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Wenn Kinder ständig zappelig und hyperaktiv sind, haben Eltern meist alle Hände voll zu tun. Viele Kinder (und Eltern) leiden darunter. Andere Situation: Studien zufolge leidet jedes 10. Kind unter ADS / ADHS (ADS-Syndrom) aber man erfährt nur wenig darüber. Tauschen Sie sich mit anderen im ADS-Forum über Ihre Erfahrungen aus und holen Sie sich Hilfe. Stichworte: Hyperaktivität bei Kindern, Therapie, Medikamente, Schule.

Dieses Thema im Forum "Hyperaktivität + ADS - ADHS bei Kindern" wurde erstellt von Tanja 1, 24 August 2010.

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  1. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo Ihr alle hier!

    Dachte ich halte euch mal wieder auf dem Laufenden!

    Patrick hätte eigentlich im Juli die Therapie in der Tagesklinik beginnen sollen. Beim Aufnahmegespräch hat er sich dann so daneben benommen das man uns wieder heim geschickt hat, denn wenn er nicht mitmacht bringt das ja alles nichts.
    Zu Hause wollte ich dann das JA informieren und eine Zwangseinweisung einleiten.
    Da hat er dann gemeint er wolle doch in die Klinik. Habe mich aber geweigert das zu regeln, also hat er selbst dort angerufen und um eine zweite Chance gebeten.
    :wow Ich war total erstaunt und er hat es echt geschafft!

    Nun hatten wir gestern den erneuten Aufnahmetermin! Tja und was soll ich sagen es war wieder eine Katastrophe! Dieses Mal hat man ihn nun als Tagesklinikkind in der Kinder und Jugendstation untergebracht. Und wir haben zwei Stunden gebraucht ihn zu überzeugen das er das braucht. Folge bei Verweigerung wäre ja die Zwangseinweisung! Am Nachmittag als wir ihn dann abgeholt hatten haben wir nochmal versucht ihm klar zu machen wie wichtig das alles ist. Kein wirklich großer Erfolg! Ihm ist einfach nicht klar das das die letzte Chance ist bevor er aus der Familie genommen wird!

    Folge des Gesprächs war der totale Zusammenbruch mit Migräne und Erbrechen!
    Das erbrechen zog sich über die ganze Nacht hin und es war klar das er heute natürlich nicht in die Klinik gehen konnte. 1:0 für ihn!
    Ich glaube ich werde wahnsinnig!
    Habe dann dort angerufen und wir mussten dann trotzdem hinfahren damit der dortige Arzt ihn untersuchen konnte. Ist wohl wie ich vermutete rein psychosomatisch! Hat ja immer gut funktioniert bisher!
    Nun müssen wir auch wenn er meint das er nicht könne jeden Tag da hinfahren und dann wird er untersucht.
    Finde das echt klasse von denen. Bei unserem Kinderarzt hätte er sich ja gefreut. Der glaubt ihm das zwar auch nicht aber ich finde es besser das es über die Klinik läuft. Da merkt er das es nicht so einfach ist wie er denkt!

    Bin nun gespannt wie es weitergeht! Fakt ist wenn er so weitermacht dann bleibt nur noch die Zwangseinweisung! Leider! :heul2

    So das wars dann mal für den Anfang!

    LG Tanja
     


  2. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Puh ich bin erstaunt, er ist heute morgen tatsächlich gegangen. Und das wo er gestern abend noch zum Arzt wollte weil ihm dann auf einmal seine Beine soooo weh taten. :shake
    Habe fast nen Koller gekriegt. Bin dann erst mal mit dem Kleinen ne Runde um den Block gelaufen, obwohl ich das eigentlich nicht sollte. Müsste mich eigentlich schonen. Aber das war mir dann egal. Ob ich nun Wehen bekomme weil ich mich aufrege oder weil ich spazieren gehe ist ja letztendlich egal.

    Nun ist er vorhin mit Opa los und ich denke sie werden ihn heute nicht wieder heim lassen, denn es geht ihm ja soweit gut.
    Habe gestern nochmal mit ihm geredet und er meinte er hätte tierische Angst vor Kliniken, weil wir ihn im April einfach stehen lassen haben im Allgäu. Damals war das auf anraten des Familienhelfers. Und wieder hat mein Sohn einen Knacks bekommen. Als würde es nicht so schon reichen.
    Hoffe nun wir kommen jetzt irgendwie weiter.

    LG Tanja
     


  3. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Bleibt dran es wird schon.

    Er wird sich schon noch weigern aber ihr müsst cool darauf reagieren. Und glaube mir er spielt Euch die Symthome nicht vor, er hat sie in diesem Moment wirklich.

    Meine Tochter war auch in der Tagesklinik (viele verschieden Sachen) und hat unteranderem panische Angst vorm Krank werden und ganz doll vor Magen-Darm. Es ist so schlimm das wenn einer schon sagt er hat ein komisches Gefühl im Bauch sie sofort umschaltet, Panik bekommt und sofort auch die Symthome hat. Zum Anfang habe ich sie überall noch abgeholt und kaum war sie bei mir und weg aus der Situation war alles wieder okay. Das hat mich natürlich auch sauer gemacht.

    Mittlerweile sind wir soweit das ich mit ihr in Ruhe rede und nicht mehr auf ihre "Anzeichen" reagiere. Manchmal ist es noch soweit das ich sie veräpple weil ich ihr zeigen will wie utopisch das ist.

    Er hat in dem Moment wirklich diese Schmerzen und ihr könnt das nur zusammen hinbekommen.

    Das Problem bei diesen Geschichten ist nur, dass keiner mehr reagiert wenn es den Kids wirklich schlecht geht.
     
  4. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo Freddilysie!

    Da hast du leider recht. Ich weiß schon das er in dem Moment wirklich denkt krank zu sein und sich auch schlecht fühlt, es treibt mich nur jedes Mal zur Weißglut das er partout nicht macht was ich ihm sage und dann dauernd hinter mir her läuft mit diesem ewigen Stöhnen. Das macht mich irre!
    Und es ist wie du eben auch sagst man weiß nie wann sie dann wirklich mal was haben weil man ihnen ja nicht mehr glaubt. Denke jedes Mal und wenn es jetzt doch was Ernstes ist und du nichts tust und dann passiert was Schlimmes??? Aber jedes Mal ins KH, die lachen einen ja irgendwann dann auch aus.
    Ich hoffe jetzt das sie dieses Problem auch in der Therapie besprechen und man vielleicht was tun kann dagegen.

    LG Tanja
     
  5. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Klar ist es nervig. Meine liegt immer irgentwo rum mit dem Eimer schon über dem Gesicht oder sie hängt stundenlang auf dem Klo mit dem Po hinten und den Eimer davor. Und glaube mir manchmal möchte ich ihr den Eimer auf den Kopf stülpen.

    Ich drücke Euch die Daumen und wenn Du Fragen hast, her damit wir sind mitlerweile schon Profis. :crying
     
  6. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Oh ja so gehts mir dann auch oft!

    Ab heute wird er nun neu auf Medis eingestellt. Bisher bekam er Concerta 54mg. Sie werden ihn nun erstmal auf 36mg runterstufen und es langsam ausschleichen um zu sehen was passiert. Dann wird vielleicht ein anderes Medi versucht oder eben wieder so hoch gefahren bis es passt.
    Sie meinten es wäre evtl zu hoch für ihn weswegen er evtl. auch kaum isst und für sein Alter zu klein ist.
    Ist für mich zu Hause etwas hart denn er bekommt das Medi dann erst wenn er dort ist. Und ihn ohne Medi dazu zu bringen aufzustehen sich anzuziehen usw. ist leider nicht gerade einfach. Aber im Moment ist er noch recht motiviert und ich hoffe es hält noch was an.
    Drück uns die Daumen!

    LG Tanja
     
  7. emmie

    emmie Guest

    Hallo Tanja,

    ich bewundere wie du das alles meisterst. :respekt

    Wünsche dir und deiner Familie viel Kraft, auch für deine bevoestehende Geburt alles Gute!

    Unser Sohn wird jetzt wahrscheinlich bald in eine therap. Einrichtung gehen, da kann man nur hoffen.

    Alles Gute und :maldrueck

    emmie
     
  8. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo Emmie!

    Leider sieht es heute schon wieder anders aus!
    Am Freitag ist er aus der Klinik abgehauen und heute morgen waren wir dann dort und er hat es mal wieder hingeschmissen. :heul2
    So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter. Nun hat die Klinik aber vorhin nochmal angerufen und wir haben heute mittag nochmal einen Termin mit dem Oberarzt. Sie wollen ihn nicht so einfach aufgeben weil er die therapie dringend braucht und eine Zwangsmassnahme wollen sie ihm eigentlich ersparen, da er einfach zuviele Ängste in sich hat. Ich bin nun mal gespannt was da rauskommt.
    So langsam kann ich echt nicht mehr und Kraft ich weiß nicht, eher den Mut der Verzweiflung.
    Und das alles wo ich mich eigentlich schonen soll!Das ist mir zur Zeit leider nicht möglich...

    LG Tanja
     
  9. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    wie ist es gelaufen????
     
  10. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Kaum zu glauben, sie haben ihm nochmal eine Chance gegeben. Es gab ein Gespräch mit dem leitenden Oberarzt und dem Therapeuten. Erst mit ihm alleine und dann ich alleine. Ich weiß nicht wie sie es geschafft haben aber er hatte es sich dann nochmal überlegt und macht nun doch weiter.
    Heute morgen ist er ohne Probleme gegangen und laut telefonischer Rückmeldung hat es sehr gut geklappt heute. :banane:
    Ich hoffe nun das ers jetzt wirklich durchzieht.
    Muss sagen die Klinik gibt sich echt Mühe, kaum zu glauben! Hatte bisher nicht allzu viel positives gehört aber es war ja unsere letzte Möglichkeit. Und bisher muss ich sagen ich bin echt zufrieden.
    Seit Freitag bekommt er nun statt 54mg nur noch 36mg Concerta und sie wollen einen Auslassversuch machen. Bin gespannt ob es klappt.

    LG Tanja
     
  11. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Denke viel an Euch, wie lief es die letzten Tage?
     
  12. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallöchen!

    Naja läuft so lala. Wir sind nun seit Samstag bei 18mg Concerta (von 54mg)angekommen und es wird nun immer schwerer. Montag konnte ich ihn fast nicht dazu kriegen hin zu gehen. Also wenn ich meinen Vater nicht hätte hätte ich zur Zeit ein echtes Problem. Er nimmt mir unheimlich viel ab. Fährt ihn jeden morgen hin und nachmittags holt er ihn wieder. Und er redet auch viel mit dem Personal dort. Wüsste echt nicht was ich ohne ihn täte.
    Montag war es so das sie vergessen hatten ihm die Tablette für den Morgen mitzugeben (hatte nur Sa und So bekommen). Da hat er sich geweigert aufzustehen und zu gehen. :wand Ohne Tablette macht er so gut wie gar nix. Mein Dad ist dann ohne ihn hin gefahren und hat mit dem therapeuten gesprochen. Ne halbe Stunde später kam er dann zurück mit der Tablette und ist dann mit meinem Sohn wieder hin gefahren.
    Kann man sich das vorstellen? Ich dachte ich werd nicht mehr.
    Ansonsten läuft es laut der Klinik wohl ganz gut.
    Laut meinem Sohn ist es ätzend! Aber das heisst ja nichts.
    Er hat Maltherapie, Fitness, Sport, Holzarbeiten usw.
    Bin schon noch sehr skeptisch aber auch voller Hoffnung!

    LG Tanja :bye:
     
  13. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Hallo Tanja,

    mein Sohn war vor einigen Jahren für 4 Wochen in Reha und hatte auch über einen längeren Zeitraum eine Therapie.

    Als wir ihn damals fragten wies den so war meinte er nur schrecklich und gebracht hats nichts.

    Erst jetzt kann und will er zugeben das es doch ok war das wir ihn "gezwungen" haben die Therapie und die Reha zu machen.

    Ich finde das es sehr wichtig ist durchzuhalten. Auch wenn man sich manchmal gegen den Willen der Kinder durchsetzten muss.

    :druecker das euer Durchhaltevermögen noch anhält bis dein Sohn einen Rythmus in seinem Tagesablauf hat und es dadurch leichter für ihn wird.

    LG :bye:Cordu
     
  14. emmie

    emmie Guest

    Hallo Cordu,

    da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen und es ist manchmal sehr schwer, gerade wenn einem die Zweifel plagen.

    :druecker halte durch Tanja und liebe Grüße

    emmie
     
  15. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Danke ihr Lieben!!! :blumengeb

    Muss ja durchhalten denn sonst bleibt ja nur der Zwang und das will keiner so unbedingt.
    Seine abendlichen Ausraster sind allerdings echt enorm im Moment.
    Gestern hat er versucht einen Aufkleber von seinem TV zu entfernen und das klappte nicht so wie er wollte. Er hat total abgedreht, dachte schon er wirft ihn runter. Er meinte dann er würde nun die Tablette für den nächsten Tag nehmen, konnte sie aber verstecken.
    Kann es echt sein das bei niedriger Dosierung die Ausfälle schlimmer werden? Denke das selbst bei den 54mg abends um acht eigentlich keine große Wirkung mehr vorhanden war. Da ist er zwar auch ausgetickt aber nicht so extrem. Er kann sich fast gar nicht beruhigen dann.

    LG Tanja
     
  16. cordu

    cordu Namhaftes Mitglied

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    Hallo Tanja,

    klar will keiner so richtig mit Zwang arbeiten und ohne ist es wohl immer besser. Leider gibts manchmal keinen anderen Weg mehr. Aber noch ist es ja nicht soweit.

    Zu den Tabletten. Dein Sohn nimmt ja Concerta. Da ist die Wirkungsdauer recht lang. Je nachdem wie schnell od. langsam er verstoffwechselt 8 - 12 Std. Kann also schon sein das ihr abends noch ne Wirkung der Tbl. hattet.

    Besprich doch mal das Problem mit deinem Arzt. Evtl. wäre eine niedrige Dosis kurzwirksames Medi eine Übergangslösung.

    Wichtig auch hier ist meiner Meinung nach ein sehr staffer Ablauf und vielleicht auch eine Therapie in der er lernt wie er mit seiner Frustation umgehen kann.

    Aber immer noch gaaanz wichtig - durchhalten. Ihr alle müsst jetzt erst mal den neuen Tagesablauf lernen und verinnerlichen. Wenn das flutscht würde ich nach und nach die verschiedenen "Baustellen" in Angriff nehmen. Und zwar schön eine um die andere.

    LG :bye: Cordu
     
  17. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Hallo Tanja,

    vielleicht kann Dein Vater in Hinsicht auf die Tabletten mal ein Hinweis in der Klinik lassen, denn Dein Sohn scheint so fixiert darauf zu sein ohne sie nichts zu können. Das ist nicht gut. Das müssen die dort wissen. Er wird sich dann auch nichts anderes zu trauen.

    Deine Skepsis kann ich verstehen. Mir ging es genauso damals als meine in die Tageskllinik kam. Ich dachte das ich nun alles falsch gemacht habe und hatte sogar Angst davor was nun alles kommen könnte. Die Klinikzeit hat ihr gut getan obwohl ihr da nicht geholfen wurde, sondern nur alles rausgefunden wurde und uns der weitere Weg geebnet wurde.

    Wir sind nun über 1,5 Jahre nach der Klinik immer noch in Therapie und es geht im Moment wieder sehr doll bergab. Aber ohne die Klinik möchte ich garnicht darüber nach denken wo meine Tochter dann wäre.

    Warum muss er eigentlich gefahren werden? Wir hatten einen Taxiservice, der morgens kam und sie holte und abends wieder brachte, wurde auch alles von der Krankenkasse bezahlt.
     
  18. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    Kopf hoch. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und gemessen an den Umständen finde ich, dass es bei Euch sogar richtig gut läuft (bitte nicht hauen): Die Therapie hat begonnen, Ihr habt jemanden, Deinen Vater, der den Daumen da drauf hält, dass der Junge auch tatsächlich in der Klinik auftaucht, und Ihr habt jetzt eine echte Perspektive.

    Ich schreibe das, weil gerade in solchen Situation, wenn eine Therapie gerade beginnt, es allen Beteiligten schwer fällt, die positiven Seiten eines solchen Prozesses zu sehen, und oft am allermeisten den Angehörigen, die nebendran stehen, und über einen gewissen Zeitraum ihre ganze Kraft aufbieten müssen, um mit dem Verhalten des Menschen umzugehen, das leider so gut wie immer erst schlimmer wird, bevor es besser wird. Das ist bei einem unter ADHS leidenden Jugendlichen leider genauso, wie bei Heranwachsenden, die sich "daneben benehmen" oder bei Suchtkranken oder bei Menschen, die an einer schweren psychischen Krankheit leiden.

    Wie gesagt: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Und keine Therapie bringt an einem Tag die Ergebnisse, die man sich so dringend wünscht. Und wenn diese Ergebnisse nicht kommen, dann macht einen das mürbe - es sollte doch besser werden. Aber stattdessen wird es schlimmer.

    Und man möchte deshalb alles hinwerfen, lieber zum Vorher zurück kehren, in jene Zeit, als man zwar große Probleme mit diesem Menschen hatte, aber immerhin gelernt hatte, diese großen Probleme als normal zu betrachten und damit umzugehen, auch wenn man darunter gelitten hat - immerhin konnte man das Verhalten des Menschen einschätzen. Dass es jetzt schlimmer wird, erzeugt Unsicherheit, Zweifel über die Richtigkeit des Weges, denn das Leiden wird gößer, und man weiß nicht, ob das nicht so bleiben wird. Und man möchte alles hinschmeißen, und es dem Betroffenen gestatten, in seine alten Rollenmuster zurück zu kehren.

    Die Antwort darauf ist, dass man sich vor Augen halten muss, dass das, was jetzt passiert, ein Fortschritt ist: Man arbeitet darauf hin, die Zukunft zu ändern. Es wird sich etwas tun.

    Und: Es muss sich etwas tun. So wie Ihr, Dein Sohn, Du, die gesamte Familie, in der Vergangenheit gelebt habt, sollte kein Mensch leben müssen, denn es würde Euch als Einzelne, und als Familie, auf mittlere Sicht zerstören. Deshalb ist es so wichtig, Euren Sohn zu dieser Therapie zu zwingen. Nur so könnt Ihr das verhindern.

    Dazu zählt auch, dass zunächst einmal das Medikament abgesetzt wird: Die Therapeuten Deines Sohnes müssen sehen, wie sein Mensch ohne Concerta aussieht - was ändert sich an seinem Verhalten?

    Leider ist es so, dass das einige Zeit, meist mehrere Wochen dauert, denn auch wenn Methylphenidat im Allgemeinen und Concerta im Besonderen nicht körperlich süchtig machen, entsteht vor allem bei Concerta bei der Einnahme in einer hohen Dosis über einen längeren Zeitraum hinweg eine Verhaltensabhängigkeit: Der Patient gewöhnt sich psychisch an das Medikament; er hat das Gefühl, nur mit dem Medikament er selbst zu sein. Wird es weg gelassen, oder in geringerer Dosis verabreicht, fühlt sich der Betroffene hilflos; oft wird auch ein Gefühl der "Nackheit" beschrieben.

    Das, was dein Sohn momentan erlebt, sind also mehr oder weniger normale Absetzungserscheinungen, die zudem dadurch verstärkt werden können, dass Euer Sohn nie gelernt hat, mit sich selbst umzugehen.

    Die Wut und Ungeduld, mit der er darauf reagiert, sollten sich recht bald geben. Erst dann wird man sein wahres Ich sehen, und damit arbeiten können.

    Vorher geht das nicht, weil niemand wissen kann, was vom Verhalten Deines Sohnes, Teil des ADHS ist, was erlerntes Verhalten ist, was möglicherweise pubertätsbedingt ist, und was eine Nebenwirkung des Medikaments ist.

    Gerade bei Concerta ist es wichtig, das zu differenzieren, weil dieses Präparat unter anderem zum Beispiel Aggressionen hervor rufen oder verstärken kann. Der Grund, warum das bei Concerta so ist, und bei anderen MPH-Präparaten nicht, ist der, dass Concerta eine andere Strukturformel hat, als reines Methylphenidat. Damit wirkt es auch anders.

    Setzt man das Medikament nicht zu Beginn einer Therapie ab, und schaut nach, was vom Verhalten was ist, läuft man Gefahr, einfach nur das zu tun, was viele Psychiater tun, weil sie dem Umfeld eines Patienten das ersparen wollen, was Ihr gerade durchmacht: Sie therapieren einfach die möglichen Nebenwikungen durch weitere Medikamente, as an und für sich nicht schlimm wäre - würde man damit nicht verhindern, dass am Verhalten des Patienten gearbeitet werden kann.

    Es läuft also auch in dieser Hinsicht gut und richtig.

    Viele Grüße,

    Ariel
     
  19. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Sag mal HItnak kennst du die Therapeutin unserer Tochter? :rofl

    Genau das selbe sagt sie uns auch immer. Es ist ganz normal das in einer Therapie auch das Symthom immer schlimmer wird und dann besser.

    Tja schwer zu glauben wir warten darauf nun schon ein Jahr. Sie sagt das es schon bergauf geht, wir sind der Meinung das es nimmer tiefer geht.

    Es ist sooooooooooooooooooooo schwer immer positiv zu denken. Gerade im Moment fühle ich mich so schlecht und ich habe auch im Moment keine Kraft nur das gute zu sehen.

    @Tanja: Sei froh das du deinen Papa hast. Meine erzählen mir immer wieder was ich denn besser machen muss. :crying
     
  20. Tanja 1

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    Hallo Ihr Lieben!

    Danke erstmal!
    Ihr baut mich immer wieder auf!

    Freddy: Ja er könnte auch mit dem Taxi fahren aber dann weiß ich nicht ob er auch wirklich ankommt. Und mein Dad macht das gerne und es tut meinem Sohn gut. Er weiß dann das da jemand hinter ihm steht. Ich kann ja grade nicht so wie ich will und laut der Therapeuten ist es auch besser so wenn das im Moment ein Mann ist.
    Da bin ich schon sehr froh drum. Bei uns ist es eher meine Mutter die mir immer wieder sagen will was ich falsch gemacht habe usw. Aber inzwischen wehre ich mich oder schalte auf Durchzug! :pfeif

    Ariel: Du verblüffst mich immer wieder! Deine Antworten sind immer sehr aufbauend und vor allem logisch und verständlich geschrieben und man merkt das du weißt wovon du sprichst. Bist du Fachspezialist von Beruf??? Ärztin oder sowas?
    Das ist echt toll und ich kann nur sagen: DANKE!!! :anbet
    Ja ich denke wir sind auf dem richtigen Weg denn so wie es war wäre es nicht mehr weitergegangen.

    Bis bald LG Tanja
     
  21. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    ich bin Kriminologe (Kriminalwissenschaftler) mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendkriminalpsychologie, was bedeutet, dass ich versuche, eine bestimmte Entwicklung im Leben eines Menschen nachzuvollziehen, um mir dann, mit Hilfe von Experten in einer ziemlich langen Reihe von Fachrichtungen, die Frage zu stellen, ob und wenn ja was man dagegen tun kann (abgesehen davon habe ich neun Kinder, von denen sechs (Adoptierte) eine extrem schlimme Vergangenheit haben, und alle eine Therapie machen. Ich bekomme also Tag für Tag mit, was Therapeuten leisten können, und was sie nicht leisten können.

    Will heißen: Wenn jemand wie Du mir ein bestimmtes Verhalten eines Jugendlichen beschreibt, dann ist die alleroberste Frage, die ich mir stelle, die nach den möglichen Ursachen. Denn nur wenn wir die kennen, kann man wirklich einen Rat geben. Ob dieser Prozess in einem persönlichen Gespräch, oder nach Aktenlage beginnt, ist dabei zweitrangig - so oder so hat man meist nur das, was einem erzählt wird. Dafür, länger in eine Familie hinein zu schauen, fehlt so gut wie immer die Zeit.

    Das heißt also, dass man sich das geschriebene oder gesprochene Wort nimmt, und sich auf die Suche macht: Worin besteht das Verhalten? Was wurde getan, um es zu ändern? Wie tickt das Umfeld? Ist es gebildet? Religiös? Politisch? Könnten psychische Krankheiten vorhanden sein, die die Entwicklung des Jugendlichen beeinflusst haben könnten? Wie haben sich Behörden und Beratungsstellen verhalten? Machen deren Hilfsvorschläge und -maßnahmen Sinn? Wie sieht es mit Medikamenten aus?

    Dabei kommen dann sehr oft sehr schnell bestimmte Muster und mögliche Schwachstellen zum Vorschein, mit denen man dann arbeiten kann.

    Bei Dir und Deinem Sohn zum Beispiel sprangen bereits ganz am Anfang zwei Dinge ins Auge: Eine Vorgehensweise des Jugendamtes, die offensichtlich darauf abzielte, den Jungen "von der Straße zu holen" und vor allem ein möglicher Mangel in der psychiatrischen Therapie, also der Medikamentierung Deines Sohnes.

    Leider ist es so, dass bei meinen Kollegen und mir mittlerweile die Alarmglocken läuten, wenn wir die Worte Aggression und Concerta zusammen hören oder lesen, denn die internationale Datenbank, in der Medikamente, Nebenwirkungen, offizielle Warnungen und Erfahrungsberichte von Leuten wie mir, aufgeführt werden, sind voll von Berichten von Patienten, die nach der Einnahme von Concerta ausgetickt sind.

    Ein Medikament soll eine Krankheit lindern. Tut es das nicht, dann kann man sich das Medikament sparen. Treten nach dem Beginn der Einnahme verstärkt Symptome wie zum Beispiel Aggressionen auf, dann muss man sich die Frage stellen, ob dies möglicherweise an diesem Medikament liegt. Ich kann nur darüber spekulieren, warum das bei Euch nicht passiert ist: Gut möglich, dass der behandelnde Arzt sich vor den Absetzungserscheinungen gefürchtet hat. Oder er wusste ganz einfach nicht, wozu Concerta (anders als reine MPH-Präparate) in der Lage ist - der Hersteller ist extrem gut darin, Menschen Sand in die Augen zu streuen. Und kaum ein Arzt hat die Zeit, sich durch Dutzende von Studien zu quälen.

    Ich kann Euch nicht garantieren, dass es nach der Umstellung auf ein anderes Medikament besser werden wird, aber die Aktenlage ist so eindeutig, dass es Mühe und Herzensbruch wirklich wert sind - es gibt nur diese eine Möglichkeit, heraus zu finden, ob das Medikament verantwortlich ist, oder ob das Verhalten andere Ursachen hat.

    Sollte das der Fall sein, kann man dann allerdings eine nachhaltige, wirkungsvolle Therapie beginnen, denn mein Eindruck ist auch, dass Ihr Euch nun in guten Händen befindet.


    Viele Grüße,

    Ariel
     
  22. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    Hallo Ariel!

    Wow! :respekt

    Danke für deine Antwort! Ja ich denke auch das wir uns nun in guten Händen befinden. Und ich hoffe inständig das du recht hast was das Medi angeht. Wobei wenn ich recht überlege mit dem normalen Ritalin waren seine Aggressionen nicht so hoch aber ich dachte immer das das daran liegt das er damals ja noch kleiner war. Das mit dem Concerta wusste ich nicht und unser Arzt offensichtlich auch nicht. Da bin ich nun echt mal gespannt ob das besser wird.
    Ja fürs JA war eigentlich von Anfang an klar und wichtig das er aus der Familie raus muss und fertig! Ich bzw. keiner von uns wollte das, und das wäre ja auch nicht der Sinn der Sache gewesen, denn es hätte ja an den Problemen die wir zu Hause haben nichts geändert. Er wäre ne Weile weg gewesen und dann wieder gekommen und zu Hause hätte sich nichts geändert.
    Da wären wir spätestens nach drei Monaten wohl wieder am Anfang gestanden. Seit ich mich gewehrt habe hat sich keiner mehr für uns interessiert. Das sagt ja an sich schon alles.
    Mein Sohn hat immer zu mir gesagt: Die sollen sich lieber um die Kinder kümmern die zu Hause gequält und geschlagen werden statt um mich! Mir geht es daheim doch gut!
    An sich hat er da ja schon recht. Klar haben wir große Probleme mit ihm aber er hat alles was er braucht und ich denke wir haben nun gute Chancen alles wieder in eine gewisse Bahn zu lenken.
    Immerhin haben wir den Vorteil das er noch nie straffällig geworden ist bisher! Und ich hoffe das das auch so bleibt.
    Dann habe ich wenigstens nicht alles falsch gemacht! :D

    LG Tanja
     
  23. Tanja 1

    Tanja 1 Aktives Mitglied

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    So da bin ich mal wieder!
    Tja leider sieht es nicht gut aus für uns! Ich musste nun diese Woche den Schritt gehen den ich eigentlich vermeiden wollte. Ich war beim Amtsgericht und habe einen Antrag auf Zwangsunterbringung gestellt. Leider hielt die Klinik dies für erforderlich weil sie nicht mit ihm arbeiten konnten. Er ging nur hin damit er dort war, hat nicht wirklich mitgearbeitet und war auch sehr respektlos gegenüber den Therapeuten und Erziehern. Tja und nun warten wir auf die Anhörung und darauf wie der Richter wohl entscheidet.
    :heul2 Es tut mir wirklich weh diesen Schritt zu tun aber ich hoffe nun inständig das die Therapeuten recht haben und es dann endlich klick macht.
    Natürlich will er nicht da hin, aber er ist nun mal nicht in der Position diese Entscheidung selbst zu treffen. Und bevor er mit 17/18 irgendwo im Knast hockt oder Drogen nimmt müssen wir da nun wohl durch.

    Seine Medis sind nun seit zwei Wochen abgesetzt und auch wenn er zur Zeit nicht in die Klinik geht habe ich es erst mal dabei belassen, denn es klappt erstaunlich gut ohne. Er ist zwar schon sehr viel hibbeliger und babbelt einem ein Ohr ab, aber er ist auch wesentlich weniger aggressiv. Er ist ob meiner Entscheidung lange nicht so ausgerastet wie er es sonst getan hätte.
    Ich glaube echt Ariel hat recht. Ausser er tut jetzt alles um zu verhindern weg zu müssen, wobei selbst dann ja bewiesen wäre das er es könnte wenn er wollte.
    Nun hoffe ich das sich das ganze nicht noch ewig rauszieht und das er bald wieder bei uns zu Hause ist und wieder normal zur Schule geht,

    Drückt uns die Daumen!

    LG Tanja
     
  24. freddilysie

    freddilysie Urlaubsreif

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    Hallo Tanja,

    es ist nicht schön zu lesen, dass ihr nun doch den Schritt gehen mußtet aber wenn es nötig ist dann muß es so sein.

    Ich hoffe so für Deinen Sohn das ihm geholfen werden kann und auch für Dich das es mal bergauf geht, gerade in Deinem Zustand ist das doch so wichtig.

    Wie läuft denn so eine Zwangseinweisung? Wie lange ist er dann weg und darf er dann zwischendrin nach Hause oder ist er die ganze Zeit da?

    Bei uns läuft es leider auch gerade super schlecht. Wir sind an einem weiteren Nullpunkt angelangt. Manchmal frage ich mich wo wir Mütter und auch Väter die ganze Kraft hernehmen.
     
  25. Ilona

    Ilona Moderator Mitarbeiter

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    Tanja bisher war ich nur stille mitleserin weil cih mich mit dem thema nicht auskenne. Aber nun möchte ich euch alles gute Wünschen und dass der Schritt die erhoffte Wirkung bringt und ihr bald wieder als Familie vernünftig zusammenleben könnt. :maldrueck
     

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