Väter-Komponente "Das ist nicht verhandelbar"

Was passiert in Deutschland, Europa und der Welt? Hier ist Platz für aktuelle Themen. Was Euch beschäftigt und interessiert an Neuigkeiten aus Gesellschaft, Politik und Zeitgeschehen kann hier diskutiert und debattiert werden!

Dieses Thema im Forum "AKTUELLES: Stories, News, Gesellschaft" wurde erstellt von Hextina, 4 März 2006.

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  1. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    @meggy


    über genau soetwas hab ich schon öfter mit meiner mutter gesprochen. es ist aber wohl so, dass früher auch der zusammen halt in der familie größer war. mussten die eltern arbeiten sind die großeltern eingesprungen um auf die kinder auf zu passen.

    das geht ja heute bei vielen nicht da die großeltern selbst noch arbeiten müssen.


    klar bedeutet ein kind immer abstriche, würd ich nie anders behaupte und soll wohl so sein, aber ist doch eine realistische überlegung dann kein kind zu kriegen wenn ich es nicht ernähren kann.... und da sind wir wieder an dem punkt, dass eben nur besser gestellte menschen kinder kriegen sollten/könnten...



    irgendwo ist ein fehler drin... immer niedrigere löhne, immer höhere ausgaben (fürs alltägliche leben) und dann noch die finanzielle 'belastung' eines kindes - das haut nicht hin!
     
  2. Mafa

    Mafa Guest

    Elterngeld ist ein K A N N - Leistung vom Staat – ist wie vorgestellt einfach und unproblematisch. Wenn es so gut in der Schreinerfirma läuft, Überstunden erforderlich sind…ja warum wird dann nicht jemand eingestellt? Kann man auch befristen…Schreiber gibt es viele..besonders viele arbeitslose Schreiner.

    Niemand zwingt einen, diese zusätzliche „Leistung“ in Anspruch zu nehmen..

    Ein Vergleich mit Hartz IV ist m.E. da fehl am Platz, Montagsdemo..WASG…und und und..alle fragen, was tut der Staat für uns und wenige fragen, was können wir für den Staat tun?

    Mitnahmementalität und Heuschrecken…das ist unser Problem.


    Manfred
     
  3. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    mein vergleich zu hartz IV bezog sich auf die einführung. die mmn einfach zu schnell kam und dem staat jetzt mehr kostet als geplant war.


    es ist ja schön, dass all dies eine KANN-leistung ist, aber dann dürfen solche äußerungen wie 'deutschland braucht elite-babies' (oder so ähnlich) nicht fallen, dann darf auch nicht so laut geschimpft werden, dass die geburtenrate so niedrig ist und weiter abflaut...

    wenn ich was von den menschen eines landes möchte, dann muss ich es ihnen schmackhaft machen. und kinder sind nunmal (leider) für viele mehr belastung als sie haben möchte. klar, sollten dann kinder nicht nur des geldes wegen zur welt kommen, aber grad wenn potentielle eltern die größten risiken im finanziellen sehn (und so ist es leider in vielen fällen) dann muss ich doch genau da ansetzen oder nicht?!


    was die übrige mitnahmementalität angeht, stehen wir wohl anderen bevölkerungen in nix nach - darum gehts hier aber auch nicht und das ist gut so, denn sonst würde ich nur tippen bis die tastatur hin ist und mich drüber aufregen was so manche 'mitnehmer' sich rausnehmen ;-)
     
  4. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    voll vergessen: was die schreinerfirma angeht klingt zwar traurig, ist aber wahr. der chef würde jemanden suchen, allerdings kann er kein riesiges gehalt zahlen (was wohl auch nicht so unüblich ist) - er zahlt aber auch nicht mies. einfach angemessen. dafür kriegt er hier allerdings nur arbeiter die echt nix taugen.
    ich hab selbst in dieser werkstatt gelernt und wir hatten damals einige die arbeit gesucht haben aber einfach keinen bock hatten. mein ex-chef hat extra langzeitarbeitslose geholt nachdem es mit 'frischen' gesellen nicht funktioniert hat und nix wars. 8 uhr arbeitsbeginn (eh schon spät fürs handwerk) und die meisten kamen erst gegen 9 und total verschlafen... nach 30 min die erste frage nach der pause... ist aber nun ein anderes thema
     
  5. Meggy

    Meggy Guest

    Auch ein Dilemma, an dem gearbeitet werden muss... Arbeit muss sich lohnen, aber sobald der Staat an Sozialleistungen schneidet, schreien alle auf....

    Unser Wohlfahrtsstaat ist vorbei, dass muss jeder einsehen und jeder muss was dafür tun, damit gerechter verteilt wird.
    Das nun an Kindern festzumachen, m.E. eher ein Statusdenken der heutigen Zeit. Jedes Kind ein Zimmer, zweimal im Jahr in Urlaub, PC und Fernseher ab sechs, Markenklamotten sowieso, ohne dem wird "Kind" ja nicht anerkannt...

    Nein, was gerade unsere Generation an Ansprüche stellt, das ist nicht mehr witzig...
    Und dabei sind wir alle anders groß geworden.

    Ich schweife vom Thema ab.... :weg
     
  6. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    meggy da muss ich dir zum großteil recht geben - leider.

    wir versuchen bei uns den anfang zu machen und eben anders zu leben. nur nahrungsmittel müssen her - miete muss bezahlt werden!

    wir suchen derzeit eine andere wohnung. da wo wir hinziehen möchten/müssen ist es im allgemeinen teurer, aber eine 3 zimmer wohnung MUSS sein da ich der meinung bin ein kind braucht ein zimmer - auch wenn da meinetwegen 2 kinder drin sind oder sofern der platzt reicht 3... aber eltern und kinder sollten getrennte zimmer haben. das ist dann schon fast unbezahlbar.
    dagegen - als beispiel - eine 5 zimmer wohnung. wär optimale lage, und billiger (!!!) als 3 zimmer wohnungen. allerdings nur an 'ält. paar' zu vermieten.
    das ist kinderfeindlich und wir werden fast überall abgewiesen, nicht weil wir 5 haustiere und ein aquarium haben sondern weil wir ein kind haben :angryfire


    aber es muss was gemacht werden - obs sinnvoll ist bei den kindern anzufangen lass ich mal dahin gestellt!


    nur wie kanns angehn, dass mein mann jetzt 6 tage in der woche nicht zu hause ist um einen lohn zu kriegen der grad mal 50€ über dem satz von hartz IV liegt?!
    viele schmeißen in seiner firma den job, weil sie es schlicht und einfach nicht einsehen für den 'hungerlohn' zu arbeiten...
     
  7. Ilona

    Ilona Moderator Mitarbeiter

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    Meggy ich hatte nicht mit 6 einen fernseher und auch Markenklamotten gab es nicht, es sei den ich habe sie mir selber gekauft, den Urlaub haben wir auf dem WE-Grundstück verbracht alle 3 Jahre fuhren wir dann mal richtig in Urlaub. PC ja irgendwann mit 12 habe ich dann einen zu Weihnachten bekommen aber der war für die ganze Familie und nicht für mich alleine. Hey und ja ich hatte es in der Schulzeit nicht leicht aber dadurch habe ich gelernt was wirklich wichtig ist.

    Woher hast du die Erkenntnis das Durchschnitsfamilie es so aussieht???
    Für mich klingt das eher nach einer Wohstandsfamilie.

    Seit dem ich mit martin zusammen gezogen bin konnten wir uns keinen richtigen urlaub leisten, das sind mitlerweile 8 jahre. O.K. dafür haben wir 2 PCs aber wenigstens einer ist wichtig, den woher soll man sonst Stellenangebote her bekommen?? Auf das AA vertraue ich in der Hinsicht nicht mehr, ich habe innerhalb einen Jahres nicht einen Stellenvorschlag bekommen, geschweige den einen Termin zugeschickt bekommen.


    P.S. meine Eltern haben beide gearbeitet mein vater vollzeit meine mMutter halbtags also in dem Punkt Durchschitsfamilie.
     
  8. eva.m.p

    eva.m.p Pause

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    Meggy, da gebe ich dir Recht. Ich glaube die Ansprüche sind zum Teil schon sehr hoch und ich staune auch manchmal, was die Leute alles vom Staat erwarten.
    Ich denke der Staat hat nicht dafür zu sorgen, dass ich mir TV, Kino, Urlaub und co leisten kann und ich persönlich habe auch kein Problem mit Secondhand und Aldi --- aber eine gewisse Grundversorgung ist eben schon wichtig und da wird es mit Kindern eben enger.

    Klar, wer Kinder kriegt, der muss Abstriche machen, das ist ganz logisch. Nicht nur finanziell sondern in vielen Bereichen. Das finde ich auch in Ordnung so --- doch trotzdem sollte doch ein gewisses Maß gewährt werden - gerade wenn es dem staat doch so wichtig ist, dass es endlich mehr Kinder gibt (siehe auch den aktuellen Spiegel-Titel ,wen es interessiert)
    Von daher finde ich schon, dass Familien auch finanziell unterstützt werden sollen.

    Und sicherlich wäre es auch traumhaft, wenn es wirklich halb-halb wäre mit der Elternzeit. Aber es ist doch immer Situationsabhängig. Ich denke in der ersten Zeit ist nunmal meistens die Frau, die zu Hause bleibt, alleine schon wegen Stillen und co. Da möchte ich auch zum Wohle des Kindes nicht drauf verzichten.
    Und dann? Manchmal mag es gehen, dass der Mann zu Hause bleibt und das ist dann sicher auch super. So war es zB bei unserem ersten Kind so, dass Daniel nach 9 Monaten ein halbes Jahr zu Hause blieb und ich studierte. Das haben wir auch beide genossen.
    Nun ist es jedoch schlicht nicht möglich. Man mag gerne seine Verträge lesen - eine BA-Studium kann NICHT unterbrochen werden. Sollte er das nun abbrechen? Dann also gar kein Job? Gar kein Geld?

    Manche Frauen sind ja eventuell auch glücklich damit zu Hause zu beiben und "nur" Hasfrau zu sein - soll sie dann gezwungener Maßen gehen, damit er da bleiben kann?
    Was ist, wenn sie keinen Job hat - sollen dann beide zu Hause bleiben?
    Ich finde das ist einfach noch nicht ausgereift. Sicher sollte vielmehr Elternzeit bei Männern gefördert werden, aber es zur Pflicht zu machen finde ich den falschen Weg!
     
  9. Meggy

    Meggy Guest

    Ilona, ich sagte, es ist unsere Generation, die es ihren Kindern so vermittelt...!
    Obwohl wir anders aufgewachsen sind...!
    Ich zähle dich noch zu meiner Generation, oder fühlst du dich zu jung dafür? ;D

    Du sagst, das klingt nach Wohlstandsfamilie?
    Dann haben wir aber viele Wohlstandsfamilien in Deutschland... :whatever
    Anders kann ich mir die Umfrageergebnisse solcher Dinge nicht erklären...
     
  10. eva.m.p

    eva.m.p Pause

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    naja, aber versplichtet das eben nicht doch? "Wenn du nicht zu Hause bleibst, gibt es kein Geld mehr?" ich finde das zwingt einen schon sehr in eine Richtung...
     
  11. Ilona

    Ilona Moderator Mitarbeiter

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    Hmm ich kenne nimanden der seinen kindern so etwas bieten knn. Nur eine ehemalige Freundin von mir der wurde Sorry für den Ausdruck, Zucker in den hintern geblasen. Sie bekam alles was sie wollte und hat auch schon anklingen lassen, dass sie es bei ihren kindern, sofern sie welche bekommt genauso machen würde aber dazu müssen sie oder ihr Freund erst mal einen Job bekommen. Obwohl ich bei denen das Gefühl habe das sie nicht arbeiten wollen bzw. nicht das was über einen 1 Euro Job hinausgeht.

    Ich habe bisher diesbezüglich keine Umfrageergebnise gesehen und wie schon gesagt, da ich keinen kenne, der seinen Kindern so etwas bieten kann mal abgesehen bis auf das Zimemr für jedes kind klingt es für mich persöhnlich eher nach Wohlstand.
    ich weis jedenfals, dass ich meinem kind auch wenn ich das geld hätte nicht all diese sachen bieten würde, den dadurch lernt es ja nicht was es heist mit geld umzugehen.
    Ich weis allerdings auch, dass ein Kind es dadurch schwerer haben kann aber wie gesagt ich habe darau gelernt, was wirklich wichtig ist. Mit geld klann man sich vieles kaufen aber Freunde sollte man damit nicht kaufen können. Man muss ihm dann halt nur gnügend Rückhalt geben.
     
  12. Meggy

    Meggy Guest

    Dass die, die eh schon gut verdienen und sich durchaus Kinder locker leisten könnten, mit 1800 Euro ne Menge Geld dazu bekommen...
    Es sie aber auch nicht reizen wird, weil der Lebensstandard damit auch nicht zu halten wäre....
     
  13. nummer3

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    Ich dachte, das Elterngeld sei Einkommensabhängig????
     
  14. Mafa

    Mafa Guest

    Elterngeld
    Familienförderung - Elterngeld ersetzt das Erziehungsgeld und Mutterschaftsgeld
    Ab 2007 will die Bundesregierung zusätzlich ein einkommensabhängiges Elterngeld einführen. Beim Elterngeld, das von 2007 an als Lohnersatz für ein Jahr gezahlt werden soll, ist eine soziale Komponente vorgesehen. Jede Familie erhält danach eine Mindestleistung von 170 Euro und das bisherige Erziehungsgeld entfällt. Bei Familien mit geringem Einkommen wird für die Berechnung des Elterngeldes das gemeinsame Einkommen beider Partner zu Grunde gelegt. Für alle gilt: Die Lohnersatzleistung beträgt 67 Prozent des letzten Netto-Verdienstes, maximal monatlich 1800 Euro.
    Zwei Monate der Unterstützung sind an die Bedingung geknüpft, daß auch der jeweils andere Partner einmal die Betreuung übernimmt (Väterkomponente). Das bedeutet für Arbeitnehmer: Jeder Elternteil muss mindestens zwei Monate Erziehungsurlaub nehmen. In diesem Fall wird das Elterngeld ein volles Jahr (oder wahlweise in halber Höhe über zwei Jahre) gewährt. Insbesondere Geringverdiener profitieren vom Elterngeld.

    Quelle: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/elterngeld.htm



    ...nun bitte keine Neiddebatte... :hihihi

    Manfred
     
  15. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    na wenn dem so ist - wo ist die grenze zum 'geringen lohn'?

    was hier ein geringer lohn ist, ist anderswo ein super einkommen.....
     
  16. nummer3

    nummer3 Namhaftes Mitglied

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    Ich denke nach wie vor, daß dann in den Firmen ein Umdenken stattfinden muß. Ein Kollege meines Mannes hat ein Jahr Elternzeit genommen - das hängt ihm jetzt wie ein Klotz am Bein und Karriere o.ä. kann er bei der Firma vergessen. Und das ist sicher kein Einzelfall!
     
  17. eva.m.p

    eva.m.p Pause

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    ich bekomme jetzt 300€ im Monat Erzeihungsgeld pro Kind. Wasd sich für mich ändern würde? über hundert euro weniger - und das würde ich stark spühren!

    und was ist nach dem 1. Lebensjahr? da lass ich das Kind alleine zu Hause oder was? Das ist einfach absolut nicht durchdacht. Wir wünschen uns noch Kinder, werden dies aber wohl unter o.g. Umständen ins Ausland verlagern müssen :rolleyes:

    aber was soll ich schon sagen, als Mutter 2. Klasse... :rolleyes:
     
  18. Mafa

    Mafa Guest

    Unsere Politiker nehmen hier offen Stellung:

    Auszug aus der Regierungserklärung der neuen Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel zum Elterngeld (30.11.2005) Elterngeld

    Aber an einem Problem in unserem Land können wir nicht vorbeisehen: Je besser die Ausbildung der jungen Frauen und Männer ist, desto seltener entscheiden sie sich für Kinder. Das kennen wir alle und das wird uns auch immer wieder erzählt. Eine Frau hat ein Studium absolviert, eine hervorragende Ausbildung machen können, möchte im Beruf Karriere machen und steht dann vor der Frage, wie sie diesen Berufswunsch mit ihrem Wunsch, eine Familie zu gründen, vereinbart.
    Ich sage unumwunden: Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dieser Konflikt ganz einfach und locker überwunden werden kann. Das kann er nicht. Aber seitens der Politik können wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, diesen Konflikt ein wenig zu mildern. Genau das haben wir getan, indem wir uns entschlossen haben, ein Elterngeld einzuführen. Es wird erstmals als Einkommensersatz ausgestaltet und zusätzlich mit einer Väterkomponente verbunden. Das ist ein neuartiger Ansatz in beide Richtungen. Ich ahne schon jetzt, welche Diskussionen er hervorrufen wird. Doch die Betriebe - das sage ich ganz ausdrücklich - sollen sich stärker als bisher in der Pflicht sehen, auch einmal die Väter zeitweise freizustellen, und zwar, wo immer dies möglich ist, ohne berufliche Nachteile. Dieser sanfte Druck ist unumgänglich.--------------------------------------------------------------------------------
    Elterngeld Familienministerin Ursula von der Leyen zum Elterngeld (13.12.2005 Elterngeld) Elterngeld

    Familienministerin Ursula von der Leyen will das Elterngeld bei kleinen Gehältern am gemeinsamen Familieneinkommen orientieren. "Diese soziale Komponente muss sein", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag im Deutschlandfunk. Bei mittleren und höheren Gehältern werde das Elterngeld hingegen den Einkommensverlust bei dem Elternteil ersetzen, der das Kind betreut und zu Hause bleibt. Das einkommensabhängige Elterngeld soll ab 2007 das Erziehungsgeld ablösen. Die Eltern erhalten dann zwölf Monate lang jeweils 67 Prozent des vorherigen Nettoerwerbseinkommens bis zu einer Höhe von 1800 Euro als Elterngeld.
    Allerdings will die Bundesregierung das Elterngeld nur dann über volle zwölf Monate zahlen, wenn auch der Vater das Kind mindestens zwei Monate betreut. Ansonsten steht das Elterngeld nur für zehn Monate zur Verfügung. Kritiker sehen dieses Modell des Elterngeldes als verfassungsrechtlich problematisch an. Dessen ungeachtet rechnet Ministerin von der Leyen nicht mit einem Veto der Karlsruher Richter zum Elterngeld. Schließlich gebe es inzwischen maßgebliche Stimmen, die die geplante Regelung des Elterngeldes für verfassungsgemäß hielten. Dies sage einem auch schon der "gesunde Menschenverstand". Denn die Inanspruchnahme der Leistung Elterngeld sei freiwillig. Außerdem stärke der Staat den Vätern mit dem Elterngeld den Rücken. So hätten Untersuchungen ergeben, "dass über die Hälfte der Männer unter 44 Jahren gerne Elternzeit nehmen würden, wenn sie dabei ein Einkommen hätten".
    Um zu verhindern, dass Alleinerziehende durch die neue Familienleistung Elterngeld weniger Geld erhalten, werde im Ministerium bis zur Einbringung des Gesetzestextes zum Elterngeld in das parlamentarische Verfahren noch genau gerechnet, kündigte Ursula von der Leyen an. Das Eltern-Mindestgeld müsse so konstruiert sein, dass Alleinerziehende nicht in das Arbeitslosengeld II fallen. Wenn sie vor der Geburt einen Beruf ausgeübt hätten, erhielten sie durch das Elterngeld zwei Drittel ihres Einkommens ersetzt.
    Die Familienministerin erinnerte daran, dass unsere Gesellschaft nur eine Zukunft habe, "wenn wir Raum und Zeit für Kinder ganz in den Mittelpunkt unseres Handelns" stellen würden. Deutschland werde nur dann ein kinderfreundliches Land, wenn es jungen Männern und Frauen helfe, ihre Talente am Arbeitsplatz einzubringen und dennoch glückliche Eltern zu sein. In diesem Zusammenhang appellierte von der Leyen an die Wirtschaft, "ihre Angst vor Erziehenden" zu verlieren und stattdessen zu erkennen, dass Eltern Führungsqualitäten sowie soziale und emotionale Kompetenzen mitbringen würden.
    aus www.elterngeld.net
     
  19. eva.m.p

    eva.m.p Pause

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    und ich frage nochmal: was ist nach dem 1. Lebensjahr!
    Was ist bei Familien in denen nur der Mann verdient?
    Was ist mit Familien, wo es kaum Einkommen gibt da in Studium/Ausbildung?

    Oder will man diese Kinder ja gar nicht haben?
     
  20. eva.m.p

    eva.m.p Pause

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    wir haben bereut, bei der Geburt uns nicht in GB gemeldet zu haben - es gibt dort so tolle Förderprogramme und Prämien. Oder schau mal Frankreich an... Oder die skandinavischen Länder
     
  21. Meggy

    Meggy Guest

    Soviel ich weiß, geht es doch darum, insgesamt die Gesellschaftsstruktur soweit zu verbessern, dass Frau nach einem Jahr zumindest teilweise wieder arbeiten gehen könnte. Irgendwo muss man doch mal ansetzen.
    Und muss man alles den Staat regeln lassen? Kann man nicht auch mal selber was in die Hand nehmen?
    Was ist denn heute nach zwei Jahren und wo besteht da der Unterschied? Da muss das Kind doch auch betreut werden und hat noch keinen Anrecht auf einen KiTa Platz. Den gibts erst ab drei.

    Wie konnten denn diese Familien vorher leben, wenn Frau nix verdient hat?
    Und mit einem evtl zustehenden Wohngeld plus Kindergeld sind die ersten Lebensjahre eines Kindes durchaus gesichert, wie auch der Rentenanspruch der Frau immens durch die geburt eines Kindes wächst. Wer finanziert das....?
    Und wenn es sich wirklich durchsetzt, dass in sozial schwächeren familien das Einkommen beider Elternteile zählt, dann hätten die fast doppelt soviel wie vorher.
    Man überlege das mal und rechne dann realistisch, was ein Kind in den ersten Lebensjahren wirklich kostet.
    Muss es der Kinderwagen von Teutonia und die Kinderzimmerausstattung von Paidi sein?

    Ich meine, ein Kind, das ungeplant kommt, okay. das bekommt der Staat ja noch mit druchgefüttert. Und niemand hier hat je behauptet, dass in D jemand verhungern muss. Und für Vermögensbildung, wie es einige gerne hätten, ist wohl kaum der Staat zuständig. Muss sich ansonsten ein Studentenpaar für ein Kind entscheiden, wenn niemand was verdient?
    Und wie haben die vorher gelebt? Wer nix verdient, der bekommt auch hier in D schon viel nachgeschmissen. Erstausstattung von pro Familia, Kindergeld, erhöhtes Wohngeld, etc.pp....

    Maule ich rum, weil mein ältester nun 14 ist und mehr will und kostet? Bekomme ich deswegen mehr Geld vom Staat? Nein... Bekomme ich zu hören, dann geh mehr arbeiten...
     
  22. Marion22

    Marion22 Namhaftes Mitglied

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    Hab mal kurz quergelesen!

    Ich finde die Regelung, daß der Mann auch ein Jahr zuhause bleiben soll ansich für uns Quatsch!

    Mein Mann ist selbständig und verdient das Geld, niemals könnte er Elternzeit in Anspruch nehmen.

    Bevor man solche Regelungen aufstellt, nur weil eine Familenministerin damit gute Erfahrungen gemacht hat, nicht durchdacht!

    Nicht in jeder Familie kann die Mutter arbeiten gehen, da die Kindergarten oder Schulstruktur das nicht hergibt! Zuerst einmal sollte da mehr geregelt und verbessert werden. Beispiele finden sich wie schon gesagt in Frankreich und Skandinavien.

    Meine Cousine geht seit dem ersten Lebensjahr wieder voll arbeiten, aber nur, weil ein Kindergartenplatz da ist, da das Verständis vom Arbeitgeber hoch ist! Auch hat sie im ersten Jahr zuhause ihr volles Gehalt weiter bezahlt bekommen!

    Ich kann nicht arbeiten gehen, weil die Kosten für die Betreuung mich finanziell ruinieren würden. Eine Halbtagsbetreuung von 7.30 h bis 13.30 h kostet mich für zwei kinder 200 Euro eine Ganztags 450 Euro im Monat!!!! Dann bleibe ich doch lieber zuhause! Außerdem sind die Schulferien hier bei uns nicht betreut, in Schweden schon!


    Wir bekommen wieder etwas aufgedrängt, was eigentlich keiner will, das ist Deutschland! :shake

    **Auch wenn ich jetzt auch eine auf den Deckel bekomme!**
     
  23. Meggy

    Meggy Guest

    Bekommst doch keine auf den Deckel... :maldrueck
    Wir diskutieren doch nur...

    Geht aber nur um zwei Monate Väter Elternzeit, nicht um ein Jahr...
    Was macht dein Mann, wenn er zwei Monate krank wäre...? ;D
     
  24. Susanne

    Susanne Namhaftes Mitglied

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    also wenn sich heute eine 'karrierefrau' für ein kind entscheidet dann kann sie ja trotzdem wieder arbeiten gehn. wenn sie so gut verdient dürfte es kein problem sein eine tagesmutter zu finanzieren - wenns wirklich um karriere geht (da sprech ich aus erfahrung, weil meine mutter dies gemacht hat - war bei jedem der drei kinder nur 8 wochen nach der entbindung zu hause). aber genau das kann sich eine 'durchschnittshausfrau mit teilzeitjob' nicht leisten.


    hier z.b. in dem ollen kaff krieg ich mein kind nicht mal mit 3 jahren so in den kiga, dass ich arbeiten gehn könnte - deshalb müssen wir jetzt in die stadt ziehen welche viel teurer ist... wie ich mein kind dann nach 12 oder gar nur 10 monaten unter bringen soll - ich hab keine ahnung und werde dann zwangsweise meinen job kündigen MÜSSEN! denn mein verdienst reicht nicht aus um eine tagesmutter zu zahlen.


    und ich bin der meinung, wenn die kinderbetreuung besser ausgebaut werden würde (und finanzierbar wär - hier z.b. ein kiga-platz für 3 std täglich im ersten jahr kostet schlappe 84€ + getränke :shake ), würden mit sicherheit viele frauen schneller in den beruf zurück kehren. bislang hab ich noch keine mama getroffen die voll und ganz darin aufgeht 'nur' mama zu sein. klar ist es schön - möcht ich nimmer missen, aber nun nach fast 17 monaten würd ich liebend gern wieder arbeiten - wenn auch nur ein paar stunden... nur es ist nicht machbar!!!!!!
    und das ist mit sicherheit kein neues problem....
     
  25. Marion22

    Marion22 Namhaftes Mitglied

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    Dann bekommt er das Geld was er normal verdient von einer Versicherung ausbezahlt, dafür bezahlen wir auch ein.

    Zuhause bleiben könnte der Staat ihm nicht bezahlen!
     

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