Welche Erfahrungen macht ihr mit homöopathischen Behandlungen?

Ayas

Mitglied
Nachdem ihr Sohn unter Zahnungsschmerzen leidet, überlegt meine Schwester, dem Kleinen dagegen homöopathische Mittel zu geben. Daher wollten wir euch fragen, welche Erfahrungen ihr bislang mit Homöopathie gemacht habt, welche Beschwerden ihr damit behandelt habt und wie meine Cousine diesbezüglich vorgehen sollte. Vielen Dank vorab für eure Hilfe!
 

EmiliaB

Neues Mitglied
Also ich bin jetzt offen für die Behandlung. Wenn ein Arzt weiß, ich kann auch mal ein homöopathisches Mittel zuerst ausprobieren, dann beginne ich mit dem. Ich bin jetzt keine, die sagt, ich will nur Homöopathie oder nur konventionelle Medizin haben. Wenn es ein homöopathisches Mittel gibt und es jetzt keine Gefahr darstellt es zuerst mal so zu versuchen, dann mach ich das. Ich habe auch nichts gegen Naturheilkunde. Ich finde bei einigen Beschwerden muss man auch nicht gleich Medikamente nehmen. Wenn mir der Arzt Medikamente verschreibt nehme ich die natürlich. Finde man kann das ja Hand in Hand betrachten und muss sich nicht endgültig für eine Seite entscheiden. Man kann es ja als Unterstützung sehen.
Denke gerade bei Zahnungsschmerzen gibt es ja einige gute Erfahrungen mit den diversen homöopathischen Mittel, wieso also nicht ausprobieren? Was würde man sonst machen?
 

Ayas

Mitglied
Vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich habe ja nicht geschrieben, dass meine Schwester hierfür die konventionelle Medizin grundsätzlich ausschließlich möchte. Sie denkt nun mal über diesen Ansatz nach und dann kann man das natürlich immer noch kombinieren. Uns geht es bei der Frage auch nicht ausschließlich um das passende homöopathische Mittel bei Zahnungsschmerzen, sondern wie man generell die passenden Globuli und dergleichen herausfindet. Wenn wir das richtig verstanden haben, soll das ja sehr individuell sein. Oder?
 

EmiliaB

Neues Mitglied
Irgendwoher muss sie ja die Idee haben mit den homöopathischen Mittel. Ich nehme mal an, der Kinderarzt hat zumindest eine solche Behandlung mal erwähnt. Da könnte man mal nachfragen was da in Frage kommt. Oder man geht gleich zu einem Kinderarzt mit homöopathischer Zusatzausbildung.
Eine Anamnese in der Homöopathie schaut anders aus als die normale beim herkömmlichen Arzt. Da nimmt man sich mehr Zeit und man achtet da vermehrt auf den ganzen Körper. Ich war selbst auch noch nicht bei einem echten Homöopathen, von der Anamnese hat mir eine Freundin erzählt.
Ich greife meist zu Komplexmitteln aus der Apotheke wenn ich weiß, für die jeweilige Krankheit gibt es ein bestimmtes Mittel.
 

Ayas

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Wenn ich das richtig verstanden habe, stand das vor etlicher Zeit in einem Magazin im Lesezirkel ihres Friseurs. Das sagt, denke ich, einiges über den Zeitpunkt, wo sie das gelesen hat, aus. Und sie hat nicht daran gedacht, es zu fotografieren.

Wie meinst du das, dass bei der Anamnese in der Homöopathie auf den gesamten Körper geachtet wird? Und funktioniert das genauso gut mit diesen Komplexmitteln, auch wenn es in der Apotheke, schätze ich mal, keine ausführliche Besprechung wie in einer Ordination gibt?
 

EmiliaB

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Also sie wie ich das verstanden habe ist der Unterschied bei der Anamnese, dass da viel mehr auf die Person eingegangen wird. also da bekommen dann 5 verschiedene Menschen mit Zahnschmerzen, fünf verschiedene Mittel oder zumindest unterschiedliche Potenzen. Während bei der Schulmedizin jeder Patient mit demselben Mittel hinausgeht.
Bei der Beurteilung fließen dann eben noch andere Dinge mit ein. Der Körper wird als Ganzes gesehen.
Komplexmittel können helfen, aber da es ebenso wichtig ist individuelle Mittel zusammenzustellen, sollte man da halt zumindest schon das gleiche Problem damit behandelt haben. Sonst kann es eben sein, dass es nicht das richtige für die jeweilige Person ist.
Am Ende sagt man dann, die Homöopathie wirkt nicht. Was halt dann nur begrenzt stimmt weil man halt das falsche Mittel genommen hat. Wäre ja bei der Schulmedizin auch so wenn man ein Mittel gegen Kopfschmerzen nimmt, gehen auch nicht die Zahnschmerzen weg.
 

Ayas

Mitglied
Vielen Dank für die weitere Rückmeldung! Wobei es nicht um Zahnschmerzen, sondern um Zahnungsschmerzen geht. Der Bereich im Mund ist zwar nahezu derselbe, aber bei den Zahnungsschmerzen schmerzt de facto das Zahnfleisch. Wie kommt es, dass es nicht nur verschiedene homöopathische Behandlungen, sondern auch unterschiedliche Potenzen gibt?

Und verstehe ich richtig, dass Komplexmittel gewissermaßen vorgefertigte homöopathische Mittel sind und der Unterschied in der Tatsache, dass sie nicht individuell angepasst sind, besteht?

Und gibt es eigentlich auch die Möglichkeit, diesen Ansatz mit der konventionellen Medizin bei einer Beschwerde zu kombinieren?
 

EmiliaB

Neues Mitglied
Weil bei der Homöopathie immer der ganze Mensch im Fokus steht. Wenn man zu einem Homöopathen oder einem Arzt mit Zusatzausbildung in Homöopathie geht, dann ist schon die Anamnese ganz anders als man es von einem normalen Arzt gewohnt ist. Das dauert dann länger und der Arzt möchte auch mehr von einem wissen. Entsprechend der Vorgeschichte wird dann auch ein spezielles Mittel ausgewählt und eben auch die Potenzen angepasst.
Gehen zwei Menschen mit demselben Problem zum normalen Arzt, kommen sie mit denselben Medikamenten raus.
Gehen zwei Patienten zum Homöopathen bzw. eben zum Arzt mit der Zusatzausbildung, bekommen sie nicht dasselbe weil die Patienten unterschiedlich sind.
Komplexmittel kannst du dir ohne vorherige Anamnese in der Apotheke holen. Kann helfen, muss aber nicht. Vielleicht braucht man auch etwas ganz anderes. Nur weil es dann einem Bekannten geholfen hat, muss es einem selbst nicht helfen.
Ja sicher. Man sollte die beiden Ansätze auch nicht getrennt voneinander betrachten. Man sollte sich doch so gut es geht gegenseitig unterstützen.
 
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