michl
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Dabei seit: 29.11.2003
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Beiträge: 434
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Re: Aus und Vorbei ? von michl (28.03.2004 17:32) |
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Halle redneb,
Sachzwänge waren wirklich das Einzige was mich nicht interessierte und auch immer noch nicht wirklich interessiert - liegt aber AUCH an meinem Einkommen!
Das ist für viele Männer wie auch für viele Frauen mit Sicherheit ein riesiges Problem!
Deinen letzten Absatz unterschreibe ich ohne Einschränkung.
Liebe Grüße
Michl
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28.03.2004 17:32 |
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Leila03 unregistriert
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Re: Aus und Vorbei ? von Leila03 (28.03.2004 17:36) |
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noch was.
@ michl Ich würde dann aktiv werden, wenn er passiv bleibt und es mein leben beeinträchtigt.
und: dass du dich auch in zeiten der schwäche nicht von jemandem dominieren lassen würdest, zeugt von einem großen misstrauen den menschen - oder frauen - gegenüber. es ist gleichermaßen für männer als auch für frauen etwas wirklich wunderbares, sich wie ein baby in den arm des partners zu schmiegen und zu denken: der/die macht das jetzt für mich . ich kann mich auf ihn/sie verlassen, jetzt, wo ich schwach bin. und morgen, wenn ich wieder stark bin, werde ich für sie/für ihn da sein.... das ist mein verständnis von liebe, michl.
LG
leyla
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28.03.2004 17:36 |
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redneb unregistriert
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Re: Aus und Vorbei ? von redneb (28.03.2004 19:25) |
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@ Leila,
Du schreibst in Richtung michl:
"zeugt von einem großen misstrauen den menschen - oder frauen - gegenüber"
Ich habe leider nicht verstanden, ob Du hier rein "akademisch" mitdiskutierst (wogegen nichts einzuwenden ist, ich finde "Einwürfe" von außen hilfreich) oder ob Du selber schon einmal in unserer Situation warst.
Für mich habe ich inzwischen folgendes erkannt:
Meine Frau hat zwei Beziehungen gleichzeitig "gefahren". In der zu ihrem Freund hat sie Emotionalität und guten Sex gesucht und wohl auch gefunden. Das war die Beziehung, die frei war von jeder Verpflichtung der beiden Partner.
Denn: Es gab die zweite Beziehung, die Beziehung zu mir. Das war die Beziehung, die den "Rahmen" bildete: Haus, Kinder, finanzielle Absicherung, nach 17 Jahren sicher auch Vertrautheit. Die wusste, dass ich ihren Beteuerungen, da sei nichts, glaube. Sicherheit in jeder Beziehung eben und Berechenbarkeit. Meine Frau konnte sicher sein, dass sie die eine Beziehung mehr oder weniger ungeniert leben konnte, auch mit dem Risiko, dass sie zu Ende ging. Denn: In der anderen Beziehung, in der zu mir, wäre sie stets aufgefangen worden. Deshalb musste sie mir ja auch ihre Nebenbeziehung verheimlichen. Sie konnte und wollte den Hafen, in den sie stets zurückkehren konnte, nicht gefährden.
Ich lese in vielen Beiträgen der hier postenden Männer, dass es ihnen so ähnlich ging - wer war es noch der schrieb, dass er für seine Frau der Vater schlechthin sei?
Was meinst Du, was das mit uns macht, wenn wir durchschauen, was da läuft? Ich fühle mich in allerschäbigster Weise ausgenutzt, missbraucht. Ich sitze hier und grübele darüber nach, was da eigentlich passierte, wenn sie gnädigerweise mal alle paar Wochen mit mir ins Bett gegangen ist: Für guten Sex stand bei ihr ja der andere. Gaul redneb musste ab und an mal ein Zuckerstückchen kriegen, um bei Laune gehalten zu werden - sonst wäre ja der Hafen gefährdet gewesen. Da entstehen Verletzungen, die äußerst tief sitzen. Ich sag es mal ganz ungeniert - seit ich das alles weiß und durchschaue, habe ich massive Potenzprobleme.
Dass mein Menschenbild darunter gelitten hat und natürlich vor allem mein Verhältnis zu Frauen, das steht doch außer Frage. Wie michl werde auch ich mit ganz, ganz weit ausgefahrenen Antennen in eine neue Beziehung gehen. Und ich werde natürlich beim ersten Alarmsignal zusammenzucken - schließlich will ich nicht nochmal nichts merken. Ich hab mich richtig für mich geschämt, als ich neulich überhaupt nicht damit umgehen konnte, als meine Freundin einen guten Bekannten bei der Begrüßung sehr herzlich umarmte.
Nein, was uns angetan worden ist, das sät zwangsläufig ein ganz, ganz tiefes Misstrauen. Das ist ein Pfund, dass wir mitnehmen werden in neue Partnerschaften, die darunter leiden werden.
Gruß,
redneb
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28.03.2004 19:25 |
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michl
Mega-User Level II
  

Dabei seit: 29.11.2003
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Re: Aus und Vorbei ? von michl (28.03.2004 19:57) |
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@leyla
[quote][i]Original von Leila03[/i]
Ich würde dann aktiv werden, wenn er passiv bleibt und es mein leben beeinträchtigt. [/quote]
Jetzt sind wir wieder beim Thema, den genau darum geht es hier, und wie diese Aktivität aussieht.
[quote][i]Original von Leila03[/i]
.... das ist mein verständnis von liebe[/quote]
Meins auch - Geben können und Nehmen können, ohne wenn und aber - Das lebe ich und das versuche ich meinen Kindern zu vermitteln. Für mich ist das aber nicht dominieren, sondern genau das Gegenteil davon – aber das sind nur Worte.
Wenn auf mich eine Beschreibung definitiv nicht zutrifft, dann die des Misstrauens gegenüber den Menschen (oder den Frauen).
LG
Michl
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28.03.2004 19:57 |
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Liliki

Mensch
 

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Themenstarter
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Re: Aus und Vorbei ? von Liliki (28.03.2004 21:28) |
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@ Redneb,
[quote]Da werden Paralellbeziehungen aufgebaut. Es geht nicht um schnellen Sex nebenher, sondern um den systematischen Aufbau und das Ausleben einer zweiten Beziehung. Das ist dem Ehepartner auf gar keinen Fall zuzumuten. Wer so etwas tut, der muss dann tatsächlich auch den Mut haben, Entscheidungen zu treffen. Wer das "einfach so" laufen lässt, der handelt tatsächlich in höchstem Maße egozentrisch[/quote]
Ich gebe Dir nach einer entsprechenden Erfahrung vollkommen Recht - und zwar von der "Täterinnen- Seite" her!
NUR ist das Problem die auftretende Verwirrung und wie Leila völlig richtig betont, lässt die Liebe sich nicht beherrschen oder lenken oder zwingen.
Die Tatsache, sich heftig zu verlieben, bedeutet ja nicht unbedingt, dass von dieser Sekunde an die Ehe tot ist - und die Frage, ob es zur sexuellen Affäre in diesem Rahmen kommt, ist für mich vielleicht nebensächlicher als für andere ... aber letztlich schreit diese Krise nach einer möglichst sauberen und fairen Lösung.
Selbst der Wunsch, nur das Minimum an Leid zu verursachen, kann für alle Beteiligten eben ungeheure Ausmaße annehmen und Deine Geschichte tut mir unendlich Leid!
Es mag brutal sein, wenn ich dann nach der "Metaebene" frage, d.h. WAS könnte diese unglaublich schwierige Prüfung POSITIV für Dein Leben bedeuten? WOFÜR soll der Weg frei gemacht werden und WARUM passieren die Dinge so?
WENN ich könnte, würde ich allen Menschen immerzu nur Frieden, Liebe und ein schmerzarmes Leben funktionieren, aber so funktioniert Leben eben nicht !
So kann ich Dir /Euch allen (so wie mir selbst auch) nur ein Leben wünschen, in dem das Rüstzeug jederzeit für die gestellten Prüfungen reicht und genug Liebe in welcher Form auch immer, um über selbst schwierigste Wegstrecken zu kommen! WIE dann der Weg aussieht oder WAS passieren wird, ist offen!
L.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Liliki: 18.12.2004 12:34.
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28.03.2004 21:28 |
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User1 unregistriert
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Re: Aus und Vorbei ? von User1 (28.03.2004 21:49) |
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Hi @all
da sitze ich nun...
Hab ihr eben ein spontan angekündigtes allerletztes Mal an den Kopf geworfen, das sie mich auf wirklich niederträchtigste Art und Weise verletzt hat...
Diese Verletzung(Hochzeitstag!) hat mich so, so, so sehr tief in meinem Innersten getroffen, das ich ein Riesenproblem habe, ihr an einem noch fernen Tage wirklich zu verzeihen...!!!???
Sie sagte nur, das ich ihr nichts verzeihen muß..., aber sie verkennt völlig, das ich das so unbedingt und überlebenswichtig für MEIN weiterse Leben brauche!
Ich kann so unversöhnlich einfach nicht leben..., es hindert mich so unglaublich daran, loslassen zu können, so sehr ich das auch brauche und für richtig erachte...
Sie ist da einfach so unglaublichnaiv, was mein Seelenheil angeht, glaubt, eine andere Frau würde das schon schnell richten... versteht einfach gar nix...!
Sie spielt beleidigte Leberwurst und hat sich schmollend zurückgezogen!
Die weiß wirklich nicht, wie düster das in mir aussieht..., phasenweise..., denn heute hatte ich wieder einen wirklich schönen Tag mit den Kids..., natürlich wieder ohne Sie... Schwer, ganz schwer...
Mick
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28.03.2004 21:49 |
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User1 unregistriert
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Re: Aus und Vorbei ? von User1 (28.03.2004 22:01) |
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@Redneb
17 Jahre..., genau wie bei uns...
Bin der Meinung, das mich jetzt nur eine schnelle räumliche Trennung weiterbringt...
Sie droht des öffteren damit, vielleicht doch hierzubleiben... "Gottbewahr"... ist das einzige , was mir da noch zu einfällt...
Hatte hier gelesen, man muß die Beziehung auf 0 runterfahren, um sich neu finden zu könnnen..., ich sag mal... 10, der Kinder wegen!
Und..., das mit den Potenzproblemen..., das kenn ich auch..., die letzten Wochen bei uns bin ich mir manchmal wie ein 16jähriger vorgekommen, wenn ich mit ihr geschlafen habe...Aber bei einer anderen Frau, da ist das ganz anders... da kann ich mich fallenlassen, auch wenn ich in meinem innersten merke, das mir da entscheidende Anteile fehlen... Eine Liebe, so wie sie in mehr als 17 Jahren wächst, ist für mich was unvergleichliches...
Mick
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28.03.2004 22:01 |
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