sexueller Übergriff durch Mitschüler

Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens. Erfahren Sie im Forum Schule, wie Sie Ihr Kind für die Schule begeistern. Ihr Kind hat Probleme mit den Lehrern? All dies ist häufiger als Sie vielleicht denken. Außerdem: Klassen- und Ferienfahrten. Stichworte: Vorschule, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Lehrer, Gesamtschule, Waldorfschule.

Dieses Thema im Forum "Schule + Grundschule" wurde erstellt von feivelmaus, 28 März 2012.

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  1. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo
    meine Tochter, jetzt 12, berichtete gestern von einem sexuellen Übergriff durch einen Mitschüler, der ebenfalls 12 war. Er hatte sie genötigt sich auszuziehen und als sie das nicht wollte, fasste er ihr zwischen die Beine und so heftig an die Brust, dass sie einige blaue Flecken dort hat.

    Sie erzählte es erst dem Vertrauensleherer, da die Klassenlehrerin krank ist. Der ging einfach weg und beachtete es nicht. Dann erzählte sie es in der Tagesgruppe und dort rief man mich gleich an.

    Heute Morgen war ich in der Schule und habe den Jungen auch gesehen....ich musste mich schon beherrschen....die Rektorin meinte, sie würde sofort die Eltern des Schülers in die Schule zitieren und sie wisse, dass er problematisch ist. Er hatte meine Tochter schon mal bei einem Streit in die Schulter gebissen vor 1/2 Jahr. Den Abdruck sieht man heute noch. Leider waren die beiden in der Eingangshalle der Nachbarschule, wo die Kinder sich oft vor Schulbeginn aufhalten und dort sei keine Aufsicht und der Aufenthalt wäre nur geduldet und sie solle sich besser auf dem pausenhof aufhalten, da dort AUfsicht wäre.

    Nun möchte meine Tochter zur Polizei und den Jungen anzeigen aber ich zweifle , ob das was bringt. Sie muss das alles wieder erzählen und da der Junde 12 ist, wird ihm ohnehin nichts passieren. Andererseits möchte ich meiner Tochter auch das Gefühl geben, dass ich sie Ernst nehme und wenn wir keine Anzeige erstatten könnte sie womöglich das auch für die Zukunft mitnehmen, dass man bei Übergriffen nicht zur Polizei gehen braucht, weil die nichts unternehmen.

    Ich weiss nicht so Recht was ich tun soll...
    LG
    Micha
     


  2. papaschlumpf

    papaschlumpf Aktives Mitglied

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    Mir stellen sich da mehrere Fragen.

    1. Der Junge scheint schonmal auffällig geworden zu sein. D.h., auch eine Aufsicht muss sich da mal besonders ein Auge dafür nehmen, was er in Nicht-Unterricht-Zeiten macht.

    2. Wenn Tagesgruppe und Rektorin das ernst nehmen, warum dann der Vertrauenslehrer nicht? Darüber sollte man mit der Rektorin oder als Elter mit dem Vertrauenslehrer nochmal reden.

    3. Geht zur Polizei. Damit nehmt ihr den Wunsch und das Gerechtigkeitsempfinden Eurer Tochter ernst, dazu ärgere ich mich immer, wenn einer nichts macht, weil es eh nichts bringt - gerade deshalb bringt es nichts. Also machen. Im Rahmen Eurer Möglichkeit größtmöglichen Rabbatz! Gerade wenn sich mehrere "kleinen" Anzeigen bei einer Person häufen, wird man da schon aufmerksam.

    4. Deine Tochter sollte sich vorab nicht mehr dort aufhalten, wo der Junge solche Sachen machen kann. Blaue Flecken sind Körperverletzung, der Biss eigentlich auch (habt ihr damals nichts unternommen?).

    :maldrueck
    papaschlumpf
     


  3. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo
    wegen dem Biss hatten wir nichts unternommen, es war "oberflächlich", also es blutete nicht und sie hatte ihn wohl auch provoziert.

    Die Mutter war schon in der Schule und wollte unsere Nummer, weil sie entsetzt und schockiert ist, sich entschuldigen will. Vielleicht will sie auch nur die Anzeige abwenden.

    Aber ich sehe das auch so, denn ich rief in der Polizeidienststelle an und die haben auch zugeraten. Wir erstatten heute Anzeige.

    Viele Grüße
    Micha
     
  4. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo
    wir waren bei der Polizei, fast 2 Stunden. Sie musste alles haarklein erzählen, was ihr sehr unangenehm war und es wird noch eine 2. Vernehmung mit einer Fachbeamtin geben.
    Zum Arzt musste sie auch, damit er ein Attest schreibt.
    Danach rief die Mutter an und jammerte, dass ihr Sohn doch schon einen Schulverweis bekäme und schon genug bestraft wäre und wir absehen sollten von einer Anzeige.

    Das Beste war aber, dass der Klassenlehrer des Jungen meine Tochter ansprach und meinte, er hätte das sicher nicht böse gemeint und wäre doch ein netter Junge und wohl nur in sie verliebt uns sie hätte ihm ja auch Hoffnungen gemacht und ob ihr Vater nun wirklich, wirklich eine Anzeige machen würde.

    Da zweifelt man, ob man das Richtige macht, aber der Kinderarzt hatte uns dann auch Mut gemacht!!!

    LG
    Micha
     
  5. papaschlumpf

    papaschlumpf Aktives Mitglied

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    Sorry, ich war früher auch verliebt und bin es bis heute. Habe aber noch nicht ungefragt jemandem zwischen die Beine gefasst und ihn gezwungen, sich auszuziehen. Das hat doch mit Verliebtsein nichts zu tun.

    Zweitens: Wer was verbockt, muss daraus lernen und dafür geradestehen. Das ist ein Lerninhalt, auch für jemanden, der deshalb Stress bekommt. Stress bekommt er gerade von den Leuten, denen er etwas bedeutet und die noch nicht alle Felle davonschwimmen sehen. Andere würden resignieren und ignorieren. Das sollte man sowohl Mutter als auch Klassenlehrer mal sagen.

    Ich merke, dass ich beim Schreiben gerade schon wieder sauer werde. Und mache Euch Mut, konsequent die Sache weiterzumachen. Und auch direkt die "Besserwisser" zu fragen, auf wessen Seite die nun stehen und wie es mit ihrem Gerechtigkeitssinn steht. Manchen Leuten geht bei so einer Frage tatsächlich ein Licht auf, manch andere halten dann wenigstens ihre Klappe und verbreiten keinen Müll.

    Fest gedrückt,
    papaschlumpf

    PS: Was mich wundert ist, dass bei der Polizei nicht sofort eine Psychologin oder Beamtin hinzugezogen wurde. Ist das so Standard? Das halte ich für bedenklich.
     
  6. suse19782002

    suse19782002 Aktives Mitglied

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    Hallo,


    papaschlumpf hat ja schon alles geschrieben. Dem stimme ich 100% überein.
    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und dies beim Jugendamt melden.
    Vielleicht haben die auch Möglichkeiten, nicht nur für den Jungen, sondern für die ganze Familie.
    Auf jeden Fall gehören dem Jungen Grenzen gesetzt. Er muß kapieren, dass das was er gemacht hat, strafbar ist. Es bringt doch nichts, das Geschehene einfach runter zuspielen.
    Vor Allem, wenn jetzt nichts passiert, was geschieht dann später? Er wird ja schließlich auch älter ... Über die Ausmaße möchte ich garnicht nachdenken.
    Es ist richtig, dass Ihr so handelt. Im Interesse Eurer Tochter und sicher auch dem des Jungen.

    Alles Gute!
     
  7. Raupe

    Raupe Raubkatzenbändigerin

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    Es erfordert ganz schön Mut schon mit 12 so energisch gegen einen Übergriff vorzugehen, vorallem wenn ihr erstes Hilfegesuch beim Vertrauenslehrer so ignoriert wurde. Deine Tochter kann wirklich stolz auf sich sein! Sie hat das Richtige getan und soll sich bloß von niemandem etwas anderes sagen lassen!!!

    Diese beiden Lehrer (Vertrauenslehrer und Klassenlehrer des Jungen) sind allerdings eine Katastrophe... :angryfire
    Und ich wäre wahrscheinlich schon beim Rektor und/oder Schulamt gegen diese beiden "Pädagogen" angegangen. Sexuelle Belästigung und Körperverletzung sind ja nun kein Kavaliersdelikt. Hallo? Der Kerl hat so feste zu gepackt dass die Arme blaue Flecken an der Brust hat? Und dann besitzt der Lehrer die unglaubliche Frechheit ihr zu sagen dass sie selber Schuld sei weil sie ihm Hoffnungen gemacht habe??? :heul2 Das tut mir in der Seele weh sowas zulesen...
     
  8. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Auf jeden Fall polizeiliche Anzeige gegen den 12-Jährigen stellen. Klar, der Junge ist noch fast strafunmündig, und vermutlich haften seine Eltern in solchen Fällen.
    Aber um eine Strafe für den Jungen geht es auch nicht:
    Die Anzeige aus versicherungsrechtlichen Gründen.
    Nur so bekommst du, der Vater, deine Aufwendung + Auslagen ersetzt. Du hast z.B. Telefonkosten und Fahrtkosten (auch mit deinem Kind zum KH), die dir die Privathaftpflicht des Jungen/dessen Eltern ersetzt; und die Kosten für Diagnose-/Erstbehandlung deiner Tochter bezahlt die KK. Oder auch die Privathaftpflicht des Jungen, wenn der als Verursacher feststeht und deine Familien-KK sich weigert.

    Nun gibt es Eltern, die haben keine Privathaftpflicht. Die werden dann in solchen Fällen zu Selberzahlern.
     
  9. kikra

    kikra Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    also diesen Beitrag unterschreibe ich blind und ich bin mindestens genauso wütend über diese Dumpfbacken :angryfire :angryfire. Auch ich wäre umgehend zum Rektor gegangen und hätte ihn aufgefordert, seine Pädagogen zu sich zu holen und dafür zu sorgen, dass bei zukünftigen Fällen die Opfer 100%ige Rückendeckung bekommen anstatt ihnen auch nur einen Hauch von Vorwurf oder schlechten Gewissens zu machen. Das geht gar nicht!

    Ansonsten habt ihr alles richtig gemacht: Eine Anzeige ist der einzig gangbare Weg um einigermaßene Sicherheit für deine Tochter zu gewährleisten. Dass die Mutter dieses Jungen nun verzweifelt ist, kann ich zwar nachvollziehen, das ist aber - um es mal auf den Punkt zu bringen - nicht euer Problem. Ihr sollte das aber Hinweis genug sein, dass auch sie aktiv werden muss, um ihn auf den richtigen Weg zurückzuführen. Immer nur zu hoffen, dass alles gut ausgeht, wird auf Dauer nicht funktionieren. Oder sollen weitere Vorfälle abgewartet werden in der Hoffnung, dass es nicht noch extremer wird?

    Ich finde auch gut, dass die Polizisten euch zur Anzeige geraten haben.

    Übrigens würde ich auch den nächsten Elternabend nutzen, um das Thema noch einmal hochzubringen. Ich finde, es gehört offen ausgesprochen mitsamt euren Beweggründen, Ängsten, der Darstellung der Gefühlswelt eurer Tochter etc. Ansonsten wird getuschelt und es kommen womöglich ähnliche Anschuldigungen hoch wie durch die dusseligen Pädagogen.

    Eurer Tochter würde ich dennoch auch Verhaltensempfehlungen mitgeben. Klar muss sein, dass diese nicht darauf abzielen, ihr vergangenes Verhalten zu kritisieren, sondern einzig und allein darauf, wie diesem Jungen in Zukunft zu begegnen ist: Guten Tag und guten Weg-Sagen um des lieben Friedens willen, ansonsten Ignoranz und Vermeidung. Dann kann man hoffen, dass die hochgekochten Emotionen sich wieder beruhigen und sich ein solches Verhalten nicht mehr wiederholt. Auf jeden Fall solltet ihr sie aber ermuntern, sofort wieder Hilfe zu suchen und ihr auch sagen, dass die erwachsenen Lehrer falsch reagiert haben und sie hierfür ermahnt werden. Diese Erwartung würde dem Rektor gegenüber klar formulieren. Wir reden hier nicht vom An-den-Zöpfen-Ziehen!!!! :angryfire :angryfire :angryfire

    Gruß
    kikra
     
  10. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Ich bin normalerweise kein Freund von davon was zu kopieren und für mich zu verwenden. Aber in dem Fall mach ichs einfach mal.

    Ich schließe mich diesen Worten voll und ganz an.

    LG :bye: Cordu
     
  11. kikra

    kikra Namhaftes Mitglied

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    Ich nochmal - diese Geschichte hier geisterte mir den ganzen Vormittag durch den Kopf:

    Mittlerweile bin ich einmal mehr davon überzeugt, dass das weitere Verhalten deiner Tochter sehr wichtig ist. Über den Jungen werden zwangsläufig Sanktionen verhängt: Vermutlich nicht nur durch die Eltern, sondern auch durch Behörden (Polizei, Jugendamt und womöglich auch durch die Schule).

    Ich halte es für blauäugig darauf zu hoffen, dass der Junge Vernunft zeigen wird und das darin mündet, dass er erkennt, dass er allein die Schuld trägt für das was ihm nun widerfährt.

    Möglich ist also auch, dass er wütend wird, sich zu hart bestraft fühlt (sicherlich wird er wissen, dass eine gewisse Strafe legitim wäre und doch..) und schließlich auf Rache sinnt. Wie sehr er es schafft, seine Wut zu kanalisieren und zu kontrollieren, hängt natürlich von ihm, aber eben auch von der Qualität und Arbeit der Sanktionierer ab. Ihr seid hier also ein Stückweit ohnmächtig.

    M. E. könnt ihr aber schon Vorkehrungen treffen dass zumindest von eurer Seite das Bestmögliche getan wird, um Schaden von eurer Tochter fernzuhalten.

    Da ist zum einen sie mit ihrem Verhalten. Kinder können sehr schadenfroh sein und auch gehässig - à la "das geschieht dir Recht!". M. E. solltet ihr eurer Tochter sehr eindringlich mitgeben, dass sie dies auf keinen Fall tun, den Jungen nicht provozieren darf, sondern auf jeden Fall versuchen sollte, ihm so neutral als möglich zu begegnen, um ihm keine Angriffsfläche zu bieten. Verschärft im Grunde also nur noch einmal das, was ich weiter oben schon sagte.

    Dann aber auch noch einmal zu den Dingen, die ihr in Richtung auf die Schule bewirken könnt. Ich würde das Gespräch mit dem Direktor tatsächlich suchen und ihn darauf hinweisen, wie seine Mitarbeiter reagiert haben. Ich würde auch keinen Zweifel daran lassen, dass ihr erwartet, dass er sie zur Räson ruft und dass das - wo auch immer - schriftlich dokumentiert wird, am liebsten in eurem Beisein. Die Möglichkeit für das Gespräch mit seinen Leuten würde ich ihm geben, ohne dass ihr an die nächsthöhere Schulbehörde herangeht und den Vorfall öffentlich macht. Sollte er sich weigern, würde ich das Ministerium einschalten und auch mal den Freunden von der Presse einen entsprechenden Hinweis geben. M. E. sollte schon die bloße Aussicht ausreichen, um den Direktor zum Handeln zu bewegen.

    Auf den nächsten Elternabend würde ich nicht warten, sondern eine außerordentliche Sitzung einberufen lassen. Gerüchte sind unschön, auch wenn sie sich später als unwahr erweisen, haben sie die unangenehme Eigenschaft, dass in der Regel doch etwas haften bleibt. Auch hier würde ich für Klarheit sorgen und mir die Rückendeckung der Eltern erbitten. Einmal mehr der Eltern der Mädchen dieser Klasse.

    Ich habe lange überlegt ob ein solcher Vorfall, bei dem es nicht zu Schlimmerem gekommen ist, ein solch bestimmtes Vorgehen rechtfertigen würde. Ich muss aber nur über den Tellerrand hinausschauen, den Blick nach links und rechts in unsere Gesellschaft werfen zu den Blüten, die das schulische MIteinander heutzutage treibt, um mir diese Frage mit "Ja!" zu beantworten. M. E. muss man heute frühestmöglich intervenieren, damit solche Dinge kontrollierbar bleiben und nicht ausufern. Falls die Schule nicht von selber drauf kommt, solltet ihr sie m. E. mit der Nase darauf stoßen oder noch krasser ausgedrückt, sie dazu zwingen. Ein sich seiner Fürsorgepflicht bewusster Schuldirektor wird wissen, dass es seine verdammte Aufgabe ist, hier präventiv tätig zu werden.

    Immer noch wütende Grüße
    kikra
     
  12. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo
    ich möchte mal den aktuellen Stand mitteilen:
    Wir hatten ja Anzeige erstattet und in den nächsten Tagen wird meine Tochter noch einmal von einer Expertin für solche Delikte vernommen.
    Das Jugendamt wird ohnehin von der Polizei informiert. Das machen sie immer bei einer Anzeige.
    Der Kinderarzt hatte ja ein Attest ausgestellt und die Ursache beschrieben. Auch das haben wir eingereicht.

    Der Junge bekam als Sanktion von der Direktorin die restliche Zeit vor den Osterferien einen Verweise, d.h. er durfte nicht mehr in die Schule kommen.

    Das die Klassenlehrerin, die sich sehr kümmert, vor Ostern krank war, hat den Verlauf nicht einfach gemacht. Sie war heute wieder da und nachdem meine Tochter ihre Ängste geäußert hat, darf sie - solange sie sich unwohl fühlt - wenn sie früher kommt, im Sekretariatsvorraum warten, bis der Unterricht anfängt.

    Natürlich haben wir mit ihr auch geredet, dass sie keine Schuld trägt, nur das man eben auch mit Verhaltensweisen unbewußt andere, auch kriminiell veranlagte Erwachsene , provozieren kann. Auch die Erziehungshilfe wird diesbezüglich mit ihr arbeiten. Sie hat noch keinen wirklich richtigen Bekleidungsstil und schwankt oft zwischen ganz zugeknöpft und manchmal aus meiner Sicht zu freizügig für eine 12 Jährige. All das rechtfertigt diesen Übergriff in keiner Weise, hat ihn aber begünstigt und wenn man ein Kind von solchen Menschen nicht fern halten kann, sollte das Kind eben lernen, solchen Situationen soweit möglich aus dem Weg zu gehen. Jedenfalls habe ich sie gelobt, dass sie sich gleich zur Wehr gesetzt und sich nichts hat gefallen lassen.

    Leider ist es so, dass auf den Elternabenden meist niemand kommt, es ist ja eine Lernhilfeschule, wo ohnehin schwierige Kinder und viele Migranten sind, die kein Deutsch können und da kommen die Eltern in den seltensten Fällen zu den Elternabenden.

    LG
    Micha
     

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