An alle Väter

M

miesepeterine

Guest
Das habe ich auch gerade gedacht fussel! :ablachen

Ich finde Eure Erfahrungsberichte sehr spannend.

Bei uns ist ja nun einige Zeit vergangen, unsere Tochter ist fast 8 Monate alt.

Mit etwas Abstand betrachtet, lief die Geburt bei uns sehr entspannt ab. Mein Mann und ich waren mittags im Krankenhaus. Ich hatte keine Wehen, nur Fruchtwasser verloren. Daher mussten wir lange warten. Immer wieder in den Kreisssaal, dann wieder ins Zimmer. Aber die Aussicht auf den Wald vom Balkon haben wir sehr genossen.

Als es dann so weit war, ging alles sehr schnell. Ich bin auch nicht geschnitten worden, sondern gerissen. Daher musste der Arzt mich hinterher zunähen. Das war sehr unangenehm.
Schmerzen hatte ich keine. Ich habe eine PDA bekommen. Und dann einen Wehentropf. Es musste schnell gehen, weil der Puls unserer Tochter bei der Wehe runter ging und die Geburt schnell eingeleitet werden musste.
Mein Mann und ich waren dennoch entspannt. Irgendwie hatte ich für meinen Teil ein gutes Gefühl.

Mein Mann hat auch die Nabelschnur durchgeschnitten.
Was er ganz schlimm fand, war die Nachgeburt. Er hat genau gesehen, wie sie aus mir heraus kam und meinte nur "Das war der Teil, den ich nicht sehen wollte". Er hat auch gesehen, wie ich genäht wurde und es muss ganz schlimm ausgesehen haben. Gut dass ich es nicht gesehen habe......

Ich weiß nicht ob ich enttäuscht bin oder stolz.
Auf unsere Tochter bin ich auf jeden Fall mehr als stolz. Sie ist der schönste Engel, den es gibt!!!!
 
F

fussel

Guest
süüss geschrieben miesepeterine :) bin mal gespannt,wie diese geburt hier abläuft...auf alle fälle warte ich mit dem sex danach ;-)
ich bin ja auch 2 mal genäht wurden,und beim 3 ging es ja ganz schnell.aber ich hatte ja so doll nachgeblutet...
 

laramy

Mitglied
Hi
wirklich interessant.............
Bin jetzt auch kein Mann,kann nur sagen das ich so froh bin das mein maenne immer dabei war...........und unser Ver4hältniss nach jeder geburt noch inniger wurde...........Sexbesessen war eher ich.........komischer weise :shy und Maenne will mich immer schonen ;-)

Ein Satz ist mir im Kopf geblieben...........beim Dammschnitt hat er nur gesagt*Das hätte ich auch noch gemacht,dafür hätten wir keinen Arzt gebraucht ;D *

Es war eines der schönsten Momente in meinem Leben! Meine Frau tat mir übrigens komischerweise gar nicht leid, ich war der Ansicht (was ja auch stimmt), daß das alles so sein muß. Sorge um sie und das Baby hatte ich selbstverständlich auch.
Also,warum sollte ich meinen Mann leid tun???Finde auch es ist nun mal so und mir ist mehr geholfen,wenn er einfach nur da ist..........seine Anwesenheit hilft mir mehr wie der Arzt und die hebamme hat das so toll gemacht ihm zu sagen was er tun kann und ihn mit im ganzen Vorgang miteingegliedert..........ich habe mich sehr geborgen gefühlt bei Hebamme und Maenne..........

Wir haben noch viele Scherze über die nachgeburt gemacht(die ich nicht sehen wollte) aber mein mann mit Arzt die Nase reingesteckt hat und sich aufklären lassen was Arzt kontrolliert.............hört sich blöd an.........und nein mein Mann ist kein metzger ;D .................aber hat wohl eine gesunde Neugier..........übrigends macht mich das auch sehr stark...........das ich weis mein mann läßt mich nicht alleine und schlägt sich zur Not mit Arzt :kisses

Grüße monika
 
M

mafa

Guest
Hi,

bei uns war es ein Kaiserschnitt mit lokaler PDA. Alles ( incl. Rasieren ) lief nach Plan, die Mutter wollte die OP-Geräusche nicht hören und wurde mit Walkmen in den OP gebracht. Der Prof. löste mit der Frage: geht das nicht ein wenig leiser ?? lautes Gelächter bei den Studenten aus. OP wie im Bilderbuch,
Bauch auf, Kind raus, Bauch zu. Meine Frau sah davon nichts, ich durfte nur die Hand halten...

Ich bekam dann unsere Tochter als erster an die Brust gelegt - hatte dann nur noch Augen für die Tochter....

Wir mußten noch etwas auf die Milch warten, auch war das Laufen für meine Frau am Tag nach der OP schwierig, aber nach 3 Tagen wurden beide nach Hause geschickt.


Nochmals an alle Mütter, wenn Kaiserschnitt ( wird ja mehr oder weniger von den Müttern auch gewünscht), besser mit lokaler PDA und Partner.

Gruß
 

lob

Mitglied
Hallo misepeterin

Als der Bauch meiner Frau schon deutlich zu sehen war, nahm bei mir auch die Lust auf Sex ab. Ab dem 5. Monat haben wir damit aufgehört. mich hat es einfach gestört und meine Freau ist darüber auch nicht wütend gewesen.

Die Geburt war ein Kaiserschnitt. Dies war 3 Wochen vor dem Geburtstermin aufgrund der Grösse des Kindes beschlossen worden. Es ist für meine Frau und mich sehr angenehm gewesen, den Geburtstag schon zum Voraus zu kennen. Klar, die Spannung, wann es so weit ist, war natürlich weg.
Beim Kaiserschnitt war ich im OP anwesend und durfte meiner Frau erzählen, was die da jetzt machen. Der Beginn der Betäubung war nicht einfach, sie geriet in Panik weil ihr die Lungenflügel zusammengefallen sind und sie hatte Atemnot. Meine Hand, die sie die ganze Zeit über hielt, ist noch heute flachgedrückt......

Den Moment, wo sie dann Michael herausdrückten, ich zum Erstem mal das Geschlecht sah, war schon überwältigend. Unser Sohn. Gesund und alles dran.
Das war für mich schon das Wichtigste. Nach der ersten kurzen Untersuchung (noch im OP) ging ich dann mit ihm zum Baden, Wiegen, Messen, Plazenta wiegen usw. Danach wieder zurück in den OP, wo sie meine Frau gerade wieder zunähten. Und ich legte ihn das erste Mal auf die Brust meiner Frau und wir sind zu dritt sehr glücklich gewesen. Nach vier Tagen ging es dann schon nach Hause.
Mit dem Sex haben wir dann noch mal etwa 2 Monate gewartet, wir haben dies Schadlos überstanden.

Heute sehe ich meine Frau nicht anders als davor, nur habe wir beide neue, anstrengende aber schöne Aufgaben erhalten.

Gruss Martin
 

Ricoh

Titel, was ist das?
An Sonntag Abend, 22:04, war es bei uns auch so weit.

Meine Frau hat mich bereits am Samstag um 04:00 geweckt, weil sie Wehen hatte. Vormittags hatten sie dann einen abstand von ca minuten. Wir sind dann ins Krankenhaus gefahren, auf dem CTG waren aber keine Wehen zu erkennen, also hat man uns wieder nach hause geschickt.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag dann wieder ins Krankenhaus, weil die Wehen nicht nachgelassen haben CTG wieder o.B., wieder nach Hause.
Die dachten wahrscheinlich alle: - erstes Kind, die bildet sich das nur ein -. Das sich die kompletten Eröffnungswehen so sehr in den Rücken verlagert haben, dass man auf dem CTG einfach nichts erkennen konnte, wollten sie nicht wahr haben.
Sonntag Mittag sind wir dann wieder ins Krankenhaus gefahren und endlich an eine Ärztin geraten, die ihren Job ernst nimmt. Auch Sie hat keine Wehen auf dem CTG erkennen können, hat aber gründlich untersucht und festgestellt, dass der Muttermund 4cm offen war.
Für uns bedeutete das dann spazieren gehen und Treppen steigen.
Dazu kann ich nur sagen :respekt ...ich weiß nicht, ob ich mit solchen Schmerzen noch gemütlich durchs Treppenhaus wandeln würde...
Irgendwann ging es dann wieder in den Kreißsaal.
Untersuchung, CTG, wieder spazieren gehen...
Um 18:30 war es endlich so weit, dass der Muttermund so weit offen war, dass wir nicht mehr spazieren gehen mussten (abgesehen davon, dass meiner Frau langsam die Kraft ausging, hatte ich den Klinikflur lange genug gesehen).
Dann kam mir das alles sehr schnell vor. Meine Frau war noch baden, danach hat sie verschiedene Stellungen ausprobiert.
Ich habe ihr geholfen, so gut ich konnte: Massagen, Atemübungen, Mut zusprechen, ablenken.
Auf einmal war die Kleine da. Hebamme und Ärztin haben und dann eine Weile allein gelassen mit ihr und wir konnten unseren :sonne erst einmal in Ruhe begrüßen.
Ich habe dann die Nabelschnur durchgeschnitten, die Kleine gebadet und dabei noch nicht richtig realisiert, dass ich wirklich mein Kind auf dem Arm habe.

Ekelfaktor: 0
geschockt: nein
Hilflosigkeitsfaktor: 9,9
Sex danach: keine Ahnung, fragt mich in einigen Wochen noch einmal
 

tm_mausi

KleineMutti
hallo zusammen,

ich kann nur sagen, mein freund war toll und ich bin ihm sehr dankbar das er bei mir war.
schon wärend der schwangerschaft hat er alles für mich getan was er konnte, im haushalt geholfen, mich massiert, bäuchlein eingeölt und mich aufgrund der schwangerschaftsdiabetis ständig drann erinnert den zucker zu meiden :nanana bzw. zu messen.
am 4. dezember sollte der kleine kommen, was er natürlich nicht tat. durch die diabetis waren wir ständig unter kontrolle und am 5.12. versuchte man die geburt anzuschupsen mit einer tablette die den muttermund öffnen sollte. das hieß morgends halb 7 im kh zu sein, den ganzen tag rumzulaufen, alle 2 stunden ans ctg mit dem effekt das halb 10 abends immer noch nix passierte *g*. die ärzte wollten mich trotzdem nicht mehr nach hause lassen und da ich krankenhäuser hasse, brach ich in tränen aus. mein schatz meinte, ich bleib da, ich setz mich unten auf die bänke und wenn du mich brauchst bin ich da. er hätte wirklich die ganze nacht auf harten holzbänken verbracht, nur damit ich beruhigt bin. gott sei dank hatten die ärzte ein einsehen und entließen mich auf eigene verantwortung. ich dachte mir, anderen frauen springt die fruchtblase auch zu hause und es hatte sich sowieso nicht das geringste getan. das ganze machten wir noch 2 mal mit und zu hause taten wir auch alles um die wehen anzuregen :-D .
am 8. 12. mittags ging es dann endlich los, die fruchtblase verabschiedete sich und nun war ich die ruhe selbst und mein freund total wuschig :rofl
es ging alles sehr schnell dann, ich lag noch in der wanne 2 stunden und mein freund lenkte sich so gut es ging ab, er maß ständig meinen zucker und massierte mich, überprüfte den wehenabstand und atmete mit mir. letzteres bekam mir gar nicht und ich fauchte ihn an still zu sein, einfach nur da zu sein! da guckte er traurig, es war für ihn wohl das einzige wo er dachte mir helfen zu können. nach 6 stunden war der ganze spuck vorbei und er schloß glücklich seinen sohn in die arme. er fotografierte was das zeug hielt und den stolz konnte man ihm im ganzen gesicht ansehen. er bleib noch die halbe nacht bei uns und konnte mich sogar dazu bringen eine woche im kh zu bleiben damit ich das stillen richtig lerne und der krümel wegen dem zucker unter kontrolle war. ekel gab es gar nicht, weder bei der nachgeburt, noch beim schneiden oder nähen, er hatte eh nur augen für seinen sohn.
diese erfahrung und dieses gefühl haben uns noch mehr zusammengeschweißt, wir sind einfach superglücklich.
sexuell hat sich nix geändert, der dicke bauch hat nicht gestört und nun, naja die zwangspause ist um, meine pille wirkt in 5 tagen, dann schauen wir mal hehe...

lg
mausi
 
P

Puh

Guest
Bei uns lief das folgendermaßen ab:

an einem Mittwoch sprachen wir mit einem Nachbarn anlässlich eines Straßenfestes, das wir für Kinder organisieren.
Unweigerlich kamen wir auf die demnächst anstehende Geburt zu sprechen. Seine Schwester arbeitet als Hebamme in einem Khs, dass wir uns eh noch anschauen wollten. Er machte dann für uns einen Termin für eine Privatführung am Freitag aus.
Freitag mittag ging tröpfchenweise Flüssigkeit ab, weshalb wir dann zur Besichtigung auch gleich die Tasche mitnahmen :D
Dort meinte die Dame dann wörtlich: "also so lassen wir Dich hier nicht mehr weg" :)
Das war um 15:00 Uhr. "Vor 7 morgen früh geht aber nix, also cool bleiben. Vielleicht müssen wir sogar unterstützen, also das wird wohl noch eine ruhige Nacht"
Um Mitternacht gingen dann die Geburtswehen los. Logischerweise genau dann, als ich mich noch ein paar Stunden daheim auf's Ohr hauen wollte (wir haben noch einen Hund zu versorgen, der auf Grund der plötzlichen Hektik nicht wie geplant abgegeben wurde). Ich hatte den Beginn der Geburtswehen aber nicht mehr mitbekommen, weil ich schon draußen war.
Um 03:00 Uhr rief mich mein Spatzl an, dass die Hebamme meinte, ich könnte mich ganz langsam auf den Weg machen, weil die Wehen doch heftig wären.
Um 03:15 Uhr war ich vor Ort ;-)
Bis zum Schluss (08:41 Uhr) verlief alles genau nach "Vorgabe" und mein Spatzl war derart routiniert (das ist unser erstes Kind :D ), dass ich nur die Hand halten brauchte. Alles lief quasi automatisch.
Dann war ich für 3 weitere Stunden sprachlos (ein Indianer weint nicht ;D )
Das Kind war noch in den Händen der Hebamme, als es die Augen öffnete: "wat geht hier ab?" und starrte mich dann an. 2-3 Sekunden lang!!
3 Stunden wurden wir vollends in Ruhe gelassen und konnten uns mit der neuen Situation "anfreunden".
Da macht man als Mann die ganze Schwangerschaft mit (ich war zeitweise schwangerer als mein Spatzl), aber das war einfach überwältigend.


Dann gingen wir auf's Zimmer. Mein Spatzl ging völlig ohne Unterstützung!
Dabei fiel mir ein, worüber wir uns mal unterhielten: die Bäuerinnen brachten ihre Kinder auf dem Feld zur Welt und arbeiteten dann weiter :)

Mein Spatzl ist seitdem größer als ich. Nicht körperlich! Ich komme mir vor, als würde ich ständig knien ;-)
Da ich schon als Kind für meine kleine Schwester sorgen musste, gehe ich mit meinem Kind sehr lässig um.
Und dass es meines ist hab ich sofort gesehen. Weshalb ich ja auch sprachlos war ;D

Thema Sex: Jetzt warten wir einfach erstmal ab. Es gibt unglaublicherweise auch noch Wichtigeres :D
 

prinzessin05

Namhaftes Mitglied
So mein Mann war bei beiden Geburten dabei. Bei der ersten war er natürlich auch ein bisschen aufgeregt und hat mir immer die Hand gehalten und Wasser zum Trinken gegeben und die Stirn gekühlt.
Er hat brav am Kopfende gesessen, bis Alina da war, sie musste dann erst noch noch unter die Wärmelampe und ein bisschen Sauerstoff bekommen und in der Zeit hat er sich dann vom Artz die Plazenta erklären lassen. Das hat ihm gar nichts ausgemacht, obwohl er sonst schon in Ohnmacht fällt, wenn er beim Arzt eine Spritze bekommt. Er meinte nur, das sieht aus wie eine Pizza.

Bei Vivis Geburt war dann alles schon Routine, er hat sich dann auch mit der Hebamme angelegt, weil die an mir rumexperementierten und die Wehen einfach nicht kommen wollten (die Geburt wurde eingeleitet wegen Gestose-Gefahr). Ich musste ihn dann für eine halbe Stunde rausschicken, sich beruhigen, weil er sich mit der Hebamme anlegte. Die kam aber dann auch nochmal nach einer Stunde und hat sich auch entschuldigt, was ich sehr nett fand. Um 18.00 Uhr ist dann die Fruchtblase geplatzt und mein Mann hat wieder seinen Platz am Kopfteil eingenommen. Irgendwann sagte die Hebamme dann; der kopf ist schon zu sehen, wollen sie mal gucken? Er : nein nein, lieber nicht. um 20.19 Uhr war sie dann da. Er hat dann lieber die Nabelschnur durchgeschnitten und sie gebadet und betüttelt.
Da er schon seit 8.oo Morgens bei mir war, ist er dann erstmal an die frische Luft und hat sich ne Cola für den Kreislauf geholt.
Er hat immer gesagt, er könne nicht verstehen, wie Leute sagen, dass das der schönste Tag in ihrem Leben gewesen sei. Dass wäre unsere Hochzeit gewesen, aber einen Tag, an dem die Frau die er liebt sich vor Schmerzen windet und er ihr nicht helfen kann, ist kein schöner Tag. Es ist ein unglaubliches Erlebnis und es ist auch toll, sein Baby nachher im Arm zu haben, aber schön ist das nicht, unter schön stellt er sich was anderes vor.

Tja und Sex: ich hatte nicht lange Wochenfluss, so ca. 3-4 Wochen nur und dann haben wir wieder losgelegt.




väter hergehört! an alle väter ist das thema hier
 
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