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tina9

Guest
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Ich bin heute das erste mal hier, und hoffe das mir jemand helfen kann. Ich habe schon viel gelesen von den Beiträgen Und möchte meine Geschichte erzählen und hoffe auf Tipps.

Mein Sohn ist 9 1/2 Jahre alt. Angefangen hat alles als er 2 Jahre alt war, damals liessen sich ich und sein Papa scheiden. Mein Sohn verkraftete es sehr schwer, er wurde sehr aggresiv gegen mich, weil er mir die Schuld für die Trennung gab, das sagte er mir auch auf seine kindliche Art. Es war vorher schon nicht nicht leicht mit ihm, aber ab da wurde es richtig schwer. Als er drei war gingen wir zu einer Kinderpsychologin, sie sagte nur er wäre ein sehr aufgewecktes Kind. Im Kindergarten war es oft genug eine Katastrophe, es gab oft genug Raufereien mit ihm. In der ersten Klase wollten sie ihn zurückstellen, mit der Erklärung weil er nicht brav ist. Es war das erste Mal in meinem leben als ich richtig gekämpft habe weil er vom lernen und der Leistung her kein problem hatte. Ich ging zur höchsten Stelle der Schule und einer Psychologin. Sie machte einen IQ Test ( Ergebniss:145), und sagte mir das nicht brav sein kein Grund ist ein Kind zurückzustelle. Sie gab mir auch den Tipp ihm in der Schule öfter schwerere Aufgaben zu geben weil er wahrscheinlich oft unterfordert ist, weil er aber teilweise etwas nicht mitschrieb erklärte mir die Lehrerin wenn er die leichten Sachen schon nicht kann, wird er etwas schweres gar nicht schaffen. Wir haben jetzt jedes Jahr eine Frau die in die Schule kommt und mit ihm redet, die Schule möchte es so. Voriges Jahr brachte sie mich auf ADS. Ich kannte es zwar schon vorher aber nur vom hören und sagen, also nicht so genau. Als ich das meinem Ex-Mann und seiner neuen Frau sagte hieß es nur das ich mir eine Ausrede suche für meine unzureichende Erziehung.
Seit dem habe ich Hemmungen etwas zu unternehmen. Es ist aber so schwer mit ihm, manchmal kommt es mir so vor als ob er sich selbst im Weg steht. Ich weiß er leidedt darunter weil er oft geschimpft bekommt, oft Strafen hat und viele Kinder nicht mit ihm spielen weil er unruhig ist und immer den Mund offen hat. Er braucht teilweise Stunden für seine Aufgabe obwohl ich weiß er kann sie auf schnell erlediegen kann wenn er sich nur konzentrieren könnte. Er sitzt gerade wieder einmal seit 1 1/2 Stunden und hat gerade so viel wie er sonst auch in 20 min schafft, und es ist noch viel zu tun, weil er etwas von letzter Woche nachmachen muss. Ich habe auch gelesen das man nirgends hin gehen kann weil die Kinder so viel quasseln, auch das macht er, oder auch wenn wir Besuch bekommen. Wenn man ihm etwas sage könnte ich auch mit einer Mauer sprechen, die zeigt genau so viel Reaktion. :wand Es sind so viele Sachen die nicht stimmen aber da würde ich den ganzen Tag schreiben. Ich liebe ihn über alles, ich möchte ihm nur helfen, weil es ihm teilweise wirklich nicht gut geht dabei. Ich muß auch noch sagen das er ganz viel liebenswerte Seiten hat.

Ich hoffe sehr es kann mir wer helfen, danke. :Lesen
 

Lori1994

Janett
Hallo Tina,
ich glaube, ich kann deine Verzweiflung sehr gut verstehen. Auch ich habe einen Sohn, der an ADS leidet, allerdings ohne Hyperaktivität. Er ist sehr verträumt, fast immer sehr ruhig und zurückhaltend, aber wehe, wehe, wenn er in Wut kommt!! Dann rennt er Wände ein und noch ganz andere Dinge. Aber das kennst du bestimmt auch zur Genüge.
Ich würde dir vorschlagen, suche dir einen guten Kinderpsychologen und lasse deinen Sohn auf ADS testen. Ist das erstmal geschafft, kannst du mit dem Psychologen und deinem Sohn das weitere Vorgehen planen.
Leider weiß ich nicht, ob dein Exmann zu alldem seine Zustimmung geben muss, das musst du allein herausfinden.
Laß dich von niemand entmutigen, du wirst das richtige für ihn tun.
Außerdem dürfte er mit einem IQ von 145 wirklich "leicht" unterfordert sein. Vielleicht kann dir der Psychologe da auch weiterhelfen.

Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute und drücke euch ganz fest die Daumen!!

Janett
 
J

jadzia

Guest
Hallo tina!

Egal, was dein Ex und seine Neue sagen,du mußt mit deinem Sohn leben, laß ihn testen. Damit kannst du vor allem ihm helfen. Bei einem IQ von 145 ist das schon fast Körperverletzung seitens der Schule nix weiter für hn zu tun. Meine Kids haben nur 115. Mein Sohn ist nach dem ersten Schulhalbjahr von der Regelschule geflogen. Die Lehrerin war der Meinung Danny könne, selbst wenn er wollte, dem Unterricht nicht folgen, weiler einfach nicht aufpassen würde. Dabei war er immer einer der besten. Meine Erklärungsversuche, daß er trotz rumzappeln und stören sehr wohl alles im Untericht mitbekommt und sich langweilt und sie ihm doch mal Zusatzaufgaben geben solle, blockte sie ab mit: würde er aufpassen, würde er sich nicht langweilen. Wirklich toll! Jetzt auf der Förderschule bekommt er Zusatzaufgaben, die er fehlerfrei bearbeitet, so daß er sogar eine Klasse überspringen sollte. Leider hat Danny sich dann 4Wochen vor den Ferien total verweigert, somit ist das ganze mit dem Überspringen hinfällig geworden. Aber wir behalten das im Auge. Wenn du die Kraft hast, suche dir eine Hochbegabten-Förderung. Vielleicht ist dein Sohn der Einstein von morgen? Laß dieses Potenzial nicht verkümmern!

Ich wünsche dir viel Kraft!

LG jadzia :bounce2
 

Silke1

Neues Mitglied
wie werden die Medikamente eingestellt?

Hallo ich heiße Silke bin 36 Jahre alt und habe 2 Kinder unser Fabian ADS 8 Jahre alt und unsere kleine Julia 5 Jahre alt wo ich mir nicht ganz sicher bin ob sie nicht auch unter ADS leidet.Ich weiß erst von Fabians ADS seit ca 3 Monaten und lese auch sehr viel im Internet,wir haben schon einige Beratungsstellen und Ärzte konsultiert und sind letztendlich bei einem Arzt gelandet für Kinder und Jugendpsychiatrie nach einem Test stellte sich dann raus das Fabian ADS hat .Der Arzt erzählte mir das Verhalten unter ADS und ich dachte der Mann war bei uns Zuhause es passte alles nur eben nicht so extrem Fabian ist eher ein ruhiger Typ ,gerät zwar ständig mit anderen Kindern aneinander aber sein Hauptproblem ist seine Konzentration seid Montag bekommt er Medikinet und ich muß ein Protokoll über 3 Tage führen bin aber völlig unsicher.Er bekommt am ersten Tag eine halbe Tablette und ich muß ihn jeweils nach 1 Stunde und nach der 2 Stunde testen wie seine Konzentration ist das gleiche geht am zweiten Tag da bekommt er eine Tablette wieder nach einer stunde und der 2 Stunde testen und heute der dritte Tag da bekommt er 1 1/2 Tabletten und wieder Protokoll führen,so nun soll ich morgen den Arzt anrufen und berichten über Verhaltensänderungen u.s.w.aber das einzige was mir aufgefallen ist das er eine super tolle Handschrift hat wenn er sein Medikament bekommen hat aber ansonsten ja gut ist seine Konzentration minimal besser aber nur ganz minimal und ich kann gar nicht sagen an welchen von den 3 Tagen es besser war oder schlechter.Was mich jetzt Interessieren würde wenn ihr auch Ritalin oder Medikinet gebt in welcher Dosis denn und wie viel über den Tag ich habe überhaupt keinen anhaltspunkt ,wie habt ihr denn die Medikamenten eistellung gemacht?
So viele Fragen die ich habe aber für heute solls das erst mal gewesen sein.
Liebe Grüße aus Hamm Silke
 
T

tina9

Guest
Danke für den Zuspruch und die Hilfe. Ich habe nur noch Angst meinem Kind Medikamente zu geben, wer kann sagen wie es in 10 oder 20 Jahren ist wenn er Medikamente bekommt. Wegen der rechtlichen Lage: mein Ex kann nichts dazu sagen vom Gesetz her ( ich habe das alleinige Sorgerecht ), aber ich habe es bis jetzt imnmer besser gefunden solche Entscheidungen gemeinsam getroffen.

Bis bald, und vielen Dank es tut gut wenn man verstanden wird. :sonne
 

Schnuffi011

Namhaftes Mitglied
Hallo Tina

Ich habe ganz lange gezögert, Medikamente zu geben mein grosser ist 13 J.
bekommt nun seid 8 Monaten cirka Medikinet.

Wenn ich an die Zeit zurück denke Grausam, jeden Tag ein Anruf aus der Schule. Keine Freunde.
Agressiv, aufbauschend, einfach durch den Wind.

Hatte auch tierische Angst davor Medikamente zu geben.

Und nun..... Habe einen in der Schule total konzentriert.

Hat langsam Freunde gefunden kommt gut klar.

Heute denke ich wieso habe ich es nicht eher versucht.

Er selbst kann nun seine positiven Seiten ausleben bekommt Anerkennung.

Alles hat sich zum positiven verändert.

Haben zwar noch höhen und Tiefen die habe ich aber auch mit den nicht ADSlern.


Lg Roswitha
 
T

tina9

Guest
Ich wollte noch wissen ob es wahr ist, dass die Kinder wenn sie auf ADS überprüft werden im Krankenhaus Stationär aufgenommen werden? ?(
Bis bald
 

Schnuffi011

Namhaftes Mitglied
Hallo Tina,
die Regel ist eigentlich das die Medikamenten Einstellung Ambulant läuft.

Hin und wieder werden die Kinder aber wenn es sich schwierig gestaltelt ,
z.B noch andere Medikamente (Wechselwirkungen) dann wird es stationär gemacht.

Unser Grosser wurde nur Ambulant eingestellt und nach telefonischer Absprache.

Unser etwas kleinerer wurde stationär umgestellt auf Ritalin SR da er noch Epeliptiker ist.

Nun machen wir alles weitere nur noch abulant..



LG Roswitha
 
J

jadzia

Guest
Hallo,

mein Sohn Danny (8Jahre) ist im Rahmen einer Kur eingestellt worden. Das war eine Klinik für Allergien und ADS in Inzell. Die Kur haben wir über unserer Kinder- und Jugendpsychaterin beantragt und nach einem halben Jahr die Zusage bekommen. Es sind zuerst 3 Wochen, mit Gruppen- und Einzeltherapien und ein halbes Jahr später findet eine Nachkur statt, wo überprüft werden soll, ob das Ganze gefruchtet hat. Danny ist auf der Nachkur eingestellt worden. Anfangs bekam er 3x 1/2 Tablette Medikinet im Abstand von 3Stunden. Jetzt bekommt er morgens eine ganze und 2x 1/2 Tablette, das zeigte dann die Erfahrung. Ich glaube nicht, daß man innerhalb von drei Tagen die passende Dosi herausfindet. Leicht gefallen ist es uns auch nicht, ihm Tabletten zu geben und auch heute noch sind wir davon nicht begeistert, aber wir merken den Unterschied. Danny ist viel umgänglicher und kann seine Intelligenz zeigen, wir und auch andere (Erzieher, Lehrer) müssen nicht so viel mit ihm schimpfen. Anfangs waren mein Mann und ich der Meinung, er sollte auch lernen mit dem Syndrom in der vollen Stärke zu leben, schließlich haben er und ich in Kindsalter auch lernen müssen damit zu leben. Deshalb haben wir ihm zu Hause keine Tablette gegeben (am WE). Aber für ihn sah es dann so aus, daß er zu Hause viel mehr ärger gibt und wir nur am schimpfen sind, womit er nicht ganz unrecht hatte. Nun geben wir ihm zu Hause auch die Tabletten, damit er zu Hause ein paar Erfolgserlebnisse hat und auch damit wir endlich als eine etwas normalere Familie leben können.

LG jadzia :bounce2

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