Respektlosigkeit im der Vorpubertät

Autoritär oder Laisser-faire? Grenzensetzen - nur wie? Wie gehe ich mit Aggressionen und Trotzphase um? Im Forum Kindererziehung können Sie mit anderen über Ihre Erziehung diskutieren und Fragen zu den unterschiedlichen Methoden und Aspekten stellen. Stichworte: Kindererziehungszeiten, Kindererziehungsgeld, Kindererziehung Eltern, Forum Kindererziehung.

Dieses Thema im Forum "Kindererziehung - Erziehungsfragen + Erziehungsber" wurde erstellt von feivelmaus, 26 Januar 2011.

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  1. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo,
    Mit meiner kleinen 11 Jahre alten Tochter gibt es derzeit massive Probleme bezüglich Respektlosigkeit.Sie ist ja schon wegen ihrer Verhaltensprobleme in einer Tagesklinik gewesen und dort wurde die Aufnahme in eine Tagesgruppe empfohlen. Daneben ist sie in die Förderschule gewechselt, um ihr schulisch einen engeren Rahmen zu geben.Den engen Rahmen sollte sie auch in der Tagesgruppe haben.Soweit der Plan.Zusätzlich nimmt sie ja noch Risperdal.
    Anfangs lief alles super. In letzter Zeit zeigen sich neue auffälligkeiten in Form von respektlosem Verhalten uns und ihren Betreuern gegenüber. Meine Partnerin sei nicht zuständig und nur ich hätte ihr was zu sagen.Es geht immer mehr nur noch um das was sie will und wenn sie das nicht bekommt gibt es ein Riesen geschrei.Das geht sogar soweit, dass ihr Betreuer in der Tagesgruppe auf der Heimfahrt bei uns angerufen hat,ob wir die kleine abholen können, da sie und ein anderes Mädchen sich dauernd abschnallen im Auto und rumschreien. Hausaufgaben macht sie nicht und der Betreuer schreibt ins Heft sie wolle nicht und es ware nicht möglich mit ihr die Hausaufgaben zu machen.
    Ich frage mich rein provokativ wenn schon die Betreuer in einer vom Jugendamt finanzieren Einrichtung für schwierige Kinder nicht klar kommen, wie sollen dann wir es?
    Leider vergisst die Mutter an den Besuchswochenenden oft, die Medikamente zu geben und ich bin mir nicht sicher ob das ein Grund ist oder es einfach nur an der einsetzenden Vorpubertät liegt.
    Wir leben Respekt wirklich vor und sind höflich und freundlich zu unserer wir es auch von ihr erwarten.Jedes Mal kommt schnell eine Entschuldigung und kurze Zeit später kommt wieder der nächste Vorfall wenn sie nicht kriegt was sie will.
    Wer hat hier Erfahrungen und hat es geschafft, sein em Kind das Thema Respekt vor Erwachsenen nahe zu bringen?LG micha
     


  2. Maju

    Maju Namhaftes Mitglied

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    Die "Respektlosigkeit", wie du es nennst, ist auch bei uns eingezogen. Ich nenne es nur anders: Eigener Wille und das Noch-Unwissen, wie ich meinen Willen am besten vor den Eltern vertrete. Aber wie bei dir, Micha, kommen auch unsere Kinder immer sehr schnell wieder angekrochen, weil sie gemerkt haben, dass es so nicht in Ordnung war. Das finde ich jedesmal sehr schön, man nimmt sich in den Arm und redet dann in Ruhe darüber, was eigentlich passiert ist. Dann gebe ich auch oft nach, weil die Gründe, die vorgebracht werden Hand und Fuß haben. Sie haben halt ihre eigenen Ideen jetzt und auch wenn mir diese nicht immer passen, breche ich mir keinen Zacken aus der Krone, wenn es mal nicht so läuft wie ich mir das dachte. Ich denke, den respektlosen Ton kann man den Kindern abgewöhnen, indem man ihnen zeigt, dass sie mit einem freundlichen Gespräch mehr erreichen (aber dann muss man auch wirklich mal nachgeben als Erwachsener).
     


  3. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    ja, "angekrochen" kommt sie hinterhier immer wieder, aber das ist nicht so einfach. Es geht bei ihr mindestens 20 Mal am Tag, zwischen Respektlosigkeit und und entschuldigen. Entschuldigungen kommen aber nur mit einem "ich will was" in gleichem Atemzug.
    Auf der einen Seite beschimpft sie meine Partnerin, sie habe ihr nicht zu sagen, sie sei eh nicht ihre Mutter, soll ihr Maul halten und eine halbe Stunde später heult sie, wie sehr sie sie doch liebt und sie möchte sich entschuldigen etc. Das tut weh und eine Entschuldigung kann man nicht so schnell akzeptieren.

    Es war vor 1 Jahr ähnlich, unsere Familie wäre fast zerbrochen. Die beiden Großen waren so fertig, dass sie fast freiwillig zu ihrer Mutter gezogen wären, nur die wollte sie nicht. Dieses Mal scheint es noch schlimmer zu sein.

    Dafür habe ich keine Kraft mehr, ich muss den Rest der Familie schützen. Bevor es wieder soweit kommt, dass meine beiden Großen darunter leiden, meine Beziehung, ich selber, muss ich mir klar sein, wie weit ich das noch ertragen und dem Rest der Familie zumuten kann.

    Deswegen werde ich heute, wenn der Mitarbeiter von der Erziehungshilfe kommt, ihm das auch klar sagen. Selbst die Leute von der Erziehungshilfe sind ÜBERFORDERT, man stelle sich das mal vor, dass selbst Erziehungsexperten nicht mehr klar kommen. Die Betreuer sind tlw. schon regelrecht ausgeflippt und haben sie laut angeschrien, so sehr hat sie sie gereizt.

    Deswegen lasse ich mich über das Verfahren einer Heimunterbringung informieren, zumindest für eine gewisse Zeit. Das würde mir zwar unendlich weh tun, aber es tut noch mehr weh zu sehen, wie der Rest der Familie vor die Hunde geht. Am Ende stehe ich mit meiner Kleinen alleine da, bis ich selber dann auch nicht mehr kann und es würde sowieso darauf hinauslaufen.

    Wir haben alles getan, was uns möglich war. Tagesklinik, Hilfe vom Jugendamt, die überfordert ist, Medikamente geben lassen, Elterntrainig, Schule gewechselt. Es gibt nichts mehr, was wir noch tun können und ich habe ihr gestern auch meine Hilflosigkeit offen gelegt und ihr gesagt, dass wir so nicht mehr können.
    Ich habe also sozusagen vor meinem Kind kapituliert. Das habe ich noch nie getan und wahrscheinlich nur deswegen, weil ich mir vor ein paar Tagen einen "Vortrag" von Jan Uwe Rogge reingezogen habe, der das den verzweifelten Eltern geraten hat, auch mal den Kindern zu sagen, ich weiß nicht mehr weiter....

    Was mich umso mehr ärgert ist, dass sie auch anders kann, wenn sie will. Meist ist es aber so, dass sie etwas will. Einmal war sie 2 Tage engelsgleich, wie man so schön sagt und ich dachte mir, das gibt es doch nicht und sie bettelte am 2. Tag am Abend um ein Handy. Nachdem ich das freundlich ablehnte und ihr erklärte, dass aus meiner Sicht, sie dafür noch nicht alt genug sei, es auch ungerecht gegenüber ihren Geschwistern sei, die auch erst später eines bekamen, ging es die nächsten Tage wieder wie gewohnt weiter. Und wenn sie "spinnt", wird es eben richtig "zügellos". Sie kommt nicht mehr runter, schreit und tobt, will aus dem Fenster springen. Alles wie vor 1 Jahr, nur im AUsmass deutlich schlimmer.

    LG
    Micha
     
  4. mitsch76

    mitsch76 Neues Mitglied

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    Hallo, ich habe sehr aufmerksam den Beitrag gelesen und ich kann wirklich sehr mitfühlen, habe das gleiche Problem. Tag ein Tag aus... Morgens, mittags, abends.
    ich bin zwar noch nicht beim Jugendamt, bei denen hab ich mal vorgesprochen, jedoch habe ich keine Hilfe erhalten. Mein Sohnemann hat das Talent alle um den Finger zu wickeln. Es kommen dann so Kommentare wie : ich weiss nicht was sie haben, ihr Sohn ist total lieb und verständnisvoll, er kann zuhören usw... klar kann er das zumindest für den Zeitpunkt, wenn wir dann wieder auf dem nach Hauseweg sind, geht es im Auto oder spätestens zu Hause wieder los. Ihm passt etwas nicht und er schreit, fühlt sich bei allem benachteiligt. Gibt patzige Antworten wie Nö, mach doch selber, Nö mach ich nicht, ... wenn von mir ein Nein kommt dann schreit er laut : ich mach nie wieder was für euch... gestern musste ich ihn von der Schule holen, da er zum 4.mal in den t-Raum musste, er war sich wie meistens keiner Schuld bewusst, tat so als ob alles suppi wäre. Am abend als er ins Bett musste, machte er wegen trinken ein Affentheater, das ging bis zehn Uhr mit schreien usw. Die Schule hatte uns gesagt dass er seine Kappe zwar nicht mehr auf dem Kopf trägt, jedoch überall liegen lässt. Wir haben dann beschlossen, dass er die Kappe nicht mehr in die Schule mitnimmt. Und was war dann heut morgen ? Er schrie, ich hab ihn dann vor die Tür gesetz, er schrie weiter, schlug gegen den Rollladen, klingelte wie irre. Die Nachbarn standen alle am Fenster und schauten. Alles nur wegen der Kappe. Ich weiss langsam nicht mehr weiter. Hatte auch sschon den Gedanken, mit einer Pflegefamilie, jedoch bin ich einfach noch nicht so weit. Unsere Psychologin meinte, wann ich denn so weit wäre, wenn ich am Boden läge ? Wenn mein Mann sich trennt ?? Usw. Wir haben in 2 Wochen erst einen Termin bei einem Psychiater für Kinder und Jugend. Ich weiss nicht, aber ich hoffe eben noch darauf dass geholfen werden kann. Ich bin echt schon am Limit, muss ich schon auch zugeben. Aber da ich selber bei Pflegeeltern aufgewachsen bin, (was unterm Strich nicht schlecht war) tu ich mir schon schwer, meinem Sohn in eine Familie zu geben. Die Beziehung zu meiner Mutter hatte schon sehr darunter gelitten. Jetzt bin ich erwachsen und versteh vieles selber, warum und weshalb, aber das typische Mutter Kind verhältnis haben wir eben nicht, lieben tu ich sie über alles, aber es ist eben nicht so wie bei anderen...
    Wie ist es denn bei Ihnen weiter gegangen ? Haben Sie den Schritt getan ?
    Gruss
    Conny
     
  5. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    ich glaube, es gibt schon noch andere Lösungen, die Du versuchen solltest.

    Zunächst einmal hättest Du ANspruch auf Familienhilfe durch das Jugendamt. Das JA führt die nicht selber durch, sondern beauftragt eine Einrichtung mit Fachleuten wie Sozialpädagogen etc. Die Wartelisten sind aber relativ lang ud es kann schon einige Monate dauern, wenn Du Pech hast. Dort gibt es dann die Möglichkeit, dass dein Kind nach der Schule betreut wird an einzelnen oder allen Tagen in der Woche. Er wird dann auch von der Schule abgeholt und irgendwann am späten NAchmittag nachhause gebracht. Das würde Dich erst einmal entlasten und Kraft geben. Dazu finden auch oft Gespräche zu Hause statt mit den Mitarbeitern, wo Du die Probleme ansprechen und Rat einholen kannst.

    Für alle, die sich davor streuben: Es wird soviel geredet über JA und Familienhilfen und Blödsinn im Fernsehen verbreitet wie z.B. bei dieser Nanny von RTL. Das ist alles Quatsch und diese Hilfen helfen nur soweit man es zulässt. Allles ist freiwillig und i.d.R. auch kostenfrei.

    So, aber was Du bis dahin tun kannst und uns geholfen hat. Konsequenz und Konsequenzen sind wichtig!!!
    Extrem wichtig. Ohne die bekommst Du es nicht in den Griff. "Strafen" in dem Sinne bringen nicht viel.

    Beispiel: Als meine Tochter beim Wochenende bei ihrer Mutter ihren Freund respektlos behandelte und der meinte, er bringt sie in seinem Auto nicht mehr zurück, habe ich vorgeschlagen, ihr ein Taxi zu bestellen und sie es tlw. vom Taschengeld zahlen lassen.
    Auch darf er merken, wenn er Dich mit respektlosen Äußerungen verletzt. Wenn er dann z.B. wieder "freundlich" ist, weil er was will oder SPielen möchte mit Dir, könntest Du ihm sagen, dass es für Dich noch nicht erledigt ist und erst mal etwas ABstand brauchst.
    Das mit der Kappe war auch eine gute Konsequenz wie ich finde.

    Auch wenn es hart klingt, auf das Klingeln und Klopfen darfst Du dann trotz neugieriger NAchbarn nicht reagieren.

    Wir hatten die letzten Wochen schon schwierige Situationen aber ohne Kampf und sie schafft es so langsam, ihr Verhalten besser zu kontrollieren. Aber nur weil wir Hilfe haben und Rat bekamen, wie wir damit umgehen könnten.

    Nur wenn gar nichts mehr geht, kann man auch z.B. ein Kind für eine befristete Zeit von einigen Wochen und Monaten in eine Pflegefamilie geben, damit sich die verhärteten Fronten entspannen. Es muss nicht gleich endgültig sein.

    Ich würde also an Deiner Stelle Hilfe beantragen, versuchen konsequent zu sein und nicht auf das "Theater" eingehen und es nicht beachten.
    LG
    Micha
     
  6. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Ach das haben wir im Moment auch zu Hause zu sitzen. Exemplar "sprich mich nicht an" 12 Jahre, weiblich.

    Morgens weckt man das Kind liebevoll auf und was erntet man?? Muffligkeit
    Nachmittags wenn sie aus der Schule kommt und man fragt wie der Tag war, was erntet man??? Muffligkeit und blöde Sprüche wenn man sich wagt noch mal nachzufragen.
    Abends vorm Essen fragt man ob sie alles fertig hat für die Schule, und was erntet man??? "Warum bist du schon wieder so agro?"

    Wir haben ihr gestern beim Abendessen erstmal erzählt wie sie den ganzen Tag zu uns ist. Sie ist nur noch genervt, nur noch unhöflich, nur noch mufflig und spricht mit uns nur noch agressiv. Sie redet uns sehr unhöflich und respektlos an. Mein Mann der wirklich der allernetteste zu ihr ist wird seit Tagen nur noch "Horst" von ihr genannt, worüber er sich wirklich ärgert. Sie hat dazu immer nur zu sagen, das wir doch mal uns ändern sollen wir sind auch immer genervt zu ihr. Ja nach dem 5. mal angemuffelt zu sein reagiert man dann schon mal etwas schroffer.

    Im Moment kann ich sie echt kaum ertragen, so schlimm habe ich mir die Vorpupertät nicht vorgestellt und Leute es wird noch schlimmer.
     
  7. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    na, das klingt ja noch alles harmlos. Ich meine das schon etwas in einer anderen Form.

    Beispiele: Die Wortwahl fängt an wie "Du blöde A***kuh oder zu dem Partner meiner EX "verf*** A****". Zu meiner Partnerin Du "H***".

    Alles in der Wut rausgeplatzt und hinterher natürlich sofort entschuldigt für die nächste Attacke.

    Bei uns hat sie die Worte nicht gelernt und meine beiden Großen fällt jedes Mal die Kinnlade runter, wenn sie diese Wörter hören, weil die sich das nie getraut haben und nie trauen würden.

    Teils entsteht das wegen Kleinigkeiten: Gestern meint sie, sie habe schon Zähne geputzt. Da sie da oft schwindelt meint meine Partnerin, dass das nicht sein kann, denn die Zahnbürste sei ja trocken. Sie schmeißt die Zahnbürste (elektrische und teuer) auf den Boden und geht ins Zimmer. Meine Partnerin hinterher und meine Kleine drängt sie raus und tritt dann vom Bett so fest gegen die Türe, dass meine Partnerin die Klinke voll in den Rücken gerammt bekommt.

    Das ist bei uns der Alltag, die kleine kann sich nicht kontrollieren und das trotz Psychologen, die immer mit Rat und zur Seite stehen, Jugend- und Familienhilfe, Tagesgruppe, Lernhilfeschule.

    So sind wir dann am Abend beide mit den Nerven runter und wegen dieser Streitereien hat man dann für gar nix mehr Lust, auch nicht mehr, sich mit den Großen zu beschäftigen.

    LG
    Micha
     
  8. usagimoon

    usagimoon sadness

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    Sorry aber ich kann das grade nicht so ganz nachvollziehen, dass man sein kind einfach vor die Tür stellt, wenn es unbequem wird >_>

    Kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen...

    Klar habe auch eine 12-jährige Tochter und eifnach ist das sicher nicht immer und auch wir haben doofe Phasen mit ihr...aber egal wie sie wäre, was sie tun würde.. ich würde nie und niemals daran denken sie zu Fremden zu geben... blutet denn das Herz euch nicht? Ich finde das herzlos! Man hat nunmal ein Kind und ob es Probleme macht oder nicht... man bleibt immer Mutter... man ist Mutter bis mal selber stirbt und da gibt man sein kind doch nicht weg oder lässt es draussen schreien...

    Ich bin grad wirklich total perplex... kann das nicht verstehen :shake
     
  9. emmie

    emmie Guest

    Hallo usagimoon,

    ich wünsch dir, dass du nie an den Punkt kommst.
    Ich hätte früher genau so wie du reagiert, aber glaube mir manchmal muss man Dinge tun um voran zu kommen die hätte man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht ausgemalt und man glaub bloß nicht es ging an einem spurlos vorbei, man stirbt tausend Tote...ich wünsch es niemanden. :crying

    So ähnlich wie Micha schreibt und noch viel schlimmer haben wir das durchgemacht, ich bin durch den Zorn meines Sohnes sogar körperlich zu Schaden gekommen. Erst von diesem Tag an geht es bei uns bergauf und unser Sohn ist breit an seinen Problemen zu arbeiten. Um den Kids Sicherheit zu geben muss man konsequent und klar bleiben, war vorher sicher bei uns zu locker.

    Deshalb usagimoon sei bitte nicht so hart mit deinem Urteil, du weißt nicht was manche mitmachen, ich kannte so was auch nicht von den Großen, manchmal kommt einiges zusammen.
    Sicher ist, wenn so was geschieht bleiben Narben auf beiden Seiten und die gilt es mit Hilfe aufzuarbeiten.

    LG emmie
     
  10. emmie

    emmie Guest

  11. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Täusche ich mich - oder ist es wirklich so, dass diese Respektlosigkeiten, Prügel und Aufmümpfigkeiten hauptsächlich bei Teens von getrennten/geschiedenen Eltern auftreten?

    Ich habe halt den Verdacht, dass die (bald) jungen Erwachsenen sehr viel Energie für etwas verwenden, was nicht direkt mit der Pubertät zu tun hat.
    Und leider bekommen sie sicher auch so einiges vorgelebt.

    In der Literatur lese ich, dass Kinder in (oder kurz vor) der Pubertät, deren Eltern sich genau dann trennen/scheiden lassen, in ihrer Entwicklung gehemmt sind.
    So eine Scheidung geht oft über Jahre und etliche erbitterte Grabenkämpfe - da war dann keine Zeit, um mit den Kindern auch noch über deren Gefühle zu reden...

    Ich habe noch 5 unbeschwerte Jahre bis zur Pubertät unserer Tochter. Was aber dann kommen kann, weiss ich von mir selbst.... :unsch :engel
    Ich habe noch keine genauen Vorstellungen; aber ich denke, ich werde mein Kind nie ungerecht behandeln und nach Möglichkeit sie in ihrem Selbstbewusstsein stärken. Irgendwie möchte ich es hinkriegen, dass sie keine leichte Beute für Rabauken werden kann und die vielleicht auch noch toll findet.
     
  12. usagimoon

    usagimoon sadness

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    Das soll kein Urteil sein, es ist dann so, wenn ich sowas lese, dann sehe ich meine Kinder vor mir und stelle mir vor, wie wäre das und dann dreht sich der Magen um und das könnte ich einfach nicht ertragen. Es würde mir dermassen wehtun, ich könnte es nicht.
     
  13. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    das hat nicht unbedingt etwas mit Trennungskindern zu tun.

    Ich kenne ein Kind aus einer Vorzeigefamilie (zumindest nach Außen hin. Eltern glücklich verheiratet etc. und dieses Kind ist extrem schlimm, dass die Mutter jetzt vor lauter Verzweiflung das JA involviert hat und um einen Platz in einer Tagesgruppe kämpft.

    Wie emmie schon schreibt: Die meisten hier haben "normale" Kinder. Auch Trennungskinder sind meistens normal. Findet die Trennung aber frühkindlich statt, d.h. ein Kind von einigen Monaten bis zu 2 Jahren wird dauerhaft von der Mutter getrennt, kann es zu einer Bindungsstörung kommen (Nennt sich Bindungsstörung mit Enthemmung und das Wort Enthemmung darf man wörtlich nehmen und sagt eigentlich alles aus).

    Ich liebe meine Kinder über alles, dennoch bin ich bei meiner Kleinen teilweise so weit gewesen, zumindest über eine temporäre Heimunterbringung nachzudenken.

    Nicht, weil wir keine Lust hätten oder sie nicht liebten, sondern weil die ganze Familie, auch die Geschwister so extrem darunter litten und noch leiden, dass sie beide ausziehen und selber freiwillig in ein Heim wollten, um nicht mehr unter einem Dach mit ihrer Schwester zu wohnen, die sie bestiehlt, belügt, beschimpft, körperlich angeht (und sie wehren sich nicht, weil ich ihnen beigebracht habe, nicht zurückzuschlagen und das auch gut finde).

    Es wurde schon Einiges besser, aber wir kämpfen trotz Hilfe von allen Seiten immer noch in vielen Situationen.

    Es ist wie mit vielen Dingen im Leben: Man kann sich manche Dinge einfach nicht vorstellen oder nachempfinden, wenn man sie nicht selber erlebt hat. Das mache ich niemanden hier zum Vorwurf, solange man die Entscheidungen derer, die es gerade erleben akzeptiert.

    LG
    Micha
     
  14. multikultimama

    multikultimama Mitglied

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    same here!
    ich glaube wenn die hormone einschlagen hilft gar kein gutes vorleben, da sind die kleinen hilflos... :sn7
    bei uns isses der sohn, und als mutter bin ich total out.
    drücke euch ganz fest die daumen, ich weiß es ist zum verrücktwerden! X(
    lg!
     
  15. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    vielleicht hat ja jemand einen Tip. Was besonders trifft, zumindest meine Partnerin, sind die "versteckten" Gemeinheiten.
    Gestern z.B. sagt die kleine nach einem Disput beim Vorbeigehen zu ihr im Flüsterton "F...Dich". Seitdem ist Funkstille, d.h. sie ignoriert die Kleine.

    ich würde, wenn sie das zu mir sagte, es gar nicht beachten oder eher noch belächeln, aber als Nicht-Mutter ist es sicher noch schmerzhafter so etwas von einer Stieftochter zu hören, die man seit ihrem 3. Lebensjahr kennt.

    Ich weiß nicht, wie ich zwischen beiden Frieden schaffen soll

    LG
    Micha
     
  16. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    also, ich hab mir den "Tip" jetzt selber gegeben bzw. bei der SPFH geholt.

    Bevor solche Worte aus dem Munde eines Kinders kommen, passieren eine Menge Dinge, die einen schon ins Grummeln bringen. Beginnend beim Tonfall bis hin zu ersten Respektlosigkeiten, niedrigerer Kategorie.

    Bei uns meistens bei der gemeinsamem Mahlzeit.

    So war es das letzte Mal auch. Sie wollte ständig unterbrechen und lies keinen ausreden. Erst viel später nach einigen Diskussionen kam das F*** Dich.

    Für die Zukunft haben wir also festgelegt und allen Kindern mitgeteilt, dass wir uns respektvollen Umgang bei den Mahlzeiten wünschen. Wer sich daran nicht hält und sei es nur, dass er jemanden nicht ausreden lässt, wird er solange in sein Zimmer geschickt und muss die "Gemeinschaft " verlassen an deren Regeln er sich nicht hält, bis er oder sie meint, es wieder hinzukriegen.

    Klappt das nicht, wird eine feste Zeit des Wegbleibens definiert.

    So wird eine Eskalation schon im Keim erstickt und ich hoffe und glaube, dass es hilft.

    LG MIcha
     
  17. TKDmum

    TKDmum Neues Mitglied

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    Hey, suche auch dringend nach Hilfe für das "Benehmen" meiner drei süßern, pubertierenden Monstern. Sie sind 10,13 und 15 Jahre alt. Also alle in einem anderen Stadium der Pubertät. Alles was ich versucht habe hat irgendwie nicht dauerhaft geholfen, trotz Familienhilfe. Fühle mich im Moment einfach nur leer, ausgesaugt und total angenervt von allen. Bin zudem auch noch alleinerziehend und gehe voll arbeiten. War nach einer fiesen Trennung vier Wochen in der "Klapse" weil ich einen Nervenzusammenbruch hatte und fühle mich, als ob ich dort wieder hin müsste. Wie kann man nur irgendwie Frieden stiften, bei denen es allen gut geht? Muss es immer nur den Kindern gut gehen? Reisse mir täglich den A.... auf, damit es finanziell klappt und die lieben Kinder gut ernährt, gekleidet etc. werden, aber irgendwie ist nichts gut genug was ich tue :wand
    Wie gesagt habe ich Familienhilfe, die mir sagt, das ich eigentlich weiß, was richtig ist und das auch meistens umsetze, aber wieso funktioniert es nicht? Auch wenn ich mir einrede, das die "Nabelschnur endgültig durchtrennt werden muss" damit die Kinder auf eigenen Beinen stehen können, tut das absolut nichts zur Hilfe. Warum greifen die eigenen Kinder manchmal so gemein, egoistisch und völlig unter die Gürtellinie an, obwohl man Ihnen das so nicht vorgelebt hat????? Das einzige, das ich jemals für mich getan habe, ist das ich Sport treibe und dafür werde ich jetzt auch noch von den kleinen Monstern ausgelacht, weil sie einen höheren Gürtel haben und das obwohl sie sich drei Jahre dran gehalten haben, Mama mach doch auch mit uns, das ist voll gut!!!! Wer kann soetwas verstehen??? Oder besser, wer kann Überlebenstipps geben???? The tourmented soul of TKDmum
     
  18. kikra

    kikra Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    als ich deinen Beitrag las, kam mir spontan in den Sinn, dass die eine Mutter-Kind-Kur mal gut tun würde. Immer vorausgesetzt, dass du gesetzlich versichert bist. Es hört sich so an, als hättest du das noch nie in Anspruch genommen und vielen ist gar nicht bewusst, dass sie (alle 4 Jahre) einen Rechtsanspruch darauf haben, den die Krankenkassen nicht ablehnen dürfen. Natürlich wäre das lediglich ein erster Schritt, aber du bekämst mal die Chance, 3 - 4 Wochen am Stück durchzuatmen und mal nur an dich zu denken. Du könntest dich mit anderen Müttern austauschen, würdest Gleichgesinnte kennenlernen und könntest mal richtig etwas für DICH tun. Massagen, Spaziergänge, und auch Gespräche mit Therapeuten zu genau deinem aktuellen Problem etc. pp. Ich habe das vor 3,5 Jahren einmal gemacht und werde es im nächsten Jahr wieder tun. Wenn du dich dafür interessieren solltest, such hier mal nach Mutter-Kind-Kur - da gibt es schon gute Beiträge, ich habe dort auch meine Erfahrungen/Empfehlung gepostet.

    Für deine Kinder würde ebenfalls gesorgt - u. U. kann sogar dein größtes Kind noch mitfahren. Die Kinder haben dort - sofern die Zeit nicht in die Ferien fällt - regulären Schulunterricht. Alles ist gut durchorganisiert.

    Wenn du so auf dem Zahnfleisch gehst, kannst du auch allgemeine Erschöpfung als Indikation für deinen Antrag angeben. Bei deinen Lebensumständen würde das m. E. glatt durchgehen und du könntest schon bald losreisen.

    Was konkret den Umgang mit deinen Kindern umgeht, so mag ich hier keine großen Reden schwingen. Ich habe nur eine Tochter und die ist auch erst 7 - aber auch sie bringt schon so manches Mal echte Klopse. Neulich - sie war im Urlaub bei den Großeltern und wir telefonierten - meinte sie (als ich auf etwas für Sie unangenhmes zu sprechen kam): "Mama, du laberst mir jetzt ziemlich die Ohren voll. Ich möchte mich jetzt doch lieber hinlegen!" Wenngleich ich auch glaube, dass ihr gar nicht klar war, dass das sehr unhöflich war, ihr also keinen Vorsatz unterstellen möchte, habe ich sie mir im Nachhinein geschnappt und mit ihr Tacheles geredet, dass das so nicht geht. Sie zeigte sich sehr betroffen und ich hoffe, dass wir es schaffen, auch später einen respektablen Umgang miteinander hinzukriegen.

    Sollte sie mal über mich lachen, werde ich ihr auf meine Weise deutlich machen, dass mich das sehr trifft und weh tut. Ich glaube, Kinder denken einfach, dass wir Mütter keine großartigen Gefühle haben, ihnen fehlt diese Distanz. Meine wäre z. B. endlos geschockt, wenn ich vor ihr mal weinen würde. Aktuell reicht es, ihr zu sagen, dass mich etwas sehr, sehr traurig macht. Dann geht sie in sich, entschuldigt sich, ist richtig betroffen - und das Thema ist durch. Aber wie gesagt ist sie auch noch klein.

    Viele Grüße
    kikra
     
  19. TKDmum

    TKDmum Neues Mitglied

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    Hey, danke für Deine Antwort, werde gleich mal bei der Krankenkasse anrufen! Habe schon mal einen Antrag angefordert, aber nie weg geschickt, da mir gesagt wurde, das Kinder ab 12 Jahren nicht mit können und da ich zwei davon habe, habe ich den Gedanken verworfen. Aber da ich jetzt auf Level "Zahnfleisch kriechen" angekommen bin, muss ich dringend was tun. Würde auch den kids zugute kommen, die haben es ja auch nicht so leicht, wenn ich dauernd wegen Kleinigkeiten an die Decke gehe :( Jetzt hat ja erst mal (endlich) wieder die Schule begonnen, da habe ich etwas Luft zum durchatmen! Auch wenns auf der Arbeit ist :] LG
     
  20. kikra

    kikra Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    ich habe extrem gute Erfahrungen mit der Ostseeklinik in Glowe (Königshörn) gemacht. Die liegt wunderschön direkt am Meer auf der Insel Rügen. Die Familie Jäcker unterstützt auch schon bei der Antragstellung und hilft auch bei Problemen.

    Da die Klinik als Indikation die allgemeine Erschöpfung angbit, hättest du du m. E. gute Chancen. Schau mal auf www.ostseeklinik.de und klick dich durch. Soweit ich weiß hatte der alte Herr Jäcker - die Seele der Klinik - kürzlich einen Herzinfarkt und ist im Moment nicht "im Dienst". Aber auch die anderen helfen. Hier könnte ich Stefanie Jäcker empfehlen - sie ist dort auch ein Mädchen für alles und die Schwiegertochter des Hauses.

    Einziger Nachteil bei dieser Klinik ist der exzellente Ruf. Es kann also passieren, dass du ein wenig warten musst, bis du einen Platz bekommst. Aber jetzt hast du so lange gewartet, dass das vermutlich auch nichts mehr ausmacht. ;-)

    Viele Grüße
    kikra
     

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