Hilfe! - Meine Kleinkinder terrorisieren mich

Hallo! Na, neu hier? Wie wäre es wenn du Dich hier kurz vorstellst? Wir würden gerne wissen wer Du bist, woher du kommst, ob du Kinder hast...ach...einfach alles. ;-) Also los, trau Dich! Alle hier freuen sich über "Neue" und würden auch Dich gerne willkommen heissen!

Dieses Thema im Forum "Hallo, ich bin neu hier!" wurde erstellt von andrépierre11, 21 Mai 2013.

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  1. andrépierre11

    andrépierre11 Neues Mitglied

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    Hallo alle miteinander, bin neu hier und brauche dringend Hilfe...
    Ich bin eine junge Mutter von 1 1/2 jährigen Zwillingen und weiß einfach nicht mehr weiter und stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Meine Jungs terrorisieren mich in letzter Zeit so sehr dass meine Nerven total blank liegen. Sie waren eigentlich nie Schreikinder, doch seit ein paar Wochen rasten meine Kinder bei jeder Kleinigkeit komplett aus und das meist den ganzen Tag lang...

    Nehmen wir beispielsweise das erste Kind: er wacht morgens auf und schreit und weint. Nach dem aufstehen wird gefrühstückt und danach geht das gejammere sofort weiter (da er mit nichts zufrieden zu stellen ist) Bis es mittags ins Bett geht... Dann habe ich wenn ich Glück habe mal eine Stunde Ruhe...
    Mein anderer Sohn ist da ein bisschen anders drauf. Er provoziert mich am laufenden Band (sucht und macht gezielt Dinge, die er nicht machen oder haben darf. Beispielsweise das herumdrücken und verstellen des Fernsehers oder die gezielte Suche nach dem Handy). Sobald er nicht bekommt was er möchte dreht er komplett durch. Er wirft sich hin, egal ob er sich am Tisch anschlagen könnte oder mit dem Kopf auf den Boden fallen könnte. Bis jetzt ging das alles noch ganz gut, dass ich ihn noch rechtzeitig auf dem Boden oder in den Laufstall legen konnte bevor etwas schlimmeres passiert. Ihn zu beruhigen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Er beruhigt sich weder, wenn ich ihn in den Arm nehme und versuche zu trösten, noch wen ich ihn austoben lasse..
    Auch das wickeln stellt sich bei beiden als eine riesen Tortur heraus. Gerade André möchte sich nicht den schmutzigen Po abwischen lassen, obwohl ich immer versuche so zärtlich wie möglich zu sein. Auch spielerisch habe ich versucht sie mit einzubeziehen ins wickeln, aber hat leider nichts gebracht.

    Ich versuche sie wirklich so wenig zu schimpfen wie möglich und versuche so ruhig zu bleiben wie es nur geht, aber meine Nerven sind am Ende. Habe schon solche Ohrenschmerzen durch das viele schreien der Kinder und ich weine mittlerweile fast täglich... Mein Mann kommt erst abends nach hause und auch deren Oma kann mich erst gegen abens unterstützen. Dann sind die beiden natürlich wie ausgewechselt... aber warum nicht bei mir? Ich tu meinen kindern keinerlei leid an und würde ihnen auch nie etwas antun, aber ich verstehe nicht warum sie so mirgegenüber so sind... es schmerzt so sehr wenn sie weinen und ich sie nicht beruhigen kann und auch diese höchst agressiven anfälle tun mir als mutter unendlich weh.. ich weiß nicht mehr weiter...
     


  2. Dr. Dolittle

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    Okay, ich denke, ich kann mir gut vorstellen, was bei Euch los ist. Gleich vorweg: Es ist nicht halb so schlimm, wie es sich für Dich aktuell anfühlt, darum versuch bitte als erstes, mal tief durchzuatmen. :troest

    Deine Kinder sind jetzt im Trotzalter. Das ist natürlich sehr schwierig, wenn es gleich zwei sind und Du keine älteren Kinder hast, an denen Du "üben" konntest, aber das wird auch so gehen.

    Zunächst mal ist wichtig für Dich, zu verstehen, daß Deine Kinder nicht wirklich aggressiv sind und auch nicht wirklich gezielt Dinge tun, um Dich zu ärgern - ganz bestimmt nicht. Deine beiden wollen Dir gefallen, wollen geliebt werden - einerseits, anderseits wollen sie die Welt entdecken und herausfinden, wie sie auf ihre Umgebung Einfluß nehmen können - das ist aber niemals in schlechter Absicht, sondern immer nur aus Forschungsinteresse.

    Dann ist ganz wichtig, daß Du Dir immer wieder bewußt machst, daß Deine Kinder alle Deine Emotionen in sich aufnehmen - heißt, wenn Du gestreßt bist, sind sie es auch. Deswegen werden sie dann unruhig, was Dich noch mehr streßt - ein Teufelskreis. Diesen Teufelskreis kannst nur Du unterbrechen, denn die beiden sind noch viel zu klein, um zu verstehen, was bei Euch abläuft.

    Ganz wichtig ist darum, daß Du Dir immer wieder vorbetest: "Es sind kleine Kinder, die meinen das nicht böse, die sind bloß völlig überfordert mit der Situation, aber das bekommen wir schon wieder hin!" Dann redest Du mit Ihnen und sagst Ihnen, was Du jetzt machen wirst - in wenigen Worten und ohne lange Erklärung. Dazu kannst Du noch sagen, was sie tun sollen, aber erwarte nicht, das sie das dann auch tun. Dann machst Du das, was Du angekündisgt hast, mit stoischer Ruhe. Wenn sie sich dagegen sperren, antwortest Du, daß Du sehr wohl wahrnimmst, daß ihnen das mißfällt, daß es aber leider unumgänglich ist und sie sich damit abfinden müssen. Dabei bleibst Du immer lieb und mitfühlend, soweit irgend möglich. Wenn das mal nicht mehr geht, sagst Du nur kurz an, was Du machen wirst und das sie das leider akzeptieren müssen und machst es dann, aber ohne dabei wütend zu reagieren bitte. Etwas verärgert zu sein kann mal vorkommen - kein Problem - aber verlier nicht die Nerven vor Deinen Kindern, denn das verunsichert sie zu tiefst und dann werden sie völlig durchdrehen.

    Du brauchst auch nicht immer zärtlich zu sein - im Gegenteil. In diesem Alter haben die Zwerge schon richtig viel Kraft, die sie auch ungehemmt einsetzen, wenn ihnen etwas wichtig ist. Darum
    mußt Du auch immer wieder mal fet zupacken, um sie zu bändigen. Das schadet den Zwergen nicht, so lange Du nur die in der jeweiligen Situation nötige Kraft einsetzt, es hilft den Kindern sogar sehr, wenn Du sie spüren läßt, daß Du groß und stark bist, denn dadurch fühlen sie sich letztlich sicher und beschützt. Also gib ihnen Konter, wenn sie den Aufstand proben, ohnbe dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Du bist groß und stark und Du sagst, wo es lang geht - steh dazu, dann werde sie lernen, das zu akzeptieren und wertzuschätzen.

    Wegen dem Poposäubern könntest Du mal probieren, ob es in der Badewanne besser geht, wenn er dabei stehen darf. Meinen habe ich dann immer ein Bein hochstellen lassen und konnte ihn so ganz fein untenrum sauberwaschen. Ansonsten mach die Wohnung noch zwergensicherer, in dem Du alles wegräumst, wo sie nicht drandürfen - das spart Nerven bei allen Beteiligten.

    Und versuch nicht, sie immer zufriedenzustellen - das ist nicht deine Aufgabe. Du bist liebevoll und fürsorglich und bemüht darum, in ihrem Interesse zu handeln. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, das müssen sie lernen. Wenn Du Essen machst, dann ist das lecker und wird gegessen, wenn Du mit ihnen rausgehst, ist das in ihrem Sinne usw. Das müssen sie lernen. Kinder, die alles selber entscheiden dürfen, werden total verunsichert, weil das viel zu viel Verantwortung für sie ist. Sie fühlen sich sicherer, wenn sie merken, daß Du am längeren Hebel sitzt und alle wichtigen Entscheidungen triffst.

    Ich möchte Dir noch die Bücher von Lienhardt Valentin ans Herz legen, der viele gute Hinweise zu einer gelassenen Erziehung gibt. Vielleicht kannst Du auch mal einen Babysitter oder eine Haushaltshilfe engagieren, um Dir ein paar Stunden Ruhe und Freizeit untertags zu verschaffen. Außerdem solltest Du versuchen, Dich über einen Spielkreis o.ä. mit anderen Müttern in Deiner Umgebung zu vernetzen, damit ihr Euch gegenseitig ein wenig aushelfen könnt, wenn es mal eng wird. Manche machen bspw. Vereinbarungen, wechselseitig die Kinder stundenweise untereinander abzugeben, um mal den Rücken frei zu haben. Und geh möglichst viel auf den Spielplatz und zum Mutter-Kind-Turnen, damit die beiden sich ordentlich austoben. Außerdem solltest Du mal zu einer Erziehungsberatungsstelle gehen, um Dir vorort ein paar Tips zu holen und vielleicht noch weitere Unterstützungsangebote. Und denk mal über eine Mutter-Kind-Kur nach, um Dich ein wenig zu regenerieren. :sonne
     


  3. casandra9

    casandra9 Neues Mitglied

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    Liebe andrépierre11,

    Als erstes ich weiss genau wie es Dir geht ! Ich bin auch Mutter eines Zwillings ( Mädchen und Junge ).Bei mir sind es auch die ersten, ich habe keine älteren Kinder. Auch ich muss alles alleine machen, von morgens bis abends. Ich habe NIE jemanden der auf meine Kinder aufpasst....( aber gut das ist ein anderes Thema )

    Ich weiss wie überfodert sich man dann fühlt aber wie mein Vorgänger ( Dr. Dolittle ) schon sagt: Die beiden Testen dich !!!
    Weisst Du, schimpfen ist gar nicht so schlimm ( du schlägst sie ja nicht oder schreist rum ) die beiden müssen auch lernen was geht und was nicht. Möglicherweise ist es gar nicht so schlecht wenn sie mal hören das Du böse bist und es nicht gut findest was die beiden machen. Gut die beiden sind bei mir jetzt in einem Alter das man schon dinge erklären kann...... auch begreifen sie nocht nicht alles.

    Bei mir hat auch immer ablenken geholfen und was ganz ganz wichtig ist.... bleib ruhig, ich weiss es ist schwierig, aber die beiden merken genau wenn Deine Nerven beinah blank liegen, glaub mir.....die kennen dich besser als Du denkst und die manipulieren dich von hinten bis vorne wenn sie dazu die chance kriegen ( machen meine beiden immer noch ) Und wenn die das merken, glaub mir wird es nur noch schlimmer..........Kennst Du vielleicht den Spruch " Fremde Augen zwingen...... " Bei anderen Menschen sind die beiden von mir auch immer ganz anders und kann sich dann keiner vorstellen das wenn ich mit denen alleine bin sie oftmals unerträglich sind. Zu zweit sind sie ja stark !!!! Ich spiele, tanze und singe sehr viel mit den beiden und wir sind viel draussen in der Natur. Ich probiere Ihre Wut immer zu durchbrechen mit dingen die sie mögen und toll finden..... Ich fange z.B auf einmal an Ihr Lieblingslied zu singen....... es klappt auch nicht immer aber ich probiere dann auch die Situation zu durchbrechen mit für Ihnen unerwartete dinge.
    Nochmals ich weiss das es absolut nicht einfach ist. Hast Du auch schon mal drüber nachgedacht ob sich in Eurer situtation was geändert hat ? Ich hatte es mit meinem Sohn er war unerträglich eine Zeitlang.....bis ich gemerkt habe das ich Ihm zu wenig aufmerksamkeit gegeben hatte..... Vielleicht ist das noch ein kleiner Tip !

    Ganz ganz liebe Grüsse....... und gib nicht auf....!!! Ich weiss wie schwer und oftmals überforderent es ist ! :troest
     
  4. andrépierre11

    andrépierre11 Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Ratschläge, ich hoffe sie lassen sich so einfach umsetzen :) Dankeschön
     
  5. Dr. Dolittle

    Dr. Dolittle Moderator Mitarbeiter

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    Immer wieder gerne! Würde mich freuen, wenn Du später mal einen neuen Zwischenstand berichtest.
     
  6. casandra9

    casandra9 Neues Mitglied

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    Ich hoffe sehr für Dich das Du einen Weg finden kannst. Viel Glück und halte uns auf dem laufenden :druecker
     
  7. yuqing

    yuqing Neues Mitglied

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    Auch das wickeln stellt sich bei beiden als eine riesen Tortur heraus. Gerade André möchte sich nicht den schmutzigen Po abwischen lassen, obwohl ich immer versuche so zärtlich wie möglich zu sein. Auch spielerisch habe ich versucht sie mit einzubeziehen ins wickeln, aber hat leider nichts gebracht.
    Hosen
     
  8. Orels

    Orels Neues Mitglied

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    MIt 1,5 Jahren kannst du sie auf den Topf setzen und dort sollen sie ihr Geschäft erledigen. Wenn ich lese, dass einer der Beiden am Fernsehr rumschraubt, dann stellt sich mir die Frage-ist der denn angeschalten und warum? Ich würde es so machen: gemeinsam frühstücken, dann anziehen und raus. Entweder spazieren, auf den Spielplatz oder einkaufen. Dann nach hause und Mittag machen-gemeinsam essen und ins Bett. Nach dem Aufstehen Kaffee trinken und wieder spielen und zwar in ihrem Zimmer. So bleibt die Wohnung relativ sauber. Du kannst auch noch mal mir ihnen raus an die Luft (das macht Müde). Vor dem Abendessen würde ich sie Baden oder Duschen und schon Bettfertig machen. Essen, Sandmann und fertig. Die brauchen einen geregelten Tagesablauf und Liebe.
     

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