danach in den Krippenbereich gewechselt habe.
    Ich nehme aus dem Grund auch täglich Medikamente, sprich Antidepressiva.

    Nun ist aber in dem Jahr in dem ich mir die Auszeit von der Arbeit genommen habe und in eine Reha gemacht habe viel zum Guten geschehen und ich kann sagen, dass ich stabil bin und optimistisch, dass es so bleibt :)

    Unsere Pläne für die Nächsten 6-9 Monate sind halt eigentlich, dass ich meinen Großen jetzt behutsam in die Richtung betreutes Wohnen begleite, mir nebenbei einen Job in Teilzeit in dem Ort suche in dem mein Freund wohnt und wo ich halt auch hinziehen möchte und dann wenn mein Großer gut angekommen ist in seinem neuen Zuhause selbst zu meinem Freund ziehe. Dort hat mein Sohn dann natürlich auch ein Zimmer und kommt uns hoffentlich oft besuchen.

    Tja und nun bin ich schwanger, habe gerade einen Antrag auf ALG1 gestellt und könnte erst wie gesagt in ein paar Monaten umziehen.

    Aber meine/unsere größte Sorge ist ob ich ein zweites Kind bekommen und großziehen überhaupt noch kann und möchte! Ich habe den Auszug meines Sohnes jetzt geplant, weil ich denke, dass es für uns wichtig ist. Einmal damit er sich außerhalb des behüteten Bereiches seiner Mama weiter entwickeln kann, aber auch weil ich endlich mal wieder ein Stück weit frei sein möchte und Entscheidungen treffen möchte die für mich sind und nicht in erster Linie für mein Kind.
    Aber trotz dieser Bedenken kann ich nicht definitiv sagen, dass ich die Schwangerschaft abbrechen will. Ich frage mich warum das Leben mir/uns jetzt so ein Geschenk anbietet wo ich doch damit abgeschlossen hatte und mein Freund mit seiner Exfrau jahrelang daran arbeiten mussten seinen heute sechsjährigen Sohn zu bekommen?
    Ich denke daran wie schön dieses Geschenk und ob ich es wirklich ablehnen will und kann?????

    Bin ratlos.....:(
     


  2. elena99

    elena99 Neues Mitglied

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    liebe toshja,

    jetzt sind schon zwei wochen vergangen seid du hier um rat gefragt hast... ich hab’s heute erst gesehen und bin sehr angetan von deinen zeilen!
    dein bisheriges leben war ja nicht der einfachste weg aber du hast es super geschafft, mit allen schwierigen situationen, in einer guten weise klar zu kommen!:)
    was mich sehr berührt ist deine grundsätzliche dankbarkeit... auch der gedanke dass dein bauchzwerg eigentlich ein geschenk ist und du sinn darin suchst! - echt, ich finde du bist eine ganz außergewöhnliche und besondere frau!

    ich kann gut verstehen, dass du nach dieser langen alleinerziehenden und bestimmt anstrengenden zeit endlich wieder mal nur für dich sein willst! - aber ist dein „sonnenschein“ nicht gerade deshalb besonders kostbar für dich, gerade weil du so viel herz und energie, ja und eben mutterliebe investiert hast? ich glaube, ihn loszulassen und „behutsam“ wie du es so schön formulierst, in ein betreutes wohnen einzuführen ist bestimmt nicht einfach für dich!? jetzt noch mal ein kind zur ablenkung und "zum genießen" wäre eigentlich ein super zeitpunkt für so eine vollblutmami wie dich! deine pläne mit umzug, teilzeitjob etc. kannst du ja trotzdem verwirklichen!

    also, mich beeindruckt jedenfalls dein leben und deine stärke sehr!“ anscheinend hat dich das schicksal für fähig gehalten so besondere herausforderungen bewältigen zu können, du hast es ja schließlich schon mehrfach bewiesen!


    ich grüße dich sehr herzlich und würde mich freuen wieder von dir hören!

    alles liebe von elena
     
  3. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    @Toshja
    du schreibst von Depressionen, deshalb finde ich es gut und äusserst verantwortungsbewusst, dass du dich selbst hinterfragst. Du möchtest nicht zu jedem Preis ein Kind (für dich) - wie so viele andere...
    Diesen Absatz sollst du jetzt nicht so verstehen, dass ich dir vom Kind (deswegen) abraten würde. Es geht mir nur um das Prinzip, dass du die Probleme beim Namen offen benennst - das spricht für dich.


    Dann die Sache mit den Antidepressiva. Soweit ich weiss, darf die Schwangere keine mehr einnehmen? Kannst du mit Sicherheit vorhersagen, wie es dir werden wird, so ohne Medis? Und da sehe ich schon eher die Gefahr, dass du kippen könntest, ohne es steuern zu vermögen. So glaube ich, wäre an ein Funktionieren nur mit Notfallnummern und Thera/Psycho und adäqaten Partner(ihr habt nun zueinander gefunden) zu denken. Bist du dir schon klar darüber, ob du KiWu hast oder nicht? Wo und wieviel kann dich dein Partner unterstützen, - habt ihr euch schon lange und ausführlich darüber unterhalten?
    Gibt es Thera's mit Zusatzausbildung SS?


    Salopp dahergesagt: Ihr wisst ja nun, dass ihr jederzeit (wieder) schwanger werden könnt...

    Zum Sohn:
    In meinem Umfeld verlassen die "Kinder" zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr ihr Elternhaus und gehen in die Stiftung/Werkstatt/betreutes Wohnen.
    Der Landschaftsverband hat allerdings strenge Maßstäbe.

    Grüsse


     
  4. elena99

    elena99 Neues Mitglied

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    hey toshja,
    wie geht es dir heute? immer wieder schau’ ich nach, ob du vielleicht wieder geschrieben hast! bist du denn mit deinen überlegungen jetzt durch?
    schreib’ doch wieder was dich beschäftigt und wie du dich so fühlst!
    was bräuchtest du denn jetzt?

    ich denk’ an dich,
    elena :)
     
  5. Lactoy7

    Lactoy7 Mitglied

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    Dir etwas zu raten kann ich leider nicht, denn ihr müßt diese Entscheidung selbst treffen aber ich kann dich zu dem Kind ermutigen. Selbstverständlich war die Zeit mit deinem kleinen Baby sehr schwer, aber das heißt ja nicht, dass es wieder so schwer wird. Mensch, du bist schwanger du bekommst ein Kind, andere in deinem Alter müssen dafür wieviele Tortouren durchstehen und das hast das Glück. Genieße es einfach. Nach deiner Fehlgeburt gings dir super schlecht hast du geschrieben. Stell dir mal vor du hättest einer deiner Kinder abgetrieben? Würdest du es heute übers Herz bringen? Ich glaube nicht, deswegen setzt euch zusammen redet und nehmt die Aufgabe an und ihr werdet sie meistern, da bin ich mir sicher. Ich wünsch dir von Herzen alles Gute und auf jeden Fall die richtige Entscheidung, obwohl du sie in deinem Herzen schon gefällt hast.
     

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