Erziehung in den 70er / 80er

pete77

Neues Mitglied
Ich habe mir jetzt alle Seiten dieses Threads durchgeselen und jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich nicht mehr nur als stiller Leser an diesem Forum teilnehmen kann. Es ist wirklich bedauerlich, aus welch kaputten Familien hier einige Menschen kommen und alle samt genießen sie auch mein Mitgefühl.

Was aber gar nicht geht, ist diese Kriminalisierung und Heuchlerei, wenn es um eine pflichtbewusste und verantwortungsvolle Erziehung geht. Bevor ich nun weiter aushole:

Ich bin (wie man dem Namen vielleicht entnehmen kann) ein 1977er Baujahr. Bis zu meiner Pubertät wuchs ich in einer intakten Familie auf. Ich wurde in meiner Kindheit weder geschlagen, noch psychisch diszipliniert. Meine Eltern beschränkten sich darauf, mich bei einem Fehlverhalten verbal zu belehren. Toll, oder?

Mitnichten! Intellektuell bin ich beiden Elternteilen weit überlegen. Die Fähigkeit, "weg zu hören", entwicklte sich bei mir schon sehr früh. Die meiste Zeit lebte ich prima damit. In der Schule zu faul und deswegen nur Realschule und Ausbildung anstatt Studium. Ich war nicht anders als andere Kinder und so habe ich auch lauter Dummfug gemacht - warum auch nicht?

Letztendlich - und das schreibe ich, obwohl ich meine Eltern sehr liebe und ihnen keinerlei Vorwürfe machen will - haben sie die Erziehung "verbockt". Der gute Wille alles richtig zu machen war vorhanden. Die Ausführung war mangelhaft.

In der Erziehung von Kindern gibt es wie in allen anderen Belangen des Lebens eine Kosten-/Nutzenrechnung. Die Verantwortung endet nicht damit, seine Kinder gewaltfrei aufwachsen zu lassen. Und wenn eine Tracht Prügel eine funktionierende Signalwirkung hat, dann ist das ein durchaus probates Mittel.

Hier wird geschrieben, dass körperliche Züchtigung grundsätzlich Folgeschäden hervorruft. Folgeschäden entstehen auch durch Vernachlässigung, Liebesentzug (Und das bitte aus der Sicht der KINDER betrachten!), fehlende Aufklärung, schlechte Schulbildung, kriminelle Aktivitäten, [...]

"Normale" Menschen, die in ihrer Erziehung körperlich gezüchtigt wurden, sind bis auf zwei Ausnahmen hier in diesem Thread nicht zu finden. Aber glaubt ihr denn wirklich alle, dass dies die Mehrheit widerspiegelt? Ist es nicht typisch für Internetforen, dass dort hauptsächlich negativ kommuniziert wird?

Abschließend erwähne ich noch, dass ich noch keine eigenen Kinder habe. Ich maße mir aber nicht an, ohne die Erziehung eines Kindes abgeschlossen(!) zu haben, irgend welches Jesuslatschengeblubber für den einzig gangbaren Weg zu halten und bemühe mich stets, offen und lernwillig weiter durchs Leben zu gehen.
 

Ilona

Moderator
Teammitglied
pete Wenn du wirklich alles gelesen hast dann hast du auch gelesen dass ich auch seeliche Gewalt mit eingeschlossen habe zu der liebesentzug definitiv dazugehört.
Ebenso wird es auch in den von mir ziteriten Gesezestrexten genannt.

Wenn die verbale auseinandersetzung deiner Eltern mit dir keine früchte getragen hat vernute ich war sie einfach nicht konsequent genug.
natürlich gibt es bei der kindererziehung auch immer bestrafung nur wie gesagt darf sie nicht in Form von körperlicher oder seelicher Gewalt ausgeübt werden.

Wichtiger ist es jedoch das Kind für erwünschtes Verhalten zu loben. Den das selbe gilt auch für Erwachsene jeder mensch freut sich über ein lob und ist bestrbt wieder und wieder gelobt zu werden, weil es Hormone frei setzt die ein Glücksgefühl auslösen. Daher wird dieser mensch das wiederholöen für was er gelobt wurde.

mit einem lob erreicht man 1000 mal mehr als mit einer betrafung egal wie diese Aussieht.

Mal ein beispiel aus meinem Alltag:

Meine beiden zappelten heute beim Abendessen rum. Mein Großer wirft dabei seinen Becher um. Strafe er muss einen Lappen holen und es aufwischen. Als er fertig war habe ich ihn gelobt das er es ohne zu meckern und sehr ordentlich weggemacht hat.

Danach hat er gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd.

Fazit: Er weis, dass wenn er etwas anstellt er das selber wieder in Ordnung bringen muss aber er für das in Ordnung bringen wird er gelobt.
Er wird dadurch nicht öfter seinen Becher umwerfen weil er beim sauber machen dann gelobt wird sondern er weis das es mit Arbeit verbunden ist aber er weis auch, dass alles halb so schlimm ist wenn man Dinge wieder in Ordnung bringt.

Natürlich ist das ganze zeitaufwendiger als wenn ich ihn wie du es schreibst eine Tracht Prügel gebe. Aber jeder der kinder bekommt sollte sich im klaren sein das Kinder sehr viel Zeit beanspruchen egal wie Alt sie sind.

Ich zitiere hier mal einen Spruch den ich in dem zusammenhang mal gelesen oder gehört habe und von dem ich persönlich finde das da zumindest ein fünkchen Wahrheit drin steckt.

Wer schlägt ist verbal unfähig- hilflos seiner geistigen Grenze ausgeliefert.
 

pete77

Neues Mitglied
Schade. Eigentlich hätte ich mir eine etwas tiefgreifendere und differenziertere Reaktion gewünscht. Zappelnde Kinder beim Essen als erzieherische Herausforderung, als Beilage etwas Ignoranz beim lesen, hübsch aufbereitet an einem gänzlich hirn- und bedeutungslosen Zitat eines unbekannten Niemands. Zum Dessert gibt es dann noch ein Bauernweisheitsorbet garniert mit zarter Selbstdarstellungsschokolade.

Manchmal würde es sich anbieten, beim lesen nicht nur die Brille aufzusetzen, sondern auch den Kopf in Bereitschaft zu versetzen und die Welt mal so real betrachten, wie sie nunmal ist - ganz ohne Schmetterlinge im Winter, mit Gravitationskräften, HARZ IV, Jugendkriminalität, stetig sinkendem Bildungsniveau, sozialen Brennpunkten...

Wenn es um Kinder und deren Erziehung geht, dann ist nicht das Jetzt entscheidend, sondern das Morgen. 6-jährige haben keine Lebenserfahrung, die ihnen dabei hilft, die richtigen Entscheidungen zu finden oder zu treffen. Sie verfügen auch noch nicht über die notwendige Sozialkompetenz, um Probleme auf einem anspruchsvollen Niveau lösen zu wollen oder zu können. Sie sind lediglich Opfer einer Elterngeneration, die sich für besonders überlegen hält und dann ihren Kindern Hochbegabung, Unterforderung und ähnlichen Quatsch einredet. Ihren entgültigen Schaden bekommen die Kids dann, wenn sie ihre Namen wie Leoni-Ilka oder Justin-Jason zum ersten mal wahrnehmen. Aber das ist alles keine Kindesmisshandlung. Das ist natürlich pädagogisch wertvoll und vor allem verantwortungsvoll.

Erwischt? -> Tip: Kondome benutzen und Hund kaufen.
 

Maju

Namhaftes Mitglied
@pete

Ich schätze mal, dass die meisten Kinder in sich selbst den Antrieb finden, ehrgeizig ihr Ziel zu verfolgen.
Ihr Ziel -das heißt nicht, dass das mit dem vorgegebenen Ziel der Eltern, der Lehrer, des deutschen Rentensystems, usw übereinstimmt. Ein Kind, das mit Gewalt, wie auch immer geartet, erzogen wird, findet sein Ziel nicht.

Wenn du heute weißt, dass du das Zeug zum Abi und Studium hättest, warum kreidest du es immer noch deinen Eltern an, dass sie dich nicht dorthin geprügelt haben? Sei ihnen einfach dankbar, dass du dein Ziel heute selber definieren kannst und verfolge es.

Wir beschäftigen uns alle mit der Realität. Sie hat aber viele Seiten und jeder nimmt sie anders wahr. Fakt ist trotzdem: auf Gewalt kann man immer verzichten. Ausnahmslos. Für jedes Problem gibt es eine gewaltfreie Lösung.

Gewalt erzeugt nur Gegengewalt, Rebellion, gebrochene Menschen. Es kommt nichts Gutes dabei raus. Das Abi und das Studium sind erprügelt nichts Gutes. Höchstens ein billiger Trostpreis.
 

Ilona

Moderator
Teammitglied
Pete ja erwischt aber sicher nicht ich sondern Du. Aber es ist ja leicht nur weil jemand eine andere Meinung hat als du diesen jemand zu beleidigen.
Verallgemeinerungen sind auch leicht zu schreiben un mehr kann ich aus deinem letzten posting nicht herauslesen. Auf mein vorherigen Beitrag bist du nicht eigegangen lieber klopfst du Stammtischparolen.

Bist du also nur hier um zu provozieren oder um zu disktutieren?

Das hier ist ein Forum mit klaren Regeln die in den Nutzerbedingungen klar nachzulesen sind ( http://www.elternforen.com/news-f12/nutzungsbedingungen-vom-04062009-t22686/1/ ) die auch jeder User bei der Anmeldung bestätigen muss.
Aber da du anscheinend ja noch nicht mal viel von Gesetzen hälst wirst du dich sicherlich auch über diese Regeln hinwegsetzen.
 

heymomma

Neues Mitglied
Bedanke mich auch moka ,bei mir ist es durch meine Kindheit mit meiner Mutter.Da ich mit 30 plötzlich schwere Depressionen,Angstzustände und Selbsrmordgedanken hatte musste ich in eine Gesprächstherapie,dort wurde in den 1,5 Jahren jetzt hauptsächlich meine ganze Kindheit aufgearbeitet...Ja,es ist traurig aber wahr.....
 

stefan_1975

Neues Mitglied
Ich bin auch in den 70 & 80'ern aufgewachsen und habe von meiner Mutter den Po versohlt bekommen. Als ich klein war sogar recht häufig, auch mal mehrmals am Tag. Später wurde das weniger und dann auch noch mehr & mehr durch Hausarrest oder TV-Verbot ersetzt. Das hat mir weder gepasst, noch etwas genutzt.
Mir wäre es lieber gewesen wenn ich so wie früher den Po voll bekommen hätte, auch wenn das angstbesetzt und schmerzhaft war. Aber es hat zumindest überhaupt funktioniert. Und im nachhinein wünschte ich sogar, sie hätte mir bis zur Völljährigkeit den Po versohlt, denn das zu früh damit aufhören und ersetzen durch andere Strafen hat mir nicht gut getan.
 

rosarote00

Mitglied
Hallo

Ich bin der Meinung, dass ein Klaps auf den Po, Grenzen ein scharfer Blick vom Vater nicht geschadet haben. Ich rede nicht von Misshandlung, sondern von Grenzen aufzeigen.
Die Erziehung heute, die meistens mit reden, erklären, disskutieren ob das immer der richtige Weg ist, naja ich weiß nicht.
 

Empfänger

Neues Mitglied
Hallo,
Ich bin Baujahr '65 und hatte eine glückliche Kindheit. Trotzdem ich öfter den Hintern versohlt bekam. Natürlich war es, in dem Moment, unangenehm und schmerzhaft aber es hat mir nicht geschadet. Und ich liebe meine Mutter, bis heute, noch immer.
 

Empfänger

Neues Mitglied
Ich bin nicht dafür, das man Kinder schlägt. Hab nur geschrieben, wie es bei mir war (früher) . Und ich war deswegen in einer Notaufnahme.
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Ich möchte einfach mal sagen, dass mich das, was ich hier lese, richtig bedrückt und traurig macht.

Das Schlimme an Prügelstrafe ist natürlich, wenn man sie nun mal akzeptiert, wie fest waren denn die Schläge und wie oft maximal? Es dreht sich dann nur darum, wie schwer wurde ich körperlich verletzt? Und es ist ja ein elementares Bedürfnis, sich vor körperlichem Schmerz zu schützen....

Aber... für mich persönlich war immer die DEMÜTIGUNG das Schlimmste. Es ist so furchtbar DEMÜTIGEND, ganz "klein" gemacht zu werden. Mein jüngerer Bruder war ein rotzfrecher Bengel, an dem mehrere Kochlöffel zerbrachen, er hat dann auch so Sachen gesagt wie: ich mache es bestimmt nicht mehr! Oder hat sich geschützt oder ist davongelaufen.... Ich dagegen stand, als meine Mutter noch versucht hat, mich zu "züchtigen" stocksteif da und hab geguckt. Sie hat es dann auch sein gelassen und sich mehr auf Psychostress verlagert - nicht mehr mit mir reden o.ä.. Einmal hat sie zu mir gesagt: Ich wünsche dir nichts Schlimmes, aber hoffentlich kriegst du ein Kind, wie du es warst. Dich konte man mit gar nichts bestrafen!
Mir war es schon als Kind wichtig zu vermitteln: Du kriegst mich nicht!

Genau so ein Kind habe ich heute. Selbstverständlich habe ich mir gewaltfreie Erziehung vorgenommen, aber meine Impulsivität kommt mir manchmal in die Quere. Ich drohe oft Schläge, nach dem Motto: Gleich klatscht es, aber keinen Beifall.
Als er mit vier Jahren noch in die Hose gepinkelt hat, wo alle anderen schon trocken waren, war ich mal so mit dem Nerven am Ende, dass ich tatsächlich
auf ihn losgegangen bin. Er stand genau so vor mir wie ich damals vor meiner
Mutter. Und ich kam rechtzeitig zu Besinnung.

Verstandesmäßig halte ich gewaltfreie, aber konsequente geregelte Erziehung für das Beste, aber man ist als Mutter eben auch nicht immer "pädagogisch wertvoll". Auch Gewaltandrohungen sind ja aggressiv.

Ganz allgemein finde ich es schwer, das Gleichgewicht zu finden zwischen "Ich bin deine Vertraute, mein Kind" und autoritären Maßnahmen.

Liebe Grüße an alle

AnnKathrin
Wenn ich als Kind in die Hose gemacht habe kriegte ich von meiner Mutter anständig den nackten Hintern voll, aber wie! Sie zog mir die Hose runter, klemmte mich unter den Arm und versohlte mir derart den nackten Bubenpo, dass ich Rotz und Wasser heulte!
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Ich habe früher von meiner Mutter auch anständig den nackten Arsch versohlt gekriegt, aber wie!
Meistens mit dem Teppichklopfer überm Sessel, Hose runter und dann gab es ordentlich auf den kleinen Bubenarsch, der hat sowas von geglüht! War aber meistens verdient!
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Hallo Steffi,

ich bin 31 Jahre und damit auch in den 70ern aufgewachsen. Wenngleich ich sicherlich eine schöne Kindheit verlebt habe und meine Eltern mich sehr liebten, ging es bei uns zu Hause leider auch nicht ganz ohne Schläge ab. Während mein Vater nahezu alles tolerierte, war meine Mutter vergleichsweise streng. Im Grossen und Ganzen bleib es jedoch auch bei ihr zumeist bei einem ermahnenden Klaps auf den Po mit der Hand - tat meistens auch nicht wirklich weh. Ich kann mich nur an ein einziges mal erinnern, dass sie mich mit einem Gegenstand geschlagen hat. Da war ich so ca. 6 oder 7 Jahre alt und meine Mutter hatte mich auf frischer Tat dabei erwischt wie ich aus ihrem Portemonnaie Geld für den Jahrmarkt ungefragt entwenden wollte. Sie war so wütend, dass sie sich einen Kochlöffel aus der Küche schnappte und mir damit den Hosenboden versohlte. Tat höllisch weh aber bis heute habe ich nie wieder geklaut. Insofern mache ich ihr auch keine Vorwürfe. Auf keinen Fall war meine Mutter so eine Prügelmama, die bei jeder Gelegenheit zuschlug.
Meine Mutter hat mich auch mal erwischt, als ich ihr Geld gemopst habe. Aber da kriegte ich anständig den nackten Hintern versohlt mit dem Teppichklopfer! Konnte tagelang kaum sitzen! War aber verdient, dass ich von ihr so gekriegt habe!
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Wenn ich als Kind was angestellt habe kriegte ich jedesmal von meiner Mutter anständig den nackten Hintern voll, als Kleinkind mit der flachen Hand oder Schlappen, später dann mit Teppichklopfer und Hosengürtel.
Mein Bubenhintern hat oft geglüht und geschadet hat es auch nicht!
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich würde gerne wissen, wie ihr früher erzogen wurdert von Euren Eltern?

Ich bin in den 70er / 80er aufgewachsen und wurde von meinen Eltern für die damalige Zeit noch sehr streng erzogen. Wenn ich irgendetwas ausgefressen hatte oder schlechte Noten hatte, bekam ich zu Hause meinen Hintern versohlt.

Damals hatte ich immer Angst davor, den Hintern versohlt zu bekommen, aber aus heutiger Sicht muß ich sagen, dass es damals o.k. war, wenn ich ein paar hintendrauf bekommen habe und es letztendlich auch geholfen hat. Besonders wenn ich mal faul bei den Schulaufgaben war, konnte eine Tracht Prügel mit dem Teppichklopfer Wunder bewirken.

Viele Grüße

Steffie
Mit dem Teppichklopfer habe ich von meiner Mutter auch anständig den nackten Hintern voll gekriegt, aber so richtig voll! Konnte oft tagelang kaum sitzen!
Meine letzte Tracht von ihr auf den Nackten habe ich mit 17 gekriegt!
 

Ruediger3012

Neues Mitglied
Meine Mutter hat mich auch mal dabei erwischt, als ich ihr Geld aus der Börse genommen habe...
Sie hat mir an Ort und Stelle die Hosen runtergezogen und ich kriegte mit ihrem Schlappen so dermaßen den nackten Bubenpopo versohlt, dass ich das nie mehr gemacht habe!
Da war ich ca. 8 Jahre alt und den Rest des Tages musste ich im Bett verbringen...
 
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