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Meine Geschichte.. mit 22 Vater werden

Junge Eltern haben nicht selten einen schweren Stand. Vorurteile, finanzielle Sicherheit und mangelnde Lebenserfahrung sind die Dinge, die ihnen am häufigsten vorgeworfen werden. Schreiben Sie hier über Ihre Erfahrungen und holen Sie sich Unterstützung. Stichworte: Schwangerschaft Ultraschall, erste Schwangerschaft.

Dieses Thema im Forum "Zu jung für Kinder?" wurde erstellt von damrag, 16 Juli 2015.

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  1. damrag

    damrag Neues Mitglied

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    Erstmal hoffe ich, dass ich hier im richtigen Unterforum bin. Wenn nicht einfach Bescheid sagen dann versuche ich das ganze wo anders niederzuschreiben.

    Kurz zu meiner Person, ich bin 22 Jahre alt, machte 2011 mein Abi, habe Anfang des Jahres meine Ausbildung abgeschlossen und fange gerade an richtig zu Leben. Endlich kann ich mir Auto und Motorrad leisten, und bin schon seit einigen Wochen am Rechnen und am Suchen wegen meiner ersten eigenen Wohnung. Zurzeit bin ich Single.

    So, nun kurz zu meiner Geschichte. Das könnte ein etwas längerer Text werden, aber bitte nicht Verzweifeln J Ich hoffe das ist alles soweit verständlich.

    Ich habe meine Ex ungefähr Anfang 2013 kennen gelernt. Sie hatte bereits 2 Kinder, was mich aber nicht störte. Sie wohnte noch mit ihrem Ex zusammen (der Vater der beiden Kinder) und ihrer Tochter, ihr anderes Kind hat sie abgegeben. Ihr Wohnort war etwa 40 km von meinem entfernt. Mit der Zeit verstanden uns richtig gut und wurden gute Freunde. So ungefähr Anfang 2014 kam es wie es kommen musste und wir kamen zusammen. Da war ich 21 und sie 20. Da sie sich schon Mitte 2013 von ihrem Partner trennte wohnte sie nun bei ihrer Mutter, die ich lustiger weise vor ihr kennen lernte und die in derselben Stadt wie ich wohnt. Ihre Tochter blieb bei ihrem Ex.

    Jedoch war das keine Beziehung wie ich sie mir vorgestellt habe. Am Anfang lief alles noch halbwegs, die ersten paar Wochen und Monate, jedoch wurde sie (in meinen Augen) irgendwann einfach unausstehlich. Ich war natürlich so dumm ihr immer wieder entgegen zu kommen und zu versuchen die Beziehung aufrecht zu erhalten. Sie kam immer wieder mit Ausreden wie dass sie ihre Jugend genießen will weil sie das damals (auch wegen ihren Kindern) nicht konnte. Jedenfalls konnte es so nicht ewig weiter gehen und als ich herausfand dass sie mehrfach fremdgegangen ist, also mit anderen Kerlen geschlafen hat, war es für mich vorbei und ich habe jeglichen Kontakt sofort abgebrochen. Sowas wollte ich mir einfach nicht bieten lassen. Mittlerweile hatte sie, in der gleichen Stadt wie ich, eine eigene kleine 1-Raum Wohnung.

    So viel zur Vorgeschichte. Ich habe sie, als wir uns im August 2014 trennten, wirklich gehasst, weil ich in meinem Leben schon oft verarscht wurde. Ich habe den Kontakt zu ihrer gesamten Familie abgebrochen, weil ich einfach keinen mehr von denen sehen wollte (und weil da meiner Meinung nach einiges falsch läuft aber das ist eine andere Geschichte, meine Ex z. B. ist mit 16 von zu Hause abgehauen, so gesehen mit ihrem Ex durchgebrannt und mit 17 das erste Mal Schwanger geworden)

    Ungefähr 1 - 2 Monate später meldete Sie sich bei mir, dass sie wieder schwanger ist, und fragte mich ob ich der Vater sein könnte. Da war sie glaube ich in der 10. Oder 12. Woche. Als ich gerechnet habe, habe ich festgestellt dass es eigentlich nicht sein kann, da wir in der letzten Zeit unserer Beziehung auch keinen Sex hatten. Da ich auch wusste dass sie nachdem bei uns Schluss war sich weiter durch die Welt gevö**** hat, war es für mich kein Wunder und das sagte ich ihr auch so. Darauf hat sie nur „Gott sei Dank“ gesagt und ich habe nichts weiter von ihr gehört.

    Bis vor ein paar Tagen. Ihr Kind, ein Mädchen, wurde nun geboren. Am Anfang habe ich ihr auf ihre Nachrichten einfach nicht geantwortet, außer „Herzlichen Glückwunsch“ hat sie von mir nichts zu hören bekommen. Sie schrieb immer nur es sei wichtig und ob wir uns unterhalten könnten.

    Irgendwann wurde ich jedoch unruhig. Was wäre, wenn das Kind wirklich von mir ist? Am Anfang hatte ich einfach nur Angst, ich hatte Sachen wie Unterhalt im Kopf, mehr nicht. Gerade als ich meine Ausbildung abgeschlossen habe und begonnen habe auf eigenen Beinen zu stehen. Ich konnte dieses Gefühl nicht länger unterdrücken und antwortete ihr. Sie fragte mich ob ich freiwillig einen Vaterschaftstest mache oder ob sie vor Gericht muss. Die Aussage stimmte mich nicht gerade ruhiger, und ich brauchte erstmal ein paar Tage um mir Gedanken über das Ganze zu machen.

    Ich hatte wirklich so viele Sachen im Kopf mit denen ich sie hätte belasten können. Ich wusste echt nicht mehr was ich schreiben oder sagen sollte. Irgendwann kam wieder eine Nachricht von ihr, dass sie mich beim Jugendamt als eventuellen Vater angegeben hat und dass ich einen Test machen muss, und sie fragte mich ob ich die Kleine mal sehen will. Als ich mich wieder beruhigte, schrieb ich ihr ganz lieb und nett dass wenn es soweit kommt ich einen Test machen werde und falls dieser positiv ist, mich natürlich auch um mein Kind kümmern werde, dass das aber alles ziemlich plötzlich kommt weil ich wirklich gar nichts über das Kind weiß (zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht mal, ob es ein Junge oder ein Mädchen war).

    So kamen wir etwas ins Gespräch, ich habe das erste Mal Bilder von ihr gesehen usw. Meine Gedanken zu Unterhalt etc. waren vorerst verflogen, jedoch kamen nun Ängste und Zweifel auf, wobei wir endlich bei dem Thema sind warum ich das Ganze hier überhaupt schreibe.

    Ich bin nun 22 Jahre alt und vielleicht Vater einer Tochter. Von Tag zu Tag werde ich immer unruhiger, kann mittlerweile nicht mehr richtig schlafen und selbst auf Arbeit bin ich völlig neben der Spur (und das zur Urlaubszeit, wo ich eigentlich 200% geben müsste). Im meinem Kopf dreht sich alles nur noch um diese eine Sache, ich werde wirklich jeden Tag unruhiger und unsicherer. Wie wird es weiter gehen? Werde ich, falls es wirklich so ist? Werde ich ein guter Vater? Bin ich mit 22 überhaupt bereit Vater zu werden? Kann ich mir das überhaupt mit meinem Einstiegsgehalt leisten, wo ich mir doch letztens erst ein Auto und ein Motorrad gekauft habe? Was werden meine Eltern dazu sagen? Geht es meiner „Vielleicht-Tochter“ bei meiner Ex gut? Fragen über Fragen die wohl jedem in meiner Situation durch den Kopf gehen.

    Ich weiß echt nicht wie ich mich Verhalten soll. Eigentlich schreibe ich das Ganze nur weil ich es bis jetzt niemandem anvertraut habe und es einfach mal loswerden musste. Ich kann es einfach niemandem erzählen weil ich viel zu viel Angst habe dass es raus kommt. Ich möchte erst zu 100% sicher sein dass ich wirklich der Vater bin bevor ich es meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten erzähle. Ich möchte erst eine Bindung zu meiner „Vielleicht-Tochter“ aufbauen wenn 100%ig fest steht dass ich der Vater bin. Ist das die richtige Einstellung oder mache ich von Anfang an alles falsch? Aber was wäre, wenn raus kommt dass ich doch nicht der Vater bin sondern einer der vielen Kerle von ihrer damaligen „Spritztour“? Wenn ich dann schon eine Bindung zu meiner „Vielleicht-Tochter“ aufgebaut hätte wäre es schlimmer wieder los zu lassen als erst eine Bindung aufzubauen wenn alles feststeht. Oder? Will ich sie vorher sehen? Ich weiß es einfach nicht … Auch wenn ich etwas Angst davor habe ist es denke ich kein Problem meinen Eltern zu erzählen. Ich habe mit ihnen schon oft über so eine Situation gesprochen und sie haben mir versichert immer hinter mir zu stehen egal was kommt. Wenn es passiert ist ist es eben passiert, dann machen wir das Beste draus. Ob ich auch so ein guter Elternteil werde? Also vielleicht.

    Wie wird sich mein Leben wohl verändern? Wird es sich das überhaupt? Einerseits hege ich seit fast 2 Jahren einen heimlichen Kinderwunsch, aber eher in einer „Bilderbuchfamilie“ mit eigenem Haus einer Frau die ich über alles liebe usw. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und schaffe es auch nicht so wirklich einfach Abzuwarten und mich abzulenken …

    Meine Ex ist mit mittlerweile egal. Naja fast, ich hasse sie immer noch für alles was sie mir damals angetan (und auch zugegeben) hat. Falls die Kleine meine Tochter ist will ich natürlich auch dass es auch meiner Ex gut geht, damit es meiner „Vielleicht-Tochter“ auch gut geht. Ich werde dann auch versuchen so gut wie möglich mit ihr zurecht zu kommen. Oder ist es besser zu versuchen meine „Vielleicht-Tochter“ bei mir als alleinerziehenden Vater aufzuziehen? Das stelle ich mir sehr sehr schwer vor, mit meiner Arbeit und allem, aber ich besitze ein eigenes Haus (mein Elternhaus, da sich meine Eltern letztes Jahr trennten, wieder eine andere Geschichte, dort lebe ich zurzeit mit meinem Vater), da würde es ihr doch viel besser gehen oder? Aber das bedeutet (vielleicht) wieder unnötigen Stress und das will ich nicht. Wer hat eigentlich das Sorgerecht wenn ich wirklich der Vater bin?

    Die letzten Tage habe ich versucht alle meine Fragen im Internet zu klären, was nur teilweise funktionierte, aber ich bin immer noch so unruhig. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, auf nichts. Der Unterhalt ist mit fast egal geworden, denn wenn es wirklich meine Tochter ist stehe ich dazu und unterstütze sie soweit ich kann. Auch wenn ich meiner Ex nur ungerne das Geld in die Hand drücke (weil man nie genau weiß, was sie damit macht) sondern lieber direkt für sie was kaufen würde… aber wenn es wirklich soweit kommt lässt sich da bestimmt (hoffentlich) auch eine Lösung finden.

    Was wird aus meinem Leben werden? Was ist mit meinen Plänen und meinen Zielen? Ich habe gerade begonnen mich Deutschlandweit zu bewerben um ein wenig neue Farbe in mein Leben zu bekommen, das kann ich jetzt wohl vergessen oder? Ich wollte unbedingt ein Jahr in Japan verbringen weil ich die Kultur so faszinierend finde, als Work and Travel oder was auch immer. Das ist jetzt wohl auch Schnee von gestern, oder?

    Ich habe meiner Ex nun meine genaue Adresse mitgeteilt damit das Amt mich leichter findet. Wie lange wird das ganze wohl noch dauern? Wann werde ich nun wissen ob ich der Vater bin oder nicht? Wann bekomme ich Post, wie geht es weiter? Das ist denke ich der wichtigste Punkt von allen, wie lange dauert das alles noch und wann kann ich endlich wieder ruhig schlafen? Ich werde hier echt noch Verrückt!

    Dass meine Tante gestern ins Krankenhaus geflogen wurde zur Not-OP an ihrem Herzen macht die ganze Sache auch nicht gerade besser… zum Glück hat sie die Sache soweit gut überstanden.


    Danke erstmal an alle, die den gesamten Text gelesen haben! Ich musste das einfach mal loswerden und würde auch gerne eure Meinung zu meiner Geschichte hören. Für Tipps, Hinweise, Ratschläge usw. bin ich natürlich auch sehr sehr Dankbar. :)
     


  2. damrag

    damrag Neues Mitglied

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    Noch ein paar Sachen die ich vergessen habe, als Doppelpost da ich oben den Text leider nicht mehr bearbeiten kann :p

    Meine "Vielleicht-Tochter" wurde Anfang Mai geboren, ist jetzt also nun etwa 10 - 11 Wochen alt. Wenn ich so über die gesamte Situation nachdenke... wenn ich wirklich der Vater bin werden meine obigen Gedankengänge denke ich noch intensiver. Aber wenn ich darüber nachdenke dass der Test negativ ist, fühle ich mich irgendwie eher traurig als erleichtert? Das hat bestimmt mit meinem heimlichen Kinderwunsch zu tun, aber in so einer Situation? Den Test muss ich ja dann bestimmt selbst zahlen, was kostet so ein Test überhaupt?

    Ich denke, ich könnte noch ewig weiter schreiben, aber es ist erstmal genug Text. Sonst findet sich wohl niemand der diesen Text freiwillig liest. ;)
     


  3. Bärni

    Bärni Neues Mitglied

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    Warte erstmal den Test ab und mach dir jetzt mal keine Sorgen. Ich glaub schon, dass es in dir Brennt vor Aufregung und Unsicherheit. Aber du machst dich gerade eher selber fertig ohne genau zu wissen was eigentlich los ist. Du hast selbst gesagt, dass das Kind rein rechnerisch nicht von dir sein kann. Und wenn doch, dann geht die Welt auch nicht unter. Kinder haben ist was schönes.

    Ein Vaterschaftstest kostet kann 80 - 200 € kosten, ob du das selbst übernehmen musst weis ich leider nicht. Aber als selbstverdiener ist das ja nicht gerade allzuteuer.

    Auch wenn es dich traurig macht, wenn das Kind nicht von dir sein sollte. Sieh die positiven Seiten an der Sache. Dir wird eine zweite Chance geschenkt eine Bilderbuchfamilie zu gründen oder deine anderen Träume zu verwirklichen. Und das ist glaub ich weit besser als mit einer ungeliebten Frau ein Kind zu haben da du diese dann zwangsweise wenn du das Kind besuchen möchtest immer wieder sehn wirst. Sowas macht einen auf dauer auch kaputt.
     
  4. Blaukissen

    Blaukissen Neues Mitglied

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    Was ist denn dabei herausgekommen? Warst du nun der Vater oder nicht? Und wenn ja, hast du das Sorgerecht übernommen oder sie doch in die Hände der Mutter gegeben? Und noch was, bei der jungen Dame hätte ich an deiner Stelle doppelt und dreifach verhütet, vielleicht so als Tipp für die Zukunft :D
     
  5. paulasmama

    paulasmama Neues Mitglied

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    mich würde auch interessieren was dabei rausgekommen ist :) da könnte man dir bessere tipps zu deiner aktuellen situation geben :)
     
  6. happymamiberlino

    happymamiberlino Mitglied

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    Spannende und interessante Geschichte. Wüsste auch gerne, wie es heute aussieht bei dir/euch.

    Falls du das hier liest, schreibe uns doch mal ein kurzes Update :)

    LIEBE GRÜßE
     
  7. schmettermü

    schmettermü Neues Mitglied

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    Letztlich muss man ja für sich selbst abwägen was man denn will und wofür man denn auch bereit ist! Das kann dir keiner abnnehmen, aber ich wüsste auch sehr gerne was denn aus dieser Geschichte geworden ist, wie seid ihr verbleiben und letztlich was ist rausgekommen. Familien kann man auf verschiedene Arten und weisen grünen und vorantreiben, das muss nicht immer das eigene Kind sein ehrlich gesagt. Das kann alles mögliche invoövieren.
     

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