brauche Rat - Tochter 12 Jahre macht nur noch Probleme

Die Pubertät beginnt zwischen dem elften und vierzehnten Lebensjahr und ist die entscheidendste aber auch die sensibelste Phase in der Entwicklung. Was haben Sie mit Ihrem Kind erlebt? Wo kommen Sie nicht weiter? Stichworte: Jungen, Mädchen, Ernährung, Verlauf, Jugendliche, Aufklärung und Vorpubertät.

Dieses Thema im Forum "Pubertät bei Jungen + Mädchen" wurde erstellt von Sie33, 26 November 2010.

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  1. Sie33

    Sie33 Neues Mitglied

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    Meine Tochter ist 12 Jahre alt,ich bin alleinerziehende Mutter und es gibt immer mehr Probleme....Sie ist ein Einzelkind

    Alles begann mit einem Diebstahl in der Schule letztes Jahr,da hatte sie mal Stifte und ein Springseil geklaut,
    das hatte mir die Lehrerin berichtet,seit dem war aber nix mehr in der Schule vorgefallen.

    Dann fing es an mit ihrer besten Freundin,Naschen im Laden zu klauen das sie gott sei dank nur Hausverbot bekommen hatte ist Glück,danach wollte ich nicht mehr das die beiden zusammen spielen,und das wurde auch durchgezogen.

    Mehrere kleine Diebstähle hatte sie auch bei mir gemacht,mal kleingeld,mal einfach naschen im zimmer versteckt was sie nicht haben durfte.

    Nun hat sie ne neue beste Freundin mit der sie auch wieder auf Klautour war,und heimlich ihre Spiele im laden verkauft hat,die ich bezahlt habe,und das obwohl sie immer Taschengeld bekommen hat,und auch naschen und so zu hause.
    Das war dann zuviel für mich,ich hab ihr das Taschengeld entzogen und Hausarrest hat sie bekommen,
    Fernsehverbot,kein Besuch durfte sie haben,und auch nicht spielen mit ihren Geräten,pc und so weiter.
    Tja nun hab ich sie gestern wieder erwischt als sie von mir schminke und mein MP3 Player einfach genommen hat und im Ranzen versteckt hat,nur durch zufall habe ich es rausgefunden weil ich im Ranzen was gesucht habe.

    Ich kann nicht mit ihr reden,ihr ist alles egal,und wenn ich sage sie solle sich was schämen,kommen nur bockige antworten,das ihr das nicht stört.....

    Ich bin echt am Ende meiner Nerven,ich kann sie nicht mal zuhause aus den Augen lassen,weil sie sonst wieder klaut,ich kann sie nicht alleine in der Stadt gehen lassen aus Angst sie klaut,sie kann nicht mehr woanders schlafen weil ich Angst habe das sie da auch wieder klaut.Ihr fehlt zuhause an nix,bin auch immer für sie da aber sie ist richtig *eklig* zu mir geworden.Sie würde auch ins Heim lieber gehen wenn ich das sagen würde.
    Ihr ist alles egal,ist nur patzig und frech und zickt richtig rum das ist nicht normal.

    Was kann man denn nur machen???
    Eine Freundin sagte ich soll mir eine vom Jugendamt zur Hilfe holen,aber das bringt auch nix finde ich.
    Eine andere Freundin meinte ich soll mit ihr zur Polizei gehen wenn sie das nächste mal wieder klaut,denn Hausarrest würde eh nix bringen.

    Ich weiss nicht weiter hat jemand viellcht auch
    solche Probeme gehabt? Und kann mir sagen wie man die zu Hause im Griff bekommt????

    Danke schon mal im Voraus
     


  2. Lola

    Lola EF-Team Mitarbeiter

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    Ich empfehle eine Erziehungsberatungsstelle - da habe ich in der Vergangenheit sehr gute Erfahrung mit gemacht. Diese Anlaufstellen haben meist kirchliche Träger - frag mal mal bei der Caritas nach!

    Ein ganz dickes Kraftpaket schicke ich Dir!

    Gruß
    Lola
     


  3. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo,

    also meine Tochter ist 11 und ich habe absolut genau dasselbe mit ihr durchgemacht. Meine Partnerin hatte schon regelrecht Magenschmerzen, wenn sie aus der Schule kam, welche Mutter als nächstes anruft oder vorbekommt. D.h. es war alles dabei, vom Klauen von Süssigkeiten zu Hause, Kleingeld bei uns und ihren Geschwistern, Klauen alleine oder mit Freundin im Laden, Klauen bei den Mitschülern bis hin zu größeren Geldbeträgen von der Lehrerin (80EUR), NintendoDS, Handy bei anderen Kindern zu Hause.

    Zu Hause hatten wir dann alles verschlossen, Übernachtungen gab es keine mehr, Filzen nach der Schule. Meine Partnerin bekam dann auch deswegen starke Depressionen und war monatelang ausgefallen. Es war der Horror. Dazu kam, dass ich keine positiven Gefühle mehr meiner Kleinen gegenüber hatte.

    Strafen haben nichts gebracht und bringen auch Deiner Tochter gar nichts. Wir haben versucht, in einigen Fällen, zusammen mit den Geschädigten einen runden Tisch zu machen, wo die Geschädigten ihre Gefühle einmal offen legten und wir unsere Kleine dazu bewegen wollten, auch ihre Sicht und warum sie das tut zu schildern.

    Wie bei meiner Tochter ist es bei Deinem Kind schon sehr hartnäckig und länger gewachsen. Ich behaupte mal, eine Erziehungsberatrungsstelle wird Euch so gut wie gar nichts helfen. Deine Tochter klaut, weil sie psychische Probleme hat. Sie hat ja sonst alles und müsste das nicht. Meine Tochter hat auch ein DS, MP3 Player...es ging ihr nicht darum, sondern das Klausen war Ausdruck psychischer Probleme und einer Entwicklungsverzögerung im emotionalen Bereich. Mit 11 oder 12 hat ein Kind normalerweise ein Unrechtsbewußtsein entwickelt und Konsequenzen helfen dann meist auch. Bei meiner Tochter waren einige emotionale Entwicklungen auf dem Stand einer 5 Jährigen. Und 5 Jährige klauen eben auch noch ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, dass sie davon abhält.

    Deswegen rate ich Dir eher dringend, einen kompetenten Kinderpsychologen aufzusuchen. Wenn sie wieder klaut unbedingt mit dem Geschädigten und Deiner Tochter eine Aussprache machen. Sie soll die Gefühle derer kennen lernen, denen sie etwas wegnimmt, auch Du solltest ihr Deine Gefühle, die Du ja auch hier schilderst, Deiner Tochter mitteilen. Frag sie, warum sie das tut. Antwortet sie nicht direkt, versuche mal über Dinge, die sie besitzt und sehr gerne hat ein "Rollenspiel", wie sie sich fühlen würden, wenn ihr das jemand wegnehmen würde. Strafen helfen nicht, sie braucht die Konsequenzen, d.h. sie muss die Folgen des Klausens selber ausbaden, Dinge selber zurückgeben.

    Von heute auf Morgen wird sie nicht aufhören. Unsere Tochter war 7 Monate in einer Tagesklinik, klaute dort anfangs auch. Sie musste erst einmal lernen, die "Taten" zuzugeben, das war der erste Schritt. Mittlerweile hat sich das Klauen deutlich verbessert, sie kann auch wieder bei Freundinnen übernachten. Geld kam keins mehr weg nur ab und zu klaut sie noch Süssigkeiten, aber wer hat das als Kind nicht zu Hause getan.

    LG
    Micha
     

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