kind mit neuem nachnamen bei neuer hochzeit?

K

Kasmira

Guest
hallo...

nachdem meine erste ehe, die nur aufgrund der tatsache, daß ich schwanger war, überhaupt entstand, mehr als gescheitert ist, möchte ich wieder heiraten, so wahnsinnig das klingen mag.

der erzeuger meiner tochter kümmert sich überhaupt nicht um sie. er nimmt weder besuchs- noch sorgerecht wahr. nach vielem hin und her habe ich mich letztendlich entschlossen, sie erst mit dieser situation zu konfrontieren, wenn sie alt genug ist, zu begreifen, daß es nicht an ihr liegt, daß er kein interesse für sie hat... zumal wir hier ansonsten eigentlich - mit meinem "neuen" partner - eine ziemlich gesunde familiensituation aufgebaut haben.

jetzt stellt sich für mich nur eine frage: mein partner und ich planen ein weiteres kind, wollen irgendwann heiraten. aber wie sieht es da mit meiner tochter aus erster ehe aus? kann sie den namen meines freundes ebenfalls annehmen? oder müßte sie als einzige den meines ex-mannes behalten?

lg
lkt
 
U

User 5

Guest
Bei uns in Ö. ist es so das das Kind aus einer vorhergehenden Beziehung den Namen des Ehemannes annehmen kann, ohne Probleme. Nur bei Adoption müsste dann der Kindesvater zustimmen.


Ich denke über sowas kann am ehesten das Standesamt oder noch besser Jugendamt Auskunft geben.


Und für mich klingt eine zweite Hochzeit nicht wahnsinnig ! ;D
 

tiramisuse

belustigt
der vater des kindes muß zustimmen.
seine zustimmung kann aber auch durch ein gerichtsurteil ersetzt werden
 
K

Katrin

Guest
Hallo lkt!
Bei uns war die Situation ähnlich wie bei Euch, nur daß ich mit dem Vater meines 1. sohnes nicht verheiratet war und mein Großer daher meinen Nachnamen hate.
Nach unserer Hochzeit lief das alles ganz unproblematisch mit der Namensänderung.
Erkundige Dich einfach mal beim Standesamt, ich denke, es dürfte kein Problem sein!
Ich wünsch Dir viel glück für deine Ehe und finde es auh überhaupt nicht wahnsinnig eine 2.Hochzeit zu wagen!
 
K

Katrin

Guest
ups, Tiramisu, das wußte ich nicht, ist wohl doch komplizierter, wenn es der Name des Exmannes ist ?(
 
K

Kasmira

Guest
besteht bei so einer klage denn wohl hoffnung? ich mein, er kümmert sich nun wirklich nicht, ich kann mir auch nicht vorstellen, daß er es in zukunft tun würde... und für die lütte wäre es sicher seltsam, als einzige einen anderen namen zu tragen, was somit die hochzeit im falle des falles vereiteln würde... :angst ... muß ja nicht wirklich sein...

ich glaub, ich komm zu euch nach österreich - hab schon öfter gehört, daß die bürokratie im gegensatz zu unserer doch weniger verfahren ist... aber da müßte er ja dann auch zustimmen :-D
 

tiramisuse

belustigt
wenn du gute gründe dafür hast, gibt es auch hoffnung, kommt aber wahrscheinlich auch auf den richter an... :rolleyes:
 
K

Kasmira

Guest
danke... ich seh da gleich mal nach... wenn mein acrobat mich läßt :wand

lg
kathi
 

yoricko

Namhaftes Mitglied
Wäre es nicht einfacher, wenn alle Kinder deinen Namen hätten und nicht des deinen Partners? Und du behälst einfach deinen Mädchennamen?
Dann hätte nur dein Partner einen anderen Namen und als Erwachsener kann er damit bestimmt fertig werden... oder auch deinen Namen führen.
 
K

Kasmira

Guest
das ist ja das dumme... ich hab meinen mädchennamen nicht mehr, wir beide tragen den des exmannes - und den wird mein freund sicher nicht akzeptieren :rofl ... kann ich wohl verstehen... also, ich würde zumindest diesen namen sehr gern loswerden... aber das kann ich auch nicht ohne weiteres, oder? zumindest, wenn ich es für die kleine auch will - denn wenn, alle gemeinsam
 

yoricko

Namhaftes Mitglied
Ich glaube, deinen Mädchennamen nach einer Scheidung kannst du jeder Zeit zurückhaben... Und wie ihr es in der neuen Ehe regelt ist nur eure Sache... bleibt nur noch das schon existieriende Kind -- da wird bestimmt unproblematischer für sein Identität auch den Namen der Mutter zu tragen als von einem "Fremden"... (Spätestens in dem Pubertät können solche Gedanken kommen..)
 

tiramisuse

belustigt
um dem kind den mädchennamen der mutter zu geben braucht man genauso die zustimmung des kindsvaters, also gehupft wie gesprungen....

hast du ihn schon mal gefragt?
 
K

Kasmira

Guest
er spricht nicht mit mir :crying :rofl

hm, ich kann mir nur gut vorstellen, daß er das als "druckmittel" gegen mich nehmen wird... ob ich hüpfe oder springe. schätze, meine chancen stehen nicht besonders gut... :shake
 

tiramisuse

belustigt
am besten du gehst mal zu einem anwalt, denn wenn der vater des kindes sich wirklich nicht kümmert, stehen deine chancen ja vielleicht wirklich nicht so schlecht, wie du denkst :troest
 

tiramisuse

belustigt
vielleicht ist das was? ;-)

VG Koblenz
1999-06-22
2 K 3353/98
Rechtsbereich/Normen: BGB
Einstellung in die Datenbank: 1999-11-17
Bearbeitet von: Volker Kitz

Namensänderung der Kinder nach Scheidung

Kinder aus einer geschiedenen Ehe, die mit dem sorgeberechtigten Elternteil in einer neuen Familie leben, haben Anspruch auf einen neuenFamiliennamen.

Nach einem Urteil des VG Koblenz gilt dies auch dann, wenn sie zum leiblichen Vater weiterhin intakte Beziehungen pflegen. Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage von Kindern statt, deren sorgeberechtigte Mutter nach der Scheidung wieder geheiratet und den Familiennamen des neuen Ehemannes angenommen hatte. Für die gleichmäßige Integration aller Kinder in die neue Familie sei es erforderlich, dass unter den Kindern Namensgleichheit beim Familiennamen bestehe. Es sei auch nicht anzunehmen, dass die Beziehung der Kinder zu ihrem leiblichen Vater unter der Namensänderung leide.
 

yoricko

Namhaftes Mitglied
lkt,

wie alt ist eigentlich deine Tochter? Hast du sie mal gefragt ob sie jetzt einen anderen Namen tragen möchte?

Du hast z.B. eine gut funktionierende Familie beschrieben, wobei dein neuer Partner einen anderen Namen trägt. Eine Hochzeit sollte daran eigentlich nicht gesetzmäßig ändern... Wenn die Namensänderung mit sehr viel Aufwand und mit neuen Problemen - auch für deine Tochter - verbunden wären, solltest du vielleicht nochmal überlegen, ob es so wichtig ist.Es gibt neuerdings auch eine Menge Patchworkfamilie mit unterschiedlichen Nachnahmen, kein Problem heutzutage.


@Tiramisuse

Etwas versehe ich nicht... Wenn "die Beziehung der Kinder zu ihrem leiblichen Vater unter der Namensänderung" nicht leide, warum nimmt das Gericht an, daß eine Namensgleichheit für "die gleichmäßige Integration aller Kinder in die neue Familie" erforderlich sei "? ?(
 

tiramisuse

belustigt
1. ich mache keine gesetze


2.ich weiß, als ich damals 8 jahre war, heiratete meine mutter ein 2. mal und nahm somit auch einen anderen namen an. ich fühlte mich traurig und nicht mehr dazugehörig.


3.wie fühlt sich ein kind, dessen vater keinen kontakt will?
wie fühlt es sich, wenn die mutter heiratet und einen anderen namen annimmt?
wie fühlt es sich, wenn in der neuen beziehung ein geschwisterchen entsteht, was den namen des stiefvaters und der mutter trägt?

meiner meinung nach werden mit unterschiedlichen familiennamen zwischen (halb-)geschwistern unsichtbare grenzen gezogen.



mensch, da hatte ich ja richtig glück, daß mein exmann so ein a**** war und die kinder meinem mann zur adoption "angeboten" hat, somit haben wir alle nicht nur den gleichen namen, sondern sind auch eine "echte" familie
 

yoricko

Namhaftes Mitglied
@tiramisuse

1. habe ich nicht gesagt, daß du das Gesetz gemacht hast, aber ich verstand halt nicht warum sie in dem einem Fall (beim getrennt lebenden leiblichen Vater) den Nachnahmen unwichtig, beim anderen Fall (bei der zusammen lebenden Familie) wichtig erachtet... ich finde es einfach weiterhin auch unlogisch.

2. hättest du aber gerne mit 8 Jahren plötzlich einen fremden Namen? Ich kenne einige damalige Schulfreunde von mir, die mit 14-15 gegen ihrer Mutter gestellt haben, da sie ihnen einen fremden Vornamen aufgezwungen hat. Sie haben es in der Pubertät so erlebt, als ob sie ein Teil ihrer Identität gestohlen hätte... Der eine Junge ist sogar zum Vater gezogen, mit dem er früher auch nicht viel Kontakt hatte.

3. Ich finde es schade, wenn die Väter nicht um ihre Kinder kümmern. Mit oder ohne gleichen Namen.

Eigentlich finde ich Nachnahmen nicht sehr wesentlich in einer Beziehung... Weder in Eltern-Kind Beziehung, noch zwischen (Halb-)Geschwistern. Ich habe bei der Hochzeit meinen gewohnten, eigenen Namen behalten, mein Mann auch. Jetzt erwarten wir ein Kind und mein Mann möchte lieber, daß es meinen Nachnahmen bekommt, weil er seinen nicht besonders schön findet... So werden Vater und Kind nicht die gleichen Namen tragen... Na und?! Ach ja, mein Mann hat schon zwei Kinder, die tragen natürlich nicht meinen Namen...
 

biene38

immer auf einer Berg- und Talfahrt
nun, die Tochter (damals 10) meiner Bekannten wollte den Namen des neuen Mannes nicht. Sie wollte so heissen wie ihr verstorbener Vater. (Hat nach der Trennung aber noch ein paar Jährchen gelebt).

Ihre Mutter hat dann einen Doppelnamen angenommen. Somit war das Problem für alle gelöst.
 
K

Kasmira

Guest
@

@tiramisuse: zu 1... schade, ich denke, ein normaler mensch könnte da einiges bewirken ;D

zu 2. ja, darum geht es - zumal wir ein weiteres kind planen - und das kind meines mannes mit dem nachnamen des ex? ist doch irgendwie seltsam... vor allem für ihn dann, denk ich mal...

zu 3. ich denke mal, die antwort auf die fragen ist wohl klar?! und ich will nicht, daß sie sich so fühlt!!!

komme selbst aus einer patchwork-familie, an sich nicht schlimm, nur ungewöhnlich für die zeit... und ich habe es echt gehasst, ständig wegen der verschiedenen nachnamen angesprochen zu werden... und dann noch ein geschwisterchen mit anderem namen???

die grenze sehe ich halt auch...

mein ex ist eben so ein a... - ich denke nur, um mir einen zu pinnen, würde er uns heftigst steine in den weg legen... an der kurzen hatte er noch nie interesse...
 
K

Kasmira

Guest
@yoricko...

1 - ?( verstehe ich nicht... mein exmann hat überhaupt kein verhältnis zu der kleinen, hat gerad freiwillig auf das besuchsrecht verzichtet, es vorher über ein jahr nicht wahrgenommen.... und es geht mir primär darum, daß mein freund und ich auch kinder wollen, respektive vorerst mal eines :-D , die dann ja seinen namen tragen würden - und die lütte die einzige mit dem namen des ex wäre, der sich eh nicht blicken lässt...

traurig ist es allemale - aber warum soll sie einen nachteil haben, wenn der erzeuger spinnt... ich muß sagen, ich hab auf sowas wie nachnamen etc. wert gelegt - tu es im prinzip heute noch. und sie ist erst 16 monate - ich glaub nicht, daß ich ihr identität klauen kann - sie weiß ihren namen eh noch nicht :rofl ...

mir geht es darum, eben diese grenze zu umgehen, die tiramisuse beschreibt und die ich auch sehe...
 

yoricko

Namhaftes Mitglied
@lkt
Na ja, wenn es dir so wichtig ist, dann kannst du natürlich erzwingen mit aller Gesetzeshärte, falls der leibliche Vater nicht freiwillig zustimmt. Ich persönlich würde den Streß, was solch ein Prozeß bedeutet, eigentlich viel zu viel finden inm Vergleich zum erwartenden Gewinn.Aber wie ich schon geschrieben habe, für mich sind Nachnahmen nicht sehr wesentlich in einer Beziehung.

Übrigens die Teenies über die ich geschrieben habe, hatten auch nicht mit 14/15 ihr Namen verändert bekommen, sondern im Kleinkindalter (weiß ich aber nicht, wie alt genau...) Nur mit der Pubertät haben sie halt sich mit dieser Situation auseinandergesetzt. Da hat man eh oft Identitätskriese, bei denen wurde es dann etwas verstärkt. Muß aber bei deiner Tochter nicht so werden.
 
K

Kasmira

Guest
@yoricko...

im prinzip ist das genau die befürchtung, die ich habe... allerdings in anderer richtung...nämlich eher nach dem motto "woher kommt der name, warum will der nichts von mir wissen - ist *** (geschwisterchen) mehr familie für papa" oder sowas in der art...
 
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