Schwierig - Nun doch die Heimunterbringung!!!

Wenn Kinder ständig zappelig und hyperaktiv sind, haben Eltern meist alle Hände voll zu tun. Viele Kinder (und Eltern) leiden darunter. Andere Situation: Studien zufolge leidet jedes 10. Kind unter ADS / ADHS (ADS-Syndrom) aber man erfährt nur wenig darüber. Tauschen Sie sich mit anderen im ADS-Forum über Ihre Erfahrungen aus und holen Sie sich Hilfe. Stichworte: Hyperaktivität bei Kindern, Therapie, Medikamente, Schule.

Dieses Thema im Forum "Hyperaktivität + ADS - ADHS bei Kindern" wurde erstellt von Tanja 1, 10 März 2010.

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  1. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    So nun schreibe ich das ganze zum Zweiten mal weil die Seite es nicht erstellen wollte und eine halbe Stunde Arbeit weg war!!! :angryfire :angryfire

    Hallo an alle!

    Mein Sohn Patrick (14) geht nun seit einem Jahr auf eine Erziehungsschule in unserer Nähe. Leider klappt es dort überhaupt nicht. Er verweigert sich in allem, mal im Unterricht und mal in der Tagesgruppe. Es vergeht kein tag an dem nicht irgendwas vorfällt und er vorzeitig nach Hause kommt, teils weil er dann einfach abhaut und teils weil sie in rauswerfen. :wand

    Nun haben wir seit Januar nochmal zusätzlich Familienhilfe bekommen aber auch da verweigert er alles. Er weiß was auf dem Spiel steht aber obwohl er das nicht will ändert sich nichts.
    Er akzeptiert keinerlei Regeln ausser er darf sie selbst bestimmen und hat keinen Respekt vor Erwachsenen. Er ist ein kleiner Anarchist, denkt er zumindest obwohl er gar nicht wirklich weiß was das alles beinhaltet.

    Am 23.3. haben wir nun ein Hilfeplangespräch mit dem JA und den jeweiligen Betreuern. Die Berichte der Einzelnen (Gruppenbetreuer, Familienhelfer und Lehrer) werden wohl dementsprechend schlecht ausfallen und von allen Seiten wird die geschlossene Heimunterbringung angeraten, da ja die Möglichkeiten begrenzt sind.

    Auf der einen Seite weiß ich das dies die letzte und vielleicht auch beste Lösung wäre. Vielleicht wacht er dann endlich auf. Schließlich wollte man dies schon vor einem Jahr tun aber ich hatte mich gewehrt.
    Die andere Seite ist das ich seine Mutter bin und ich mein Kind trotz allem sehr liebe. Ich weiß nicht ob ich damit umgehen kann und ich will ihn auch nicht verlieren. Wenn ich das unterschreibe dann wird er mich hassen und sich abgeschoben und ungeliebt fühlen. Es kommt nämlich noch hinzu das er und mein Mann sich leider nicht wirklich gut verstehen und wir im Oktober unser zweites gemeinsames Kind erwarten. Patrick liebt seinen Bruder sehr und freut sich auch tierisch auf das Baby. Ich will nicht das er sich abgeschoben fühlt. Er gehört doch zu mir. :crying

    Hat jemand ähnliches mitgemacht und kann mir was darüber erzählen?
    Vermutlich fehlt auch was da mein erster Bericht eindeutig besser war aber irgendwas funktionierte nicht. Hoffe das es diesmal klappt.

    LG Tanja
     


  2. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Hallo Tanja,

    zu deinem ersten Beitrag. Wenn du zu lange schreibst kann es sein das du ausgelockt bist und dann kannst du keine Beiträge schreiben. Ich kopier meine Beiträg kurz wenn ich zu lange Pausen habe.

    zu deinem Problem.
    Ich musste mich (Gott sei Dank) noch nicht für od. gegen eine stationäre Unterbringung entscheiden. Wir haben es zwar mal durchgedacht als hier alles drunter und drüber ging aber letzendlich war es nie ein ernsthaftes Thema.

    Du hast ja selber geschrieben das es wohl der einzige und auch beste Weg momentan ist. Wenn du das weißt dann gehe diesen Weg gerade weil du dein Kind liebst.

    Ich würde meinen Sohn in so einem Fall nicht fragen ob er das möchte od. nicht. Mit gerade mal 15 Jahren können die Kinder die Folgen ihres Verhaltens nicht richtig abschätzen (meine Meinung).

    Geh den Weg den du für richtig hälst und nicht den Weg den dein Sohn gerne hätte. Du bist momentan noch für ihn zuständig. Nur du entscheidest was für ihn gut ist. Wenn du wirklich davon überzeugt bist das es richtig ist wird dein Sohn weniger Probleme damit haben die Entscheidung zu akzeptieren. Nur wenn er merkt das du nicht dahinter stehst hat er leichtes Spiel mir dir und deinen Gefühlen. Und nur weil du ihn so lieb hast machst du dir ja soviele Gedanken um ihn. Wenn du ihn nicht lieb hättest wäre es dir ja egal. Das hab ich meinen Kindern immer gesagt.

    LG :bye:Cordu
     


  3. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo Cordu!

    Danke für deine Antwort.
    Das mit dem Schreiben wusste ich nicht. Gut zu wissen fürs nächste Mal.

    Tja das mit dem Heim ist halt so ne sache. Wenn man immer vorher wüsste was das Richtige ist dann wäre es einfacher.
    Wir hatten dieses Thema in den letzten 11/2 Jahren immer wieder und meist denke ich auch das es das Richtige wäre. Wenn es dann aber so kurz davor ist dann sieht das immer ganz anders aus.

    Der Vater und der Halbbruder meines Sohnes sind meines Erachtens auch ADHSler, mein Sohn kennt sie aber nicht. Dem Bruder hat keiner geholfen oder ihn unterstützt. Er hat weder einen Schulabschluss noch sonst was. Ich habe gehofft bei uns wird das anders denn ich bin ja da und werde alles tun was möglich ist. Das habe ich auch getan und trotzdem sind die Wege der beiden genau die Gleichen. Das ist echt zum Verzweifeln!

    Gut heute morgen hat er mir mal wieder gezeigt das es wohl doch der beste weg sein wird. Er hat gerade Praktikum und eigentlich macht es ihm Spaß. Aber heute morgen hatte er schon keinen Bock mehr. Und als er dann merkte das er zu spät kommen wird hat er total abgedreht. Natürlich war ich schuld, wer sonst, ich habe ihm ja nur ca. 10 Mal gesagt er solle sich endlich anziehen. :shake

    LG Tanja
     
  4. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Unser neuster Stand!

    Hatte heute ein Elterngespräch mit seiner Gruppenerzieherin. Angestrebt wird nun erstmal eine mehrwöchige Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung damit er mal anfängt sich mit sich selbst zu befassen und vielleicht auch merkt wie gut es ihm eigentlich geht.
    Und um auch mal zur ruhe zu kommen für alle Seiten.

    Bin gespannt was das JA entscheidet.

    LG Tanja
     
  5. emmie

    emmie Guest

    Hallo Tanja,

    erst einmal ein ganz dickes Kraftpaket:maldrueck von mir.

    Ist das eine geschlossene Wohngruppe oder eine Klinik wo er hin ginge?
    Geht er dann freiwillig oder würde das über eine Zwangseinweisung geschehen?

    Unserer ist nun am Samstag doch aufs Internat, er hatte sich glaub ich gedacht er hätte es
    dort einfacher als bei uns, nachdem wir ihm bei uns keinen Spielraum mehr gegeben haben und ihm sogar mit der Rauswurf gedroht hatten.

    Wenn er dort auch weiter nicht zum Unterricht geht, wird er in den Osterferien auch wo anders untergebracht werden müssen, um ihm zu zeigen dass es alle Ernst meinen und er keine Alternative hat.

    LG

    emmie
     
  6. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Hallo Tanja, emmie

    manchmal ist es einfach nötig das man den Kindern sagt wos langzugehen hat. Ich bin ja der Ansicht das manche Kinder so "schwierig" sind weil sie eine enge Führung brauchen. Ich sag dann gerne: "Sie betteln um Grenzen."

    Meiner bettelt auch um Grenzen. Und wenn er sie dann hat dann läufts normalerweise sehr gut. In letzter Zeit hat er seine Grenzen in der Schule gesucht. Jetzt hat er sie. Er darft sich nichts mehr erlauben. Fehlen nur mit Attest. Sollte er während des Unterricht gesundheitliche Probleme bekommen muss er das schriftlich beim Schulleiter abgeben, dann kommt er nach Hause und muss noch zum Arzt.
    Also sehr enge Führung. Ich bin mir aber ziemlich sicher das es jetzt klappt und er die restlichen drei Semester auf der Schule packt.

    Eine stationäre Unterbringung hatten wir noch nicht. Aber mein Sohn war schon in Reha für vier Wochen. Ihm hat es gut getan das er gesehen hat das es auch noch andere Kinder mit den gleichen Problemen gibt und auch diese Kinder Medikamente einnehmen. Damit hatte er nämlich anfangs ein Problem.

    Ich wünsch euch beiden alles Gute und viel Kraft.

    LG :bye:Cordu
     
  7. emmie

    emmie Guest

    Hallo Cordu,

    mein Sohn (fast 16) hat kein ADS und bis vor 1 1/2 Jahren keinerlei Probleme in der Schule gehabt. Im Gegenteil, er hat sich schulisch selbst so unter Druck gesetzt, dass nichts mehr ging und er von einem zum anderen Tag nicht mehr zur Schule ging.
    Dazu kam noch die Pubertät und sein Sturrkopf.Er hatte bis dahin keine größeren Probleme sich an Regeln zu halten. Wir müssen ihm momentan wirklich die Pistole auf die Brust setzen, sonst sitzt er nur Zuhause und macht gar nichts.

    ("Meiner bettelt auch um Grenzen. Und wenn er sie dann hat dann läufts normalerweise sehr gut. In letzter Zeit hat er seine Grenzen in der Schule gesucht. Jetzt hat er sie. Er darft sich nichts mehr erlauben. Fehlen nur mit Attest. Sollte er während des Unterricht gesundheitliche Probleme bekommen muss er das schriftlich beim Schulleiter abgeben, dann kommt er nach Hause und muss noch zum Arzt.")

    Das haben wir alles hinter uns, hat bei unserem Sohn alles nichts gebracht!

    Momentan braucht er aber ganz feste Regel, wie weit wir kommen und wo es mit ihm hin geht weiß ich aber immer noch nicht. Vor 2 Jahren hat er immer gesagt er will Physik studieren und heute hat er seine Last überhaupt nen Abschluss zu machen.

    Ich bin mit dir einer Meinung, dass die Kids ihre Grenzen brauchen und auch wollen.

    LG emmie
     
  8. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Habe heute nacht im Radio gehört:

    Die Zahl der ADS-Fälle sei laut einer Untersuchung seit dem Jahr 2005 um 70% angestiegen. (nagelt mich bitte nicht auf die Zahl fest)
    Was man bisher noch nicht klären konnte: Ob dieser enorme Anstieg der ADS-Fälle hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß ADS als Störung/Behinderung erst seit ein paar Jahren anerkannt ist und jetzt nur besonders viele Leute sich "darauf stürzen".


    Desweiteren sei die Verschreibung von Antidressiva und Schlaf-/Beruhigungsmittel genauso enorm in die Höhe geschnellt. So circa in jeder 12. Familie ist mindestens 1 Familienmitglied schwer schlafgestört oder sonst wie betroffen; Burn-out als Beispiel. Der eigentliche Hammer daran ist aber, daß dieser massive Medikamenten-Verschleiss besonders häufig in Familien mit Kindern auftritt und wieder mindestens 1 Elternteil zu teil schon jahrelange Arbeitsplatzverlustängste, und damit verbundene Existensängste, hat.

    mfg :hae?
     
  9. Lara1231

    Lara1231 Lara

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    Ich weis da schon das ADS und ADHS so drastisch angestiegen ist.
    Und das wird die Pharma auch rieseig freuen ,...da ja der Absatzt von Ritalin und Co dermasen gut verkauft wird...und die das natürlich freut....
    Der Ansatzpunkt liegt wo ander...und den will fast keiner sooo richtig hören...
    WEnn man Bücher von namnehaften Homöopathen und sehr kritischen Kinderärzte...
    Die Wurzen liegt auch noch in den Impfung.....in denne sind diverse Giftstoffe enthalten...die ja wenn die Babys soooo klein sind...ungehindert ins Gehirn "wandern" könne, da ja die Bluthirnschranke noch nicht geschlossen ist.
    Ich habe drüber viel gelesen und viel nachgefragt...
    Alleine was solche imensen Gifte im Körper für schäden verrursachen können...
    Und da sind wir dann schon wo wir jetzt sind.....
    LIest man Grätz, Dr Graf, Dr Wild..Dr Buchwald...und und und...kenne viele...
    Wie sagt Grätz...Impfungen das ist die "Seuche" des dritten Jahrtausend.
    aber die meisten Menschen wollen das nicht wahrhaben....
    Ich will hier auch um Gottes Willen keinen angreifen.....
    WEnn ich alleine bei uns im Kiga schaue,...es gibt so gut wiekein Kind das keine PRobleme hat.....und um so mehr sie durchgeimpft sind...in der REgel...um so größer die Probleme...die laufen von Ergo zur Logo...Psychomororik, Neurologen,Hautarzt....und was weis ich wo hin...
    Bei uns sind auch einige, und es werden bewußt immer mehr....die überhaupt nichts geimpft haben...
    Und die fallen ALLE nicht in diese Reihe...das finde ich Persönlich sehr interessant
    WEnn die "SEuche" was auch immer krassiert im Kiga, sind alle dabei auser die ungeimpften...
    Probleme gibt es da weitgehends auch keine...(warum auch immer???)
    Und es gibt mittlerweile auch eine Befragung einer Frau aus Österreich, die was weis ich wie viele hundert Kinder befragt hat zu krankheiten..was die alle haben...die Kinder sind alle ungeimpft....
    Und es gibt ja verschiedenen Medizinsiche STudien, wie viel Prozent der Kinder jeweils an welchen Krankheiten beteiligt sind....als z B Neurodermitis und dergleichen..
    Und diese Befragung sagt das es mit der Medizinsichen Studie in keinster Weis übereinstimmt.....
    Diese KInder sind um ein vielfaches fitter...haben so gut wie keine Probleme....
    Und das fand ich persönlich schon sehr interessant.....
    Keine grausamen Krankheiten...keine Todesfälle....keine SChweren Behinderungen durch evtl Kinderkrankheiten...nix...
    Rund um gesunde fitte KInder...die noch im Einklang mit sich selber leben....
    Und so kann ich das von meinen drei völlig ungeimpften Kinder auch berichte...
    Die haben weder irgendwelche Probleme...noch haben sie Hautprobleme....noch sind sie dauernt krank...noch haben sie ne Brille......
    Und das gilt echt für alle Kinder die ungeimfpt sind bei uns in der Gegend...und das sind mind 50....und es werden stetig mehr....*freu*
    Nur mal ein Gedankenanstoß.
    Natürlich spielen auch bei ADS z B spannungen in der Familie und deren System mit .
    Ich würde an deiner STelle mal eine Familienaufstellung machen...um zu sehen wo dein Sohn steht......und wie du ihn evtl helfen kannst...
    Da muß man aber selber auch "mit arbeiten".....
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel kraft und erfolg...auch für deinen Sohn...das es ihm bald besser geht....
     
  10. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    zunächst mal eine Bitte: Vielleicht findet sich ja jemand, der diese Beträge in einen eigenen Thread überstellen kann, denn ich denke, dass dies zunächst einmal mit der besonderen Fragestellung von Tanja nichts zu tun.

    Ich sage zunächst mal etwas zu den aktuellen Zahlen: Die Zahlen, die Gerhard nennt, sind nicht die Zahl der AD(H)S-Fälle, sondern das Verschreibungsvolumen. Die Angabe, dass Verschreibungsvolumen sei um über 70 Prozent (präzise: 72 Prozent) gestiegen, bezieht sich auf Nordrhein-Westfalen, dass damit bundesweit führend ist. Die Techniker-Krankenkasse, die vor einigen Wochen dazu eine vom Umfrageinstitut Forsa in ihrem Auftrag durchgeführte Umfrage veröffentlich hat, gibt an, bei ihr seien im Laufe der vergangenen drei Jahre mehr als 30 Prozent mehr Verschreibungen von Methylphenidat, das unter anderem unter dem Markennamen Ritalin verkauft wird, abgerechnet worden. Andere Mittel, die andere Wirkstoffe enthalten, sind darin nicht enthalten. Aus dieser Umfrage geht vor allem hervor, dass mittlerweile bundesweit sieben Prozent der befragten Eltern angeben, sie seien subjektiv der Ansicht, ihr Kind habe AD(H)S. Auf die Bundesländer verteilt variieren diese Zahlen stark: In Bayern nehmen elf Prozent der Eltern an, dass ihr Kind darunter leidet; in Mecklenburg-Vorpommern ist es nur ein Prozent. Interessant ist das vor allem, wenn man die tatsächlichen Verschreibungszahlen aus den Büchern der Techniker (leider gibt es momentan in Deutschland keine Angaben von anderen Krankenkassen) dagegen hält: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der mit AD(H)S diagnostizierten Kinder im Laufe der vergangenen drei Jahre nur leicht auf unter ein Prozent aller Kinder gestiegen, aber das Verschreibungsvolumen um 22,5 Prozent geklettert. Insgesamt ist das auch im Rest Deutschlands zu beobachten: Das subjektive Empfinden von Eltern, ihr Kind leide an dieser Krankheit, ist gestiegen. Die Zahl der Diagnosen ist gestiegen. Und die Zahl der Verschreibungen ist noch mehr angestiegen. Daraus kann man nur ableiten, dass pro AD(H)S-Fall, deren Zahl zugenommen hat, höhere Dosen an Methylphenidat verschrieben werden. Ginge man davon aus, dass in allen Fällen, nach allein medizinischen Gesichtspunkten diagnostiziert und verordnet wird, könnte man annehmen, dass die zugenommene Zahl an AD(H)S-Fällen an der gestiegenen Sensibilisierung für dieses Krankheitsbild liegt. Doch die gestiegene Zahl an Dosen pro Fall müsste man dann darauf zurück führen, dass die deutsche Jugend kränker geworden ist, und deshalb mehr Methylphenidat braucht, um die Symptome zu lindern.

    Leider gibt es dafür keine Daten, und das hat einen guten Grund: Die Mediziner, von denen ein Großteil dieser Diagnosen und Verschreibungen stammen, sind dafür nicht qualifiziert, solche Aussagen zu treffen, denn es handelt sich dabei um Haus- und Kinderärzte, die, wenn es um psychische Erkrankungen geht, handeln, wie sie es nie täten, wenn es um Knochenbrüche oder Krebs geht: Es wird diagnostiziert und verschrieben bis der Arzt kommt, und dabei auch gerne dem gefolgt was die Eltern sagen, weil Eltern ihre Kinder ja am Besten kennen, und weil ja im Beipackzettel steht, dass Mittel x nicht süchtig macht und auch keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, und noch mehr als das: In gewissen Medien wie dem Focus war in den vergangenen Monaten immer wieder zu lesen gewesen, dass Ritalin ja sogar schlau macht, haben Tierversuche ergeben - es kann also nicht verkehrt sein. Dass diese Studie von einem Hersteller eines MPH-Präparates in Auftrag gegeben wurde, dass die Hersteller im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder versucht haben, die zunehmende Kritik durch Wohlfühl-Nachrichten zu kontern, dies wissen nur die, die nachschauen, und das sind in der Regel andere Ärzte, jene, zu denen die an einer Verschreibung Interessierten nicht gehen, weil diese Ärzte dann dafür bekannt sind, dass sie zurück haltend sind.

    Denn: Die Frage der Techniker nach dem subjektiven Empfinden mag zwar zunächst einmal theoretisch anmuten, aber sie hat eine besondere Bedeutung - bei jenen Eltern steht die Diagnose bereits fest, bevor die Symptome überhaupt einem Arzt vorgeführt werden.

    Ja, Eltern kennen ihre Kinder am Besten. Man kennt die Höhen und Tiefen und erlebt, wie man ihnen nicht mehr Herr wird. Aber Eltern machen auch grundsätzlich nichts falsch. Was Eltern mit ihren Kindern machen, muss richtig sein, und weil eben Eltern nichts falsch sein, muss etwas anderes die Ursache sein: AD(H)S. Depressionen. Borderline. Man sieht die Symptome, geht ins Internet, und spätestens in einem Elternforum der Wahl findet man jemanden, der eine Diagnose trifft, mit der man dann den richtigen Arzt suchen kann. Und AD(H)S ist dabei die allererste Diagnose der Wahl: Wenn man hier oder da auf diesen Menschen trifft, der selber ADS und elf Kinder hat, die auch AD(H)S haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es das eigene Kind auch hat.

    Bitte versteht mich nicht falsch: Ich kritisiere das nicht. Aber ich wünsche mir so sehr, dass das Handeln besser hinter fragt, und dass die Diagnose in die Hände von Medizinern gelegt werden, die dafür qualifiziert sind. Und das ist selbst ein Kinderarzt, der eine Zusatzausbildung für AD(H)S hat nicht - aus diesem Grund: Er, sie kennt die ganze Bandbreite der psychologischen Erkrankungen nicht, denn er ist weder Psychologe noch Psychiater. Wenn jemand aber diese Bandbreite nicht kennt, und sich auf die Erkennung von einer einzigen Krankheit spezialisiert hat, dann ist es nahezu unausweichlich, dass nur diese Krankheit diagnostiziert wird, und alle anderen Ursachen, die diese Symptome haben könnten, unter den Tisch fallen: Weil bei psychischen Krankheiten in der Regel keine körperlichen Anzeichen zu erkennen sind, verlässt man sich auf die Symptome im Verhalten, und deren Einschätzung ist nun immer subjektiv: Wenn ich danach schaue, finde ich sie in vielen Menschen. Interessant dabei ist, dass es auch Ärzte gibt, die auf die Diagnose von Asperger spezialisiert sind, was eine Krankheit ist, die dem AD(H)S sehr nahe ist, aber eine andere Behandlung erfordert: In diesen Praxen werden nahezu ausschließlich Asperger-Fälle diagnostiziert.

    Psychische Diagnosen gehören in die Hände von Fachärzten. Denn wenn ich mir das Bein breche, gehe ich ja auch zum Chirurgen. Ich diagnostiziere mir auch nicht über das Internet Krebs, und suche mir dann einen Arzt, der mir eine Chemotherapie verschreibt.

    Wenn es um psychische Erkrankungen geht, ist das außer Kraft gesetzt. Denn die Diagnose ist eine Befreiung: Man weiß endlich was los ist. Menschen, die sich außerhalb dessen verhalten, was von ihnen erwartet wird, können für ihr Umfeld eine immense Belastung sein. Von einer Diagnose erwartet man sich, dass dieses Verhalten schnell abgestellt wird. Die Diagnose verhindert aber auch, dass sich die weiteren Beteiligten die Frage stellen, inwieweit ihr eigenes Verhalten, ihre eigenen Erwartungen für das Verhalten dieses Menschen verantwortlich sein könnten: Der wirtschaftliche Druck hat zugenommen. Gleichzeitig werden Kinder in zwölf statt 13 Jahren zum Abitur gejagt - bei gleichem Lernstoff. Es könnte kein Zufall sein, dass gerade in Bayern, wo der schulische Leistungsdruck besonders hoch ist, dass subjektive Empfinden, das eigene Kind könnte AD(H)S haben besonders hoch ist.

    Viele Grüße,

    Ariel
     
  11. Felicitas

    Felicitas ständig auf Achse

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    Ich würde es leichter empfinden, wenn diese langen Beiträge mit mehr Absätzen geschrieben würden.

    Dann würde ich sie auch lesen, denn so wie diese sind, fällt es einem Addsler schwer, sie zu lesen.


    Schade

    Danke
    Feli
     
  12. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Ich finde es doch immer wieder sehr interressant wie eine ganz normale Frage zu einer Grundsatzdiskussion über ADS mutieren kann. :rolleyes:

    Also vielleicht hätte man über dieses Thema einen neuen Thread eröffnen sollen, denn mir hilft das in keinster Weise weiter. Mal davon abgesehen das ich als ADS-Mum das alles schon weiß, zumindest zum großen Teil. Weiter möchte ich mich darüber nicht auslassen.

    Lieben Dank an Cordu und Emmie!
    Ganz genau weiß ich erst am Dienstag nach dem HPG was nun passieren wird und was denn wohl das Beste für ihn sein wird. Obwohl ich denke was letztendlich das Beste ist weiß man vorher nicht.
    Aber ich werde mich dann auf jeden Fall wieder melden!

    LG Tanja :bye:
     
  13. Felicitas

    Felicitas ständig auf Achse

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    Ach jetzt hab ich es aus deinen kurzen klaren Worten heraus gelesen, man will dich eines anderen belehren.

    OK, dann brauch ich den Mist erst gar nicht lesen, als ADS Mutter weiß ich auch bestens Bescheid.

    Ich drücke dir alle Daumen, dass dein Sohn , falls er das häusliche Umfeld verlassen sollte, die Kurve kriegt.

    Toi, toi toi


    Feli
     
  14. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Nein, jedenfalls ich will sie nicht eines anderen belehren. Ich habe in einem sehr kurzen Absatz zu Beginn meiner Ausführungen geschrieben, dass weder mein Beitrag noch die voran gegangenen, auf die ich geantwortet habe, nichts mit dem Thema zu tun haben und ich deshalb darum bitte, sie aus diesem Thread heraus zu lösen.

    Oh. Entschuldige. Der voran gegangene Absatz war Dir sicher auch zu lang. Ich sag's deshalb mal ganz knapp:

    Sachen für Mist zu erklären, die man nicht gelesen hat, ist Mist.
     
  15. Nina 74

    Nina 74 ~ Und nu' ?~

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    Hallo und sei :troest
    Also wir machen etwas ähnliches z.Zt.....
    Tom (11 1/2 Jahre) ist seit Januar '10 in einer heilpädagogischen/psychotherapeutischen
    Klinik. Erst nur zur erneuten Diagnostik (6 Wochen) und seit dieser Woche ganz. D.h. er kommt nur alle 14 Tage nach Hause. Bei uns war nur noch "Chaos" :shake
    In der Schule klappte gar nichts mehr und zu Hause wurde es auch immer schlimmer (trotz Familienhilfe, Therapie,....).
    Ich habe mich einerseits sehr schwer getan mit dieser Entscheidung, aber andererseits auch nach fast sechs Jahren Kampf keine Kraft mehr.
    Es ist natürlich schon ein Unterschied zur Heimunterbringung.Aber ich auch das es deinem Sohn hilft. Manchmal geht es eben einfach nicht anders, auch wenn man als Mutter leidet.
    Tom fragt auch oft, wann wir ihn endlich da "raus holen"!? Klar es ist für uns alle vier schwer, aber ich weiß auch dass es uns hilft und unsere letzte Chance ist.
    Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut geht und wünsche dir viel Kraft.
     
  16. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    @felicitas: Irgendwie ging es hier auf einmal darum das wir unseren Kids Medis geben und das unsere Kinder durch das impfen verhaltensauffällig sind und das es eben immer mehr ADSler gibt usw.
    1. gehört es eben nicht zum Thema und 2. weiß ich das und es ist meine Entscheidung, 3. habe ich keinen Bock mehr auf ewige grundsatzdiskussionen

    @hitnak: Ich weiß deinen Einsatz zu schätzen und habe mich gefreut das es jemand aufgefallen ist das das alles ja nu nicht zum Thema gehört. Dich wollte ich sicher nicht angreifen, wollte es auch nur nochmal klarstellen das mir das ja nicht hilft. Danke!

    @nina: Danke! Ich hoffe wirklich das ich am Dienstag fähig bin eine Entscheidung zu treffen die uns allen hilft und vor allem ihm. Er hat noch nie irgendwo geschlafen und da wird er nun ja dann dazu gezwungen. Ich weiß nicht wie er das verarbeitet. Denn trotz aller Probleme ist er doch auch sehr sensibel wenn er will.
    Aber ich hoffe wirklich das ein mehrwöchiger Aufenthalt ausreicht und er nicht komplett weg muss.

    LG an alle Tanja
     
  17. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    So, die Entscheidung ist gefallen!

    Er wird so bald wie möglich in eine psychiatrische Klinik hier im größeren Umkreis kommen. Dort wird er nochmal genau ausgetestet um zu sehen ob es ausser dem ADHS noch was gibt was wir beachten müssen und es wird intensiv mit ihm gearbeitet. Er muss lernen mit sich selbst klarzukommen und mit seinen Problemen umzugehen. Die Länge des Aufenthalts richtet sich dabei ganz nach ihm aber ich hoffe das er es in zwei bis drei Monaten hinter sich hat. Ich hoffe das er sich darauf einlassen kann.

    Bisher geht er erstaunlich gut damit um, ist mir fast schon zu gelassen. Angst macht ihm nur das Schlafproblem.
    Vielleicht hat er aber auch inzwischen eingesehen das es so nicht weitergehen kann und das er Hilfe braucht. Sonst sehe ich echt schwarz für sein weiteres Leben.

    Im Anschluss an diese Massnahme war ein eventueller Auslandsaufenthalt im Gespräch. Vorschlag Südafrika :uebel ! Ganz schön weit. Aber darüber wird dann nochmal gesondert gesprochen.

    Nun hoffe ich nur das er das alles hinbekommt und das es was bringt! :anbet

    LG Tanja
     
  18. emmie

    emmie Guest

    Hallo Tanja,

    ich wünsche euch viel Glück und er sich darauf einlassen kann.
    Wie lange wird es denn noch dauern bis er in die Klinik kommt, die haben doch sicher lange Wartezeiten?

    Schlafprobleme hat unser Sohn bis heute noch, muss er mit umgehen lernen.

    Was wird auf diesem Auslandsaufenthalt gemacht, wie lange dauert so was und was soll das bringen?

    :maldrueck
    LG emmie
     
  19. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Mit 13-14 J. hatte ich auf einmal keine Lust mehr zum Lernen, Noten wurden immer schlechter - ich flog schliesslich mit 3 5-ern vom Gymnasium.
    Diese Schlafprobleme hatte ich auch.

    Die Ursache bei mir war:
    Meine Sexualität war erwacht - und ich träumte auch alsbald von den Mädchen. Tragisch, die Mädchen "erhörten" mich nicht.

    Psychiatrie hätte ich damals wahrscheinlich als Vergewaltigung empfunden.

    mfg
     
  20. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo!

    Wir hoffen das es nicht allzu lange geht. Der bisher frühste Termin den wir haben könnten wäre der 6.4.
    Unser Familienhelfer telefoniert heute aber erst nochmal mit den anderen Kliniken.

    Schlafprobleme haben wir mehr oder weniger schon immer. Sind aber nicht weiter schlimm.
    Und wenn die schlechten Noten unser einzigstes Problem wären dann würden wir ihn nun sicher nicht weg tun. Fakt ist einfach das er mit seinem Leben nicht klar kommt. Er meint er könne bestimmen wie es zu laufen hat. Sei es in der Schule oder zu Hause.
    Das er das nicht toll findet ist uns auch klar wir hätten es auch gern anders gehabt. Aber so kann es nicht weitergehen. Dann landet er demnächst im Knast oder auf der Strasse. Beispiel: Dienstag wollte er mit dem Baseballschläger und einer um die Hand gewickelten Kette auf einen Jungen los. Dabei beschimpfte er dann dessen Oma noch mit alte dreckige Schlampe. :heul2

    LG Tanja
     
  21. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Hm hm,

    so war ich mit 14 nicht.
    Gibt es in eurem/seinem Umfeld Personen, die so sind und denen er vielleicht dieses Verhalten abgekuckt hat?
    Wenn ihr Eltern nie solche Wörter wie "alte dreckige Schlampe" sagt, dann hat er das von wo anders her.

    Aber da fällt mir nochwas ein:
    Krieg/Gewalt in der Schule. Ich z.B. bin mit 14 zum Opfer geworden, weil ich Spätentwickler war und mit 14 für mein Alter klein+schwach. Da gab's 3 Jungs, die hielten zusammen und machten sich einen Spass daraus, jeden Tag nach dem Unterricht im Ausgang/Fahrradkeller mir aufzulauern. Ich war der Prügelknabe - und konnte auch nicht ausweichen. So musste ich mehrmals pro Woche Haue einstecken. Das war mit ein Grund, warum ich keine Lust mehr auf Schule hatte.
    Die 3 schlugen mich nie so sehr, daß es blaue Flecke oder sonst was sichtbares zu sehen gab. Ich weiss nicht, warum ich nie mit meinen Eltern darüber redete. Aber sie haben auch nie nachgefragt, wohl deshalb, weil ich nie sichtbar verletzt war.
    Das was die 3 aber bezweckten, hatten sie wohl erreicht: Mit psychischen Stress das Opfer mürbe machen auf Dauer.
    Jeden Tag wusste ich, daß ich heute so oder so wieder dran bin. Da ich keinen Freund hatte, musste ich mir auch Sticheleien von den 3 im Klassenzimmer gefallen lassen.
    Zumindest in Gedanken hatte so etwas wie dein/euer Sohn, zusätzlich noch ne Eisenstange.

    Zu den Motiven dieser 3 kann ich heute nur sagen: Deren Eltern getrennt/geschieden. Haben bei ihren Eltern diese Gewalt erlebt; Alkohol.

    lg
     
  22. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Liebe Forumsmitglieder,

    ich weiß das ADS/H eine Diagnose ist die von einigen angezweifelt wird bzw. die Ursachen von ADS/H sehr umstritten sind.

    Wenn die Themenstarterin hier in einem Thread ihre Angst vor einer stationären Unterbringung / Heimunterbringung beschreibt ist ihr nicht damit gedient das herumdiskutiert wird warum und wieso ihr Sohn ADS/H hat od. nicht.

    Vermutlich fast alle Eltern von betroffenen Kindern haben schon zu genüge damit zu tun gehabt ihr Verhalten, ihre Therapien und/oder eine Medikamentengabe zu rechtfertigen.

    :ironie:
    Wir wissen
    -das wir unfähig sind unsere Kinder zu erziehen
    -das wir sie zum falschen Zeitpunkt haben impfen lassen
    -das wir sie ihre Pupertät nicht ausleben lassen
    -das wir mitansehen das sie die falschen Freunde haben
    -das wir sie mit Psychopharmaka ruhig stellen
    :ironie:

    Ich möchte euch alle bitten hier keine Grundsatzdiskusionen loszutreten warum / wieso es ADS/H gibt od. nicht od. wie man es am besten behandelt.

    Bitte achtet auf das Thema und was darin gefragt wurde.

    LG :bye: Cordu
     
  23. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Hallo Tanja,

    ich kann euch nur gratulieren das ihr nun eine Entscheidung getroffen habt.

    Das dein Sohn so gelassen damit umgeht würde ich für mich interpretieren das er froh ist das nun endlich eine Entscheidung gefallen ist. Auch wenn sie für ihn bedeutet das sich sein Leben erheblich verändern wird.

    Das sich sein Leben verändern muss wird er genauso wie ihr wissen. So wies jetzt läuft kanns ja nicht weitergehen.

    Ich bin überzeugt das ihr nun einen guten Weg eingeschlagen habt.
    Sicher werden Zeiten kommen in denen zu Zweifel hast obs richtig ist. Aber auch das werdet ihr schaffen.

    Lass uns auch in Zukunft wissen wies euch geht.

    LG :bye: Cordu
     
  24. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    :ironie:

    ACHSO. Jetzt hab ich was verstanden. Was ist Pubertät? - Pubertät ist, wenn die Eltern Schwierigkeiten machen.
     
  25. Felicitas

    Felicitas ständig auf Achse

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    @ Gerhard,

    kannst du auch was zum Thema beitragen , ausser völlig daneben gegriffene Beiträge?

    So wie es aussieht wohl eher nicht. denn ADHS und Pübertät, dass sind leider zwei völlig unterschiedliche Schuhe.

    Deshalb ist es wirklich nicht von nutzen, wenn du der Tanja von deinen pubertären Verfehlungen erzählst.



    @ Tanja,
    ich hoffe, dass dein Sohn weiß, dass dies seine letzte Chanche ist.
    Ich wünsche Euch von ganzem Herzen alles Gute und einen positiv endenden Aufenthalt.


    Feli
     

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