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Dreijähriger spricht nicht

In diesem Forum geht es um Kinder mit Sprachdefiziten wie z.B. Dyslalie und Dysgrammatismus. Wir laden Sie ein, sich mit anderen Eltern über die speziellen Sprachschwierigkeiten und Sprachprobleme Ihrer Kinder auszutauschen.

Dieses Thema im Forum "Sprachstörungen bei Kindern" wurde erstellt von quentin_tarentino, 5 Dezember 2017.

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  1. quentin_tarentino

    quentin_tarentino Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen.

    Meiner Frau und mir macht unser 3 Jahre und vier Monate Alter Sohn Sorgen, da er noch nicht spricht. Nichts außer ein paar einzelne Worte. HNO konnte nichts finden und in der Uni Klinik (Pädaudiologie) wurde ebenfalls nichts gefunden (sofern er die Tests mitgemacht hat). Aber er hört, da sind wir uns sicher. Zumal auch im KiGa nichts anderes gesagt wird... Nur seine Zungenmotorik wäre etwas unterentwickelt, weshalb wir jetzt Logopädie verschrieben bekommen haben. Sofern wir endlich zeitnah endlich die Termine bekommen. Im Alter von etwa drei bis vier Monaten hat er beim Wickeln versucht die Vokale nachzuplappern die ich gesagt habe. Wenn man "Hallo" gesagt hat, kam ein "A-O" zurück . Von der Aussprache und Melodie nah dran. Jetzt, Rückblickend, hat es kurze Zeit später aufgehört. Das einzige was zeitlich hinkommt, war eine Mehrfachimpfung. Diverse Ärzte meinten, kann man schlecht sagen bzw. beweisen, bzw. sowas haben Sie noch nie gehabt oder davon gehört.... also das die Impfung daran schuld ist.

    Mit zwei Jahren kam dann Papa als erste Wort, kurz darauf Mama. Ja, nein, da folgten. Als er für Banane Ba sagte, dachten wir jetzt geht es mit dem sprechen langsam los. Doch leider war dem nicht so. Heute sagt er nicht mal mehr Mama oder Papa. Oder sehr sehr selten. Wir haben auch den eindruck, das es unterbewusst mit dem sprechen besser klappt. Wenn er wütend ist, kommt auch mal "Mama nein". Oder wenn er im spiel vertieft ist. Vereinzelt kamen auch schon Wörter die sich wie "Küche" oder "Tschüss" anhörten. Aber nur einmal. Er ist auch ein cleverer Bursche. Für die kleinen Probleme die sich für Ihn ergeben hat er immer Kreative Lösungen. Darauf wurden wir auch schon im KiGa angesprochen, er kann 100 diverse Tierarten voneinander unterscheiden und von vielen die Laute nachmachen. Er zeigt Gefühle, kuschelt auch mit uns gerne - somit fallen auch die deutlichsten Symptome für Autismus weg.

    Wir haben auch überlegt, ob es an etwas mangelnden sozialen Kontakten liegt. Wir sind erst kurz vor der Geburt hierher gezogen, kennen noch nicht viele und meine Frau und ich haben eine - nennen wir es mal "sehr Überschaubaren" - Freundeskreis. Unsere Eltern kümmern sich nicht so um Ihren Enkel wie wir es uns wünschen würden - höchstwahrscheinlich weil er nicht so funktioniert wie Sie es sich vorstellen. Unsere Brüder (jeweils 2 und Ihre Mädels) haben auch kein Interesse an Ihrem Neffen. Nur wenn es sein muss, bei Familienfeiern, fünf Minuten spielen und das war es. Wir wohnen zwar in einer sehr schönen Gegen, Spielstraße, lauter kleine Ein-Zwei-Familienhäuser, viele Familien mit Kindern - aber die Nachbarn sind auch nicht die besten. Alle halten sich für etwas besseres, meine Frau ist Erzieherin und ich Handwerker, so das unser Kleiner nicht gut genug ist mit den Kindern zu spielen. Das er nicht spricht, macht es nicht besser. Tut weh, mit ansehen zu müssen wie das eigene Kind mit einem anderen Kind spielen will, aber dessen Eltern es mitnehmen mit der Ausrede es müsse jetzt essen, oder schlafen oder irgendetwas anderes. Einmal ja, aber mehrmals fällt es doch auf. Die Enttäuschung im Gesicht des Kleinen. Im Kindergarten ist es ja auch nicht viel anders. Mit zwei haben wir Ihn in die Krippe. Hat er damals aber nicht mitgemacht, wir haben gemerkt das er immer Ängstlicher wurde und sich zurückgezogen hat. Er wollte nicht mal mehr bei seinen Großeltern auf dem Arm. Da haben wir Ihn aus der Krippe genommen.

    Im Oktober haben wir Ihn jetzt in den KiGa gegeben. Uns haben die Erzieher erzählt, das er schön auf andere Kinder zugeht, er möchte mit Ihnen spielen. Nur diese weisen Ihn ab, weil er nicht spricht. Weswegen er auch manchmal sehr traurig ist. Dazu kommt, das meine Frau wenn Sie Ihn morgen in den KiGa bringt oder Mittags abholt, von anderen Eltern komisch angesehen wird, weil er nur laute von sich gibt, bzw. sich andere Mütter darüber lustig macht. Meine Frau trifft das natürlich, weshalb Sie auch häufiger weint. Zu all dem ist noch zu sagen, das Sprachverständnis hat bei unserem Sohn auch etwas später eingesetzt. Zudem ist er ein ziemlicher Dickschädel. Wir haben auch von einer Studie gelesen, das bei Kindern mit Hohem Testosteron (auch schon im Bauch der Mutter) dazu neigen Spätredner zu sein. Dafür sind sie motorisch vorraus. Unser Kleiner hat mit einem Jahr gelernt zu laufen. Zwei Wochen später ist er gerannt - lange Strecken - und meine Mutter konnte nicht glauben das er erst seit zwei Wochen laufen kann. Ein Nachbarskind läuft seit über einem Jahr, aber noch so wacklig wie unser Sohn mit nach einer knappen Woche. Ein anderes Nachbarskind, drei Monate Jünger unser Sohn, konnte sich nicht mal auf ein Laufrad setzten als unserer schon damit rumgefahren ist. Unserer konnte mit eineinhalb auch schon Bälle geziehlt werfen und fangen - da waren die Nachbarskinder in dem Alter weit davon entfernt - aber diese Kinder reden..... Unser Sohn ist zudem größer wie die meisten vierjährigen Kinder, weshalb viele Menschen noch mehr von Ihm verlangen....

    Ich glaub das war genug. Vielleicht hat da draußen ja jemand ähnliche Sorgen und kann uns vielleicht weiterhelfen oder einen Tipp geben. Oder kennt jemanden bei dem es ähnlich war. Wir sind für alle Vorschläge dankbar.
     


  2. ChiaraHerbst

    ChiaraHerbst Mitglied

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    Unsere Große hat mit drei Jahren auch wenig gesprochen. Allerdings hat sich das im Kindergarten gelegt. Der Kontakt zu den anderen Kindern hat sie in Windeseile alles aufholen lassen. Aber ich glaube, da spielt die Betreuerin der Kinder genauso eine wichtige Rolle.
    Habt ihr schon mal daran gedacht, zu einem Logopäden zu gehen? Solche Leute sind normalerweise auf Sprachbarrieren spezialisiert.
     


  3. quentin_tarentino

    quentin_tarentino Neues Mitglied

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    Erstmal vielen Dank für die Antwort. Überweisung für Logopädie hatten wir von der Uni Klinik/Pädaudiologie bekommen. Seit gestern haben wir den ersten Termin - nächster Montag. War schwierig zeitnah einen Termin zu bekommen... Da will Sie Ihn sich erst einmal ansehen und versuchen Bezug aufzubauen. Wenn das nicht klappt, würde es sehr schwierig werden.
    Ein ehemaliges Nachbarskind hat mit drei Jahren auch noch kein Wort gesprochen, auch fast keine Laute von sich gegeben. Über Facebook hat meine Frau die Mutter ausfindig gemacht und kontaktiert. Sie meinte, selbst als er in den Kindergarten ging kam nicht sofort eine Besserung. Es dauerte ein halbes Jahr, da kamen die ersten Worte. Mit vier hatte er alles aufgeholt. Wenn wir wüssten das es mit unserem Sohn genauso läuft, wären wir viel entspannter. Und uns würde diese Blicke, oder Aussagen wie "sowas haben wir noch nie erlebt" auch kalt lassen....
     
  4. ChiaraHerbst

    ChiaraHerbst Mitglied

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    Kinder sind unterschiedlich und nur weil andere es so noch nicht erlebt haben, heißt es nicht, dass es bei anderen Kindern nicht so gewesen ist.
    Ich drücke euch mal die Daumen beim Logopäden!
     

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